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Veröffentlicht am 08.12.2023

Ein schöner Start in die Fantasy-Reihe

Mitternachtswächter
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Ich habe die Autorin durch das Bookish-Christmas-Event auf Instagram kennengelernt und war sehr gespannt auf ihr Debüt, dass im Jahr 2020 erschienen ist.

Doch worum geht es in der Geschichte?!
Die 24 ...

Ich habe die Autorin durch das Bookish-Christmas-Event auf Instagram kennengelernt und war sehr gespannt auf ihr Debüt, dass im Jahr 2020 erschienen ist.

Doch worum geht es in der Geschichte?!
Die 24 jährige Emma hat ihre Eltern schon früh verloren und alles, was ihr von ihnen geblieben ist, ist ein silbernes Medaillon, das sie immer bei sich trägt. Sie lebt gemeinsam mit ihrer besten Freundin Nat in der Nähe von San Diego. Ihr Haus liegt nur wenige Meter vom Strand entfernt und Emma genießt die Nähe zum Meer, denn das Wasser ist ihr Element. Aus diesem Grund hat sie auch eine Ausbildung zur Tauchlehrerin in der Tauchschule von Tom gemacht.
Als sie mit ihm einen Tauchgang zu einem Flugzeugwrack unternimmt, das Tom vor einiger Zeit entdeckt hat, passieren merkwürdige Dinge. Ihr Medaillon beginnt plötzlich zu leuchten und zu vibrieren und etwas schießt im hohen Tempo an ihr vorbei. Als sie aus ihrer Trance erwacht, ist das Leuchten vorbei. Hat sie sich das vielleicht nur eingebildet? Emma ahnt nicht, dass ihr Medaillon Magie freigesetzt und so die Wächter informiert hat. Plötzlich ist sie Teil einer magischen Welt und muss lernen, ihre Kräfte zu beherrschen. Und als ob das nicht reichen würde, sorgt ihr persönlicher Wächter Jo, der nicht nur arrogant, sondern auch noch gutaussehend ist, dafür, dass ihre Gefühle Achterbahn fahren.

Es handelt sich um den Auftakt einer vierteiligen Fantasy-Reihe für Jugendliche ab 12 Jahren.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht, flüssig und angenehm zu lesen. Der Einstieg hat mir gut gefallen, denn wir starten mit einem spannenden Prolog, der neugierig auf die Story macht.

Emmas Welt wird von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt. Gerade hat sie ihre Prüfung als Tauchlehrerin abgeschlossen und freut sich darauf, Tom, für den sie schon lange schwärmt, näherzukommen. Doch dann taucht Jo auf. Er bringt nicht nur ihre Gefühle durcheinander, sondern erzählt ihr, dass ihr Medaillon magische Energie abgibt und sie selbst magische Fähigkeiten haben soll.
Emma und Jo sind in Band 1 die beiden Hauptfiguren.
Auch wenn ich bei Emma ab und zu das Gefühl hatte, dass sie etwas naiv und eigensinnig ist, war sie mir als Protagonistin sehr sympathisch. Ihre Eltern sind bei einem Brand ums Leben gekommen, als sie zwei Jahre alt war. Emma ist bei ihrem Onkel aufgewachsen. Sie steht selbst nicht gerne im Mittelpunkt, würde für ihre Freundin Nat aber alles tun. Sie liebt das Meer und fühlt sich magisch angezogen vom Wasser.

Jonathan, genannt Jo ist oberster Wächter und engster Berater der Königin der magischen Stadt Tehal und für Emmas Schutz zuständig. Er hat oft schlechte Laune, ist rechthaberisch und ist ein richtiger Hitzkopf. Aber er ist auch mutig und willensstark.

Verena Preuss hat die Charaktere sehr vielschichtig und facettenreich gestaltet und alle Figuren, die wir nach und nach kennenlernen dürfen, wirken durch ihre Ecken und Kanten sehr lebendig.
Die Grenze zwischen Gut und Böse verschwimmt und ich war/bin mir unsicher welcher Charakter zu welcher Seite gehört.

Gut gefallen hat mir auch das Worldbilding. Es ist bildhaft gestaltet, aber es gibt keine zu ausschweifenden Beschreibungen. Die Autorin lässt ihren Lesern genug Raum für die eigene Fantasy.
Gelungen ist auch die unterschwellige Spannung, die sich durch das komplette Buch zieht und zum Ende hin, immer mehr ansteigt. Es gibt einige Überraschungsmomente und unvorhersehbare Wendungen.

