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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2025

Wie ein Albtraum

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Julia und Nicki sind beste Freundinnen. Für Julia hat sich Nicki zu ihrem Junggesellinnenabschied etwas ganz besonderes ausgedacht: Die beiden brechen zu einer Wanderung in das abgelegene Kungsleden auf. ...

Julia und Nicki sind beste Freundinnen. Für Julia hat sich Nicki zu ihrem Junggesellinnenabschied etwas ganz besonderes ausgedacht: Die beiden brechen zu einer Wanderung in das abgelegene Kungsleden auf. Doch sie werden vom schlechten Wetter überrascht, und plötzlich findet sich Julia allein in der Einsamkeit wieder, ohne Karten, ohne Handy, ohne Orientierung und ohne zu wissen, wo Nicki abgeblieben ist. Wird sie ihre Freundin wieder finden, wird sie den Weg zurück in die Zivilisation finden? Und vor allem: Was war es, was Nicki ihr unbedingt erzählen wollte?

Es ist schon eine ausgefallene Idee, eine gemeinsame Wanderung der beiden Freundinnen, die sich bereits eine Weile nicht gesehen hatten und sich nun einiges zu erzählen habe, kurz vor Julias Hochzeit. Doch die Wanderung gerät zum schlimmsten Albtraum, und die Hintergründe dazu werden nach und nach aufgerollt. Dabei vollzieht die Geschichte so manche mehr als überraschende Wendung, die ein völlig neues Licht auf das Geschehen wirft. Wobei das Ende mich nicht mehr ganz so überzeugt hat, das war dann vielleicht doch eine Wendung oder zwei zu viel...

Insgesamt hat mich die Geschichte von Anfang an fesseln können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Eindeutiger Lesespaß mit den Grauses

Willkommen bei den Grauses 2: Freunde finden für Anfänger
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Die Grauses haben in Ottilie eine gute Freundin gefunden. Doch nun soll jeder für sich einen Freund finden, gibt ihnen das Institut für andersartige Wesen den Auftrag. Denn die Grauses sind nicht wie alle ...

Die Grauses haben in Ottilie eine gute Freundin gefunden. Doch nun soll jeder für sich einen Freund finden, gibt ihnen das Institut für andersartige Wesen den Auftrag. Denn die Grauses sind nicht wie alle anderen Bewohner der Straße: Wer sonst hat schon Hörner auf dem Kopf, ist unsichtbar oder schläft in Flaschen? Ottilie will den Grauses helfen, Freunde zu finden, auch wenn das, nun ja, nicht wirklich ihre besondere Kompetenz ist...

Das Buch ist der zweite Band über die Familie Grause, eine Gruppe von nicht ganz alltäglichen Mitbewohnern, die zu einer Familie zusammengewürftelt wurde vom Institut für andersartige Wesen. Während also die Grauses nicht so genau wissen, wie man sich in unserer Welt benimmt und wozu wir was benutzen, sollen sie nicht nur nicht auffallen, sondern auch noch Freunde finden: ein unerschöpfliches Reservoir für so manche skurrile Situation! Wie bereits im ersten Buch wird das so herrlich schräg erzählt, dass man einfach nur weiterlesen möchte, was hier alles geschieht. Die Geschichte gerät dabei eindeutig zu einem Plädoyer für Toleranz und für die Freundschaft, und das auch noch ohne erhobenen Zeigefinger. Die Geschehnisse sind wieder wunderbar illustriert, dass dies den Spaß an der Geschichte eindeutig erhöht.

Wie auch der erste Band ist auch die zweite Geschichte um die Grauses ein herrliches Lesevergnügen für alle jungen Leser ab 8 Jahren, zum Selberlesen oder auch zum Vorlesen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Legal, illegal - pfeif drauf, egal!

Alles muss man selber machen
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Nele ist alleinerziehend und hält sich gerade mal so über Wasser. Ihr Mann schuldet ihr nicht nur den Unterhalt für die letzten drei Jahre, sondern auch das Geld, das sie ihm als Darlehen gegeben hatte, ...

Nele ist alleinerziehend und hält sich gerade mal so über Wasser. Ihr Mann schuldet ihr nicht nur den Unterhalt für die letzten drei Jahre, sondern auch das Geld, das sie ihm als Darlehen gegeben hatte, seither ist er erfolgreich untergetaucht. Auch Neles Freundinnen Fiona und Hermine müssen sich mit dem lieben Geld auseinandersetzen, auch sie stellen völlig unerwartet fest, dass sie mehr davon bräuchten. Unversehens geraten die drei Frauen in Situationen, die nicht mehr so ganz legal sind, oder sind sie etwa schon eindeutig illegal? Doch eine skurrile Situation jagt die nächste, denn es wird immer deutlicher: Die Frauen müssen sich selbst holen, was sie brauchen.

