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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2026

Aufbruch mit Hindernissen

Ein Zuhause im Frühling
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Der Klappentext bewirbt den bereits 2018 veröffentlichten Roman (Original-Titel: "A girl's best friend") als „Auftakt einer romantischen Serie mit Happy-End-Garantie“ (Country Escapes).

Das Cover des ...

Der Klappentext bewirbt den bereits 2018 veröffentlichten Roman (Original-Titel: "A girl's best friend") als „Auftakt einer romantischen Serie mit Happy-End-Garantie“ (Country Escapes).

Das Cover des Buches vermittelt passend dazu eine wohlige, frühlingshafte Atmosphäre. Die Illustration einer Gartenbank mit Blumen und einem Hund passt hervorragend zum Titel und deutet auf eine typische „Wohlfühl-Geschichte“ der Autorin hin. Der Schreibstil von Julie Caplin ist flüssig und angenehm zu lesen.

Ich rechnete nach der Leseprobe mit einer herzerwärmenden Geschichte über Neuanfänge, bei der die Beziehung zwischen Ella und Hündin Tess sowie die dörfliche Gemeinschaft eine zentrale Rolle spielen werden. Da ich bisher nur die Romantic-Escapes-Reihe von Julie Caplin kenne (und sehr gerne mag), war ich auf das alternative Setting im ländlichen England gespannt.

Letztendlich bietet „Ein Zuhause im Frühling“ eine leicht konsumierbare Kleinstadtgeschichte. Die Handlung rund um Ella's Neuanfang überzeugt durch die Einbindung ihrer (unfreiwilligen) vierbeinigen Freundin und den charmanten Tierarzt Devon. Allerdings verliert die Geschichte durch nebensächliche Szenen an Tempo. Insgesamt ein nettes (Hör-)Buch für zwischendurch, das jedoch etwas zu lang geraten ist und erzählerisch mehr Straffung vertragen hätte. Mal schauen, ob ich nach Willsgrave und seinen Bewohnern zurückkehren werden.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Little Free Library oder "Die Bibliothek der zweiten Chancen" (Original-Titel)

Die kleine Inselbibliothek
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"Die kleine Inselbibliothek" von Savannah Carlisle ist eine hallmark-taugliche Enemies-to-Lovers-Geschichte, die sich für mich jedoch nicht vollständig aus der Masse zeitgenössischer Romane abheben konnte. ...

"Die kleine Inselbibliothek" von Savannah Carlisle ist eine hallmark-taugliche Enemies-to-Lovers-Geschichte, die sich für mich jedoch nicht vollständig aus der Masse zeitgenössischer Romane abheben konnte. Bereits ab der ersten Seite befindet man sich mitten im Geschehen. Die Mischung aus Büchern, Kleinstadt-Flair und sommerlicher Love-Story weckte schnell mein Interesse. Das moderne Cover strahlt Beach Vibes aus und passt perfekt zu einer vor der Küste Floridas gehörenden Insel samt ihren sympathischen Bewohnern.

Der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm, ist zu Beginn jedoch von zahlreichen Wiederholungen geprägt. Auch die Übersetzung überzeugt nicht durchgehend. Nach einem Blick in die englische Leseprobe würde ich eher zum Original greifen. Ein Beispiel: OV „Put a [beach] chair in the sand and stay awhile.“ wurde mit „Stell einen Stuhl in den Sand und genieß die Zeit.“ übersetzt – treffender wäre etwa „Stell deine Liege in den Sand und bleib eine Weile.“

Um nicht zu viel vorwegzunehmen, verzichte ich darauf, den Klappentext zu ergänzen. Die Idee des Austauschs über Karteikärtchen und Buchempfehlungen ist zwar charmant, hätte meines Erachtens jedoch stärker ausgeschöpft werden können. Insgesamt bleibt die Handlung leider vorhersehbar und bewegt sich überwiegend innerhalb der gewohnten Komfortzone von Kleinstadtromanzen. Am Ende ergibt das eine solide, leichte Sommer-/Strandlektüre.