„Ins kalte Wasser“ ist ein schöner Start in die Urban-Fantasy-Reihe und ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird. Für den ersten Teil gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.12.2023

Ein fantastischer Auftakt

Froststerne (Bd. 1)
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Ein Jahr ist es her, dass Elvys heimlicher Schwarm und bester Freund Erik von einem Moment auf den anderen in einem Schneesturm spurlos verschwand. Niemand glaubte ihr die Geschichte, dass Erik von Eisblumen ...

Ein Jahr ist es her, dass Elvys heimlicher Schwarm und bester Freund Erik von einem Moment auf den anderen in einem Schneesturm spurlos verschwand. Niemand glaubte ihr die Geschichte, dass Erik von Eisblumen angegriffen wurde und sich in Luft auflöste. Seit diesem Tag quälen sie immer wieder Albträume, in denen Erik ihr ein gefrorenes Herz entgegenhält. Außerdem sieht sie Dinge, die es eigentlich gar nicht geben dürfte.
Elvy ahnt, dass sie keine Ruhe finden wird, bis sie weiß, was dahintersteckt oder sie ihn gefunden hat. Doch dann erzählt Eriks Großmutter Karla ihr, dass das Märchen der Schneekönigin wahr ist und sie Erik entführt hat. Um ihren Freund zu retten, muss sie sich auf eine gefährliche Reise in den hohen Norden machen. Unterwegs lernt sie nicht nur neue Freunde kennen, sondern muss sich auch einigen Gefahren stellen.

Bei diesem Buch führt kein Weg an das traumhaft schöne Cover und diese fantastische Innengestaltung vorbei. Ich denke, ich bin nicht die einzige, die Schnappatmung bekam, als ich das Buch in den Händen hielt. Es ist mit seinen Prägungen,der Silberfolie und dem wunderschönen Farbschnitt in der ersten Auflage sehr hochwertig gestaltet. Auch die Druckfarbe im Innenteil ist etwas ganz besonderes, denn sie ist passend zum Buch in Blau gehalten.

Es handelt sich bei dieser Geschichte um eine Märchenadaption zur Schneekönigin. Auch wenn es an einigen Stellen mit dem Original vergleichbar ist, spielt sie zwei Jahrhunderte und viele Generationen später und erzählt eine ganz eigenständige Geschichte.

Anna Fleck hat mit „Erinnere Dich“ einen tollen Start in die Romantasy-Trilogie gemacht. Ihr lockerer und flüssiger Schreibstil lässt sich leicht lesen und so fiel mir nicht schwer, in die Geschichte einzutauchen.

Elvy lebt zusammen mit ihrem Vater, doch dieser glänzt die meiste Zeit durch Abwesenheit. Ihre Eltern sind beide Musiker und ihre Mutter hat die Familie schon vor langer Zeit verlassen, um sich ihrer Karriere zu widmen. Auch ihr Vater ist ständig unterwegs. Elvy hat das musikalische Talent ihrer Eltern nicht geerbt und deshalb oft das Gefühl, dass ihre Eltern enttäuscht von ihr sind.

Erik ist nicht nur gutaussehend, witzig und ihr Freund seit Kindertagen, sondern auch Rugbystar und Mädchenschwarm der Schule. Nachdem seine Eltern vor Jahren bei einem Verkehrsunfall umgekommen sind, wächst er bei seiner Großmutter auf.
Elvy ist heimlich in ihn verliebt. Aber sie hat Angst, dass diese Gefühle nur einseitig sind und ihre Freundschaft zerstören könnten, deshalb behält sie ihre Gefühle für sich.

Um ihn aus den Fängen der Schneekönigin zu befreien, macht Elvy sich auf eine fantastische und gefährliche Reise, die sie in eine magische Welt voller Magie, Elfen und Wichtel führen wird.
Auf ihrem Weg wird sie begleitet von der Wichtelin Tomte Teda.
Obwohl die Hauptfiguren Elvy und Erik sind, ist Tomte Teda mein Liebling. Sie ist ein Kaffeejunkie und nimmt kein Blatt vor den Mund. Ich mag ihre schonungslos ehrliche Art, die mich oft zum Schmunzeln gebracht hat.
Nach und nach erfahren wir mehr über die Schneekönigin und über ihre wahren Absichten, denn letztendlich ist nicht nur Eriks Leben in Gefahr.

