Vorstadt-Idylle
Alles ihre Schuld
Man stelle sich vor, man will sein Kind vom Playdate abholen und dann ist es nicht dort und an der Adresse wohnt eine völlig fremde Frau, die keine Ahnung hat, wovon man spricht. Diesen Alptraum ...
Man stelle sich vor, man will sein Kind vom Playdate abholen und dann ist es nicht dort und an der Adresse wohnt eine völlig fremde Frau, die keine Ahnung hat, wovon man spricht. Diesen Alptraum erlebt Vanessa Irvine. Ihr Sohn Milo sollte eigentlich bei Jacob sein. Nur das ist er nicht und Jacob lebt nicht an der Adresse. Auch ist Jacobs Mutter zur Zeit in Frankreich und Milo ist definitiv nicht bei ihrem Sohn. Eine fieberhafte Suche beginnt. Wer ist das Kindermädchen, dem
Milo folgte. Woher kennt er sie? Langsam sehr langsam öffnet der Roman den Abgrund in der beschaulichen Vorstadt. Schicht um Schicht häutet sich die Geschichte und legt finstere Hintergründe offen bis eine Wunde bleibt, die sich nicht mehr schließen wird. Mir hat vor allem der
Schreibstil sehr gut gefallen, der unblutig ist und trotzdem das Grauen wachrüttelt. Beim nächsten Mal wird man sich überlegen, wem man sein Kind anvertraut. Eine klare Leseempfehlung gibt es von mir.