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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2024

Guter Ansatz, und doch...

Alles gut
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Als Jess ihren neuen Job bei Goldman Sachs in New York antritt, trifft sie dort Josh wieder, den sie schon an der Uni nicht leiden konnte wegen seiner reaktionären Ansichten. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten ...

Als Jess ihren neuen Job bei Goldman Sachs in New York antritt, trifft sie dort Josh wieder, den sie schon an der Uni nicht leiden konnte wegen seiner reaktionären Ansichten. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten ist es gerade er, der ihr diesmal hilft; und als einzige Frau und einzige Schwarze im Büro kann sie jede Hilfe gut gebrauchen. Und so wächst ein zartes Pflänzchen zwischen ihnen heran…

Diese Liebesgeschichte ist aufgebaut auf dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“. Jess und Josh raufen sich zusammen und verlieben sich dabei ineinander. Ach, ich hab die beiden gar nicht richtig ernst nehmen können, denn schon die Ausgangssituation wollte mir überhaupt nicht glaubhaft erscheinen: Jess erhält bei Goldman Sachs eine Stelle, als einzige Frau und zudem noch als Schwarze. Dann wird sie im Haifischbecken allein gelassen, schlägt sich mehr schlecht als recht, dafür aber sehr tapfer. Und Josh, der bisher keinen guten Faden an ihr lassen konnte, verändert sich so, dass er sie plötzlich schätzen lernt. Aber eigentlich konnte er sie von Anfang an gut leiden, nur war das ziemlich verdeckt. Die inneliegende Gesellschaftskritik des Buches verpufft leider bei diesem Plot, obwohl ich hier sehr fundierte Ansätze finde, die auch gut durchdacht sind. Jess selbst ist für mich nicht richtig greifbar und kommt oft eher unsympathisch rüber. Ich habe mich ziemlich durch das Buch gequält und war mehrmals kurz davor, die Lektüre abzubrechen.

Leider kann ich dieses Buch nicht weiter empfehlen, trotz der nachdenklichen Ansätze, die die Geschichte aufweist. Ich kann leider nur 2 von 5 Sternen vergeben.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Gewinn für jedes Kinderzimmer

Lesen NERVT! – Bücher? Nein, danke! (Lesen nervt! 1)
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Karoline Weberknecht wohnt in der Bibliothek und will ihre Ruhe haben. Deshalb will sie alle potentiellen Leserinnen und Leser vom Lesen abhalten, denn Lesen ist doof, Geschichten sind langweilig, kurz ...

Karoline Weberknecht wohnt in der Bibliothek und will ihre Ruhe haben. Deshalb will sie alle potentiellen Leserinnen und Leser vom Lesen abhalten, denn Lesen ist doof, Geschichten sind langweilig, kurz und gut: Lesen nervt!

Auf äußerst witzige Weise werden kleine Leserinnen und Leser ab ca. 7 Jahren ans Lesen hingeführt: Indem sie nämlich von Karoline Weberknecht überzeugt werden sollen, dass Lesen überhaupt nichts für sie ist. Doch ihre Beispiele führen genau zum Gegenteil. Welch ein genialer Trick! Die lustigen Illustrationen unterstreichen den humorvollen Anteil der Geschichte und helfen mit, Lesemuffel zum Lesen zu animieren. So lädt das Buch ein zum Vorlesen und Selberlesen. Auch als Erwachsene(r) hat man hier seinen Spaß beim Vorlesen, und die Bilder sind eindeutig gut geeignet zum Immer-wieder-betrachten und die Geschichten Revue passieren zu lassen.

Dieses Kinderbuch ist eindeutig ein Gewinn für jedes Kinderzimmer. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Spannung mit viel Portugalflair

Südlich von Porto wartet die Schuld
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Bei einer Exkursion in ein nahegelegenes Naturschutzgebiet haben Studierende eine männliche Leiche aufgefunden. Ria Almeida und ihr Schwager sichern den Tatort und müssen gleichzeitig die Umweltschützer ...

