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Veröffentlicht am 03.10.2018

Pfad der Lüge

Pfad der Lügen
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Pfad der Lügen, von Lucy Dawson

Cover:
Gut gemacht, erzeugt schon ein mulmiges Gefühl.

Inhalt:
Sally wacht total benommen, im Schlafanzug, auf dem Rücksitz eines Taxis, am Rande der Klippen, auf. Der ...

Pfad der Lügen, von Lucy Dawson

Cover:
Gut gemacht, erzeugt schon ein mulmiges Gefühl.

Inhalt:
Sally wacht total benommen, im Schlafanzug, auf dem Rücksitz eines Taxis, am Rande der Klippen, auf. Der Taxifahrer wirft sie regelrecht aus dem Auto.
Sally schwankt auf die Klippen zu und geht in die Knie.
Ein Spaziergänger denkt sie will Suizid begehen und ruft die Polizei.
Obwohl Sally beteuert keinen Suizid begehen zu wollen, glaubt ihr keiner, vor allem da ihr die letzten 12 Stunden wie aus dem Gedächtnis gebrannt zu sein scheinen und sie auch noch so etwas wie einen Abschiedsbrief in der Tasche hat.

Meine Meinung:
Die Geschichte fängt recht dramatisch und spannend an (erstes Drittel). Sie wirft sehr viel Fragen auf und dadurch baut sich eine gewisse Spannung auf.
Doch der Verdacht, dass mit einer „gewissen Person“ etwas nicht stimmt ist eigentlich sofort da.
Im zweiten Drittel, dreht sich dann alle noch einmal im Kreis, es wird von allen Seiten beleuchtet und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, aber es passiert nichts neues, dadurch wird die Luft raus genommen. Die Ahnungen und den Verdacht den wir haben werden bestätigt aber ich komme als Leser keinen Schritt vorwärts.
Das letzte Drittel ist dann sehr enttäuschend. Es wird voll beladen mit lauter Klischees, das meiste von dem was wir geahnt haben wird bestätigt und das Motiv (die Erklärung) ist mehr als dürftig.

Das Buch ist also mit jedem Drittel schwächer geworden, insgesamt dann sehr konstruiert, vorhersehbar und mit zu vielen unlogischen Stellen.
Wenn ich für das erste Drittel noch 4 Sterne, für das zweite dann 3 und für das letzte kann ich eigentlich gar keinen vergebe, komme ich auf 2,3 Sterne.

PS: Thriller ist wohl auch ein bisschen eine unglücklich gewählte Bezeichnung, wenn schon, dann Psycho-Thriller.

Autorin:
Lucy Dawson ist eine britische Autorin. Sie studierte Psychologie, bevor sie eine Karriere als Redakteurin bei einem Magazin für Kinder begann. Inzwischen widmet sie sich ganz dem Schreiben.

Mein Fazit:
Das Buch hat gut angefangen, sehr mysteriös und spannend. Aber dann hat es mich doch schnell enttäuscht und am Ende konnte es mich nicht überzeugen. Deshalb auch nur 2,5 Sterne, die ich aber auf 2 abrunde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.10.2018

Das Mädchen mit dem Edelweiß

Das Mädchen mit dem Edelweiß
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Das Mädchen mit dem Edelweiß, von Jillian Cantor

Cover:
Sehr schön und passend zum Buch, die Berge, die Aufbruchstimmung….

Inhalt:
Als Kathie (sie lebt in Los Angeles) ihren Vater, wegen beginnender ...

Das Mädchen mit dem Edelweiß, von Jillian Cantor

Cover:
Sehr schön und passend zum Buch, die Berge, die Aufbruchstimmung….

Inhalt:
Als Kathie (sie lebt in Los Angeles) ihren Vater, wegen beginnender Demenz, schweren Herzens, ins Heim geben muss, will sie seine Sammelleidenschaft und sein Lebenswerk, seine gesammelten Briefmarken, überprüfen lassen. Hat er doch ein Leben lang, jede freie Minute damit zugebracht, mit ihr als Kind, die Flohmärkte und alle möglichen Quellen nach „einem besonderen Schatz“ abzusuchen.
Und tatsächlich entdeckt Benjamin einen vergilbten ungeöffneten Brief, mit einer seltsamen Briefmarke: der Stephansdom (in Österreich) mit einem eingravierten Edelweiß aus dem Jahr 1938.
Beider Neugier ist geweckt, sie beschließe dem Geheimnis des Briefes auf den Grund zu gehen.

