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Veröffentlicht am 07.06.2018

Sommer in Edenbrooke

Sommer in Edenbrooke
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Sommer in Edenbrooke, von Julianne Dionaldson


Cover:
Sehr romantisch und passend zum Inhalt.

Inhalt:
England 1816.
Nach dem Tod ihrer Mutter wird die 17n jährige Marianne Daventry zu ihrer Großmutter ...

Sommer in Edenbrooke, von Julianne Dionaldson


Cover:
Sehr romantisch und passend zum Inhalt.

Inhalt:
England 1816.
Nach dem Tod ihrer Mutter wird die 17n jährige Marianne Daventry zu ihrer Großmutter nach Bath geschickt. Sie fühlt sich dort in der Stadt mehr als unglücklich.
Deshalb ist sie überglücklich als sie die Einladung erhält, einen Sommer auf dem Anwesen in Edenbrooke zu verbringen.
Und schon auf dem Weg dorthin wird ihr Leben kräftig durcheinandergewirbelt.

Meine Meinung:
Ein wunderschöner „Love & Landscape-Roman“.
Er ist voller Humor und Wärme geschrieben.
Die Protagonisten werden gut gezeichnet und sind mir gleich sympathisch.
Vor allem Marianne mit ihrer unkonventionellen und frischen Art, die sich nicht verbiegen lassen will, ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen.
Im „Großen und Ganzen“ ahnt man die Handlung schon, aber das tut dem Lesegenuss keinen Abbruch.
Beim Happy End freue ich mich als Leser mit Marianne.

Autorin:
Julianne Donaldson lebt mit ihrem Mann und ihrem vier Kindern in Utah. Dies ist ihr Debüt Roman.

Mein Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte, in die man sich gerne verlieren mag.
Von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 03.06.2018

Dunkles Arles

Dunkles Arles
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Dunkles Arles, von Clay Rademacher

Cover:
Passend zum Handlungsort.

Inhalt:
Capitaine Roger Blanc plant ein gemeinsames Liebeswochenende, in Arles, mit seiner Geliebten Aveline, der Frau des Staatssekretärs.
Doch ...

Dunkles Arles, von Clay Rademacher

Cover:
Passend zum Handlungsort.

Inhalt:
Capitaine Roger Blanc plant ein gemeinsames Liebeswochenende, in Arles, mit seiner Geliebten Aveline, der Frau des Staatssekretärs.
Doch dann kommt alles ganz anders.
Aveline wird Zeugin eines Mordes und entgeht dabei nur selber knapp dem Tod. Der Täter entreißt ihr dabei ihre Tasche mit wichtigen Dokumenten.
Somit kennt er erstens nun ihre Identität und zweitens muss Abeline diese Dokumente unbedingt vor ihrer Abreise wieder an sich bringen.
Also machen sich Blanc und Aveline undercover auf, um diese zurückzuholen.
Dabei geraten sie in einen Strudel aus Korruption und Vertuschung.

Meine Meinung:
Also hier habe ich mich sehr bald gefragt, was das ganze überhaupt soll.
Blanc, normalerweise anscheinend ein guter und kompetenter Flic, scheint hier alle Vernunft in den Wind zu schießen und nur noch blind für sein Geliebte zu agieren.
Sie jagen dieser Tasche nach, obwohl Aveline nicht einmal sagt was darin ist.
Und dann glauben sie wirklich, dass der Mörder die Tasche irgendwohin stellt, oder sie ständig mit sich herumträgt und nur darauf wartet, dass die beiden sie abholen? Wenn da brisante Sachen drin sind, würde er die doch sofort für sich nutzen (was er mit einem Bild ja auch mach), aber sonst wäre die Tasche doch weg.
Egal, es geht auch sonst total unglaubwürdig und unrealistisch und für mich unlogisch weiter.
Blanc wittert hinter allem und jedem Verfolger und Beobachter, er leidet regelrecht unter Verfolgungswahn, dann lässt er sich aber im falschen Moment überrumpeln. Es gibt wilde Verfolgungsjagden bei denen ich mich frage was das soll, so unnötig und unvernünftig.
Oder er geht mit seiner Geliebten flanieren, einkaufen oder in Lokale, und er bezahlt mit seiner Kreditkarte womit seine Daten überall hinterlegt sind.

Der Schreibstil ist flüssig, dabei wird aber sehr viel umschrieben oder beschrieben. Jede Bewegung, jede Handlung auch die Orte, Lokalitäten und Menschen werden sehr ausführlich beschrieben. Dadurch wird es für mich oft zu ausführlich und dadurch zäh und langatmig.

Zwischendurch blitzen gute Anklänge durch, als es um Korruption und die Organisation der „Rechten Szene“ geht. Aber das ist zu sehr durch die schwache Handlung und die inkompetente Handlungsweise von Blanc überdeckt.