Bei einer Exkursion in ein nahegelegenes Naturschutzgebiet haben Studierende eine männliche Leiche aufgefunden. Ria Almeida und ihr Schwager sichern den Tatort und müssen gleichzeitig die Umweltschützer in Schach halten. Ria bittet deshalb schweren Herzens Comissário Baptista um Unterstützung, der zunächst nicht kommen will, weil er auf den Richter wartet. Doch der liegt tot im Naturschutzgebiet…

Das Buch ist der zweite Band um Ria Almeida, man kann das Buch aber gut ohne weitere Vorkenntnisse lesen. Ria ist von Stuttgart nach Torreira gezogen und arbeitet dort aushilfsweise in der Verwaltung der Polizei. Eigentlich ist sie dort überqualifiziert, nachdem sie ihren Job bei der Stuttgarter Polizei wegen persönlicher Probleme an den Nagel gehängt hat. So ist es keine Frage, dass sie sich gerne in die Ermittlungen zum Tod des Richters einlässt und entscheidend vorantreiben kann. Mit dem Kollegen Baptista arbeitet sie nun zum zweiten Mal zusammen, widerstrebend zunächst, doch bald lernen die beiden ihre Zusammenarbeit schätzen. Die Ermittlungen sind breit angelegt, man fiebert als Leser unbedingt mit. Doch auch das Privatleben von Ria und den Menschen um sie herum kommt nicht zu kurz. Nebenbei weckt das Buch die Sehnsucht nach Portugal, am liebsten würde ich nach dieser Lektüre sofort losfahren und mir die dortigen Gegebenheiten persönlch angucken.

Dieser Regionalkrimi hat genau die richtige Mischung an Spannung und Portugalflair, so dass ich unbedingt auch den ersten Band dieser Reihe noch lesen werde. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.06.2024

Familiengeschichte zwischen Deutschland und Sizilien

Nostalgia Siciliana
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Nach dem Tod ihres Onkels erbt Tita einen Anteil des Hauses der Familie, in dem ihr Vater aufgewachsen ist. Der Termin beim Notar führt sie in die Vergangenheit zurück, als ihr Vater als junger Mann von ...

Nach dem Tod ihres Onkels erbt Tita einen Anteil des Hauses der Familie, in dem ihr Vater aufgewachsen ist. Der Termin beim Notar führt sie in die Vergangenheit zurück, als ihr Vater als junger Mann von Sizilien aus aufbrach, um in Deutschland sein Glück zu finden.

Patrizia Di Stefano erzählt in diesem Buch die Geschichte ihres Vaters. In mehreren Zeitebenen rollt sich so eine Erzählung auf, die vom Leben als Gastarbeiter erzählt, von Heimweh und der Liebe zur sizilianischen Heimat. So entsteht ein interessantes Bild vom Leben als Gastarbeiter in Deutschland und der Zerrissenheit der alten Heimat gegenüber. Etwas schade fand ich, dass die vielen italienischen Sätze nur selten übersetzt wurden, während sie doch nicht unerheblich für die Lektüre waren.

Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.06.2024

Das Leben einer starken Frau

Kantika
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Rebecca Cohen ist die Tochter eines sephardischen Juden in Istanbul, ihre Familie gehört der Oberschicht an. Doch als die Stimmung gegenüber den Juden umschlägt, wandert die Familie aus nach Barcelona. ...

Rebecca Cohen ist die Tochter eines sephardischen Juden in Istanbul, ihre Familie gehört der Oberschicht an. Doch als die Stimmung gegenüber den Juden umschlägt, wandert die Familie aus nach Barcelona. Rebeccas Traum bleibt das Leben in Amerika. In Barcelona baut sie sich ein Unternehmen auf und gründet eine Familie. Immer trägt sie die Erinnerungen und die Lieder in sich, die sie schon in der Kindheit begleitet haben.

Das Buch erzählt eindringlich über das Schicksal einer jüdischen Familie im Exil und die Stärke einer Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Elizabeth Graver erzählt das Leben ihrer Großmutter Rebecca Cohen, und genau das macht die Geschichte äußerst interessant und spannend. Rebecca ist eine starke Frau, die sich nie unterkriegen lässt, auch wenn ihre Situation noch so aussichtslos ist.

Das Buch ist eine poetische Geschichte über eine starke Frau jüdischer Herkunft, die sehr authentisch wirkt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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