Meine Meinung:
Ein wunderschöner Roman, der mitten ins Herz trifft.
Beide Erzählstränge, die Gegenwart und die Vergangenheit sind voller Emotionen und als Leser fiebere ich bei beiden Handlungen voll mit.

In der Vergangenheit, geht es zurück ins Jahr 1938 nach Österreich, zu der jüdischen Familie von Friedrich Faber, der ein sehr bekannter Briefmarkengraveur ist. Der Waisenjunge Christoph kommt als Lehrling zu ihm und findet bei der Familie die Wärme die er immer vermisst hat. Außerdem verliebt er sich in die Tochter Elena und würde für sie alles tun.
Hier erfahren wir dann auch von den Auswirkungen des Antisemitismus in Österreich und wie ein Teil des Widerstandes dort agiert hat und u.a. von den Kindertransporten nach England.

In der Gegenwart ist das Spektrum auch breit gefächert. Die Protagonisten haben alle ihre eigenen Probleme und der schöne Schreibstil geht behutsam mit jedem um. Das schöne dabei ist, dass sich keiner in den Vordergrund drängt und jeder wichtig für die Geschichte ist.
So geht es um Partnerschaft, Scheidung, Liebe, Alzheimer, ja sogar der Mauerfall in Berlin wird gekonnt eingebaut.

Das Buch punktet vor allem durch das Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart, die Gesamt-Idee und das grandios erzählte Rätsel, das sich nach und nach enthüllt. Nicht so sehr die Einzelheiten, denn da habe ich doch ab und zu mal ein kleines Fragezeichen für mich im Kopf.

Autorin:
Jillian Cantor studierte Englisch, bevor sie mit dem Schreiben begann. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Arizona.

Mein Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte die von der Gegenwart in der „neuen Welt“ (Amerika) auf wundersamen und überraschenden Wegen in die „alte Welt“ (Österreich) führt und zu Wurzeln, von denen Katie gar nichts gewusst hat.
Von mir 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.09.2018

Nein ist das neue Ja

Nein ist das neue Ja
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Nein ist das neue Ja, von Désirée Nick

Cover:
Désirée Nick als Grande Dame wie wir sie kennen!

Inhalt:
Désirée Nick hat zu allem eine Meinung: und dies vor allem mit spitzer Zunge und mit ihrem ganz ...

Nein ist das neue Ja, von Désirée Nick

Cover:
Désirée Nick als Grande Dame wie wir sie kennen!

Inhalt:
Désirée Nick hat zu allem eine Meinung: und dies vor allem mit spitzer Zunge und mit ihrem ganz eigenen Vokabular!
Ob zum Chef, zur Familie, zum Schoppen oder zum Friseur.
Sie ist der Meinung: wer NEIN sagt, hat die Macht, wird zum Entscheider, wird wahrgenommen und steuert sein Schicksals selber.

Meine Meinung:
Désiré Nick, eine Frau mit einem unglaublichen EGO.
Bei den meisten würden ihre Aussagen „egoistisch, selbstverliebt, ja größenwahnsinnig“ klingen. Bei ihr klingt es oft einfach „ehrlich“, sie steht dafür.

OK – ob ich so einfach zum Tinitus NEIN sagen kann, möchte ich mal in Frage stellen!!

Vieles im Buch dreht sich im Kreis und ist im Grunde der gleiche Kuchen wie ein paar Seiten weiter vorne nur mit anderem Zuckerguss.
Ab der Mitte dann wird es mehr und mehr ein erzählen aus ihrem Leben. Und dabei werden gezielt hoch giftige Pfeile in Richtung diverser „Promis“ abgeschossen um in nächsten Abschnitt zu betonen: alles halb so wild, ich bin ja ach sooo tolerant.
Plaudereien aus dem Leben der Autorin, die einfach zeigen, dass ihre Welt und meine Welt doch Galaxien auseinander liegen.
1000 Euro im Monat für die Haare ist normal – ja was soll ich von so einer Frau lernen können.

