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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2021

Atemlose Spannung

Ausweglos
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Noah wird spätnachts angegriffen, er soll seinen Angreifer zu seiner Frau bringen. Doch Noah fällt ein Ausweg ein: Er führt den Täter zu seiner Nachbarin, die Falks sind verreist, er hat den Zweitschlüssel ...

Noah wird spätnachts angegriffen, er soll seinen Angreifer zu seiner Frau bringen. Doch Noah fällt ein Ausweg ein: Er führt den Täter zu seiner Nachbarin, die Falks sind verreist, er hat den Zweitschlüssel zur Wohnung. Am nächsten Morgen liegt Emma Falk brutal ermordet in ihrem Bett, und er kann sich an nichts erinnern. Ein berüchtigter Serienmörder hat wieder zugeschlagen, vermutet die Polizei. Vor Jahren hat er drei Frauen ermordet. Der damalige Ermittler Elias Blom klinkt sich auf eigene Faust ein, rastlos versucht er, den Serienmörder zu kriegen.

Welch atemlose Spannung dieser Thriller hinlegt! Einmal meinen Kopf in das Buch versenkt, kam ich kaum wieder heraus. Der Autor Henri Faber schickt den Leser auf Irrwege, baut überraschende Wendungen ein – nur um am Schluss alles nochmal neu und doch völlig logisch zusammenzusetzen. Die Erzählung ist aus verschiedenen Sichtweisen zusammengesetzt, so erhält der Leser einen guten Einblick in die jeweiligen Charaktere, die absolut authentisch wirken. Das ist definitiv ein gelungenes Debüt eines Autoren, den muss ich mir unbedingt merken!

Achtung, dieses Buch entwickelt eine ganz eigene Sogwirkung! Ich empfehle es allen, die einen spannenden und rasanten Thriller lesen wollen und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 23.07.2021

Zeldas beeindruckende Geschichte

Jeder Tag ist eine Schlacht, mein Herz
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Mit ihren 21 Jahren ist Zelda eine junge Frau, die die Geschichten um Wikinger liebt und vieles davon in ihren Alltag übernehmen möchte. Als ihre Mutter mit ihr schwanger war, hat sie Alkohol getrunken, ...

Mit ihren 21 Jahren ist Zelda eine junge Frau, die die Geschichten um Wikinger liebt und vieles davon in ihren Alltag übernehmen möchte. Als ihre Mutter mit ihr schwanger war, hat sie Alkohol getrunken, und leider hat das Auswirkungen auf Zelda gehabt. Deshalb besucht die junge Frau Kurse für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wo sie sich sehr wohl fühlt. Sie wohnt zusammen mit ihrem älteren Bruder, der früher auch ihr Vormund war.

Zelda ist eine beeindruckende junge Frau, sie kann ihren Alltag gut organisieren. Manchmal braucht sie etwas Hilfe dabei, doch mit vielen Regeln schafft sie vieles allein. Das Buch erzählt die Geschichte aus Zeldas Sicht, damit erhält der Leser eine ganz besondere Nähe zu ihr. So entsteht eine besondere ungewöhnliche Geschichte über eine besondere ungewöhnliche Frau.

Mich haben Zeldas Geschichte, ihr Mut und ihre Fantasie sehr beeindruckt. Dieses Buch möchte ich unbedingt weiter empfehlen. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 23.07.2021

Leben mit dem irischen Unabhängigkeitskampf

Der Abstinent
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Manchester, 1867. Die Kämpfe der Fenians, der irischen Unabhängigkeitskämpfer, finden ihre Ableger auch in Manchester. Als drei Rebellen gehenkt werden, eskalieren die Geschehnisse. Constable James O‘Connor ...

Manchester, 1867. Die Kämpfe der Fenians, der irischen Unabhängigkeitskämpfer, finden ihre Ableger auch in Manchester. Als drei Rebellen gehenkt werden, eskalieren die Geschehnisse. Constable James O‘Connor wurde aus Dublin nach Manchester versetzt. Er gerät in den Fokus des amerikanischen Iren Stephen Doyle – ein Kampf auf Leben und Tod.

Der Polizist James O‘Connor hatte es nicht leicht in den letzten Jahren: Sein kleiner Sohn starb im jüngsten Alter, einige Jahre später erlag seine Frau einem Krebsleiden. Der Alkohol zieht ihn so herab, dass er nach Manchester versetzt wird. Doch dort will ihn niemand so richtig ernst nehmen. Bitter ist das Leben in Manchester im 19. Jahrhundert, auch ohne den Unabhängigkeitskampf der Iren. Umso schwieriger wird es für alle, die in diesen Kampf hineingeraten. Die historischen Gegebenheiten zu dieser Geschichte sind so gut wiedergegeben, dass man sich das Leben zu jener Zeit gut vorstellen kann. Gut nachvollziehbar ist auch die Motivation von James O‘Connor, seinen Platz im Leben zurückzuholen und wieder zu einem guten Polizisten zu werden. Allerdings nimmt die Geschichte eine Wendung, die den Fokus verlegt und für mich etwas surreal wird. Vor allem das Ende erscheint mir überhaupt nicht logisch.

