Platzhalter für Profilbild

GuenterM

aktives Lesejury-Mitglied
offline

GuenterM ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit GuenterM über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2025

Sehr spannend

Gänsehaut in Hovenäset 1. Flammenrad
0

Heidi befindet sich in keiner einfachen Phase. Sie lebt bei ihrem Vater und der Stiefmutter, die bald ein Kind erwartet. Ihr Zimmer steckt gerade mitten in einer Renovierung, doch für die Fertigstellung ...

Heidi befindet sich in keiner einfachen Phase. Sie lebt bei ihrem Vater und der Stiefmutter, die bald ein Kind erwartet. Ihr Zimmer steckt gerade mitten in einer Renovierung, doch für die Fertigstellung fehlt das Geld. Außerdem ereigneten sich letzter Zeit einige merkwürdige Dinge in ihrem Zimmer. Und zu alldem kommt plötzlich ein Fremder in das verschlafene schwedische Dorf, der bei ihnen wohnt und ein Riesenrad in das Dorf bringt. Doch der scheinbar nette Mann, erregt bei der dementen Großmutter großen Argwohn und auch Heidi und ihre Freunde bemerken bald, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Die Geschichte um Heidi und dem mysteriösen Riesenrad ist wirklich durch und durch spannend. Man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Eine düstere Atmosphäre liegt mit Beginn der ersten Seite über der ganzen Handlung. Das Buch hat uns gut unterhalten und passt gerade zu der dunkler werdenden Jahreszeit perfekt.

Das Cover ist genauso wie der Inhalt mysteriös und düster gehalten. Man spürt hier förmlich schon das Unheil, dass sich hier ankündigt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Leben in zwei Welten

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
0

Angelika Moser ist die Hauptakteurin in „Fabula Rasa“. Aufgewachsen ist sie im Gemeindebau Wien, einer Gegend für sozial schwache Bürger. Ihre Mutter ist kalt und distanziert gegenüber ihrer Tochter, der ...

Angelika Moser ist die Hauptakteurin in „Fabula Rasa“. Aufgewachsen ist sie im Gemeindebau Wien, einer Gegend für sozial schwache Bürger. Ihre Mutter ist kalt und distanziert gegenüber ihrer Tochter, der Vater blieb ihr bis zu ihrem Erwachsenenalter unbekannt. Unter diesen benachteiligten Voraussetzungen gelangt sie in die Stellung des Luxushotels Frohner. Aufgrund ihrer persönlichen Leistungen übernimmt sie im Laufe der Zeit eine leitende Funktion in der Buchhaltung. Unbemerkt gelingt es ihr so immer mehr Geld des Hoteleigentums auf ihr eigenes Konto zu transferieren.

Die Geschichte der Angelika Moser beruht auf einer real existierenden Person, die die Autorin für die Recherche für ihr Buch öfter im Gefängnis besucht hat. Die Gefängnisbesuche sind als Zwischeneinschübe im Roman als Erzählung enthalten. Die so immer wiederkehrende Erinnerung, dass es sich hierbei um eine in weiten Teilen reale Geschichte handelt, gibt der ganzen Handlung eine besondere Brisanz. Man fühlt und hofft mit der Protagonistin mit, obwohl man bereits von der ersten Seite an weiß wo der Weg Angelika hinführen wird. Dabei wurde der Kontrast zwischen der trostlosen Herkunft im Sozialbau und der Hochglanzwelt des Luxushotels wunderbar dargestellt. Es wird schnell klar, dass ein Mensch beim ständigen Pendeln zwischen diesen beiden Welten den Kopf verlieren kann.

Besonders tragisch fand ich, dass Angelika den Ausbruch aus ihrer alten Welt geradezu vor die Füße gelegt bekommen hat, indem der Sohn des Hoteliers sie geheiratet hätte. Doch Angelika schafft es nicht sich aus ihrer Welt zu lösen. Ob aus Minderwertigkeitsgefühlen, missbrauchtem Vertrauen oder Unsicherheit, Angelika gibt ihrem Geliebten eine Abfuhr. Den auch dieser ist ein Opfer seiner betuchten Herkunft und hat aufgrund von Vorurteilen seine persönlichen Umstände nicht freiwillig preisgegeben, was Angelika als Falschheit deutet.

Doch dennoch möchte auch Angelika etwas von dem Kuchen abbekommen. Nach einer weiteren gescheiteren Liebe und persönlichen Niederlagen entwickelt sich so eher aus Not als aufgrund einer kriminellen Veranlagung heraus, ihr tragisches Handeln.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Eine außergewöhnliche Freundschaft

Dius
0

„Dius“ handelt von einer Freundschaft zweier Männer, des Dozenten Anton und dem Studenten Dius. Zweiterer wirbt regelrecht um die Freundschaft des etwa zehn Jahre älteren Anton. Er bietet ihm ein Haus ...