Wer die Bücher von Ellen Berg kennt, weiß, dass sich hier aus einer skurrilen Situation gleich die nächste ergibt. Das ist hier in diesem Buch selbstverständlich auch so, und es ist lustig zu lesen, wie sich Nele, Fiona und Hermine schlagen müssen. Die Umstände sind aber auch einfach unhaltbar... Doch der Roman bleibt nicht nur im Humorvollen, sondern lässt den Frauen genau die Würde, die andere ihnen absprechen wollen. Das ist meiner Meinung nach wieder einmal meisterhaft gelungen, so dass ich am Schluss sage: Lega, illegal – pfeif drauf, egal! Über die vielen ins Buch gestreuten Seitenhiebe habe ich mich zudem köstlich amüsiert.

Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an gut unterhalten können. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Schmerzhafte Suche

Sunbirds
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Seit sieben Jahren ist Annes Sohn Torran in Indien unterwegs und nicht mehr auffindbar. Anne hat für die Suche nach ihm ihr Leben auf den Kopf gestellt und sucht seither nach ihm, in Indien vor Ort. Als ...

Seit sieben Jahren ist Annes Sohn Torran in Indien unterwegs und nicht mehr auffindbar. Anne hat für die Suche nach ihm ihr Leben auf den Kopf gestellt und sucht seither nach ihm, in Indien vor Ort. Als Esther, Annes Nichte, nach diesen sieben Jahren einen neuen Hinweis auf seinen Verbleib erhält, machen sich die beiden Frauen auf den Weg in die entlegenen Täler Himalayas. Doch die Suche wird nicht so einfach sein, wie Anne und Esther sich dies vorgestellt haben.

Die Suche nach einem (erwachsenen) Kind, das von sich aus untergetaucht ist, in einem fremden Land: diese verstörende Vision lässt die Autorin Penelope Slocombe eine Mutter durchleben. Von Anfang an fühlt man das Bad der Emotionen, durch das Anne durchgehen wird, und nach und nach werden weitere Umstände des Verschwindens wie auch der Suche aufgedeckt. Gerade als Mutter ist dies nicht einfach zu lesen. Dennoch (oder vielleicht gerade deswegen?) hat mich Annes Suche nach ihrem Sohn und letztendlich auch nach sich selbst berührt, ich konnte ihre Gedanken, ihre Motivation und auch ihre Veränderung gut nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere des Buches sind gut beschrieben, selbst wenn sie nicht so sehr im Vordergrund stehen wie Anne selbst. Der Hintergrund der Landschaft im Himalaya bietet eine besondere Kulisse für die Geschehnisse dieser Geschichte.

Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 14.09.2025

Spannender Thriller

Ihr werdet sie nicht finden
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Jonas war früher Polizist. Doch als seine Tochter verschwand, geriet sein Leben aus den Fugen. Er gestand den Mord an dem mumaßlichen Mörder Isabells und kam für sechs Jahre hinter Gitter. Eine Rückkehr ...

Jonas war früher Polizist. Doch als seine Tochter verschwand, geriet sein Leben aus den Fugen. Er gestand den Mord an dem mumaßlichen Mörder Isabells und kam für sechs Jahre hinter Gitter. Eine Rückkehr ins normale Leben ist ihm nicht mehr möglich. Als die Privatdetektivin Franka sich auf die Suche nach einer vermissten jungen Frau macht, stolpert sie auf das Verschwinden von Jonas' Tochter und vermutet, dass beide Fälle miteinander zu tun haben, deshalb nimmt sie Kontakt zu Jonas auf. Bald finden beide sich wieder in einer Zusammenarbeit auf der Suche nach den beiden verschwundenen Mädchen.

In zwei Zeitebenen mit einem Abstand von sieben Jahren erzählt Thrillerautor Andreas Winkelmann die Geschichte über einen ehemaligen Polizisten, der auch nach sieben Jahren Suche nicht damit aufhören kann, und der Privatdetektivon Franka, die ein besonderes Gespür für das allzu Menschliche hat. Man kann beide sehr gut verstehen in ihrem Bemühen, Licht in eine dunkle Geschichte zu bringen und das Geschehen um zwei junge Frauen aufzudecken, während es jemand gibt, der besonders bemüht ist, genau dies zu verhüten. Dabei gibt es einige überraschende Wendungen, die letztendlich zu einer überraschenden Auflösung führen.

Die Thriller von Andreas Winkelmann gehören zu den Büchern, die ich jedes Mal gerne lese. Auch dieser Thriller hat mich wieder schnell in seinen Bann ziehen und bis zur Auflösung fesseln können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.