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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2022

Die (allseits bekannte) Liebesgeschichte am kaiserlichen Hof

Die Kaiserin
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Elisabeths Schwester Helene soll den österreichischen Kaiser Franz heiraten, und Elisabeth fährt mit, um ihre Schwester zu unterstützen. Doch dann lernen sich Elisabeth und Franz kennen, und sie fühlen ...

Elisabeths Schwester Helene soll den österreichischen Kaiser Franz heiraten, und Elisabeth fährt mit, um ihre Schwester zu unterstützen. Doch dann lernen sich Elisabeth und Franz kennen, und sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen. So bahnt sich an, was gar nicht vorhergesehen war…

Die Geschichte der Kaiserin Sisi ist sehr eindrücklich und schon des öfteren in Büchern oder Filmen festgehalten. Dieses Buch beschreibt ihre Geschichte aus der Sicht der jungen Frau, zeigt die plötzliche Verliebtheit, die sie für ihr Leben noch gar nicht erhoffte, wie auch die Zweifel an der neuen Konstellation, die sich nun ergibt. Aber auch Helene beschreibt ihren Part wie auch der junge Kaiser, der sich vom Fleck weg in die falsche Schwester verliebt und überlegen muss, wie sehr er sich an die Regeln des Hofes halten will. Was wirklich Neues habe ich aus dem Buch nicht ziehen können, dennoch ist es sehr fesselnd geschrieben, so dass man sich gern in die Geschichte vertieft.

Ich hatte mir ein paar neue Erkenntnisse aus diesem Buch erhofft, die konnte ich jedoch aus der Lektüre nicht herausziehen. Wer also an einer kaiserlichen Liebesgeschichte interessiert ist, wird dieses Buch sicherlich gerne mögen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.12.2022

Trifft den Nerv der jungen Leser

Jimmy Fox. Magischer Volltreffer (leider voll aufs Auge) - Ein Comic-Roman
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Jimmy beginnt Tagebuch zu schreiben – er durfte sich ein Buch aussuchen, hat aber, weil einer der Zaubereien seines Vaters in Jimmys Auge ging, daneben gegriffen. Nun beschreibt Jimmy seinen Alltag, ein ...

Jimmy beginnt Tagebuch zu schreiben – er durfte sich ein Buch aussuchen, hat aber, weil einer der Zaubereien seines Vaters in Jimmys Auge ging, daneben gegriffen. Nun beschreibt Jimmy seinen Alltag, ein ganzes Jahr lang. Man erfährt kleine Anekdoten: über die misslungenen Zaubertricks seines Vaters, über das Chaos in der Familie mit der nervigen Schwester Susi, mit der experimentierfreudigen Oma, der schlechtriechenden Tante Marta oder der angriffslustigen Hauskatze Molly.

Jimmy schreibt seine Geschichte als Comic-Tagebuch und ergänzt seine Erzählungen mit vielen Kritzeleien, ist es doch sein Ziel, Comic-Autor zu werden. Die Anekdoten sind kurz und knackig und mit viel Humor erzählt, sehr gut zu lesen für alle ab 8 Jahren. Kinder mögen solche Geschichten, und auch Jimmy trifft den Nerv der jungen Leser. Man kann gut mit ihm mitfiebern, es bleibt spannend, wenn er von seinem oft recht chaotischen Alltag erzählt.

Wer Gregs Tagebuch mag, wird sich gerne in Jimmys Abenteuer vertiefen. Kinder lieben diese Geschichten, und deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.12.2022

Plätschert eher vor sich hin

Neubeginn im kleinen Strickladen in den Highlands
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Amely ist nach dem Tod ihrer Mutter sehr traurig. Doch die Landschaft am Loch Lomond hat es ihr angetan, und da ist auch noch Peter, den sie sehr mag. Und obwohl Amely eigentlich nach Edinburgh zurückfahren ...

Amely ist nach dem Tod ihrer Mutter sehr traurig. Doch die Landschaft am Loch Lomond hat es ihr angetan, und da ist auch noch Peter, den sie sehr mag. Und obwohl Amely eigentlich nach Edinburgh zurückfahren wollte, beginnt sie ganz neue Pläne zu spinnen…

Das Buch gehört zu einer Reihe über den Strickladen in den Highlands; für mich ist es der erste Band, den ich kennengelernt habe. Man kann sich gut in die Geschichte hineindenken, auch ohne die Vorgängerbände zu kennen, denn die wichtigen Informationen werden wiederholt. Doch mir fehlte die Spannung, die Geschichte plätscherte eher vor sich hin, mit ein bisschen Drama zwischendrin. Der Plot ist vorhersehbar, und so hat mich das Buch kaum ins Geschehen hineinziehen können. Interessant wird das Buch mit den angehängten Details zum Stricken, denn anschließend an die Geschichte gibt es einige Beschreibungen zu Strickprojekten aus dem Buch, die nachgearbeitet werden können.

