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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2019

Brot backen leicht gemacht

Brot backen mit Christina
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Brotbacken ist mit einem besonderen Duft verbunden – wer liebt ihn nicht, wenn er durch das Haus zieht und verkündet: Es gibt frisches Brot! Wer sein Brot selbst backt, kann bestimmen, welche Zutaten hineinkommen ...

Brotbacken ist mit einem besonderen Duft verbunden – wer liebt ihn nicht, wenn er durch das Haus zieht und verkündet: Es gibt frisches Brot! Wer sein Brot selbst backt, kann bestimmen, welche Zutaten hineinkommen sollen.

Die Autorin Christina Bauer hat 50 Rezepte für jeden Alltag und jeden Geschmack zusammengestellt. So werden neben den Grundlagen des Brotbackens auch verschiedene Arten von Rezepten vorgestellt und geben eine gute Anleitung dazu, selbst tätig zu werden. Da ich mich seit einigen Jahren immer wieder am Brotbacken versuche, mit wechselnden Erfolgen, war ich schnell mit eigenen Versuchen zugange. Selbst wenn ich bei manchen der Rezepte zunächst skeptisch war (superweicher Teig, ob das was werden kann?), konnte ich jedesmal ein vorzeigbares Exemplar präsentieren. Und sogar beim Vollkornbrot, das meine Kinder nicht so gern mögen, durfte ich hören: „Mama, das schmeckt ja!!!“ Die Bilder zu den Rezepten sind sehr ansprechend fotografiert, überhaupt macht dieses Buch Lust, die Rezepte von vorne bis hinten und wieder zurück und ganz durcheinander auszuprobieren. Ich bin mir sicher, es wird gelingen!

Sehr gerne empfehle ich dieses Buch allen weiter, die sich daran versuchen möchten, mit oder ohne Vorkenntnisse, jeder wird bei diesen Rezepten etwas für sich finden. Eindeutige 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 15.07.2019

Konnte mich nicht überzeugen

Das wilde Leben der Cheri Matzner
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Der Arzt Solomon Matzner und seine Frau Cici freuen sich auf ihr Kind. Doch als sie eine Fehlgeburt erleidet, droht sie in Trauer zu versinken. Solomon arrangiert in Windeseile eine Adoption, ein kleines ...

Der Arzt Solomon Matzner und seine Frau Cici freuen sich auf ihr Kind. Doch als sie eine Fehlgeburt erleidet, droht sie in Trauer zu versinken. Solomon arrangiert in Windeseile eine Adoption, ein kleines Mädchen, dem sie den Namen Cheri geben. Cici verliebt sich sofort in ihre Tochter. Das Leben wird noch einige Geheimnisse und unerwartete Wendungen für die kleine Familie mit sich bringen.

Das erhoffte Glück stellt sich leider nicht ein, denn Cheri wird die Erwartungen der Eltern nicht ganz erfüllen. Ich habe mich in diesem Buch schwer getan mit den handelnden Personen, denn keine erscheint mir so richtig sympathisch, trotz des tragischen Schicksals, das sie alle begleitet. Erst auf den letzten 100 Seiten hat sich das gelegt, und erst dann konnte ich mit den Protagonisten mitfühlen. Die Handlungsfäden laufen in mehreren Zeitebenen, was manchmal etwas irritierend war. Viele Themen werden in diesem Buch angesprochen: Adoption und die Suche des Kindes nach der eigenen Identität, Trauer über den Verlust eines Kindes, gegenseitiges Verzeihen, Neubeginn. Meines Erachtens hat die Autorin Tracy Barone zu viel in die Geschichte hinein verfrachtet.

Der Roman stellt den Wert der Familie in den Mittelpunkt, mit all den Verfehlungen, die in diesem Buch geschehen, und lässt die Erkenntnis reifen, wie wichtig es ist, sich gegenseitig verzeihen zu können. Zum Schluss erst entsteht daraus eine Geschichte, die in sich gereift wirkt, doch sie gibt sich manchmal etwas sperrig, so wie auch Cheri Matzner immer wieder geschildert wird. Allerdings finde ich den Titel der deutschen Ausgabe nicht wirklich gelungen, hier wäre eine eher wörtliche Übersetzung des amerikanischen Titels viel besser gewesen.

Mich hat die Lektüre etwas zwiespältig hinterlassen, so ganz überzeugen konnte mich das Buch nicht, auch wenn meine Erwartungen zum Ende hin doch noch annähernd erfüllt wurden. Zwischen dem spannenden Einstieg und dem erklärenden Ende allerdings war mir manches etwas zu langatmig geraten, trotz der vielen unerwarteten Wendungen, die die Geschichte nimmt. Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 13.07.2019

Völlig anders als erwartet

Die Lotosblüte
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Die 15 Jahre alte Shim Chong wird von ihrer Stiefmutter verkauft und landet zunächst in einem chinesischen Haushalt als Konkubine des alten Familienoberhauptes. Doch das ist noch lange nicht das Ende ihrer ...