Atmosphärische Schauplätze, ein fantastisches Worldbuilding, Spannung und viel Gefühl - mit ihrer eloquenten, illustrativen Ausdrucksweise sorgte Anna Fleck dafür, dass keine Wünsche offen blieben. Ich hatte diese magische Welt mit den verschneiten Wäldern bildhaft vor Augen und habe die Kälte förmlich in den Knochen gespürt.
Am Ende musste ich mich vom ersten Teil mit einem gemeinen Cliffhanger verabschieden und warte nun ungeduldig auf die Fortsetzung der Reihe. Für Band 1 gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 29.11.2023

Inspirierend und tiefgründig

Leinen los ins Glück!
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Private Probleme waren der Auslöser dafür, dass das Lebensfundament von Anne-Katrin Keidel ins Wanken geriet und sie reif für die Insel war. „War das wirklich schon alles?!“ Diese Frage tauchte immer wieder ...

Private Probleme waren der Auslöser dafür, dass das Lebensfundament von Anne-Katrin Keidel ins Wanken geriet und sie reif für die Insel war. „War das wirklich schon alles?!“ Diese Frage tauchte immer wieder in ihren Gedanken auf. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel und so buchte sie kurz entschlossen einen Segeltörn, um ihre Akkus wieder aufzuladen.
Katrin hatte keine konkreten Erwartungen, doch auf dem Segelboot, ist plötzlich Zeit, um darüber nachzudenken, was wirklich wichtig im Leben ist und was sie wirklich braucht, um glücklich zu sein.
Dieses Schlüsselerlebnis hatte zur Folge, dass sie sich auf die Suche nach dem ultimativen Glücksrezept gemacht hat.

In ihrem autobiographischen Ratgeber „Leinen los ins Glück!: Auf geht's durch den Sturm des Lebens“ begleiten wir sie bei der Suche nach dem ultimativen Glücksrezept.
Sie serviert uns auf humorvolle Weise einen Korb voller Tipps und Tricks, die sie alle selbst ausprobiert hat. Damit gibt sie uns die passenden Werkzeuge an die Hand, um unseren eigenen Weg zum Glück zu finden und es auf Dauer im Leben zu verankern.

An Ende jedes Kapitels gibt es Glücksimpulse, in denen die Autorin das, was sie beschrieben hat,
nochmal komprimiert zusammenfasst und uns als Übungen an die Hand gibt.

Einer der Favoriten der Autorin ist die tägliche Dankbarkeits-Übung. Sie nimmt sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um über die Dinge nachzudenken, für die sie dankbar ist.
Mir hat besonders „Das Glücksmomente-Glas“ gefallen und ich werde versuchen, es in mein eigenes Leben zu verankern.
Die Idee ist ganz simpel und lässt sich mit der Dankbarkeits-Übung verbinden.
In diesem Glas sammel ich kleine Zettel, auf denen ich Erlebnisse und Herzensmomente schriftlich festhalte. So kann ich mir einmalige Augenblicke jederzeit wieder lebendig machen oder am Ende des Jahres bewusst in Erinnerung rufen.

Ich habe die Autorin gefragt, was ihre Definition von Glück ist:
Ihre Antwort:
„Für mich hat das Glück sehr viele Facetten, das kann der Adrenalinkick beim Fallschirmsprung sein, eine leckere Pizza, der Moment, wenn ich auf einer Parkbank sitze und mir die Sonne ins Gesicht scheint oder aber, wenn ich weine und sich etwas innerlich in mir löst.
Letztendlich ist es immer dann da, wenn ich den inneren Kampf gegen die Umstände ablege und mich verbunden mit dem Hier und Jetzt fühle, mit mir und meiner Umgebung.“

Fazit:
„Leinen los ins Glück!“ ist ein Buch, dass inspirierend, tiefgründig und gleichzeitig mit einer guten Prise Humor versetzt ist.
Als letzten Impuls möchte ich Euch noch mit auf den Weg geben: „Mach’s wie ALI: Atmen. Lächeln. Innehalten.“
Für diesen autobiographischen Ratgeber gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.11.2023

Eine tolle Story

Chroniken der Weltenaugen: Im Bann des Weltenbrechers
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Auf Silanduril schützen die Schildwachen die Bewohner, indem sie das Weltenauge bewachen und verhindern, dass unbefugte Reisende das Portal nutzen.
Arnelian Flammenlied und Emira Sturmwind sind, wie alle ...

