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Veröffentlicht am 16.02.2022

Schatzkiste der fantastischen Literatur

Wonderlands
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Dieses tolle Buch ist genau das richtige für mich, einer Liebhaberin der Fantastischen Literatur .Schon von klein auf spielte sie eine große Rolle für mich.Ich liebte Märchen ,als junger Teenie las ich ...

Dieses tolle Buch ist genau das richtige für mich, einer Liebhaberin der Fantastischen Literatur .Schon von klein auf spielte sie eine große Rolle für mich.Ich liebte Märchen ,als junger Teenie las ich Fantasy und seit meiner Jugend sehr gerne Science Fiction / Dystopien.Als Erwachsene entdeckte ich außerdem durch Haruki Murakami den magischen Realismus. Und hier steckt alles drin. In 100 Essays zeigt die Autorin, dass die Fantastische Literatur mehr zu bieten hat ,als "nur" Fantasy Romane .Sehr fundiert führt sie uns durch die Welt und die Geschichte des Phantastischen, angefangen mit den Mythologien und Legenden,über die Romantik ( Jule Verne, H.G.Wells) und den absoluten Weltklasikern der Science Fiction, zur modernen Literatur des Computerzeitalters die ebenfalls großartige Dystopien und Fantasy Romane zu bieten hat ( Magaret Atwood, David Mitchel,Kazuo Ishiguro und Haruki Murakami).Neben literaturwissenschaftlichen Betrachtungen ,die anspruchsvoll und gut recherchiert Hintergrundwissen zu den einzelnen Romanen geben,komplettieren Standstils aus Filmen und Filmplakaten diesen außergewöhnlichen Führer. Man kann ihn chronologisch lesen, man kann aber auch in ihm stöbern und lange Zeit an ihm Freude haben , indem man näheres über liebgewonnen Romane erfahren kann, oder angeregt wird neue Romane zu entdecken. Ich werde mit Sicherheit einige Romane lesen, die hier beschrieben sind. Das Buch ist rundrum gelungen.         

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Veröffentlicht am 16.02.2022

Unterhaltsamer Geschichtsunterricht

Die Eroberung Amerikas
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Dieser Roman vermittelt die Geschichte Amerikas des 16.Jahrhunderts auf sehr unterhaltsame Weise. Er lässt sich wie ein Abenteuerroman lesen trotz aller Grausamkeiten die die Eroberer an den Indianer ausübten. ...

Dieser Roman vermittelt die Geschichte Amerikas des 16.Jahrhunderts auf sehr unterhaltsame Weise. Er lässt sich wie ein Abenteuerroman lesen trotz aller Grausamkeiten die die Eroberer an den Indianer ausübten. Franzobel macht sie aber durch viel Ironie mit der er sich über Desoto und Co lustig macht erträglich und man verspürt auf Grund dessen etwas Genugtuung. Man sagt ja auch oft, man lacht damit man nicht weinen muss.
Der Stil Franzzobels gefällt mir auch ungemein, der passend zum Buch abenteuerlich durch die Zeiten springt und manch Anekdoten am Rande mit einbringt.
Es gelingt ihm Geschichte und Unterhaltung zusammen zubringen.




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Veröffentlicht am 16.02.2022

Die eigene Mitte finden

Kleine Freiheit
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Was für ein tolles, kluges Buch, das hätte den Deutschen Buchpreis 2021 bekommen sollen (war noch nicht mal auf der Shortlist). Hier sieht man ,dass über Generationen die gesellschaftlich politischen Ansichten ...

Was für ein tolles, kluges Buch, das hätte den Deutschen Buchpreis 2021 bekommen sollen (war noch nicht mal auf der Shortlist). Hier sieht man ,dass über Generationen die gesellschaftlich politischen Ansichten und Lebensentwürfe beeinflusst werden. Die Hauptprotagonistin wächst mit einem ultra- Linken Vater und Schwester in einer Kommune auf. Sie 40  wohnt gutbürgerlich  im Eigenheim , sehr verkrampft bei ihren Kindern  alles  richtig zu machen, kämpft immer noch gegen den Vater an und um ihre Mitte, so wird sie von einer Ultra konservativen Heimat -Verein eines Ex -Adeligen angezogen

In Rückblicken wird die Familiengeschichte immer wieder erzählt, auch die der Großeltern. Man  kommt bei dem Roman auch nicht umhin immer wieder selbst über seine Lebensentwürfe und gesellschaftlichen Ansichten  und Standpunkte nachzudenken

Die kühle  Sprache mit denn manchmal sehr kurzen Sätze gefiel mir am Anfang nicht, sie passt aber sehr gut seine Gedanken klar zuordnen. Die Autorin ist dadurch auch nie wertend , sie schildert,erklärt, lässt die unterschiedlichsten Lebensentwürfe stehen. Kritik üben lässt sie  nur die Person im Roman untereinander und lässt den Leser sich ein eigenes Urteil bilden,

Sehr empfehlenswert.