Autor:
Clay Rademacher geb. 1965, ist freier Journalist und Autor. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Salon-de Provence in Frankreich.

Mein Fazit:
Mich konnte das Buch absolut nicht überzeugen.
Die Personen, die Handlung und die Erzählweise.
Deshalb 2 Sterne.

Veröffentlicht am 01.06.2018

Das Leben ist zu kurz für später

Das Leben ist zu kurz für später
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Das Leben ist zu kurz für später, von Alexandra Reinwarth

Cover:
Die hellen Farben sprechen mich auf Anhieb positiv an.

Inhalt:
Was wäre wenn…. Ich wüsste, dass ich in einem Jahr sterben muss!

Die Autorin ...

Das Leben ist zu kurz für später, von Alexandra Reinwarth

Cover:
Die hellen Farben sprechen mich auf Anhieb positiv an.

Inhalt:
Was wäre wenn…. Ich wüsste, dass ich in einem Jahr sterben muss!

Die Autorin macht genau dieses Selbstexperiment.
Wie sie nun mit Sorgen, Stress und Anspannung umgeht, wie sie ihren Freunden, ihrer Familie und ihrer Umwelt begegnet, das erzählt sie in diesem Buch.

Meine Meinung:
Ein sehr inspirierendes Selbstexperiment, das aber doch immer mit einem WENN steht.

Klar kann und soll ich mein Leben bestimmt immer wieder überdenken und unnötigen Ballast oder Handlungsweisen, erkennen und aussortieren.
Aber vieles geht eben einfach nicht.
Im Buch bekommen wir Anregungen auf was wir achten können, aber die Fragen stellen und danach handeln muss jeder selber, nach seinem eigenen Charakter und seinem eigenen Umfeld.
Beim Lesen habe ich mir immer wieder gedacht, die Autorin hat schon ein außergewöhnliches Umfeld (Freunde und Familie) um sich. Hier kann man viel umsetzen und auch erreichen (als Beispiel: wenn man von diesem Umfeld einfach so, einen sündhaft teuren Ring geschenkt bekommt).
Oder ich finde ihre Fragen und Antworten sind ganz andere als z.B. meine wären.
Die Autorin merkt schon auch an, nicht immer ist das was ich will (und was ich dann evtl. ändern würde) für die anderen im „ Normalen-Alltag“ auch gut.
Z.B. wenn ich sage ich will jetzt nur noch mit meinen Freunden und meinen Kindern zusammen sein, tja: die machen das Experiment ja nicht, und haben auch ein eigenes Leben, mit Terminen und Verpflichtungen und deshalb vielleicht keine Zeit und Lust (die sie sich nehmen würden, wäre man wirklich z.B. todkrank).
Oder ich finde manche Dinge werden zu einfach dargestellt oder zu einseitig.
Geld macht nicht glücklich!(?) –Aber mit Geld kann man viele Dinge tun die glücklich machen. Hier muss man sehr genau differenzieren, was die Autorin auch anklingen lässt.

Ja es gibt Anregungen, aber der große Aha-Effekt blieb bei mir leider aus.
Ich habe mir auf jedenfall mehr von dem Buch erwartet.
Mir persönlich sind in dem Buch einige einzelne persönliche Beispiele, die einfach zu unglaublich sind (und deshalb nicht auf die Allgemeinheit zu übertragen) und auf der anderen Seite klingt es wie eines dieser vielen –WIE WERDE ICH GLÜCKLICHER Bücher- die man aber nicht so gut im Alltag integrieren kann.

Autorin:
Alexandra Reinwarth lebt mit ihrer Familie in Valencia.

Mein Fazit:
Ein nettes Buch für zwischendurch, wenn man in seinem Leben mal innehalten will. Aber für mich brachte es kaum Neues.
3 Sterne.

Veröffentlicht am 30.05.2018

Solange du lügst

Solange du lügst
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Solange du lügst, von Kimberly Belle

Cover:
Die Farben gefallen mir. Das Motiv deutet aber nicht typischerweise auf einen Thriller.

Inhalt:
Iris ist seit 7 Jahren glücklich mit ihrem Mann Will verheiratet. ...

Solange du lügst, von Kimberly Belle

Cover:
Die Farben gefallen mir. Das Motiv deutet aber nicht typischerweise auf einen Thriller.