Auf Silanduril schützen die Schildwachen die Bewohner, indem sie das Weltenauge bewachen und verhindern, dass unbefugte Reisende das Portal nutzen.
Arnelian Flammenlied und Emira Sturmwind sind, wie alle anderen Schildwachen kurz nach der Geburt in die Zitadelle gekommen, dort aufgewachsen und ausgebildet worden.
Sie versehen ihren Dienst auf den Verteidigungsanlagen der Zitadelle. Schon über einen Sommer ist kein illegal Reisender mehr durch das Weltenauge gelangt.
Doch dann durchschreiten zwei Weltenbrecher unerlaubt das Portal, die stärker sind als alle Magier Silandurils. Plötzlich ist die Magie Silandurils in Gefahr.
Wird es Arnelian und Emira gemeinsam mit den anderen Schildwachen und den Gottheiten gelingen, die Weltenbrecher zu fassen und aufzuhalten bevor die Magie endgültig versiegt?
Und welche Rolle spielt Emiras Schwester Evithea, die von der Göttin Najeemah in die Zitadelle gebracht wird und Arnelians Welt ziemlich auf den Kopf stellt.

„Im Bann des Weltenbrechers“ ist das erste Einzelband aus der Reihe „Chroniken der Weltenaugen“ von Jamie Enderlein.
Da ich der Autorin schon seit ihrem Debüt folge, stand für mich schnell fest, dass ich auch ihr neues Buch lesen will.
Es dauerte auch nicht lange, bis mich die sehr angenehme Erzählweise der Autorin wieder gefangen genommen hatte.
Ihr Schreibstil ist unglaublich leicht und flüssig und sehr angenehm zu lesen. Schon nach kurzer Zeit hatte sie mich Stück für Stück in die Geschichte hineingezogen.

Ich habe bereits die Trilogie „Das Schicksal im Schmiedefeuer“ von der Autorin gelesen und kannte deshalb ihre Vorliebe für komplizierte Namen. Doch hier gab es damit keine Probleme und sie störten dem Lesefluss auch nicht.
Wir verfolgen die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Den Hauptprotagonisten Arnelian, den Geschwistern Evithera und Emira und drei Kapitel aus der Sichtweise der Göttin Kynara (die wir schon aus der Trilogie „Das Schicksal im Schmiedefeuer“ kennen).
Durch den Wechsel der Perspektiven und der Schauplätze bekommen wir von mehreren Seiten Einblicke in die Geschichte.
Arnelian und Emira machen sich mit den anderen Schildwachen auf den Weg, um die Weltenbrecher zu stellen und zu bestrafen. Doch ihnen steht ein schwerer Kampf bevor, denn deren Kräfte übersteigen ihre um Längen. Doch sie bekommen Unterstützung und dass nicht nur von den Göttern.
Die Charaktere sind sehr facettenreich gestaltet, gut durchdacht und bringen viel Individualität hinein. Besonders die Interaktionen zwischen ihnen und die Entwicklung von Evithera hat mir sehr gut gefallen.
Auch wenn es ziemlich viele Figuren sind, mit denen ich in der Geschichte konfrontiert wurde, verfügen sie über ausreichend Tiefe und es fiel mir nicht schwer, sie im Laufe der Handlung zuzuordnen.
Wunderschön finde ich auch, wie selbstverständlich die Autorin queere Figuren in die Geschichte einpflegt. Es ist schade, dass man das extra betonen muss, aber leider ist das heute immer noch nicht selbstverständlich geworden.

Auch das komplexe Worldbuilding hat mich überzeugt. Die Schauplätze sind lebendig und detailliert beschrieben und gut ausgearbeitet, so dass ich keine Probleme hatte, sie mir vorzustellen.

Die unterschiedlichen Magiefähigkeiten, Kämpfe die für Action sorgten, unvorhersehbare Wendungen, die die Spannung immer wieder ansteigen lassen, sowie eine kleine Liebesgeschichte sorgten für eine wunderbare Mischung. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen und es wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Ich kann Euch diese extrem vielschichtige und epische Fantasy-Story nur empfehlen und freue mich auf neue Geschichten aus der Reihe „Chroniken der Weltenaugen“.

