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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2023

Fesselnd von der ersten Seite an

Schatten der Welt
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Thorn in Westpreußen, 1910. Carl, Artur und Isi sind Freunde geworden, so unterschiedlich sie auch sind: Carl ist sehr schüchtern und zart von Statur, Arthur groß und kräftig und von draufgängerischer ...

Thorn in Westpreußen, 1910. Carl, Artur und Isi sind Freunde geworden, so unterschiedlich sie auch sind: Carl ist sehr schüchtern und zart von Statur, Arthur groß und kräftig und von draufgängerischer Natur, und Isi ist frech, ja manchmal sogar rebellisch. Als der Komet Halley die Erde streifen soll, verkaufen die drei Jugendlichen Pillen gegen den Weltuntergang. Während Carl eine Ausbildung zum Fotografen beginnt, werden Artur und Isi ein Paar. Doch der Krieg reißt die Freunde schon 1914 auseinander, Artur und Carl werden eingezogen.

Drei Jugendliche suchen in den Wirren zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Weg. Sie sind alle drei unterschiedlich und ergänzen sich doch auf eine wunderbare Art: Gemeinsam hecken sie einen Plan aus, um Geld zu verdienen, das sie später in einen gemeinsamen Lebenstraum stecken. Der Krieg jedoch zerstört all ihre Pläne. Das Buch ist der erste Teil einer Reihe über die drei Freunde, und schon auf den ersten Seiten habe ich die lebhaften Jugendlichen als äußerst sympathisch empfunden, sehr gerne habe ich mich in ihre Lebensgeschichte vertieft. Es ist kein Wunder, dass die drei immer wieder auf Schwierigkeiten stoßen, etwas, das vor allem Isi anzuziehen scheint. So gerät das Buch zu einer äußerst spannenden Geschichte, und ich möchte sofort mit der Fortsetzung weiterlesen. Die Erlebnisse der drei Freunde werden bestens in den historischen Rahmen eingebettet, die Geschichte liest sich äußerst authentisch. Eine Karte von Thorn ergänzt die Erzählung, so dass man sich die Geschehnisse beim Lesen noch besser vorstellen kann.

Mich hat dieser Roman von den ersten Seiten an fesseln können, so dass ich das Buch sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2023

Gefahr in überlebensfeindlicher Umwelt

The Dark
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Die Ärztin Kate North hat sich entschlossen, auf der UN-Forschungsstation in der Antarktis einzuspringen. Der dortige Stationsarzt kam bei einem tragischen Unfall ums Leben. Kate selbst hat gerade eine ...

Die Ärztin Kate North hat sich entschlossen, auf der UN-Forschungsstation in der Antarktis einzuspringen. Der dortige Stationsarzt kam bei einem tragischen Unfall ums Leben. Kate selbst hat gerade eine schwierige Zeit hinter sich. Kaum ist sie in der Antarktis angekommen, bricht der Winter ein und bringt monatelange Dunkelheit, die Station ist von außen nicht mehr erreichbar. Kate beginnt zu ahnen, dass der Tod ihres Vorgängers kein Unfall war und beginnt Fragen zu stellen. Denn ihr wird klar: Der Mörder ist noch immer in der Station.

Diese Geschichte erzählt von der Gefahr schon von der ersten Seite an. In einer überlebensfeindlichen Umwelt gab es ein Verbrechen, der Mörder ist noch unter den Anwesenden. Niemand ist sicher, Kate weiß nicht, wem sie überhaupt vertrauen kann. Die Situation eskaliert immer mehr, ein Ausweg scheint nicht möglich zu sein. Ganz realistisch erscheint die Geschichte nicht: Könnte eine Ärztin mit Kates extremen Problemen überhaupt einen solchen Einsatz antreten? Erst wenn man diese Frage beiseite schiebt und sich dennoch auf die Geschichte einlässt, kann man sich in die Atemlosigkeit der Erzählung begeben und gespannt die Suche nach einem raffinierten Täter verfolgen.

Mir hat diese Geschichte einige spannende Lesestunden beschert, so dass ich das Buch sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.01.2023

Vom Suchen und Finden

Der Klang von Licht
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Zwei Frauen beschließen in einer Nacht ohne Kenntnis von der anderen, sich umzubringen. Beide Frauen können jedoch gerettet werden. Denn sie stehen noch nicht am Ende ihres Lebens.