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Veröffentlicht am 01.02.2022

Desillusioniertes Leben

Creep
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Also ehrlich gesagt, das ist alles so fern von meiner Lebenswelt , dass ich den Roman zwar sehr interessant fand, gefallen hat mir der Roman jedoch nicht
Der Roman hat kaum versöhnliches.  Er ist auch  ...

Also ehrlich gesagt, das ist alles so fern von meiner Lebenswelt , dass ich den Roman zwar sehr interessant fand, gefallen hat mir der Roman jedoch nicht
Der Roman hat kaum versöhnliches.  Er ist auch  nichts für Jemanden der ein Wohlfühlbuch sucht. Er zeigt  gnadenlos die Welt der Protagonisten die sich von der Geselschaft fast vollständig  entfremdet haben.Die beiden Hauptfigren werden lose durch eine Nebenfigur verbunden. Winkler zeichnet die Figuren ganz konsequent mit all ihren Eigenheiten. Er lässt Fanni gendern und man kann sich in ihre Sichtweisen einfühlen. Die  die extreme Verwendung  von englischen Computer Fachausdrücken hilft in ihre Lebenswelt einzutauchen die fast vollständig  durch die Bildschirmzeit  geprägt ist , sei es im Beruftleben (sie arbeitet für eine Überwachungskammerfirma);,oder auch in der Freizeit . Bei Yunya aus Tokio benutzte  er konsequenterweise viele Ausdrücke der japanischen Kultur. Die Computerausdrücke nahm ich so hin wie sie sind ,ignorierte sie meistens, die japanischen machten  mich jedoch neugierig und ich googlte sie oft nach. Ein Glossar wäre vielleicht hilfreich gewesen.
Es ist ein modernes Buch über Menschen ,die  der modernen Gesellschaft nicht standhalten, daran Zerbrechen und in der Welt der Bildschirmmedien "verloren" gehen. 

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Veröffentlicht am 19.12.2021

Die Psyche ist komplex

Perfect Day
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Hausmann spielt geschickt mit Zufällen und Zufällen die keine sind, mit Realität und Fantasie, so dass es zu einem Verwirrspiel kommt das einem den Kopf rauchen lassen kann. Hinzukommen eingeschobene ...

Hausmann spielt geschickt mit Zufällen und Zufällen die keine sind, mit Realität und Fantasie, so dass es zu einem Verwirrspiel kommt das einem den Kopf rauchen lassen kann. Hinzukommen eingeschobene Kapitel des Psychopathen welche eine sehr beklemmende ,beängstigende und unheimliche Atmosphäre hervorrufen. Interviewmitschnitte (nach der Festnahme des Täters ) im Stil Hannibal Lecters werden ebenfalls eingeschoben.
Ein bisschen geärgert habe ich mich manchmal über die Hauptprotagonistin Ann die nur allzu gerne und oft eigenmächtig handelt und einen Hang zu Selbstjustiz hat. Aber wahrscheinlich darf ) soll aman sich über sie ärgern .Natürlich kommt es wie in jedem guten Thriller zu unerwarteten Wendungen. Mir gefiel sehr gut, das dass Geschehen was die gefühlsmäßige Ebene betrifft zwischendurch immer durch kleine Definitionen von Gefühle die Ann als Übung von ihrem Vater aufbekam und schriftlich festhalten sollte, kommentiert wurde. Interessant fand ich auch die Fragen die im Roman aufgeworfen wurden sind : Zu was ist jeder Mensch fähig in Extremsituationen? Wie weit geht er? Welche Grenzen überschreitet er, oder auch nicht, um die Seinen zu schützen?
Nichts ist wie es scheint und die menschliche Psyche ist so komplex

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