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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2020

Skurril

Super reich
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Der zehnjährige Rupert Brown kommt aus einer armen Familie. An Weihnachten landet er überraschend im Haus von Turgid Rivers, dessen Familie vor Reichtum strotzt. Mit der Familie Rivers feiert er Weihnachten, ...

Der zehnjährige Rupert Brown kommt aus einer armen Familie. An Weihnachten landet er überraschend im Haus von Turgid Rivers, dessen Familie vor Reichtum strotzt. Mit der Familie Rivers feiert er Weihnachten, mit einem überragenden Essensangebot und mit Spielen, er gewinnt sämtliche Geschenke des Abends – und verliert sie in einem allerletzten Spiel, so dass er mit leeren Händen nach Hause zurückkehren muss. Die Mitglieder der Familie Rivers haben deswegen ein schlechtes Gewissen und versuchen, jeder für sich, dieses Missgeschick auf ihre Weise wieder gutzumachen. Damit wird Rupert Teil eines überraschenden Abenteuers.

Skurril kommt diese Geschichte daher: Schon zu Beginn der Geschichte staunt man darüber, wie arm die Familie Brown ist (deren genaue Anzahl der Familienmitglieder man nie erfährt). Eine überraschende Anhäufung von seltsamen Situationen führt dazu, dass das bitterarme Kind Rupert einen Weihnachtstag mit der reichsten Familie des Ortes feiert, gleichsam als wäre er ein akzeptiertes Mitglied der Familie. So ganz ernst nimmt sich die Geschichte nicht, immer wieder blitzt der Humor der Autorin durch, so dass sich so mancher Lacher durch die Geschichte zieht. Andererseits ist es grausam zu lesen, wie bitterarm Ruperts Familie ist – und wie selbstverständlich dies auch hingenommen wird. Immer wieder freut sich der ewig hungrige Rupert auf ein Essen, muss aber jedes Mal enttäuscht und hungrig von dannen ziehen. Denn sein dringendstes Anliegen versteht kein Mitglied der Familie Rivers. Dennoch sind die Einfälle der Familie Rivers so ausgefallen und wunderbar ausgedacht, dass es eine Freude ist, Rupert bei seinen Ausflügen in die Welt der exzentrischen Familie River zu begleiten. Hier wird die kindliche Freude am Experimentieren und Erleben so richtig greifbar.

Das Buch enthält eine Explosion an spannenden und skurrilen Ideen, das habe ich sehr gern gelesen. Nachdenklich bin ich geblieben, wenn es um das Hinnehmen der Armut geht. Es ist in meinen Augen kein Buch, das man Kindern einfach so in die Hand drücken könnte, da wären sicherlich einige Gespräch fällig. Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.11.2020

Ein Halbvampir auf gefährlicher Mission

Wie man 13 wird und zum Superhelden mutiert (Wie man 13 wird 4)
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Markus ist ein Halbvampir, aber das darf eigentlich niemand in seiner Schule wissen. Gemeinsam mit seiner Freundin Tallulah kämpft er gegen gefährliche Vampire, denn diese haben es sowohl auf die Menschen ...

Markus ist ein Halbvampir, aber das darf eigentlich niemand in seiner Schule wissen. Gemeinsam mit seiner Freundin Tallulah kämpft er gegen gefährliche Vampire, denn diese haben es sowohl auf die Menschen wie auch auf die Halbvampire abgesehen. Doch dann passiert etwas Furchtbares: Markus verliert sein Gedächtnis. Tallulah ahnt, dass sein plötzliches Vergessen etwas mit dem neuen Horrorladen in der Stadt zu tun haben könnte.

Dies ist bereits der vierte Band der Reihe um den Halbvampir Markus, der mit Tallulah auf Vampirjagd geht. Da Markus sein Gedächtnis verloren hat, wird die Geschichte abwechselnd aus Tallulahs wie auch aus seiner Sicht erzählt. Dieser Perspektivenwechsel ist erfrischend gut gelungen und bringt einiges an Spannung in die Erzählung. Schnell fiebert man mit, ob es auch diesmal gelingt, die gefährlichen Vampire zu überlisten und ihre Pläne zu durchkreuzen. Der Schreibstil ist auf die Zielgruppe gerichtet und gut zu lesen. Die Geschichte lässt sich auch gut als Einstieg in die Reihe lesen, wobei es für den größeren Lesespaß sicher sinnvoller ist, die richtige Reihenfolge einzuhalten.

Diese Erzählung um einen jungen Halbvampir und seine Mission ist spannend und witzig geschrieben, ich empfehle sie gerne weiter Kindern ab 10 Jahren und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.11.2020

Jede Menge Spaß und Abenteuer

Charlie – Ein Schulbus hebt ab
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Als Hausmeister Freddie eines Morgens mit einem knallgelben Schulbus auf dem Gelände des Internats daherkommt, springen Will und seine Freunde kurzerhand mit auf. Doch als der Hausmeister aussteigt, hebt ...