Inhalt:
Iris ist seit 7 Jahren glücklich mit ihrem Mann Will verheiratet. Sie führen quasi eine Bilderbuch-Ehe.
Doch dann schlägt das Schicksal zu.
Ein Flugzeug auf dem Weg nach Seattle stürzt ab, laut Passagierliste zählt ihr Mann zu den Toten. Doch er sollte gar nicht in dem Flugzeug sitzen.
Wie soll sie mit ihrer Trauer umgehen, wenn sie plötzlich erkennt, dass alles was Will ihr erzählt hat eine Lüge war?
Dann erhält sie auch noch Drohungen und nichts mehr scheint Wirklichkeit zu sein.
Wem kann sie überhaupt noch trauen?

Meine Meinung:
Ein perfekter Thriller mit einem unglaublichen Spannungsbogen der sich bis zum äußersten spannt.
Es gibt immer wieder neue Wege und Wendungen, ein ständiges zerren an den Nerven, ein unglaublicher Horror der sich für Iris aufbaut.
Ungeklärte Geschichten aus der Vergangenheit, kriminelle Machenschaften aus der Gegenwart, und eine perfide Bedrohung, bei der man nicht weiß woher und von wem sie ausgeht spielen zusammen.
Es gibt für den Leser so viel zum mit rätseln und mit fiebern.

Ok die Grundidee ist bekannt, aber die Umsetzung (mir hat es vor allem gefallen, wie das Gefühlsleben von Iris beschrieben wurde), und die vielen Wendungen haben es echt in sich.

Der Schlusssatz ist dann überraschend kurz und die Wendung war für mich überraschend.

Autorin:
Kimberly Belle hat im Marketing gearbeitet bevor sie freie Autorin wurde. Sie pendelt zwischen Atlanta und Amsterdam.

Mein Fazit:
Ein toller Thriller, den man vor lauter Spannung gar nicht aus der Hand legen kann.
Von mir volle Punktzahl.

Veröffentlicht am 30.05.2018

Das stille Leben des Karl Rosenbaum

Das stille Leben des Karl Rosenbaum
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Das stille Leben des Karl Rosenbaum, von Frank Dominik

Cover:
Rätselhaft, ein Mann steht am Ende eines Weges? Passt gut zum Buch.

Inhalt:
Karl Rosenbaum gibt mit 74 Jahren sein Juweliergeschäft ab um ...

Das stille Leben des Karl Rosenbaum, von Frank Dominik

Cover:
Rätselhaft, ein Mann steht am Ende eines Weges? Passt gut zum Buch.

Inhalt:
Karl Rosenbaum gibt mit 74 Jahren sein Juweliergeschäft ab um am liebsten zu streben. Denn für ihn hält das Leben nichts bereit.
Er meint er hat Schuld auf sich geladen und ist es nicht wert eine Familie zu haben und glücklich zu sein.
Doch es soll anders kommen.
Als der junge Stefan ihn in der Oper anspricht, fällt ein Bann über ihn und seine Ruhe ist dahin…

Meine Meinung:
Ein schwieriger Einstig für mich.
Ich weiß nicht, liegt es an der Erzählweise oder an den Personen selber, sie bleiben mir ungewöhnlich fremd und distanziert (hölzern). Obwohl wir ja doch einiges über sie erfahren.
Besonders Karl, der ja sogar in der Ich-Form erzählt.
Er ist so zwiespältig, widersprüchlich, sprunghaft, innerlich zerrissen und so unverständlich und wechselhaft handelt er auch.
Leider kann ich mit den Personen immer weniger anfangen.
Ich kann weder ihre Gesprächen (vor allem bei Karl und Stefan) noch ihren Gedanken verstehen oder nachvollziehen.
Die ganzen Vergleiche zur Oper, zu klassischen Gestalten und ihren Eigenschaften werden mir immer rätselhafter und ich kann damit nichts anfangen.

Die Schreibweise ist besonders „gewählt“.
Manche Sätze kann ich irgendwie nicht einordnen, andre wiederum muss ich gestehen, sind wunderschön.
Zitat:
-Musik war also nicht nur eine Gespielin, sondern auch eine verräterische Hure meiner Seele geworden.
-Die Frau schüttelte sich, als müsste sie sich vom Regen meiner Worte trockenlegen.

Ich denke dieses Buch kann für manche Leser ein Juwel sein, ich gehöre nicht zu der Gruppe.


Autor:
Frank Domnick, geb. 1965 in Münster, ist gelernter Speditionskaufmann und studierte nach der Ausbildung klassischen Gesang. Als Opernsänger ist er Mitgliede des Staatsopernchores Hannover. Dies ist sein Debütroman.

Mein Fazit:
Im Rückblick gesehen, ist die Geschichte rührend und tragisch, und das Ende ist hoch emotional, die Story finde ich gut.
Aber während des Lesens war es für mich streckenweise hölzern und steif. Irgendwie bin ich mit dem Buch nicht warm geworden.
Von mir: knapp 3 Sterne.