Manche Kapitel sind echt so abgedreht und abgehoben, so dass ich froh bin wenn sie zu Ende sind. Hier denke ich mir manchmal, wer ist denn so hohl in der Birne wie es hier dargestellt wird.

Ein weiterer Punkt, der mich immer wieder verwundert hat, ist das Vokabular der Autorin. Da ist sie so Grande Dame, Prinzessin und was weiß ich nicht wie elegant und eloquent sie sich gibt, und dann wirft sie inflationär mit Wörtern um sich, die ich meinen Kindern und auch jetzt meinen Enkeln nicht erlauben würde. Teilweise für mich wirklich tiefstes Niveau – fällt das unter ‚“spitze Zunge“?

Autorin:
Désirée Nick, eine der bekanntesten Entertainerinnen Deutschlands. Als „spitzeste Zunge der Nation“ ist die seit 35 Jahren als Schauspielerin auf deutschen Bühnen unterwegs.

Mein Fazit:
Ein Buch das unterhalten kann, wobei man es dann eher in kleinen Dosen „genießen“ sollte. (Plaudereien aus dem Leben der Autorin).
Man sollte sich keine Wunder erwarten, und das Rad wird hier auch nicht neu erfunden. Vielleicht kann man sich die ein oder andere Anregung holen, aber verändern wird dieses Buch auch nichts.
Von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht am 28.09.2018

Der Schmetterling

Der Schmetterling
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Der Schmetterling, von Gabriella Ullberg Westin

Cover:
Passend für einen „Schwedenkrimi“.

Inhalt:
Heiligabend in Nordschweden: Henna öffnet dem Weihnachtsmann die Tür, doch es ist nicht ihr Ehemann, ...

Der Schmetterling, von Gabriella Ullberg Westin

Cover:
Passend für einen „Schwedenkrimi“.

Inhalt:
Heiligabend in Nordschweden: Henna öffnet dem Weihnachtsmann die Tür, doch es ist nicht ihr Ehemann, der vor der Tür steht, sondern ihr Mörder. Vor den Augen ihrer Kinder wird sie erschossen.

Kriminalinspektor Johan Rokka ist nach zwanzig Jahren gerade erst wieder in seine alte Heimat zurückgekehrt und steigt hier sofort in die Mordermittlung ein. Ein schwerer Start, denn Henna war die Frau seines alten Schulfreunds Mans, der auch der größte Fußballpromi in Schweden ist.
Also hat er nicht nur einen Kreis von Verdächtigen die seine Freunde von früher waren, sondern auch die Presse im Nacken.

Meine Meinung:
Hier beginnt eine neue Reihe um den Kriminalinspektor Johan Rokka.
Eine sehr eigenwillige Person, die ich noch nicht (auch am Ende des Buches) einschätzen kann. Ich kann jetzt gar nicht sagen ob er einfach nur „farblos“ blieb oder ob er so widersprüchlich als Person ist.

Gleich vorweg, sein Hauptgrund, warum er in seine Heimat zurück gekommen ist, ist das Verschwinden seiner großen Jugendliebe Fanny, die nach dem Abitur spurlos verschwunden ist, er will diesen Fall aufklären. Doch durch den Mord am Heiligabend bliebt ihm keine Zeit in diese Richtung zu arbeiten und so ist dieses Problem auch am Ende des Buches noch offen. (Fortsetzung lässt grüßen…)

Der Einstig ist recht dramatisch und noch spannend, doch dann beginne ich als Leser mehr und mehr zu „schwimmen“.
Die Vorgehensweise im aktuellen Mordfall ist (meine Meinung nach) nicht sehr gezielt und koordiniert. Im Mittelteil des Buches scheinen alle Ermittlungen im Nichts zu verlaufen, dann am Ende geht alles Ratz-Fatz.
Insgesamt haben mir der Nervenkitzel und die Spannung etwas gefehlt.

Der Schreibstil ist flüssig, sehr anschaulich und gut zu lesen, wobei es fast zu viele Personen waren die nur am Rande eingeschoben wurden. Die Stimmung insgesamt ist sehr düster und jeder ist irgendwie schlecht drauf oder hat Probleme.

Autorin:
Sie stammt aus der nordschwedischen Stadt Hudiksvall, wo auch ihrer Protagonisten leben. Sie studierte und arbeitete für eine der größten Telefongesellschaften Schwedens, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Heute lebt sie in Stockholm und ist mit einem Polizisten verheiratet und hat zwei Kinder.

