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Veröffentlicht am 17.02.2024

Außergalaktischer Spaß

Earthventure in Las Vegas
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Josh ist nicht der Erste, der im Zweitjob Fremdenführer wird. Und diese Tätigkeit wird auch unglaublich gut bezahlt, da kann man ja ein bisschen Einsatz zeigen. Allerdings ist Josh’s Gast grün, reich, ...

Josh ist nicht der Erste, der im Zweitjob Fremdenführer wird. Und diese Tätigkeit wird auch unglaublich gut bezahlt, da kann man ja ein bisschen Einsatz zeigen. Allerdings ist Josh’s Gast grün, reich, laut, exzentrisch und mag sowohl Kämpfe (gern blutig) als auch Kindergeburtstage, Zucker bis zum Umfallen. Man kann es sich nun fast denken, Josh’s Gast kommt nicht von der Erde. Aber diese sich Öl als Reiseziel endlich bekannter werden und dazu braucht es einen einheimischen Führer und ein auf den Gast maßgeschneidertes Programm und schwupp kennt Josh nicht nur Gangster, Polizei, verärgerte mexikanische Clans - nein er muss versuchen mit seinem exzentrischem Gast nicht aufzufallen und möglichst keinen interstellaren Konflikt auszulösen. Die Geschichte ist lustig, die Einfälle kurios und die Handelnden einfach schräg. Das Hörbuch ist unglaublich gut gesprochen- sehr kurzweilig - auch die einzelnen Kapitel sind angenehm kurz, so dass man es auch auf kurzen Strecken mit dem Auto gut hören kann ohne immer überlegen zu müssen, was als Letztes geschehen ist. Gut zu hören und als Buch bestimmt auch unglaublich lesenswert.

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Veröffentlicht am 28.01.2024

Freundinnen

Sturmmädchen
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„Eine für alle, alle für eine“ - das ist der Wahlspruch von Elli, Käthe und Margot. Aber als der Nationalsozialismus Einzug hält und die Jüdin Margot immer stärker verfolgt und gedemütigt wird, ...

„Eine für alle, alle für eine“ - das ist der Wahlspruch von Elli, Käthe und Margot. Aber als der Nationalsozialismus Einzug hält und die Jüdin Margot immer stärker verfolgt und gedemütigt wird, da ist es nur noch Elli, die ihr hilft. Käthe steht auf der Seite der Masse und wendet sich ab. Das Ende für die Freundschaft, für Margot und alle gemeinsamen Träume.
Das Buch ist sehr mitreißend geschrieben, sehr gut recherchiert wie die Hetze sich in den Köpfen der einfachen Bevölkerung festsetzt. Wie man niemanden mehr trauen kann und es gibt sie trotzdem diese Lichtpunkte in finsterer Zeit. Sehr schön, ist die Entwicklung von Elli zu lesen, dem verwirrten und etwas naiven Mädchen, welches von ihrer Mutter sehr behütet wird und von dem alle Schrecken ferngehalten werden. Doch Elli beginnt, bedingt durch Margots Schicksal nachzudenken, zu hinterfragen und viel aus reiner Nächstenliebe heraus zu handeln und irgendwann ist sie eine mutige Frau. Und da ist noch Hans, der Elli trotz ihrer Behinderung mag. Nur trägt auch Hans auf einmal die braune Uniform. Die Nöte, die Elli aussteht, sind sehr gut beschrieben. Ihr Wunsch zu helfen, die Konsequenzen und die Hoffnung für Margot. Ein wirklich schönes Buch über eine dunkle Zeit und die Macht der Freundschaft.

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Veröffentlicht am 13.01.2024

Dunkle Zeiten

Die Hexen von Cleftwater
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Die Männer kamen früh und sie waren aus ihrem Dorf. Martha kannte sie und sie nahmen Prissy, die Köchin von Marthas Herrschaft mit und Beschuldigten sie, eine Hexe zu sein. Und nicht nur Prissy, ...

