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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2021

Witziger Alltag eines Teenies

Wie man seine Eltern sinnvoll beschäftigt (Eltern 5)
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Teenager Luis muss seine Eltern durch den Elternsprechtag bringen. Dumm nur, dass seine Eltern und seine Lehrer andere Vorstellungen von seinen schulischen Leistungen haben als er selbst. Um den Fokus ...

Teenager Luis muss seine Eltern durch den Elternsprechtag bringen. Dumm nur, dass seine Eltern und seine Lehrer andere Vorstellungen von seinen schulischen Leistungen haben als er selbst. Um den Fokus mehr aufs Lernen zu verschieben, darf er nicht zum Vlog von Noah und Lily. Doch wie soll Luis dann seine Karriere als Comedian vorantreiben?

Luis, die Lachnummer darf nun schon in mehreren Bänden als Comedian Witze erzählen und hat in der gesamten Reihe seine Schulprobleme durchzuarbeiten. Der Autor Pete Johnson hat mit dieser Idee durchweg Erfolg gehabt. Es ist witzig, von Luis und seinen Problemen zu lesen. Während in meinen Augen das Thema nun schon ausgelutscht wäre, fahren meine Kinder voll drauf ab. Das Buch überzeugt auch Teenie-Lesemuffel, die sich ganz sicher in einigen von Luis‘ Problemen wiederfinden und sie auch gerne so unkonventionell wie er lösen würden.

Deshalb empfehle ich das Buch gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.08.2021

Berührende Geschichte einer jüdischen Familie

Viktor
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Nimwegen, 1994. Die jüdische Studentin Geertje fragt nach der Geschichte der Familie, nach dem Leben der Ahnen im Wien der Jahrhundertwende, geprägt von der Musik Gustav Mahlers. Aus all den Personen heraus ...

Nimwegen, 1994. Die jüdische Studentin Geertje fragt nach der Geschichte der Familie, nach dem Leben der Ahnen im Wien der Jahrhundertwende, geprägt von der Musik Gustav Mahlers. Aus all den Personen heraus sticht Viktor, er scheint das schwarze Schaf der Familie zu sein. Ihn umgibt ein Geheimnis, das tiefer geht als all die Frauengeschichten, die im gleichen Atemzug wie sein Name genannt werden.

Die Autorin Judith Fanto erzählt eine Geschichte, die auf den Geschehnissen in ihrer Familie beruhen. Sie lässt ihre Protagonistin Geertje nach deren jüdischen Wurzeln suchen und sich damit auseinandersetzen. Dies geschieht sehr einfühlsam, ihre Suche nach der Geschichte ihrer Familie ist authentisch geschildert. Die zwei verschiedenen Erzählstränge in zwei Zeitebenen lassen den Leser die Geschichte hautnah miterleben. Dieser Roman um eine jüdische Familie und ihr Umgang mit dem Judentum wie auch Geertjes Auseinandersetzung damit, auch mit den Geschehnissen während des Krieges hat mich sehr berührt.

Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.08.2021

Eine starke Frau und die Geschichte ihres Lebens

Sturmvögel
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Mit 86 Jahren kann Emmy Seidlitz auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Aufgewachsen auf einer kleinen Nordseeinsel, wechselte sie später nach Berlin als Dienstmädchen in einem herrschaftlichen Haushalt. ...

Mit 86 Jahren kann Emmy Seidlitz auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Aufgewachsen auf einer kleinen Nordseeinsel, wechselte sie später nach Berlin als Dienstmädchen in einem herrschaftlichen Haushalt. Dort lernt sie einen Sohn aus reichem Hause kennen und heiratet ihn. Drei eigene Kinder zieht sie groß, ein weiteres Kind nimmt sie in ihren Haushalt auf. Ihren Humor hat sie nie verloren. Doch welches Geheimnis hüten die Ordner in ihrem Keller? Kann es sein, dass die alte Frau einen Schatz bergen?

Es ist ein weiter Weg, den Emmy in ihrem Leben zurücklegt, viele schwere Stunden hat sie zu erleben. In verschiedenen Handlungssträngen und mehreren Zeitebenen erfährt der Leser nach und nach mehr von Emmys Leben, lernt sie von vielen Seiten kennen. Das Geheimnis aus ihrem Keller begleitet ihre Geschichte bis zum Ende des Buches. Die Autorin Manuela Golz verwendet als Vorlage für ihren Roman das Leben ihrer Großmutter, hinter dieser Erzählung steckt jede Menge Respekt für diese Frau. Die Erzählung bleibt dabei immer sehr realistisch, die Personen und ihre Erlebnisse erscheinen sehr authentisch.

