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Veröffentlicht am 27.04.2026

Der Alptraum Alleinerziehender

Pina fällt aus
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Für Pina und ihren Sohn Leo wird der Alptraum alleinerziehender Eltern Wirklichkeit. Pina liegt schwerkrank im Krankenhaus und Leo ist allein. Erschwerend ist, dass Leo behindert ist und nicht ...

Für Pina und ihren Sohn Leo wird der Alptraum alleinerziehender Eltern Wirklichkeit. Pina liegt schwerkrank im Krankenhaus und Leo ist allein. Erschwerend ist, dass Leo behindert ist und nicht alleine für sich sorgen kann.
Und ab hier wird die Geschichte magisch, denn so allein ist Leo nicht. Denn in Pinas und Leos Mietshaus leben ganz besondere Menschen – eigentlich sind die völlig normal mit ihren eigenen Problemen wie z.B. die alte Dame Inge Russeck, die ihre Wohnung nicht mehr verlässt (aus Angst zu stürzen) oder Wojtek, der Kunst sammelt aber dies nur macht, weil er an der Händlerin interessiert ist und die junge Zola, die die Schule abgebrochen hat. Diese drei beginnen sich um Leo zu kümmern und merken immer mehr, dass ihre Hilfe auch ihnen hilft. Das Schöne ist, dass die Geschichte frei von Pathos oder kitschigen Gefühlen geschrieben ist und dass jeder der drei Helfer für Leo zu Wort kommt. Und diese völlig normale Art, wie sie den Alltag und die Herausforderungen beschreiben. Auch wie die drei von Hausbewohnern über Mitstreiter zu freunden werden, ist unglaublich schön beschrieben. Aber alles ganz normal.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Blieb leider hi ter meinen Erwartungen zurück

Meeresdunkel
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Es beginnt vielversprechend - ein für 2 Ehepartner erzwungener Urlaub - das ist schon Zündstoff. Wenn dann noch wie hier das Ferienhaus überbucht ist und man es sich mit einer wildfremden Familie ...

Es beginnt vielversprechend - ein für 2 Ehepartner erzwungener Urlaub - das ist schon Zündstoff. Wenn dann noch wie hier das Ferienhaus überbucht ist und man es sich mit einer wildfremden Familie teilen muss, das ist der Stoff aus dem Alpträume geschaffen sind. Dann ist das Haus auch noch sanierungsbedürftig und abgeschieden. Und dann stirbt einer der Bewohner. Wird es der letzte sein? Ist noch jemand in der Finca, der alle Protagonisten zusammenhaben wollte?
So weit so gut. Der kurze Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Ich fand diesen aber nicht schlecht. Allerdings fehlt mir das bildhafte. Der Ort und die Urlauber bleiben verschwommen wie auf einem alten Polaroid. Was mir gar nicht gefallen hat, ist, dass die Handlung völlig überfrachtete wurde. Es ist von allem zu viel und die Logik blieb dadurch zurück. Ich konnte verschiedene Handlungen im letzten Drittel nicht nur nicht nachvollziehen, sondern sie waren mir völlig rätselhaft. Man kann das Buch lesen, aber mein Favorit wird es nicht werden.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Final Countdown

Noch fünf Tage
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Spitzenköchin Lis bleiben noch fünf Tage zum Leben. Dann wird das Gift, was ihre Auftraggeber beim Festmahl in der Silvesternacht getötet hat, auch sie umbringen. Fünf Tage, um den wahren Mörder zu finden, ...

