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Veröffentlicht am 18.05.2018

Jane´s Melody

Jane's Melody - Kein Tag ohne dich
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Jane´s Melody, von Ryan Winfield

Cover:
Sehr passend.

Inhalt:
Die 40 jährige Jane hadert mit ihrem Schicksal. Gerade musste sie ihre Tochter Melody begraben. Melody hatte Drogen und Alkoholprobleme und ...

Jane´s Melody, von Ryan Winfield

Cover:
Sehr passend.

Inhalt:
Die 40 jährige Jane hadert mit ihrem Schicksal. Gerade musste sie ihre Tochter Melody begraben. Melody hatte Drogen und Alkoholprobleme und deshalb hatten sich Mutter und Tochter voneinander Entfernt.
Am Grab von Melody entdeckt Jane Caleb, einen jungen Musiker ohne feste Bleibe.
Ein gewisser Funke springt über und Jane bietet dem jungen Mann Arbeit und eine Bleibe bei sich.
Aus der anfänglichen Sympathie wird langsam mehr.
Doch Jane ist noch nicht bereit für einen Neuanfang.

Meine Meinung:
Eine wunderbare Liebesgeschichte die auch viel über die Traumata und die Zerstörung in einer Familie erzählt, in der Drogen und Alkohol schon immer einen Platz hatten und viel Schmerz in die Tiefe der Gefühlswelt gesenkte hat.
Auch eine wunderbare Freundschaft ist Thema, und zeigt, wie wichtig es ist, Menschen um sich zu haben, bei denen man sich vertrauensvoll fallenlassen kann.
Mein einziger Kritikpunkt: klar ist es toll, wenn eine 40jährige Frau sich in einen 25 jährigen „Halbgott“ (sowohl vom Aussehen, als auch vom Charakter) verliebt und diese Liebe erwidert wird.
Aber für mich müsste dann der Sex nicht in dieser Häufigkeit erwähnt und ausgebreitet werden.

Autor:
Ryan Winfield wurde 1975 in der USA geboren. Jane´s Melody ist sein erster Roman. Er lebt mit seiner Frau in Seattle.

Mein Fazit:
Eine ganz wunderbare Geschichte über Liebe und Freundschaft, ergreifend und bittersüß, voller Emotionen und zu Herzen gehend.
Von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 16.05.2018

Im Grab schaust du nach oben

Im Grab schaust du nach oben
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Im Grab schaust du nach oben, ein Alpenkrimi von Jörg Maurer

Cover:
Passt voll in die Jennerwein-Reihe

Inhalt:
Im idyllisch gelegenen Kurort, geht es drunter und drüber.
Wegen des G7-Gipfels sind die ...

Im Grab schaust du nach oben, ein Alpenkrimi von Jörg Maurer

Cover:
Passt voll in die Jennerwein-Reihe

Inhalt:
Im idyllisch gelegenen Kurort, geht es drunter und drüber.
Wegen des G7-Gipfels sind die Nerven aller bis ans äußerste gespannt.
Und in diesem Trubel geht auch die Beerdigung von Jennerweins Kollegen nicht ohne Pannen vorbei.
Jennerweins untrügliches Gefühl sagt ihm, dass hier was oberfaul ist.
Doch zwischen Demonstranten und „möchtegern Senfmogulen“, zwischen italienischen Mafia Schönheiten, amerikanischen und indischen Politikern, ist es schwer einen roten Faden und die richtige Spur zu finden.

Meine Meinung:
Dies ist der 9. Fall von Kommissar Jennerwein, aus der Feder von Jörg Maurer.
Sein Schreibstil ist unverkennlich, die kabarettistische Ader des Autors schlägt hier auch wieder voll durch. Das muss beim kaufen und lesen klar sein, denn mit der Realität hat die Geschichte absolut nichts zu tun.
Ich finde den Schreibstil sehr ausladend und umfassend. Da wird weit ausgeholt und Dinge werden erzählt die mit dem Krimi selber überhaupt nichts zu tun haben, das macht es streckenweise sehr langatmig. U. a. einige eingestreute Geschichten, deren Ironie bzw. Humor mir zu überdreht war.
Die Handlung ist so vielschichtig angelegt, so verzwickt und verzweigt, dass man kaum glauben kann dass es hier noch einer den Durchblick bekommt.
Viele, viele Handlungsstränge die erst mal parallel laufen, sich dann verflechten und gegenseitig beeinflussen machen es manchmal einfach zu konfus.
Hier wird gnadenlos konstruiert, verzettelt und wie im Film, gedreht und gedeichselt bis es passt.
Das macht es auf der einen Seite sehr spannend, auf der anderen Seite aber auch sehr kompliziert und verwirrend.
Logisch ist dabei auch nicht immer alles, und öfters denke ich mir: das ist jetzt aber zu dick aufgetragen.