In einer sehr bildhaften ...

Zwei Frauen beschließen in einer Nacht ohne Kenntnis von der anderen, sich umzubringen. Beide Frauen können jedoch gerettet werden. Denn sie stehen noch nicht am Ende ihres Lebens.

In einer sehr bildhaften Sprache erzählt die Geschichte von mehreren Menschen bei ihrer Suche nach sich selbst, vom Verschwinden und Sich-Finden. Wunderschön ist das Cover des Buches, und mir gefällt vor allem, dass dieses Bild in der Geschichte tatsächlich auftaucht. Der Leser lernt die verschiedenen Personen des Buches in ihrer Entwicklung kennen, es gibt einige überraschende Geschehnisse, die den Kreis am Ende des Buches auf eine sanfte Weise schließen. Man spürt den Hauch einer heilenden Wirkung...

Dieses Buch erzählt auf eine sehr berührende Art von Menschen und ihren Geschichten. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 28.01.2023

Eine Frage der Schuld

Als die Welt zerbrach
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1946 flieht Gretel mit ihrer Mutter nach Paris, beide versuchen der Vergangenheit zu entkommen. Ein neuer Name, eine erfundene Lebensgeschichte sollen ihnen dabei helfen. Fast 80 Jahre später lebt Gretel ...

1946 flieht Gretel mit ihrer Mutter nach Paris, beide versuchen der Vergangenheit zu entkommen. Ein neuer Name, eine erfundene Lebensgeschichte sollen ihnen dabei helfen. Fast 80 Jahre später lebt Gretel in einer ruhigen Gegend in London. In der Wohnung unter ihr zieht eine neue Familie ein. Gretel wollte eigentlich nur eine gute Beziehung zu der Familie herstellen, doch dann kriegt sie einiges mit, das Erinnerungen in ihr weckt. Und sie merkt erneut, wie das Thema Schuld sie zeit ihres Lebens verfolgt.

Nach und nach erfährt der Leser Gretels Geschichte, die in mehreren Zeitebenen erzählt wird. Wie lebt es sich mit einer Schuld, die so groß ist, dass sie vom Vater auf die Tochter weitergereicht wird? Es ist ergreifend, wie Gretel damit umgeht, ich konnte ihre Handlungsweise immer nachvollziehen. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht erzählt, ich habe mit Gretel mitgefiebert, wie es ihr gelingt, ein neues Leben im Schatten dieser Schuld aufzubauen.

Dieses ergreifende Buch zum Thema Schuld empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 27.01.2023

Beeindruckende Lebensgeschichte

Für euch
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Iris wächst in Köln auf, ihre Kindheit und Jugend fallen in die 80er und 90er Jahre. Das Leben in der Kleinfamilie ist von Geldknappheit geprägt, aber auch von der Liebe der Mutter, die immer für andere ...

Iris wächst in Köln auf, ihre Kindheit und Jugend fallen in die 80er und 90er Jahre. Das Leben in der Kleinfamilie ist von Geldknappheit geprägt, aber auch von der Liebe der Mutter, die immer für andere da ist. Iris‘ Mutter hat dabei die verschiedensten Arbeiten übernommen. Als es mit ihrer Mutter zu Ende geht, macht Iris sich Gedanken darüber, wie ihre Mutter ihr Leben verbracht hat, immer in Aufopferung für ihre Familie und vor allem für ihre Tochter.

Es ist kein einfaches Leben, das Iris von ihrer Mutter beschreibt. Denn Mimi hat die verschiedensten Arbeiten übernommen, von der Klofrau bis hin zur Prostitution. Die Geschichte enthält viele autobiografische Momente, so dass die Erzählung sehr berührend wird. Nach und nach ergibt sich ein sehr eindrückliches Bild der Mutter, die scheinbar nie die gute Laune verlor und immer wieder auch aus den schwierigsten Situationen einen Ausweg fand: eine Frau, die stets für andere stark war.

Diese beeindruckende Lebensgeschichte empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.