Spitzenköchin Lis bleiben noch fünf Tage zum Leben. Dann wird das Gift, was ihre Auftraggeber beim Festmahl in der Silvesternacht getötet hat, auch sie umbringen. Fünf Tage, um den wahren Mörder zu finden, ihre Unschuld zu beweisen (immerhin hatte sie das todbringende Mahl zubereitet, was sie für fie Polizei zur Hauptverdächtigen macht) und ihre Tochter zu schützen bzw. für deren Zukunft zu sorgen.
Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Allein der Ansatz, das hier nicht die Polizei ermittelt, sondern eins der Opfer vom Krankenbett aus. Die Frage, war Lis es vielleicht doch - sie war nicht unbedingt eine Sympathieträgerin. Auch ihre Beschreibungen aus dem Leben der Schönen und Reichen, mit mehr Schein als Sein und den ganzen Intrigen, die Lis für sich zu nutzen wusste oder wurde sie benutzt? Die Bemerkungen der Palliativschwester Esme geben dem Buch Tiefgang. Ich fand den atemlosen Schreibstil (5 Tage sind nicht viel) und die Idee grandios. Ich habe mit Lis gelitten, war fasziniert von der Welt, aus der sie berichtet hat und hab mitgerätselt. Ein sehr unterhaltsames Buch, mit einem völlig neuen Ansatz, was ich gern weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Trauer und Schuld

Unter Wasser
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Unter Wasser – genau diesen Eindruck habe ich, spielt sich Marissas Leben seit am 2. Weihnachtsfeiertag 2004 ab. An diesem Tag überschwemmte ein Tsunami Thailand und riss auch Marissas altes ...

Unter Wasser – genau diesen Eindruck habe ich, spielt sich Marissas Leben seit am 2. Weihnachtsfeiertag 2004 ab. An diesem Tag überschwemmte ein Tsunami Thailand und riss auch Marissas altes Leben mit sich. In ihrem neuen Dasein in New York scheint sie nie angekommen zu sein. All ihre Handlungen und Gefühle sind seltsam getrübt, so als würde sie sich noch immer unter Wasser befinden. Nur wenn sie sich an ihr altes Leben, ihre Kindheit und Jugend und an ihre Seelenfreundin Arielle erinnert, dann ist Melissa klar. Arielle der Fixpunkt und beste Freundin (eher Seelenschwester) fehlt ihr und nicht nur das – Schuldgefühle fressen Marissa auf – wenn sie nicht aufpassst, dann überrollt die Welle sie doch noch. Ein Buch, was sich sehr sensibel mit dem Thema Trauer und Trauma; Freundschaft und Verlust befasst und nebenbei die Schönheit und Fragilität der Natur im Auge behält. Dieses Buch hat mich sehr berührt; es ist traurig; es ist berührend, über die Freundschaft der beiden Mädchen zu lesen und es vermittelt trotzdem Zuversicht. Ich fand es sehr berührend und empfehle es gern weiter.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Wenn Träume platzen

Unser Haus mit Rutsche
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Laylas Papa hatte so viele Träume. Doch all seine Hoffnungen, Wünsche und ‚Träume werden von der Realität zerbrochen und daran zerbricht auch er.

Diese Dunkelheit, diese Traurigkeit zieht sich ...

Laylas Papa hatte so viele Träume. Doch all seine Hoffnungen, Wünsche und ‚Träume werden von der Realität zerbrochen und daran zerbricht auch er.

Diese Dunkelheit, diese Traurigkeit zieht sich durch die Geschichte – zieht sich durch Laylas Leben und das ihres Bruders. Es ist eine melancholische Grundstimmung, die mich eingesogen hat. Laylas Art zu erzählen, hat mir ihre Kindheit und Jugend so angenehm bildhaft vor Augen geführt. Ihre Maman sehr chic, die Großmutter mütterlicherseits sehr streng, die väterlicherseits lieb und doch so fremd (Layla trifft sie nur einmal) und ihr Babe, der selbst seinen Platz im Leben noch suchte und der dann immer weiter in seine Religion abgedriftet ist.
Auch die Jugendjahre von Layla und ihrem Bruder, die in mir ein Gefühl der Verlassenheit aufkommen lassen haben. Die Autorin zeigt eindringlich auf, wie Probleme der Eltern, die erst verdrängt dann mit Macht ans Licht kommen, eine ganze Familie ins Unglück stürzen.

Mit hat das Buch trotz seiner Schwermut sehr gut gefallen und ich habe es nahezu am Stück gelesen. Ich empfehle es gern weiter – nur depressiv sollte derjenigen, der es liest aus meiner Sicht nicht sein.

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