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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2025

Liebevoll gestaltetes Kinderbuch

Der kleine Bubu. Mittagsschlaf ganz schnell und fix? Der Bubu, der kennt alle Tricks!
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Die Bubus sind die Helden des Mittagsschlafs: Sie haben ein weiches Fell mit dunklen Flecken und vor allem ist es ihre Aufgabe, den Menschen in den Mittagsschlaf zu verhelfen. Der große Bubu kümmert sich ...

Die Bubus sind die Helden des Mittagsschlafs: Sie haben ein weiches Fell mit dunklen Flecken und vor allem ist es ihre Aufgabe, den Menschen in den Mittagsschlaf zu verhelfen. Der große Bubu kümmert sich um die Erwachsenen, der kleine Bubu um die Kinder. Dabei hat es der kleine Bubu gar nicht leicht, denn die wenigsten Kinder wollen überhaupt noch Mittagsschlaf machen. Doch der kleine Bubu weiß immer, wie er die Kinder in den Mittagsschlaf bringen kann. Des Abends ist dann der große Bubu dafür zuständig, den kleinen Bubu ins Bett zu bringen.

Diese Bilderbuchgeschichte ist in Reimen geschrieben, da fällt es leichter, vorzulesen und auch den Text irgendwann mitzusprechen. Denn diese Geschichte lädt dazu ein, immer wieder vorgelesen zu werden. Die beiden Bubus sind sehr sympathisch und zeigen den Weg zum Mittagsschlaf, gerade auch für Kinder, wenn sie selbst nicht einsehen wollen, dass sie den noch brauchen. Die Illustrationen ergänzen den Text, so dass man beim Betrachten immer wieder neue Details entdecken kann.

Dieses liebevoll gestaltete Bilderbuch ist bestens geeignet für das Kleinkindalter. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 17.07.2025

Tierische Gemeinschaft auf dem Bauernhof

Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein
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Bauer Obbo bringt das Hochlandrind Shaggy auf den Biohof. Schnell freundet sich Shaggy mit den anderen Tieren auf dem Bauerhof an. Gemeinsam wollen alle verhindern, dass geheimnisvolle Kräuterdiebe auf ...

Bauer Obbo bringt das Hochlandrind Shaggy auf den Biohof. Schnell freundet sich Shaggy mit den anderen Tieren auf dem Bauerhof an. Gemeinsam wollen alle verhindern, dass geheimnisvolle Kräuterdiebe auf den Bauernhof einfallen.

Die humorvolle Geschichte über die Gemeinschaft der Tiere auf diesem Bauernhof beginnt mit Shabbys Auftauchen. Das bisschen Konkurrenz auf dem Hof ist schnell überwunden, denn eigentlich wollen alle dem Bauern beistehen, wenn er den Kräuterdiebstahl auf dem Hof verhindern will. Jedes der Tiere bringt sich hier nach seinen eigenen Talenten ein, so dass eine gute Zusammenarbeit gelingt. Letztendlich wartet die Geschichte mit einem spannenden Twist auf, der mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Nicht nur ist die Geschichte sehr humorvoll erzählt, sie wird auch ergänzt von wunderschönen Illustrationen, die das Buch zu einem spannenden Kinderbuch werden lassen.

Dieses humorvolle und liebevoll aufgemachte Kinderbuch für Kinder ab 5 Jahren ist bestens geeignet zum Vorlesen und Selberlesen für gewiefte Erstleser. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 16.07.2025

Geheimnisvoll, aber eher anstrengend

Die Garnett Girls
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Margos Ehemann hat die Familie kurz nach der Geburt der dritten Tochter verlassen. Über ihn breitete sich seither eine Decke des Schweigens, was das Leben der Töchter sehr beeinflusst hat. Noch im Erwachsenenalter ...

