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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2020

Spannender Thriller mit Gänsehautfeeling

Knochengrab (Ein Sayer-Altair-Thriller 2)
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FBI Senior Special Agent Sayer Altair wird zu einem zufällig aufgefundenen Knochengrab gerufen, mit Knochen, die teilweise schon 20 Jahre dort versteckt liegen. Eine Spur führt zu einer Mutter und ihrer ...

FBI Senior Special Agent Sayer Altair wird zu einem zufällig aufgefundenen Knochengrab gerufen, mit Knochen, die teilweise schon 20 Jahre dort versteckt liegen. Eine Spur führt zu einer Mutter und ihrer Tochter, die erst kürzlich verschwanden. Doch wer ist dieser Killer, der immer noch auf der Jagd ist und Sayer sowie ihrem Team immer einen Schritt voraus zu sein scheint?

Dies ist bereits der zweite Fall mit Special Agent Sayer Altair, und wie beim ersten Fall gelingt es der Autorin Ellison Cooper erneut, den Leser schnell mit der Geschichte zu fesseln. Diesmal schafft es Sayer Altair sehr schnell, sich in ihr (bunt zusammengewürfeltes) Team hineinzufinden, die Zusammenarbeit ist sehr effektiv, auch wenn Sayer immer misstrauisch bleibt, kennt sie doch einen Teil der Ermittler erst sehr kurz. Trotz einiger privater Sequenzen bleibt der Fokus des Buches beim Fall, das empfinde ich sehr angenehm gegenüber dem ersten Band. Der Spannungsbogen erstreckt sich vom Anfang bis zum Ende des Buches, angeheizt durch unerwartete Wendungen, die völlig neue Aspekte in die Erzählung bringen. Auch wenn ich irgendwann den Täter bereits ahnte, macht die Autorin es dem Leser nicht zu leicht, denn sehr lange scheint nichts wirklich einen Sinn zu geben. Brutal sind dabei einige der geschilderten Ereignisse, so dass selbst die Ermittler, die schon einiges gewohnt sind, noch an ihre Grenzen geraten. Gänsehaut für den Leser garantiert!

Mich konnte dieser Thriller sehr schnell in seinen Bann ziehen, so dass ich das Buch sehr gerne weiter empfehle und bereits neugierig bin auf die Fortsetzung. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 26.03.2020

Die Suche nach den Wurzeln

Geteilt durch zwei
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Kurz vor ihrem 40. Geburtstag entdeckt Nadja, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Sie wusste schon immer, dass sie adoptiert wurde, doch seltsamerweise wollte ihre Adoptivmutter ihr nie etwas über die ...

Kurz vor ihrem 40. Geburtstag entdeckt Nadja, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Sie wusste schon immer, dass sie adoptiert wurde, doch seltsamerweise wollte ihre Adoptivmutter ihr nie etwas über die näheren Umstände erzählen. Nadja nimmt Kontakt auf zu Pia. Wie wird es sein, eine Zwillingsschwester nach Jahrzehnten wieder kennen zu lernen?

Sehr differenziert erzählt die Autorin Barbara Kunrath über eine Adoption, die mit vielen Geheimnissen behaftet war. Die Frage allerdings, wer man ist, wer die leiblichen Eltern sind, das sind Fragen, die jeden Menschen umtreiben. Nadjas Wunsch, die Schwester kennen zu lernen, wird nachvollziehbar dargestellt, aber auch die Motive der Adoptivmutter, zu verschweigen, was sie vom damaligen Adoptionsvorgang weiß. Nadja fühlte schon immer, dass da noch was war, eine „Lücke, die ich immer gefühlt und nie begriffen hatte“. Dennoch bleibt Nadja im gesamten Roman eher die Sachliche, Kühle, Rationale, mit Emotionen tut sie sich schwer. Dies ist der Part der Leserin, den für sich zu ergänzen.

Dieses Buch beschreibt überzeugend die Suche einer adoptierten Frau nach ihren Wurzeln, um sich endlich in ihrem Leben zurechtzufinden. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.03.2020

Seicht und vorhersehbar

Die englische Gärtnerin - Blaue Astern (Die Gärtnerin von Kew Gardens 1)
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London, 1920. Mit großen Hoffnungen hat Charlotte Windley ihr Botanik-Studium abgeschlossen und hofft auf eine Anstellung bei den Kew Gardens. Dort hat sie die Chance, an einer Expedition in Asien teilzunehmen. ...

London, 1920. Mit großen Hoffnungen hat Charlotte Windley ihr Botanik-Studium abgeschlossen und hofft auf eine Anstellung bei den Kew Gardens. Dort hat sie die Chance, an einer Expedition in Asien teilzunehmen. Doch ein schrecklicher Unfall in ihrer Familie lässt sie die Teilnahme absagen und auf das Werben des betuchten Victor Bromberg eingehen...

Dieser Liebesroman wirbt mit dem Flair der berühmten Kew Gardens und dem historischen Hintergrund der 1920er Jahre. Frauen wurden wieder aus den Berufen gedrängt, die sie während des Ersten Weltkriegs übernommen hatten, und so gab es auch an den Kew Gardens Frauen nur als Illustratorinnen, nicht aber als Botanikerinnen. Charlotte hat dennoch jede Menge Träume und steht begeistert hinter ihrem Beruf, ein Leben ohne ihn kann sie sich nicht vorstellen. Doch das Leben meint es anders, und so kann sie ihren größten Traum, die Expedition, nicht verwirklichen.