Autor:
Jörg Maurer stammt aus Garmisch-Partenkirchen, Er studierte Germanistik, Anglistik, Theaterwissenschaften und Philosophie.
U.a. erhielt er den Kabarettpreis der Stadt München.

Mein Fazit:
Dies ist mein drittes Buch von Jörg Maurer und ich muss sagen sein Schreibstil hat seine Eigenarten. Spannend, aber auch sehr überzogen. Deshalb von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht am 14.05.2018

Schöngefühlt

Schöngefühlt
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Schöngefühlt
Ein Büchlein über Gefühle, von Eva Marie

Cover:
Schlicht und einfach. Wir können uns einen Spiegel vorhalten.

Inhalt:
Viele kurze Geschichten in denen teilweise sehr akzentuiert ein ganzes ...

Schöngefühlt
Ein Büchlein über Gefühle, von Eva Marie

Cover:
Schlicht und einfach. Wir können uns einen Spiegel vorhalten.

Inhalt:
Viele kurze Geschichten in denen teilweise sehr akzentuiert ein ganzes Leben geschildert wird. Dabei geht es immer um Gefühle.
Gefühle die und freuen, die uns traurig machen, wütend oder sprachlos.

Meine Meinung:
25 kleine Geschichten, teilweise nur eine Seite, in denen wir uns oft selber wiederfinden können.
Aber auch Geschichten die nur einen kleinen Ausschnitt zeigen und wir als Leser sollen oder können uns unsere eigenen Gedanken dazu machen.
Zitat aus der LR der Autorin:
.. genau das wünsche ich mir, dass jede(r) LeserIn sein eigenes Szenario träumen, bauen oder leben kann.
Das finde ich wiederum schade, ich hätte bei einigen Geschichten, gerne mehr Hintergrund erfahren oder noch ein bisschen länger zugeschaut.
Auf jedenfall geht es immer um Gefühle, die aus sehr tief gehen! Und oft gibt es total unerwartete Wendungen, für das Gegenüber ein Schock.
Aber auch zum Schmunzeln und nachdenken.

Autorin:
Eva Marie, geb. 1977 im Chiemgau, lebt mit ihrem Mann und zwei Katern am Rande der Alpen.

Mein Fazit:
Ein schönes Büchlein für zwischendurch um sich vielleicht wieder bewusst zu werden was wirklich zählt.
Von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 10.05.2018

Die Erbin der Teufelsbibel

Die Erbin der Teufelsbibel
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Die Erbin der Teufelsbibel, von Richard Dübell

Cover:
Passt in die Reihe zur Trilogie

Inhalt:
1648
Der Dreißigjährige Krieg mit seinen unwahrscheinlichen Gräueltaten gibt die Hintergrundskulisse. Ob ...

Die Erbin der Teufelsbibel, von Richard Dübell

Cover:
Passt in die Reihe zur Trilogie

Inhalt:
1648
Der Dreißigjährige Krieg mit seinen unwahrscheinlichen Gräueltaten gibt die Hintergrundskulisse. Ob die Verrohung er Menschen oder die brennenden Scheiterhaufen, Europa ist am Rande des Untergangs.
Als Agnes und ihrer Tochter Alexandra in Würzburg in die Fänge eines Hexenjägers geraten, scheint sie nur noch die Herausgabe der Teufelsbibel zu retten.
Eine schreckliche Entscheidung wird von Alexandra verlangt:
Lässt sie zu, dass ihre Lieben den Feuertod sterben, oder gibt sie die Teufelsbibel aus der Obhut ihrer eigenen Familie.
Drei Seiten kämpfen um die Teufelsbibel.
Die einen möchten die Teufelsbibel besitzen um zu Macht und Wissen zu gelangen.
Die anderen suchen und kämpfen um die Teufelsbibel um sie zu vernichten.
Und die Dritten schützen die Teufelsbibel und versuchen sie im Geheimen zu halten.

Meine Meinung:
Alles ist mit dem Hintergrund des 30jährigen Kriegs, mit seinen unwahrscheinlichen Grausamkeiten zu sehen.
Auch sonst geht es in den Handlungen nicht zimperlich zu.
Gewalt und unvorstellbare Gewalttaten prägen das Buch, wie auch die zwei anderen Bände vorher schon.