Das Buch ist leicht lesbar, doch so richtig überzeugen konnte es mich nicht. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.12.2022

Gefühlvoll geschrieben

We Are Like the Sea
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Lavender kehrt nach Jahren zurück nach Malcolm Island, dort hat sie von ihrem Onkel das Haus geerbt. Als Kind war sie jeden Sommer bei ihrem Onkel, doch seit zwölf Jahren hat sie die Insel nicht mehr betreten. ...

Lavender kehrt nach Jahren zurück nach Malcolm Island, dort hat sie von ihrem Onkel das Haus geerbt. Als Kind war sie jeden Sommer bei ihrem Onkel, doch seit zwölf Jahren hat sie die Insel nicht mehr betreten. Selbst an der Beerdigung ihres Onkels hat sie nicht teilgenommen. Auf der Insel lernt sie den freundlichen Jonne kennen, doch der zeigt sich voller Wut, als er erfährt, wer sie ist. Und doch muss Lavender erstmal im geerbten Haus wohnen bleiben…

Es ist eine alte Geschichte, die Lavender und Jonne daran hindert, Freunde zu werden. Was viel früher mal geschehen ist, das weiß der Leser anfangs noch nicht, erst nach und nach wird das Geheimnis um Lavenders Vergangenheit gelüftet. Das ist spannend zu lesen, fragt man sich doch von Anfang an, warum Jonne so wütend auf sie ist. Abwechselnd aus Lavenders und Jonnes Sicht erzählt, kann die Geschichte ihre beiden Protagonisten so gut beschreiben, dass man in die Gefühlswelt der beiden eintauchen kann. Insgesamt hat die Erzählung doch ein paar Längen, da hätte man so manches kürzen können. Insgesamt aber entsteht ein gefühlvoller New-Adult-Roman, der Lust auf eine Fortsetzung macht.

Trotz der Kritikpunkte empfehle ich das Buch gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.12.2022

Eine interessante Zeitreise

Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit
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Joe Tournier kommt 1898 in die psychiatrische Klinik, nachdem er am Bahnhof Gare du Roi in Londres ohne jede Erinnerung angekommen ist. Wenig später erhält er eine rätselhafte Postkarte, die 90 Jahre lang ...

Joe Tournier kommt 1898 in die psychiatrische Klinik, nachdem er am Bahnhof Gare du Roi in Londres ohne jede Erinnerung angekommen ist. Wenig später erhält er eine rätselhafte Postkarte, die 90 Jahre lang unterwegs zu ihm war. Die Postkarte zeigt einen Leuchtturm auf einer Insel der Äußeren Hebriden, auf der Rückseite bittet ihn eine M, nach Hause zu kommen, wenn er sich erinnert. Doch woran soll er sich erinnern, und wer ist M? Joe lässt sich nach Schottland zu dem Leuchtturm versetzen – und ist unversehens auf einem Weg in die Vergangenheit. Plötzlich findet er sich wieder in der Schlacht zwischen England und Frankreich, die doch lange vor seiner Geburt entschieden wurde.

Wie hängen Vergangenheit und Zukunft zusammen? Was geschieht, wenn sich in der Vergangenheit etwas ändert, was eigentlich in der Zukunft schon stattgefunden hat? Die Geschichte schickt Joe auf eine interessante Zeitreise, in der er sich genau mit diesen Fragen beschäftigen muss. Genauso wie er auf der Suche nach sich selbst ist. Die Ereignisse sind für ihn äußerst verwirrend, und auch ich musste mich immer wieder sehr konzentrieren beim Lesen, um mit den verschiedenen Personen und den Veränderungen in der Zeit den Durchblick zu bewahren. Die Geschichte gerät zuweilen auch etwas langatmig, manches hätte man zusammenkürzen können. Der Plot hinter der Geschichte ist allerdings äußerst überzeugend, es ist ein spannendes Spiel mit verschiedenen Identitäten und Ereignissen.

Trotz aller Kritikpunkte hat mich die Geschichte mit der spannenden Idee dahinter in ihren Bann ziehen können. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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