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Veröffentlicht am 14.11.2023

Eine etwas andere Art der Zeitreise

Love You in All Times
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Raelyn nutzt jede Gelegenheit, um ihrem Schwarm Kiran nahe zu sein, auch wenn sie dazu in der Halloweennacht durch den verwunschenen Wald zu einer alten Ruine zu laufen muss.
Doch anstatt Kiran auf sich ...

Raelyn nutzt jede Gelegenheit, um ihrem Schwarm Kiran nahe zu sein, auch wenn sie dazu in der Halloweennacht durch den verwunschenen Wald zu einer alten Ruine zu laufen muss.
Doch anstatt Kiran auf sich aufmerksam zu machen, steht in dem verlassenen Turm plötzlich ihr Mitschüler Braden vor ihr. Außerdem hört sie seltsame Geräusche und es geschehen ziemlich merkwürdige Dinge.
Bei einem erneuten Besuch der Ruine entdeckt sie auf dem Boden einen kleinen Handspiegel. Als sie nach einem Blick hinein erwacht, befindet sie sich in Schottland und ist als Zofe von Lady Alanna auf dem Weg nach Violet Court. Zunächst glaubt sie an einen besonders lebhaften Traum, doch immer wieder springt sie in das Leben der Zofe Blaire.
Mit der Zeit beginnt sie die Reisen in die Vergangenheit zu genießen. Doch dann lernt sie Adrik, den Mann, den Alannas Vater als zukünftigen Ehemann seiner Tochter erwählt hat, kennen und ihre Gefühle beginnen verrückt zu spielen. Auch Adrik stellt plötzlich das Leben, dass für ihn vorgesehen ist, infrage und die beiden kommen sich näher.
Aber warum sieht Adrik ihrem Mitschüler Braden so ähnlich? Die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit verschwimmen immer mehr.

Zitat:
„Um zu verstehen, was in der Gegenwart passiert, muss man manchmal einen Blick in die Vergangenheit richten.“

Das Cover des Buches gefällt mir ausgesprochen gut und der Handspiegel und die Veilchen spiegeln die Geschichte perfekt wider.
Ich liebe romantische Zeitreisegeschichten und als ich gelesen habe, dass es auch noch in die schottischen Highlands geht, stand schnell fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss.

In letzter Zeit habe ich überwiegend Fortsetzungsromane gelesen, deshalb war es mal wieder schön, ein abgeschlossenes Einzelband in der Hand zu haben. Obwohl ich mich rückblickend über eine Fortsetzung freuen würde, denn ich denke, es gibt, gerade was die Aniteria betrifft, noch viel zu erzählen.

Der Schreibstil ist sehr leicht, flüssig und das Buch ist angenehm zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Raelyn. So gelang es mir von Anfang an, mich gut in sie hineinzuversetzen und ihre Gefühle und Emotionen zu spüren.
Die letzten drei Jahre waren schwer für die siebzehnjährige Raelyn. Sie trauert um ihren Vater und kommt mit diesem Verlust nicht zurecht. Sie zeigt ihre Emotionen offen und fühlt sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und hergerissen was ihre Gefühle betrifft.
Braden ist, im Gegensatz zu Adrik, ein sehr zurückhaltender Junge. Es fiel mir schwer, bei ihm hinter die Kulisse zu schauen und ich hatte teilweise das Gefühl, dass er etwas zu kurz kam.
Vielleicht wäre es schöner gewesen, wenn die Geschichte abwechselnd, aus beiden Perspektiven erzählt worden wäre.

Die Schauplätze sind detailliert beschrieben und gut ausgearbeitet ohne das sie zu kompliziert wirken. Ich hatte den verwunschenen Wald und Violet Court bildhaft vor Augen.
Etwas Probleme hatte ich mit den Aniteria. Irgendwie waren sie den Beiden keine richtige Hilfe und ich habe den Sinn und Zweck der Loge nicht so ganz verstanden.

Fazit
Regina Meißner vereint sehr anschaulich und atmosphärisch die unterschiedlichen Liebesgeschichten in Gegenwart und Vergangenheit. Durch den Wechsel der Zeiten wurde es zu keinem Zeitpunkt langweilig.
Die Handlung ist gut durchdacht, allerdings ging es mir am Ende etwas zu schnell und komplikationslos.
In diesem Fall wäre ein zweiter Teil, der ungeklärte Fragen beantwortet, schön gewesen.

Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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