Als Hausmeister Freddie eines Morgens mit einem knallgelben Schulbus auf dem Gelände des Internats daherkommt, springen Will und seine Freunde kurzerhand mit auf. Doch als der Hausmeister aussteigt, hebt der Bus plötzlich ab wie eine Rakete und fängt sogar an zu sprechen! Er braucht dringend Nachschub an Sprechbohnen, und die Kinder sollen ihm diese aus dem Dschungel holen. Ein rasantes Abenteuer beginnt!

Ein Abenteuer ist es, mit vielen fantastischen Elementen, die clever ausgedacht sind: Sprechbohnen, ein (manchmal) sprechender Bus, der selbständig fahren kann, jede Menge Gefahren im Dschungel, und eine Fülle skurriler Figuren, die hier eine Rolle spielen. Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben, aber auch der Spannungsfaktor kommt nicht zu kurz. Der Sprachstil ist an die jungen Leser (ab 8 Jahren) angepasst. Das Cover spricht die Zielgruppe sofort an, und auch mir als Mutter ist das Buch sehr schnell aufgefallen. Die Illustrationen im Buch hätten etwas üppiger ausfallen dürfen, aber auch so bietet das Buch jede Menge Spaß und Abenteuer.

Sehr gerne empfehle ich es deshalb weiter zum Vorlesen oder Selberlesen und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.11.2020

Für Fans kämpferischer Fantasy

Das Lied des Wolfes
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Vaelin al Sorna hat erfolgreich viele Schlachten geschlagen und verdiente sich sehr viele Ehrentitel. Nun hat er beschlossen, in den Nordlanden ein friedvolles Leben zu verbringen. Doch ein Mann fordert ...

Vaelin al Sorna hat erfolgreich viele Schlachten geschlagen und verdiente sich sehr viele Ehrentitel. Nun hat er beschlossen, in den Nordlanden ein friedvolles Leben zu verbringen. Doch ein Mann fordert ihn heraus, der sich für einen Gott hält. Er hält Sherin gefangen, die Frau, die Vaelin vor Jahren geliebt und verloren hat, und Vaelin zieht in den Kampf, um sie zu befreien.

Schon das Coverbild stellt Waffen in den Vordergrund, und so ist es nicht verwunderlich, dass sich ein großer Teil der Geschichte um Kämpfe dreht. Ich kenne bisher kein weiteres Buch des Autors und hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen zu bisherigen Geschichten mit den Protagonisten. Die große Menge an handelnden Personen ist schwierig zu überblicken, dazu gibt es jedoch zum Glück ein Personenregister am Ende des Buches.

Mir waren in diesem Buch eindeutig zu viele Kampfszenen, doch wer das mag, wird mit dieser Geschichte seine helle Freude haben und sich auch auf die Fortsetzung freuen. Ich kann leider nur 3 von 5 Sternen vergeben. Die Reihe werde ich sicher nicht weiter verfolgen.

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Veröffentlicht am 19.11.2020

Ein Warenhaus in der Modestadt Berlin

Das Lichtenstein - Modehaus der Träume
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1913 in Berlin: Das Warenhaus Lichtenstein bietet vor allem Damenkleidung mit besonderem Chic. Während die beiden Brüder Ludwig und Jacob sich oft uneins sind in der Führung des Hauses, treffen in den ...

1913 in Berlin: Das Warenhaus Lichtenstein bietet vor allem Damenkleidung mit besonderem Chic. Während die beiden Brüder Ludwig und Jacob sich oft uneins sind in der Führung des Hauses, treffen in den Arbeitsbereichen des Hauses unterschiedliche Menschen und Schicksale bei den Beschäftigten aufeinander. Das Ladenmädchen Hedi erlebt, wie ihre Talente hier auf einen guten Nährboden fallen, unterstützt von ihrer guten Freundin, der Näherin Thea. Dann geht das Haus in Flammen auf – und damit ist die Existenz der Angestellten wie auch der Inhaber gefährdet.

Die Erzählung über das fiktive Warenhaus Lichtenstein spiegelt einen Teil der Geschichte Berlins wieder, das sich Anfang des 20. Jahrhunderts als Stadt der Mode zeigte. Der Roman erzählt in verschiedenen Handlungssträngen mehrere Schicksale rund um das Warenhaus, von den Inhabern, die nach dem Brand überlegen müssen, wie es weitergehen kann, wie auch von den Angestellten, von denen jeder sein eigenes Leben planen möchte. Jeder dieser Pläne wird später vom Ersten Weltkrieg überrollt werden, auch das zeigt die Geschichte in einer realistischen Darstellung. Etwas schwierig ist der Einstieg mit den vielen handelnden Personen, zum Glück gibt es ein hilfreiches Personenregister zu Beginn des Buches. Auch ein Glossar am Ende des Buches hilft, so manchen Begriff aus der Modebranche besser zu verstehen. Anfangs dachte ich: Schon wieder ein historisches Buch über ein Warenhaus!, ist es doch nicht das erste dieser Art. Doch die geschilderten Schicksale sowie deren Einbettung in die geschichtlichen Ereignisse der Zeit haben mich überzeugen können.

Sehr gerne empfehle ich deshalb das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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