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Veröffentlicht am 23.02.2021

Adventskalendergeschichte für Ponyfreundinnen

Pony-Weihnachten für Stella
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Stella wünscht sich zu Weihnachten nichts sehnlicher als ein eigenes Pony. Aber sie weiß auch, dass das nicht realistisch ist… Da beobachtet sie in der Stadt ein freilaufendes Pony. Sie sucht es immer ...

Stella wünscht sich zu Weihnachten nichts sehnlicher als ein eigenes Pony. Aber sie weiß auch, dass das nicht realistisch ist… Da beobachtet sie in der Stadt ein freilaufendes Pony. Sie sucht es immer wieder, füttert es. Doch wohin verschwindet das Tier immer wieder?

Eine spannende Geschichte in 24 Kapiteln erzählt über Stellas Wunsch und was daraus wird. Dazu öffnet das Mädchen jeden Tag eine Tür in einem Adventskalender, der auf den ersten Blick überhaupt nicht zu Weihnachten passt. Doch überrascht muss sie feststellen, dass dies ein magischer Adventskalender ist. Und die Leserin darf erkunden, was diese Türchen mit Stellas größtem Wunsch zu tun haben. - Wie sehr sich gerade Mädchen ein eigenes Pferd oder doch zumindest ein eigenes Pony wünschen, das erleben viele Eltern, das ganze Jahr über und vor allem zu Weihnachten. Ob Stellas Wunsch wohl umgesetzt werden kann? Hier darf mitgefiebert werden – aber ob jede Leserin zum Schluss so realistisch ist zu erkennen, dass eine solche Lösung nur im Buch möglich ist?

Die Geschichte ist spannend geschrieben, die 24 Kapitel eignen sich gut als Adventskalender zum Vorlesen oder Selberlesen. Die bunten Illustrationen lockern den Text gut auf und passen gut zur Geschichte. Meiner Tochter (10 Jahre) hat das Buch sehr gut gefallen, sie hat es sich sofort geschnappt und in kürzester Zeit gelesen: Als Adventskalender war ihr die Geschichte zu spannend. Auf jeden Fall eignet sich das Buch bestens als vorweihnachtliche Lektüre. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.02.2021

Einfühlsam und eindrücklich geschrieben

Warten auf Wind
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Vingas Eltern haben sich getrennt, nun hat Papa eine neue Familie, und ihre Mutter ist immer so traurig. Vinga darf die Sommerferien über zu Opa auf die Insel. Hier kann sie aufatmen, die Weite des Meeres ...

Vingas Eltern haben sich getrennt, nun hat Papa eine neue Familie, und ihre Mutter ist immer so traurig. Vinga darf die Sommerferien über zu Opa auf die Insel. Hier kann sie aufatmen, die Weite des Meeres spüren und an ihrer Schnigge arbeiten, dem Boot, das sie in diesem Sommer seetüchtig machen will. Auf der Insel ist über die Ferien auch Rut, doch diese hasst die Insel und ist auch sonst ganz das Gegenteil von Vinga. Doch plötzlich steht Rut bei Vinga am Boot, und ganz langsam fangen die Mädchen an sich zu beschnuppern…

Vinga hat es nicht leicht, will sie doch eigentlich ihre Familie zurück haben und spürt, dass dies nicht geht. Die Traurigkeit der Mutter überfordert sie, und sie vermisst ihren Vater, der doch immer was mit ihr unternommen hat. Auf der Insel darf sie Abstand davon bekommen, Opa lässt ihr allen Freiraum, den sie braucht, und gibt ihr eine Aufgabe, an der sie wachsen kann. Dass sie mit Rut auch noch eine Freundin gewinnt, dass die beiden Mädchen sich ganz vorsichtig annähern, ist ein zusätzlicher Schritt in das aufregende Leben als junger Mensch. Dieses Buch beschreibt einfühlsam eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über die einzelnen Schritte, die Vinga geht in diesem Sommer. Dabei lohnt es sich, auf die feinen Töne zwischen den Zeilen zu achten, hier finden die Themen Trennung und Verlust, Freundschaft und Erwachsenwerden ohne große Worte ihren Platz. Dieses Buch hat den renommiertesten Literaturpreis in Schweden gewonnen, und das kann ich gut verstehen.

Ein Buch, das Jugendliche (ab ca. 11 Jahren) ansprechen wird, die auf der Suche nach sich selbst sind, mit vielen leisen Tönen, dafür aber umso eindrücklicher. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 22.02.2021

Heiter und ein bisschen weihnachtlich

Drei Frauen im Schnee
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Sonja lebt mit ihrem Mann und ihren Teenager-Zwillingen unter demselben Dach wie ihre Schwiegermutter. Als der alljährliche Weihnachtsstress ins Haus steht, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich immer ...