Die Geschichte von Emmy Seidlitz, dieser Frau, die bereits in den frühesten Tagen ihrer Kindheit Stärke zeigen musste, ist sehr berührend geschrieben. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.08.2021

Skurril und letztendlich zu abgedreht

Das Universum ist verdammt groß und supermystisch
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Gustavs Mutter ist mit einem Mann zusammen, von dem der Junge weiß, dass er bald wieder weg sein wird, wie so viele andere zuvor. Zunächst spricht Gustav wegen dem Mann kein Wort mehr. Charles hingegen ...

Gustavs Mutter ist mit einem Mann zusammen, von dem der Junge weiß, dass er bald wieder weg sein wird, wie so viele andere zuvor. Zunächst spricht Gustav wegen dem Mann kein Wort mehr. Charles hingegen stört seine Stummheit überhaupt nicht. Als sie erfährt, dass Gustav seinen Vater nicht kennt, will sie mit ihm zusammen auf die Suche gehen. Gustavs Großvater kommt mit auf diese Reise quer durch Europa, von Berlin nach Istanbul.

Verständlich, dass Gustav gerne mehr über seinen Vater wissen will, der so überhaupt keinen Platz im Leben des Jungen hat. Will denn nicht jedes Kind an irgendeinem Punkt in seinem Leben mehr über seine Eltern wissen? Die Mutter erzählt überhaupt nichts von ihm, der Großvater lässt immerhin ein paar Brocken hören. Da ist es ein guter Zufall, dass Charles so kurz entschlossen die Führung auf der Suche nach Gustavs Vater übernimmt. Es ist interessant, wie sich diese kleine Gemeinschaft zusammenfindet in dem Ziel, den Unbekannten zu finden. Das ist sehr skurril erzählt, wobei mir das irgendwann zu abgedreht wurde. Schade eigentlich, denn das Buch vereint noch viele weitere Themen, die Kinder beschäftigen, und geht kindgerecht darauf ein.

So hat mich die Geschichte etwas zwiespältig hinterlassen. Ich kann deshalb nur 3 von 5 Sternen vergeben.

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Veröffentlicht am 14.08.2021

Wer den Schaden hat... findet manchmal eine gute Lösung

Freddy Sidebottoms absolut peinliche Welt
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Freddy ist ein Pechvogel. Immer wieder passieren ihm peinliche Missgeschicke, die die gesamte Klasse zum Lachen bringen. „Fredster“ nennen seine Mitschüler diese Peinlichkeiten. Als Freddys Großvater ihm ...

Freddy ist ein Pechvogel. Immer wieder passieren ihm peinliche Missgeschicke, die die gesamte Klasse zum Lachen bringen. „Fredster“ nennen seine Mitschüler diese Peinlichkeiten. Als Freddys Großvater ihm einen genialen Spielzeugwürfel schenkt, scheint Freddys Pechsträhne ein Ende gefunden zu haben. Ist das die Lösung für all seine Probleme?

So sympathisch Freddy ist, seine Peinlichkeiten möchte man nicht erleben. Und er kann ja nicht mal wirklich was dafür, er zieht einfach all die Geschehnisse an. Doch so ist es nun mal: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. (Auch als Leser lacht man immer wieder mal los, Freddys Missgeschicke sind schon sehr unterhaltsam zu lesen.) Da ist es gut, dass der Junge mit dem Spielzeugwürfel eine Lösung für all die peinlichen Situationen gefunden hat. Und wenn das nicht für immer funktioniert? Aber Freddy findet eine gute Lösung, die mir sehr imponiert hat. So ist ein lustiges Buch mit einem nachdenklichen Hintergrund entstanden, das seine Protagonisten in jeder Situation ernst nimmt. Die humorvollen Illustrationen passen gut zu Freddys Geschichte

Dieses lustige Kinderbuch hätte für mich durchaus etwas länger sein können. Insgesamt aber ist es gut gelungen, so dass ich es gerne weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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