Wer Interesse am Leben in Manchester im 19. Jahrhundert vor dem Hintergrund des irischen Unabhängigkeitskampfes hat, findet in diesem Buch eine spannende Lektüre. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Auf der Suche nach der großen Liebe

Irgendwo ist immer irgendwer verliebt
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Mit ihren 29 Jahren ist Chelsea äußerst erfolgreich in ihrem Job, allerdings auch ein Workaholic ohne Privatleben. Als ihr verwitweter Vater erneut heiraten möchte, merkt Chelsea, dass sie seit dem Tod ...

Mit ihren 29 Jahren ist Chelsea äußerst erfolgreich in ihrem Job, allerdings auch ein Workaholic ohne Privatleben. Als ihr verwitweter Vater erneut heiraten möchte, merkt Chelsea, dass sie seit dem Tod ihrer Mutter kein Privatleben mehr hat. Kurz entschlossen reist die junge Frau nach Europa, um eine Reise wieder aufzunehmen, die sie wegen dem Tod ihrer Mutter abbrechen musste. Damals schien es, als würde sie ihre große Liebe finden – ob sie nun endlich die Gelegenheit dazu hat?

Die Autorin Jenn McKinlay lässt ihre Protagonistin selbst ihre Geschichte erzählen. Allerdings habe ich mich sehr schwer getan mit ihr, vor allem am Anfang war sie mir sehr unsympathisch. Dieses Bild konnte ich nur schwer revidieren im Verlauf der Erzählung. Dabei wirkt die Geschichte sehr konstruiert und vorhersehbar. Dies ist aber sicher Geschmackssache, andere Leserinnen werden das Buch vielleicht genau deswegen lieben.

Unterhaltsam ist dieser Liebesroman dennoch, so dass ich das Buch allen empfehle, die auf der Suche nach Romantik sind. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.07.2021

Wahrheit und Gerechtigkeit

Die Wahrheit der Dinge
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Frank Petersen ist Strafrichter. Bisher war er von seiner Arbeit sehr überzeugt. Doch nun kommen mehrere Sachen gleichzeitig auf ihn zu: Seine Frau hat sich von ihm getrennt, sie ist mit dem gemeinsamen ...

Frank Petersen ist Strafrichter. Bisher war er von seiner Arbeit sehr überzeugt. Doch nun kommen mehrere Sachen gleichzeitig auf ihn zu: Seine Frau hat sich von ihm getrennt, sie ist mit dem gemeinsamen Sohn zu ihren Eltern gezogen, weil sie ihn als zu selbstherrlich empfindet. Zudem wird voraussichtlich eine seiner Entscheidungen vor dem BGH in Frage gestellt – nun bereits zum vierten Mal. Als auch noch eine Strafgefangene zum Ende ihrer Haft entlassen wird, die im Gerichtssaal den rechtsradikalen Mörder ihres Sohnes erschossen hat, noch bevor Petersen das Urteil verkünden konnte, stellen sich für den zweifelnden Strafrichter entscheidende Fragen: Ist er wirklich so voreingenommen, werden seine Entscheidungen von Vorurteilen geprägt? Was ist die Wahrheit hinter den Dingen?

Frank Petersen ist ein Strafrichter, der es sich mit seinen Entscheidungen nicht einfach macht, und dabei gerecht in seinen Strafen sein möchte. Dass er nun von so vielen Seiten Gegenwind bekommt, verunsichert ihn – zum ersten Mal in seiner beruflichen Laufbahn, dafür aber umso effektiver. Es ist nachvollziehbar, dass er überlegt, seinen Beruf an den Nagel zu hängen. Seine Zweifel werden existentiell – und durch diese Gedanken erhält der Leser Zugang zur Arbeit eines Strafrichters, zu den Überlegungen, die einem Urteil vorausgehen (müssen). Als Rechtsanwalt kennt der Autor Markus Thiele die Hintergründe zum Rechtswesen und zu gerichtlichen Verfahren, das merkt man der fiktiven Geschichte an. Zwei bekannte unterschiedliche reale Fälle hat Thiele in dieser Erzählung zu einem Roman zusammengefasst und leicht verändert, die Petersens Zweifel authentisch erscheinen lassen.

Dieses berührende Buch regt zum Nachdenken darüber an, was Wahrheit ist und was sie bedeutet. Sehr gerne empfehle ich die Geschichte weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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