Allerdings gerät der historische Hintergrund für mich viel zu blass, hier hätte ich mir mehr erwartet, und auch die Kew Gardens verlieren zunehmend an Bedeutung im Verlauf der Geschichte. Charlotte ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu ihrem Kollegen Dennis und dem Wissen, dass sie und ihre Familie gut abgesichert ist durch den Papierfabrikanten Victor, der die junge Frau heiß und innig liebt. Dabei trifft es ihre Familie übermäßig hart, und danach versinkt jeder in seinem eigenen Mitleid, fühlt sich von einem ungerechten Schicksal im Stich gelassen. So erscheint mir die Protagonistin nicht wirklich als mutig, sondern eher als dickköpfig, die Familienmitglieder überheblich und arrogant in ihrem jeweiligen Leid, unfähig, sich mit den Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Ich muss zugeben, so richtig mitfiebern konnte ich nicht mit dieser Geschichte.

Inzwischen habe ich bereits die Fortsetzung dieses Buches geschenkt bekommen, weiß aber noch nicht so recht, ob ich sie überhaupt lesen mag. Für diesen Band kann ich mit viel Mühe 3 von 5 Sternen vergeben.

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Veröffentlicht am 23.03.2020

Farblos und ohne jede Spannung

Wisting und der fensterlose Raum
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William Wisting soll einen äußerst heiklen Fall bearbeiten: Bei einem an einem Herzinfarkt verstorbenen Spitzenpolitiker wurden Umzugskisten mit einer großen Menge Geld gefunden, im Gesamtwert von 80 Millionen ...

William Wisting soll einen äußerst heiklen Fall bearbeiten: Bei einem an einem Herzinfarkt verstorbenen Spitzenpolitiker wurden Umzugskisten mit einer großen Menge Geld gefunden, im Gesamtwert von 80 Millionen Kronen. Die Kisten standen in einem fensterlosen Raum. Wisting darf sich Hilfe dazu holen, und das tut er mit seiner Tochter Line als Journalistin sowie drei Kollegen vom Fach. Wie kam dieses Geld in den Besitz des Politikers? Stammt es etwa aus einem Raubüberfall? Wie hängt es damit zusammen, dass der Sohn des Politikers ziemlich zum selben Zeitpunkt einen Unfall hatte?

Der Ausgangspunkt für diesen Krimi hört sich sehr vielversprechend an, und nachdem ich bereits einen spannenden Krimi mit William Wisting gelesen habe, habe ich mir mit Freuden dieses Buch geschnappt. Doch diesmal habe ich mich sehr schwer getan mit der Geschichte. Immer wieder schleppte ich mich eher lustlos von Seite zu Seite. Ja, die meisten der Ermittler kannte ich schon aus dem Vorgängerband. Ja, die Geschichte bietet interessante Aspekte, wenn man die Zusammenhänge erfasst und miteinander in Verbindung setzt. Und ja, es gibt auch einige gefährliche Momente in diesem Buch zu bestehen. Doch ich blieb eher an den einzelnen Wörtern hängen und hatte überhaupt keine Lust zu raten, wie die verschiedenen Gegebenheiten zusammenhingen. Die Ermittler blieben für mich seltsam farblos, auch wenn ich mich immer wieder wunderte, wie sehr Wisting doch die Gefahr erahnen musste und seine Tochter, Mutter eines Kleinkindes, in diese Gefahr hineinrennen ließ. Die Spannung ließ auf sich warten wie eine verzogene Diva.

Nachdem ich vom ersten Auftakt dieser Reihe sehr begeistert war, bin ich verhalten gespannt auf den dritten Band mit Wisting – eine Chance mag ich dieser Reihe noch geben. Das vorliegende Buch allerdings mag ich überhaupt nicht weiter empfehlen und kann ihm mit viel Mühe 3 von 5 Sternen geben.

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Veröffentlicht am 19.03.2020

Informativ und unterhaltsam

Land unter bei Samuel
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Samuels Familie ist innerhalb von Berlin umgezogen, weil sein Vater Klimaforscher ist und deswegen versetzt wurde. Er forscht daran, wie man die Welt retten kann. Ob man wohl die Insel Kiribati vor dem ...

Samuels Familie ist innerhalb von Berlin umgezogen, weil sein Vater Klimaforscher ist und deswegen versetzt wurde. Er forscht daran, wie man die Welt retten kann. Ob man wohl die Insel Kiribati vor dem Untergehen retten kann? Samuel und seine Schwester Kiara gehen zum neuen Schuljahr in eine neue Schule. Er vermisst seine alten Freunde und versucht, in der neuen Klasse Fuß zu fassen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn einer seiner Klassenkameraden ist ganz biestig zu ihm. Und auch seine Schwester wird zur fiesen Schwester hoch drei. Doch Samuel ist vor allem Erfinder, und Klimaschutz geht jeden was an. Ob er wohl was erfinden kann, das hilft, die Welt zu retten?

Der Viertklässler Samuel kennt sich sehr gut aus, was Klimaretten betrifft, und weiß auch sehr genau, dass Kiribati eine Inselgruppe im Pazifik ist, die vom steigenden Meeresspiegel bald verschluckt wird. Aber auch sonst ist er ein sehr umgänglicher Junge mit vielen guten Ideen. Das macht ihn zu einer sympathischen Identifikationsfigur für dieses Buch, das schon Grundschulkindern klar macht, wie wichtig Klimaschutz ist. Und dass jeder Einzelne seinen Teil dazu beitragen kann. Hier zeigt das Buch ganz klar, dass es eine Mission hat, die es in kindgerechter Form sehr gut aufarbeitet. In eine spannende Story gebettet und einem angenehmen Schriftbild sowie passenden Illustrationen bringt das Buch überzeugend seine Botschaft an den jungen Leser.

Dieses unterhaltsame und informative Buch ist genau richtig für Grundschulkinder. Ich empfehle es unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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