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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2025

Eine gelungene Mischung aus Thriller und Komödie

Über die Toten nur Gutes
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Der Trauerredner Mads will für seinen alten Freund Patrick eine Trauerrede schreiben. Dumm nur, dass er ihn das letzte Mal als Kind gesehen hat und rein gar nichts mehr aus seinem Leben weiß. Als er anfängt ...

Der Trauerredner Mads will für seinen alten Freund Patrick eine Trauerrede schreiben. Dumm nur, dass er ihn das letzte Mal als Kind gesehen hat und rein gar nichts mehr aus seinem Leben weiß. Als er anfängt zu recherchieren, stochert er nicht nur im Nebel, nein er bohrt direkt in ein Wespennest und ehe sich der unbescholtene Mads versieht, wird er von zwielichtigen Gestalten bedroht oder gewarnt (ganz, wie man es will). Wer war sein Freund? War er so ein „Schwein“ wir manche behaupten oder musste er sprichwörtlich den Kopf hinhalten? Und als wäre es nicht schwierig genug, wird auch noch seine gesamte Familie inkl. bester Freund bedroht. Sein Vater und seine Geschwister haben auch Geheimnisse vor ihm und die Polizei hält ihn für einen Spinner. Da hilft nur eins – selbst ermitteln.
Das Buch ist so toll immer mit einem Augenzwinkern geschrieben. Ich habe Mads richtig gemocht und habe mit ihm gefiebert. Das ist das geniale an dem Buch. Der Spannungsbogen steigt stetig an. Immer wenn man denkt, jetzt ist es gelöst, setzt der Autor noch „einen“ drauf. Die Mads und seine Freunde sind liebenswert und nett. Ein Buch mit Suchtpotential. Von mir eine volle Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Naja

The Blackgate Invitation
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Wenn man von einer wildfremden Frau gefragt wird, ob man sich als ihre Enkelin ausgibt und mit ihr zum Familientreffen in eine hochherrschaftliche Villa geht, dann wird man vielleicht zögern. Allerdings ...

Wenn man von einer wildfremden Frau gefragt wird, ob man sich als ihre Enkelin ausgibt und mit ihr zum Familientreffen in eine hochherrschaftliche Villa geht, dann wird man vielleicht zögern. Allerdings springen sowohl für Ruby als auch für ihre Schwester Wren 4000 Dollar dabei raus und es sind ja nur ein paar Stunden. Also begeben sich die Schwestern ins Abenteuer ihres Lebens. Und der Small Talk läuft gut, die Familie freut sich die Nichten zu sehen, denn diese leben seit vielen Jahren in Übersee. Gekonnt umschiffen Ruby und Wren kleine Fallen und als das Dinner beginnt, können sie sich eigentlich entspannen. Aber dann stirbt die Hausherrin plötzlich und magische Dinge passieren. Und aus dem kleinen Treffen wird der Horror ihres Lebens. Das Familientreffen ist ein Treffen der obersten Hexen und eine von ihnen wurde gerade ermordet. Es bleiben drei Tage Zeit um 4 Artefakte und den Mörder zu finden, sonst bleiben alle auf ewig eingesperrt. Die Story klingt gut. Und sie liest sich auch gut. Aber leider nicht mehr. Die Autorin schafft es aus meiner Sicht nur ungenügend Rubys und Wrens Ausnahmezustand zu beschreiben. Alleine unter Hexen, man darf nicht auffallen, geschockt, von dem was vorgefallen ist und dann die magische Suche. Und wer ist der Mörder? Wird er wieder zuschlagen und warum?
Leider plätschert die Geschichte wie eine Schulschnitzeljagd dahin. Es gibt ein paar spannende Momente; aber kaum schnittige Dialoge oder Streitigkeiten. Eigentlich ist das Überraschendste an dem Buch der Mangel an Überraschungen. Und das bei der Story. Idee super; Ausführung mäßig. Fazit kann man lesen; aber es gibt deutlich besseres.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Wenn das „Wir“ alles ist

Die Spur der Vertrauten
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In der Welt von Claire und Goliath ist die Gesellschaft (das Wir) alles und das einzelne Individuum ist muss sich diesem „Wir“ unterordnen. Praktischerweise haben alle Menschen einen bestimmten ...

In der Welt von Claire und Goliath ist die Gesellschaft (das Wir) alles und das einzelne Individuum ist muss sich diesem „Wir“ unterordnen. Praktischerweise haben alle Menschen einen bestimmten Instinkt (z.B. reparieren oder retten) und müssen diesen augenblicklich umsetzen, wenn sie getriggert werden. Claire und Goliath stehen kurz vor ihren Abschlussprüfungen, die über ihre Anstellung und ihren gesellschaftlichen Rang entscheiden werden. Doch dann verschwinden Schüler und niemanden außer den Beiden scheint das seht zu stören. Sie beginnen zu ermitteln und stellen sich mehr und mehr dem „Wir“ entgegen.