Mein Fazit:
Ein solider Krimi, mit einigen „Längen“ im Mittelteil.
Die Story ist neu, doch in der Umsetzung sehe ich noch Potential nach oben.
Von mir, gute 3 Sterne. Hier gehen ja auch halbe

Veröffentlicht am 26.09.2018

Die Party

Die Party
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Die Party, von Jonas Winner

Cover:
Passend zur Halloweenparty.

Inhalt:
Nach 30 Jahren will Brandon eine 80er Jahre Revival-Halloween-Party veranstalten.
Dazu lädt er zehn Jugendfreunde in seinen Glasbungalow ...

Die Party, von Jonas Winner

Cover:
Passend zur Halloweenparty.

Inhalt:
Nach 30 Jahren will Brandon eine 80er Jahre Revival-Halloween-Party veranstalten.
Dazu lädt er zehn Jugendfreunde in seinen Glasbungalow hoch oben auf einem Felsplateau über dunklen Wäldern ein.
Damit es authentisch wird, müssen alle ihre Handys abgeben.
Und dann, bei der Begrüßung überschlagen sich die Ereignisse.
Der erste Tote – und zwar der Gastgeber selber wird von einem Kronleuchter erschlagen. Ein Unfall – oder Selbstmord?
Als kurz darauf der Zweite stirbt beginnt die Angst und das Misstrauen zu wachsen und übermächtig zu werden.

Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, das doch so augenscheinlich nach demselben Prinzip wie „Murderpark“, das geniale Buch des Autors (2017), geschrieben würde.
Und ich muss es leider gleich vorweg sagen, es kommt nicht an dieses außergewöhnliche Buch heran.

Ja auch hier geht es nach dem Prinzip 10 kleine Negerlein, dann warens nur noch….

Aber die Geschichte die diesmal erzählt wird hat (für mich) sehr viel unlogische einzelne Punkte. Immer wieder denke ich mir bei Lesen, das ist ja so unglaubwürdig, das passt einfach nicht.
Es fängt schon damit an: mit ca. 17 Jahren hatten sie die letzte gemeinsame Party und dann nach 30 Jahren in denen sie keinen oder kaum Kontakt hatten folgen sie alle der Einladung, obwohl sie überall verstreut sind und sich nicht mal besonders mochten?
Oder: im Keller sind wichtige geheime Unterlagen? Die hat niemand entsorgt?
Und bei all dem Stress und der Angst ums Überleben bleibt so viel Zeit (und Muse) um sich da einzulesen?

Ein weiterer Kritikpunkt von mir:
Ich weiß, Sex sells, wie es so schön heißt, aber wie kann man in Todesangst und wenn es ums nackte Überleben geht an Sex denken oder Sex haben?

Ja auch diesmal geht es wieder turbulent zu, Schlag auf Schlag. Alles wird sehr verschachtelt, jeder verdächtigt und misstraut jedem. Im einen Moment scheint dies schlüssig, schon kommt der nächste mit einer „Enthüllung „ um die Ecke und alles ist wieder auf den Kopf gestellt.
Und doch agieren die Beteiligten so kopflos und nicht nachvollziehbar.

Klar ist man gespannt wer jetzt der Täter ist und welches Motiv zu Grunde liegt. Doch der Nervenkitzel hat sich bei mir nicht eingestellt. Und die ganze Zeit denke ich das kann so nicht vorbereitet worden sein, das denke ich am Schluss immer noch. Also ist die Auflösung dann auch nicht so der Knaller für mich.

Autor:
Jonas Winner wuchs in Berlin, Rom, und den USA auf, Studium in Deutschland und Frankreich. Er arbeitete als Fernsehjournalist, schrieb Drehbücher und Romane.

Mein Fazit:
Ich hatte riesengroße Erwartungen in das Buch.
Leider wurden sie nicht erfüllt.
OK, ein Thriller bei dem es deutlich wird, wie wenig man einer Wahrnehmung trauen kann und wie schnell ein Sachverhalt komplett anders dargestellt werden kann. Doch insgesamt für mich zu unlogisch.
Hier kann ich leider nur 3 Sterne geben.