Margos Ehemann hat die Familie kurz nach der Geburt der dritten Tochter verlassen. Über ihn breitete sich seither eine Decke des Schweigens, was das Leben der Töchter sehr beeinflusst hat. Noch im Erwachsenenalter scheint Margo das Zentrum der Familie zu sein. Und doch kommt die Zeit, da sich eine Änderung anbahnt...

Das Verhältnis der drei Töchter untereinander wie auch zur Mutter ist nicht einfach, war es nie gewesen, seit der Vater die Familie verlassen hat. So richtig sympathisch war mir keine der Frauen, jede tut sich schwer mit dem Leben, das sie führt. Schwer lastet das Geheimnis auf den Garnett-Girls. Und doch lässt sich eine Veränderung nicht wirklich aufhalten. Erst zum Ende hin habe ich mich etwas besser in der Geschichte zurechtfinden können.

Erwartet hatte ich eine spannende Familiengeschichte, doch war mir die Erzählung über die Garnett-Girls etwas zu anstrengend. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 16.07.2025

Skurril und auch ein bisschen absurd

Der Duft des Wals
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Ein Urlaub in einem luxuriösen All-Inclusive-Resort in Mexiko soll die angeschlagene Ehe von Judith und Hugo retten. Alles scheint zu passen, doch dann wird ein toter Wal an den Strand gespült. Den Gästen ...

Ein Urlaub in einem luxuriösen All-Inclusive-Resort in Mexiko soll die angeschlagene Ehe von Judith und Hugo retten. Alles scheint zu passen, doch dann wird ein toter Wal an den Strand gespült. Den Gästen stinkt es im wahrsten Sinne des Wortes; selbst als der Wal selbst verschwunden ist, bleibt der Gestank immer noch in der Luft. Keine guten Voraussetzungen für einen entspannten Urlaub...

Diese Geschichte erzählt über den Versuch eines Ehepaares, ihre Ehe zu retten. Ihre Tochter Ava sowie einige weitere Personen spielen auch eine Rolle in der Geschichte. Die einzelnen Handlungsstränge kommen dabei recht skurril daher, die Charaktere sind interessant gezeichnet. Immer wieder driftet die Geschichte ins Absurde ab. So richtig wollte sich mir aber nicht der Sinn der Erzählung erschließen, mit dem Ende habe ich mich eher schwer getan.

Letztendlich hat mich die Geschichte etwas ratlos hinterlassen. Ich kann sie nur bedingt weiter empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.07.2025

Berührend

Beeren pflücken
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Im Juli 1962 verschwindet ein indianisches Mädchen, während die Familie zum Einsatz nach Maine zum Beeren pflücken kam. Ruthie wurde zuletzt von ihrem Bruder Joe gesehen. In Maine wächst ein Mädchen namens ...

Im Juli 1962 verschwindet ein indianisches Mädchen, während die Familie zum Einsatz nach Maine zum Beeren pflücken kam. Ruthie wurde zuletzt von ihrem Bruder Joe gesehen. In Maine wächst ein Mädchen namens Norma als Einzelkind in einer wohlhabenden Familie auf, in einer eher bedrückenden Atmosphäre, denn die Mutter ist mehr als fürsorglich, der Vater emotional distanziert. Norma selbst hat erschreckend realistische Träume, die immer wieder auftauchen.

Während dem Leser schnell klar wird, dass Norma die verschwundene Ruthie ist, braucht das Mädchen selbst sowie seine Familie dafür viel mehr Zeit. Die Familie leidet unter dem ungelösten Rätsel. Normas Suche nach sich selbst ist ergreifend. Die Geschichte wird abwechselnd aus Normas und Joes Sicht erzählt, so dass man als Leser ganz in der Geschichte gefangen ist. Ganz nebenbei erfährt man auch einiges über das Leben der Mi'kmaqs in Nova Scotia und wie mühevoll ihr Alltag war, um finanziell über die Runden kommen.

Dieser stimmungsvolle Roman über den Raub eines Mädchens und die Auswirkungen davon auf das Leben der beteiligten Menschen hat mich sehr berührt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.