Was bleibt mir von dem Buch in Erinnerung:
Einmal die unwahrscheinliche Gewalt und Grausamkeiten,(die oft ausführlichen und dramatischen Beschreibungen). Aber auf der anderen Seite auch eine unwahrscheinlich tiefe Liebe, die alles überdauer und alles erträgt.

Das Buch war mir mit seinen 800 Seiten zu ausführlich und zu ausschweifend.
Für mich hätte man hier gut 1/3 kürzen können, dann wäre es für das Verständnis des Buches auch noch ausreichend gewesen, und die Stellen an denn es zu verwinkelt und zu politisch geworden ist hätten mir nicht gefehlt.


Zitat:
Wenn wir stets wüssten was unsere Taten auslösen……
In diesem Buch sieht man genau, dass aus einer gut gemeinten Tat auch Böses entstehen kann und umgekehrt.

Bemerkenswert ist das ausführliche Nachwort.

Autor:
Richard Dübel, geb. 1962, lebt mit seiner Familie in Landshut. Historische Romane sind seine Leidenschaft.

Mein Fazit:
Ein würdevoller Abschluss der Teufelsbibel Trilogie auch wenn es mir insgesamt zu viel Gewalt und Grausamkeit war.
Von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht am 08.05.2018

Das korsische Begräbnis

Das korsische Begräbnis
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Das korsische Begräbnis, von Vitu Falconi

Cover + Titel:
Hier passt alles!
Das Bild sowie der Titel haben vollen Bezug zur Geschichte und genauso wie auf dem Bild kann man sich den Inhalt vorstellen.

Inhalt:
Korsika: ...

Das korsische Begräbnis, von Vitu Falconi

Cover + Titel:
Hier passt alles!
Das Bild sowie der Titel haben vollen Bezug zur Geschichte und genauso wie auf dem Bild kann man sich den Inhalt vorstellen.

Inhalt:
Korsika: Eine wildromantische Insel, mit malerischen Stränden, zerklüfteten Bergen und Menschen die noch den alten Traditionen verschrieben sind.
Auch die Mafia hält sich hier noch stark.

Der französische Schriftsteller Eric braucht eine Auszeit. Durch die Hinterlassenschaften seiner erst kürzlich verstorbenen Mutter kommt er auf die Insel Korsika. Scheinen doch alte familiäre Wurzen auf diese Insel zu führen.
Als er ankommt, sich umschaut und beginnt Fragen zu stellen, gerät er dabei in eine jahrhundertalte Blutfehde, die ihn mehr als einmal an den Rand des Todes bringt.

Meine Meinung:
Ein toller Krimi der durch seinen besonderen Handlungsort auf Kreta zu etwas ganz besonderem wird. Hier ticken die Menschen noch anders und genau das hat der Autor sehr gut eingefangen. Der Hauch Mystik und Magie sind eine tolle Zutat.
Als sich so nach und nach das Familiengeheimnis von Eric „aufdröselt“ stellen sich immer wieder neue Fragen, dies macht es spannend und wir lesen neugierig was die nächste Enthüllung oder Erkenntnis bringt. Es gibt immer wieder neue Wendungen und am Ende schließt sich der Kreis und der Titel bekommt nochmals eine ganz neue Bedeutung.

Eric ist ein „widerspenstiger“ Charakter, er handelt nicht immer so wie man es erwartet. Im einen Moment ist er verschlossen und im anderen denke ich mir: warum ist er jetzt hier so offen und gibt alles von sich preis? Er scheut auch keine Konflikte oder Gewalt und stürzt sich schon mal ein eine Schlägerei die er besser vermeiden würde.
Auch die anderen Charaktere sind sehr authentisch und haben mir gut gefallen.

Die Insel selber wird wunderbar beschrieben, so dass ich richtiges Fernweh bekomme und am liebsten gleich eine Reise dorthin buchen würde.

Autor:
Vitu Falconi ist das Pseudonym eines deutschen Autors. Seit vielen Jahren bereist er Korsika, er liebt die Menschen mit ihren Bräuchen und Geheimnissen, ebenso wie die üppige Tier- und Pflanzenwelt. Er lebt mit seiner Familie in Süddeutschland.

Mein Fazit:
Ein toller atmosphärischer Kriminalroman, der die Besonderheit der Insel, ihre Natur und die Eigenart der Menschen, hervorragend einfängt und wiedergibt.
Von mir sehr gute 4 Sterne.