Die Männer kamen früh und sie waren aus ihrem Dorf. Martha kannte sie und sie nahmen Prissy, die Köchin von Marthas Herrschaft mit und Beschuldigten sie, eine Hexe zu sein. Und nicht nur Prissy, viele Frauen aus dem Dorf und der Umgebung ereilt dieses Schicksal verhaftet und von einem ehrgeizigen Hexenjäger verhört und gefoltert zu werden. Auch Martha muss ihm zur Hand gehen und nach Hexenmalen am Körper ihrer Freundinnen suchen. Dabei hat Martha ein Erbstück ihre Mutter - ein Hexenpüppchen-mit welchem sie dem Ganzen eventuell ein Ende bereiten könnte. Nur wenn es rauskommt, ist Martha die Hexe. Eine Geschichte über eine stumme, alte Frau, die von den Ereignissen überrollt wird. Wie das Misstrauen im Ort umgeht, wer ie grausam die Männer auf einmal zu den Nachbarinnen sind und wie das Leid und die Angst ins Unermessliche steigen. Ein Roman, der in dunkle Zeiten zurückführt und zeigt, dass der Grat zwischen gut und böse, richtig und falsch, Mut und Feigheit unglaublich schmal ist. Ein Mahnmal für all die Frauen, die nicht entkamen.

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Veröffentlicht am 02.01.2024

Beeindruckend

Mit Bike und Boot zur Beringsee
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Tschukota schon der Ort weckt Neugier. Wer von uns wird jemals die Gelegenheit haben, diesen abgelegenen Ort zu bereisen. Eine Region, die Zivilisation, so wie wir sie kennen, endet. Einen Ort, welcher ...

Tschukota schon der Ort weckt Neugier. Wer von uns wird jemals die Gelegenheit haben, diesen abgelegenen Ort zu bereisen. Eine Region, die Zivilisation, so wie wir sie kennen, endet. Einen Ort, welcher Mut, Voraussicht, Hingabe und Zähigkeit fordert und der belohnt mit fantastischer Landschaft, Tieren, die wir hier nur im Zoo sehen und unglaublich gastfreundlichen und warmherzigen Menschen. Diese Region hat Richard Löwenherz bereist und zwar mit Fahrrad und Schlauchboot. Und dank seiner bildlichen Erzählweise, die immer mit Hintergrundwissen angereichert ist, reist man mit. Wir erleben Schlamm - tiefen Schlamm, Schnee im Hochsommer, Mückenplagen, aber auch das unbegreiflich schöne Gefühl der Stille, der unberührten Landschaft und des Abenteuers. Und dass das Schönste immer wieder die Begegnungen mit anderen Menschen sind. Eine mitreißende und beeindruckende Reisebeschreibung mit unglaublich schönen Fotos. Der Textabteil und die Platz für die Fotos sind ausgeglichen, so dass auch Leute, die nicht so viel Lesen auf ihre Kosten kommen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und hoffe auf weitere Abenteuer des sympathischen Löwenherz.

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Veröffentlicht am 04.12.2023

Eine packende Reise in Sachsens Vergangenheit

Der Silberbaum. Die siebente Tugend
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In ihrem neuen Roman entführt Sabine Ebert ihre Leser wieder in die sächsische Vergangenheit des 13. Jahrhunderts. Heinrich der Erlauchte ist noch ein Kind, doch schon muss seine Mutter Jutta um dessen ...

In ihrem neuen Roman entführt Sabine Ebert ihre Leser wieder in die sächsische Vergangenheit des 13. Jahrhunderts. Heinrich der Erlauchte ist noch ein Kind, doch schon muss seine Mutter Jutta um dessen Leben bangen, ist er doch der Erbe von zwei Markgrafschaften.
Jutta kennt nur einem Menschen, den sie vertrauen kann - Lukas von Freiberg und ihn ruft sie als Erzieher ihres Sohnes nach Meißen. Und dabei wollte sie Lukas nie wiedersehen.
Wieder einmal erzählt Sabine Ebert feinfühlig und dennoch ungemein spannend. Sie verwebt wie gewohnt verschiedene Lebenslinien und schließt nahtlos an die Hebammenerzählungen an. Somit trifft derjenige, der diese Bücher kennt auf alte Bekannte. Aber auch wer die Romane um die Hebamme Märthe nicht gelesen hat, wird dies nicht merken. Das ist eine Kunst, welche die Autorin trefflich beherrscht. Und wieder sind starke Stützen der Handlung auch Frauen. Aber immer im Rahmen einer fundierten Recherchearbeit, do dass die Geschichte Sachsens und auch Thüringens lebendig wird. Ein Buch, welches mich gefesselt hat und zum Glück wird diese Geschichte fortgeschrieben. Sie endet aber zum Glück ohne lästigen Cliffhanger. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Aber Vorsicht, wer Liebesgeschichten und betörende Minnegesänge erwartet, wird enttäuscht sein. Es gibt Lieben und Ehen aber die sind Teil der Geschichte und werden nicht extra herausgearbeitet, was ich als wohltuend empfinde.

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