Die ersten ¾ des Buches haben mir sehr gut gefallen. Eine dystrophische Geschichte mit einer erschreckenden Gesellschaftsform – die beiden Jugendlichen. Eigentlich angepasst; aber doch noch individuell denkend. Am Anfang hat es sich etwas gezogen. Aber das hat mich nicht gestört; Geschichten bauen sich manchmal langsam auf. Irritiert hat mich am Anfang die Epoche, in der der Roman spielt. Anhand der technischen Geräte würde ich auf 80er frühe 90er Jahre tippen. Das war für mich auch ok. Mal was anderes. Doch als es an die Auflösungen; an die Entwirrung der Handlungsfäden ging, da hat die Autorin gefühlt zum Schwert gegriffen und die Handlungsstränge einfach durchgehackt. Erst baut sie behutsam die Handlung auf und dann „zack“ – unlogisch; im Stil völlig anders. Der Schluss hat das schöne Buch echt absacken lassen. Das ist so schade. Ich weiß nicht, ob ich so ein Buch empfehlen soll.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Der 5. Fall

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Eigentlich wollte Joyce nur in Ruhe die Hochzeit ihrer Tochter mit ihren Freunden feiern. Doch am Tag nach der Trauung ist einer der Trauzeugen verschwunden. Dessen Geschäftspartnerin offenbart ein unfassbares ...

Eigentlich wollte Joyce nur in Ruhe die Hochzeit ihrer Tochter mit ihren Freunden feiern. Doch am Tag nach der Trauung ist einer der Trauzeugen verschwunden. Dessen Geschäftspartnerin offenbart ein unfassbares Geheimnis und wird wenig später ermordet. Also starten die Ermittlungen, obwohl nicht alle Mitglieder gleich mit den Herzen dabei sind. Ron plagen familiäre Probleme, Ibrahim wird von einer alten Bekannten heimgesucht, die auch gleich noch einen Übernachtungsgast mitbringt. Aber die Ermittlungen helfen Elizabeth aus ihrer Trauer herauszufinden und der Fall ist auch äußerst kompliziert. Man will ja schneller als die Polizei sein und dabei keine Bombe unter dem Auto riskieren.
Auch der 5. Fall liest sich flüssig; manchmal lustig und immer liebenswert. Die Ermittler, sind zwar alt – gehören aber noch lange nicht zum alten Eisen. Und auf die Idee der Geschichte muss man erstmal kommen.
Ein schönes unterhaltsames Buch. Kenntnisse über vorangegangene Teile sind meines Erachtens nicht notwendig. Ich empfehle diesen Band nicht nur Hobbydetektiven.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Hat leider ab dem 2. Drittel stark nachgelassen

Heart of Night and Fire
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Der Anfang hat mir richtig gut gefallen. Zarya wird von ihrem Pflegevater Row und ihrem Pflegebruder Aarav quasi im goldenen Käfig gefangen gehalten. Sie kann sich nur in einem gewissen Umkreis ...

Der Anfang hat mir richtig gut gefallen. Zarya wird von ihrem Pflegevater Row und ihrem Pflegebruder Aarav quasi im goldenen Käfig gefangen gehalten. Sie kann sich nur in einem gewissen Umkreis bewegen, ansonsten verhindert Magie eine Flucht. Als diese Magie erlischt, ergreift Zarya ihre Chance. Sie gelangt nach Dharati der Hauptstadt des Königreiches zusammen mit Wesen, die sie unterwegs getroffen hat und die sich als Kämpfer einer Eliteeinheit entpuppen, die Dharati verteidigt.
Bis hierher fand ich die Geschichte toll. Aber die Handlung in Dharati und die aus meiner Sicht nur ungenügende Weiterentwicklung der Charaktere haben mich nicht abgeholt. Das Zarya am Anfang unglaublich naiv war und sich dem Erstbesten an den Hals wirft, geschenkt. Wer die ersten Jahre seines Lebens im Sumpf gelebt hat, dem sei Spaß gegönnt. Aber die Autorin hat es versäumt, die Geschichte und die Handelnden zu entwickeln. Es ging nur noch sekundär um Zaryas Gabe oder die Tatsache, dass sie vor der Welt verborgen gehalten wurde. Das war anscheinend nicht mehr wichtig - auch Zarya hat das nicht mehr sonderlich interessiert.
Die Geschichte blieb ab dem 2. Drittel komplett eindimensional. Handlungen wurden vorhersehbar. Manches hat an einen Schulaufsatz erinnert. Lösungen wurden nicht entwickelt- entweder sie waren auf einmal wie aus dem Nichts da oder das Problem blieb in seinem Kapitel stecken und kam nie wieder zum Vorschein. Aus meiner Sicht hätte man die 2. Hälfte radikal einkürzen und sich auf die Protagonisten konzentrieren sollen, die tragen für mich die Handlung und nicht die Farbe ihrer Kleidung und andere Nebensächlichkeiten, die auf einmal im Vordergrund standen. Ich werde die Serie mal weiter verfolgen. Aber nicht mit höchster Priorität. Ich kannte bislang kein Buch der Autorin. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich sie empfehlen sollte. Fazit man kann das Buch lesen. Wenn nicht, dann hat man nicht viel verpasst.

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