PS Für alle, die es nicht kennen: https://littlefreelibrary.org - bei uns eher unter dem Begriff Bücherzellen bekannt.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Wir verschreiben Ihnen eine Katze

Das Glück bringt eine Katze
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…so lautet der Titel der englischen Ausgabe, der einen treffenderen Vorgeschmack auf den Inhalt vermittelt

Schon seit Längerem hatte ich das Werk im Blick, bevor ich die Hörbuchfassung während einer Wanderung ...

…so lautet der Titel der englischen Ausgabe, der einen treffenderen Vorgeschmack auf den Inhalt vermittelt

Schon seit Längerem hatte ich das Werk im Blick, bevor ich die Hörbuchfassung während einer Wanderung regelrecht verschlungen habe. Das Buch ist sehr gut lesbar und folgt der Struktur moderner japanischer Literatur: ineinandergreifende (Kurz-)Geschichten, die sowohl einzeln als auch zusammen funktionieren. Die Figuren wirken glaubwürdig, der Schauplatz Kyoto ist stimmig und der magische Realismus wohldosiert.

Katzenfreunde wie ich kommen hier auf ihre Kosten. Freut euch auf die Vierbeiner Bee, Margot, Tank und Tangerine und viele mehr.... In englischer Sprache ist bereits ein Folgeband erschienen, ein weiterer ist für 2026 angekündigt. Es gibt noch Potential für Erweiterungen und auch die zentrale Handlung ließe sich überzeugend fortführen.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Sternendeutung im Vollmond-Café

Das Mondscheincafé
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...entspricht der Bedeutung des Original-Titels.

Es handelt sich dabei um eine kleine Sammlung von vier miteinander verbundenen Kurzgeschichten + Epilog. Seit meiner Japan-Reise vor 2 Jahren lese ich ...

...entspricht der Bedeutung des Original-Titels.

Es handelt sich dabei um eine kleine Sammlung von vier miteinander verbundenen Kurzgeschichten + Epilog. Seit meiner Japan-Reise vor 2 Jahren lese ich gelegentlich landestypische Erzählungen. Der knappe Stil samt Analogien begegnet mir dabei häufig. Für meinen Geschmack hätten die Episoden etwas ausführlicher ausfallen dürfen. Viel Raum nehmen die astrologischen Deutungen ein. Da ich an diesem Thema interessiert bin, hat mich die Grundidee direkt angesprochen. Die Katzen sind ein fantastischer Bonus, allerdings waren mir persönlich die Auslegungen zu allgemein bzw. nicht auf mich zutreffend. Es ist bei einem Roman natürlich schwierig allen Lesenden gerecht zu werden, daher habe ich mich im Anschluss mit meinem Geburtshoroskop beschäftigt. Das war aufschlussreicher als die Lektüre, welche ihr Potential leider nicht ausgeschöpft hat - vielleicht in der weihnachtlichen Fortsetzung?

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Die Inselschwestern

Die Leuchtturm-Schwestern
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Ich wollte "Die Leuchtturmschwestern" nach einer wunderbaren Reise auf die Kanalinseln wirklich mögen, aber die Geschichte konnte mich nicht erreichen. Grundidee und Schauplatz klangen vielversprechend ...

Ich wollte "Die Leuchtturmschwestern" nach einer wunderbaren Reise auf die Kanalinseln wirklich mögen, aber die Geschichte konnte mich nicht erreichen. Grundidee und Schauplatz klangen vielversprechend – für mich persönlich wurde das Potenzial aber nicht ausgeschöpft, wobei es durchaus bewegende Momente und Aspekte gab.

Über weite Strecken wirkte die Handlung episoden- bzw. sprunghaft, während die Charaktere hölzern blieben. (vor allem mit Jennys Auftreten wurde ich nicht warm) Das Inselflair kam kaum zur Geltung. Auch die Hörbuch-Ausgabe trägt nicht zur Aufwertung bei. Die Sprecherin hat zwar eine angenehme Stimme, bleibt jedoch blass.

Für einen authentischeren Einblick in die Besatzungszeit empfehle ich Margaret Leroy's "Für immer, Vivienne"...

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