Sonja lebt mit ihrem Mann und ihren Teenager-Zwillingen unter demselben Dach wie ihre Schwiegermutter. Als der alljährliche Weihnachtsstress ins Haus steht, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich immer dasselbe sein muss – dasselbe Essen, derselbe Weihnachtsschmuck, derselbe Ablauf… Am Fest der Liebe verlässt sie spontan das Haus und trifft auf dem Friedhof zwei Frauen, Karin und Bernadette. Auf Anhieb verstehen sie sich gut – so gut, dass Sonja nach einer verrückten Silvesternacht in Karins Hotel auf dem Stoos landet, wo Bernadette bereits Karin unter die Arme greift. Alle drei Frauen haben Stoff genug zum Überlegen, wohin ihr Weg gehen soll.

Eine Geschichte rund um Weihnachten, das Fest der Liebe, das doch so anstrengend für viele Familien ist: Auch die drei Frauen müssen das erleben. Jede von ihnen hat ihre eigenen Gedanken und Sorgen, und jede hilft der anderen, soweit das geht. Dadurch gerät die Geschichte immer wieder mal sehr nachdenklich und emotional aufgeladen, auch wenn der heitere Grundton immer vorhanden ist.

Diese spannende Geschichte rund um drei Frauen am Wendepunkt ihres Lebens empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.02.2021

Hexenabenteuer für junge Leser

Paul und die Klettenhexe – Das Geheimnis der Seemagierin
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Paul freut sich auf die Klassenfahrt, denn alle wollen ans Meer und dort etwas über Fossilien lernen. Für den spektakulärsten Fund gibt es sogar einen Preis, und natürlich will er den gewinnen. Die Klettenhexe ...

Paul freut sich auf die Klassenfahrt, denn alle wollen ans Meer und dort etwas über Fossilien lernen. Für den spektakulärsten Fund gibt es sogar einen Preis, und natürlich will er den gewinnen. Die Klettenhexe will zunächst gar nicht so richtig ihren Garten verlassen, doch dann ist sie die Erste, die sich auf die Spuren eines Abenteuers macht…

Das Buch ist Teil einer Reihe, wobei ich die vorhergehenden Bände nicht kenne und immer das Gefühl hatte beim Lesen, dass mir einige wichtige Informationen fehlten. Die Hexe Klarinde konnte ich nie so richtig fassen, und auch das Verhältnis zwischen Paul und Klarinde ist mir auch nicht ganz klar geworden. Die Meerhexe hingegen ist sehr gut geraten, das Abenteuer rund um die Geschehnisse mit ihr hat richtig Spaß gemacht. Für junge Leser (ab 9 Jahren) ist die Geschichte genau richtig, die lustigen Illustrationen ergänzen die Erzählung und lockern den Text gut auf. Meine Tochter (10 Jahre) hat sich schnell in die Geschichte eingefunden und das Abenteuer sehr genossen.

Dieses spannende Kinderbuch empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.02.2021

Verstehen, was Pferde brauchen

Socke und Sophie – Pferdesprache leicht gemacht
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Sophie wünscht sich nichts sehnlicher als ein eigenes Pferd. Überraschend erhält sie ein Pony in Pflege – Socke wurde misshandelt und vertraut keinem Menschen mehr. Sophie erhält Hilfe und lernt die Pferdesprache, ...

Sophie wünscht sich nichts sehnlicher als ein eigenes Pferd. Überraschend erhält sie ein Pony in Pflege – Socke wurde misshandelt und vertraut keinem Menschen mehr. Sophie erhält Hilfe und lernt die Pferdesprache, um ganz langsam ein Vertrauensverhältnis zu Socke aufbauen zu können. Denn das Pony gilt als Problempferd…

Die Geschichte selbst ist schnell erzählt: Pferdebegeistertes Mädchen schafft es, ein Problempferd in ein ganz „normales“ Pferd zu verwandeln. Viel wichtiger ist jedoch, wie die Autorin Juli Zeh es schafft, in diese Geschichte das Erlernen der Pferdesprache einzubauen. Einerseits erzählt Sophie ihren Anteil der Geschichte, den anderen schildert Socke selbst, und so erfährt die junge Leserin aus erster Hand, was Pferde brauchen, was ihnen Angst macht und wie man mit dieser Angst umgehen kann. Das ist leicht verständlich geschrieben und weckt das Interesse daran, Pferde mit anderen Augen zu sehen: um sie zu verstehen und mit ihnen ein Vertrauensverhältnis einzugehen, so dass Mensch und Tier Spaß aus der Begegnung ziehen können.

Dieses Buch empfehle ich allen Kindern und Jugendlichen, die sich mit Pferden beschäftigen. Man kann das Buch immer wieder zur Hand nehmen und darin blättern, um sich neue Ideen anzueignen oder bisheriges Wissen weiter zu festigen. Ich vergebe begeisterte 5 von 5 Sternen!

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