Die 15 Jahre alte Shim Chong wird von ihrer Stiefmutter verkauft und landet zunächst in einem chinesischen Haushalt als Konkubine des alten Familienoberhauptes. Doch das ist noch lange nicht das Ende ihrer Lebensreise, sie wird erneut verkauft und landet im Bordell. Doch Shim Chong lernt ihren eigenen Weg zu gehen…

Die Geschichte einer jungen Frau, die im zartesten Alter auf sich selbst gestellt ist und sich unter widrigsten Umständen ihren Weg durchs Leben finden muss – das hört sich sehr spannend an. Sehr angesprochen hat mich auch, dass diese Geschichte im Kontext des 19. Jahrhundert in Asien stattfindet und dabei in mehreren Ländern weilen wird. Leider konnte ich mich mit der Hauptperson sehr schlecht zurechtfinden, sie ist mir zu blass und emotionslos geblieben, ihre Handlungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Zudem erzählt der Autor immer wieder sehr ausführlich, während er wichtige historische Ereignisse eher kurz zusammenfasst. In diesem Dickicht der Geschehnisse habe ich mich etwas verheddert und immer wieder überlegt, das Buch abzubrechen. Unerwartet waren für mich die sehr ausführlichen erotischen Szenen, die mich durch das dahinterliegende Frauenbild eher abgeschreckt haben. Nachvollziehbar bleibt Shim Chongs Schicksal überhaupt nicht, die Geschichte driftet eher ins Unglaubliche ab.

Erwartet hatte ich einen historischen Roman, der mich in eine völlig fremde Umgebung führt und mir einen Einblick in das Leben von Frauen im Asien des 19. Jahrhunderts gibt. Das ist mir mit dieser Geschichte nur teilweise gelungen. Leider kann ich dem Buch nur zwei von fünf Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 12.07.2019

Über die Liebe

Das Leuchten jenes Sommers
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Die junge Fotografin Chloe erhält den Auftrag, die Autorin Madeleine Hamilton zu fotografieren. Chloe, die sich in ihrer Ehe zunehmend eingeengt fühlt, kann schnell einen guten Draht zu der Autorin finden, ...

Die junge Fotografin Chloe erhält den Auftrag, die Autorin Madeleine Hamilton zu fotografieren. Chloe, die sich in ihrer Ehe zunehmend eingeengt fühlt, kann schnell einen guten Draht zu der Autorin finden, die sehr zurückgezogen auf ihrem Anwesen Summerhill lebt und die Öffentlichkeit eher scheut. Durch die Annäherung der beiden Frauen wird die Vergangenheit nochmal heraufbeschworen…

Mit dieser Erzählung verbindet die Autorin Nikola Scott die Geschichte zweier Frauen, die vielerlei Parallelen in ihrer Vergangenheit entdecken. Zudem hilft das Eintauchen in die Vergangenheit den beiden, sich neu in ihrer Gegenwart zurechtzufinden. Erst nach und nach arbeitet die Autorin diese Veränderungen heraus, wobei die Spannung darüber gut gehalten wird, auch wenn der Leser irgendwann ahnt, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Dabei streift und thematisiert die Autorin die verschiedenen Arten der Liebe: zwischen Partnern, zwischen Geschwistern, zu den Kindern. Sehr einfühlsam werden die handelnden Personen geschildert, die Geschehnisse sind gut nachvollziehbar. Nebenbei kann man sich fast schon auf das Gut Summerhill hinträumen (selbst wenn es dies überhaupt nicht gibt, wie die Autorin zum Schluss einräumt).

Für diese Geschichte, die sich auch nicht scheut, Probleme anzusprechen, vergebe ich sehr überzeugte 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch gerne weiter.

Veröffentlicht am 11.07.2019

Routiniert geschrieben

Erbsünde
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Als die übel zugerichtete Leiche eines jungen Mannes entdeckt wird, erkennt Detective Peter Decker recht schnell, dass der Vater des Opfers seit 20 Jahren wegen Raubmord im Knast sitzt. Sein Bauchgefühl ...

Als die übel zugerichtete Leiche eines jungen Mannes entdeckt wird, erkennt Detective Peter Decker recht schnell, dass der Vater des Opfers seit 20 Jahren wegen Raubmord im Knast sitzt. Sein Bauchgefühl lässt nicht locker, er sucht nach Verbindungen zwischen dem Verbrechen von damals und dem Tod des jungen Mannes. Kurz danach verschwindet ein junger Mann, ein Arbeitskollege des Toten. Was steckt nur dahinter?

Mit diesem Band legt die Autorin Faye Kellermann bereits den 25. Band der Reihe um Detective Peter Decker vor. Für mich allerdings war es das erste Buch der Autorin. Zwar merkte ich bald, dass es Teil einer Reihe ist, denn die Teamkollegen um Peter Decker waren sich doch recht vertraut, dennoch gelingt der Einstieg in das Buch jederzeit, denn der Fall ist in sich abgeschlossen. Routiniert werden die Abläufe geschildert, für meinen Geschmack war das vielleicht sogar etwas zu routiniert. Gut verständlich wird der Fall aufgerollt, die Ermittlungen sind gut nachvollziehbar dargestellt. Etwas unglaubwürdig wurde für mich die Geschichte nach dem großen Showdown, aber das muss nun jeder für sich selbst entscheiden.

Insgesamt ist das Buch ganz spannend geschrieben, hat allerdings nicht wirklich großen Eindruck bei mir hinterlassen. Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen dafür.