„Dius“ handelt von einer Freundschaft zweier Männer, des Dozenten Anton und dem Studenten Dius. Zweiterer wirbt regelrecht um die Freundschaft des etwa zehn Jahre älteren Anton. Er bietet ihm ein Haus an, in dem er seine Hochschularbeiten vorbereiten kann. Zwischen den beiden entwickelt sich eine immer tiefere Verbundenheit.

Der Erzählstil des Romans wirkt sehr gemächlich und anschaulich und bestickt durch eine wunderschöne Sprache. Insgesamt besteht das Buch aus eher wenig Handlung, dafür aus umso mehr sprachlicher Erzählkunst. Wobei der Erzählstil aus der Sicht Antons auch immer etwas distanziert wirkt. Teilweise schweift die Handlung auch sehr in künstlerische Anschauungsweisen oder Landschaftsbeschreibungen ab.

Das Cover ist, ganz im Stil des Verlages, äußerst schlicht gehalten und zeigt ein Porträt eines jungen Mannes. Ich ging davon aus, dass hier Dius zu sehen ist.

Insgesamt ein sehr stimmungsvoller Roman, ohne Hektik oder große Sensationen, jedoch in einer unglaublich schönen Sprache verfasst mit tiefgreifenden Anschauungsweisen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Wunderschönes Buch

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel
0

Cassandra besucht ein Internat in dem sie gemobbt wird. Ihre Mutter ist seit Jahren angeblich spurlos verschwunden und wird von der Schulleiterin nun sogar als tot erklärt. Da ergeben sich die Umstände, ...

Cassandra besucht ein Internat in dem sie gemobbt wird. Ihre Mutter ist seit Jahren angeblich spurlos verschwunden und wird von der Schulleiterin nun sogar als tot erklärt. Da ergeben sich die Umstände, dass Cassandra zu ihrer Tante, der Haghexe, nach Hartwood Hall kommt. Sie erfährt, dass auch sie selbst eine Hexe ist und wird bald in die Hexenkünste und das Fliegen auf Besen eingeweiht. Doch die nähren Umstände um ihre Mutter werden ihr auch hier nicht erzählt. Geheimnisvoll und unheimlich bleibt auch der Hag, ein düsterer Wald neben Hartwood Hall.

Cassandra Morgen ist ein fantasievolles Buch mit vielen mythischen Wesen die die Leser in eine verzauberte Welt entführen. Ein Spannungsbogen durchzieht den ganzen Roman, sodass man gar nicht aufhören kann zu lesen. Dabei ist das Buch mit seinem tollen Farbschnitt und dem märchenhaften Cover wunderschön gestaltet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Die verhängnisvolle Geschichte Israels

Adama
0

In dem Roman „Adama“ wird die leidgeprägte Geschichte Israels erzählt. Die Hauptperson ist Ruth, eine Zionistin die wir über viele Jahrzehnte von der Gründung des Staates nach dem 2. Weltkrieg bis in die ...

In dem Roman „Adama“ wird die leidgeprägte Geschichte Israels erzählt. Die Hauptperson ist Ruth, eine Zionistin die wir über viele Jahrzehnte von der Gründung des Staates nach dem 2. Weltkrieg bis in die 2000er Jahre zu ihrem Tod begleiten. „Adama“ würde ich als einen historischen Roman bezeichnen, nicht als Thriller, wie auf dem Cover vermerkt.

Viele historische Ereignisse wurden in dem Roman verarbeitet. Gewalt und Brutalität ist dabei allgegenwärtig, vor allem während des Nakba. Vertreibungen, Morde und Vergewaltigung sowie sozialistisch geführte Kibbuze, in denen den Eltern die Kinder entzogen und in Kinderhäusern betreut werden, prägen insbesondere die Anfangszeit des Staates. Zum Verständnis des Buches ist es hilfreich sich über die historischen Ereignisse zu informieren. Hilfreich wären einige Begriffserklärungen am Ende des Buches gewesen, die leider fehlen.

Während das zweite Kapitel im Vergleich zu den darauffolgenden, sehr lang und etwas schleppend ausgefallen ist, sind die weiteren Kapitel eher kompakt und auch deutlich interessanter.

Optisch ist das Cover ansprechend und passend. Die rote Hand erinnerte mich an den Sozialismus, mit dem der junge Staat Israel in enger Verbindung stand sowie das viele Blut, das die Menschen in Konflikten vergossen haben und dabei ihr Leben verloren haben. Die Halme mit dem Getreide kann man mit einem Neuanfang und großen Erwartungen an die neue Heimat assoziieren. Gut gefallen hat mir, dass das Buch keinen Umschlag enthalt, sondern das Cover direkt auf den Buchdeckel gedruckt ist, was ich sonst nur von Kinder- und Jugendbüchern kenne.

Insgesamt handelt es sich bei „Adama“, wie bereits auf dem Cover erwähnt, um ein Meisterwerk. Es ist kein Roman zur Unterhaltung – wobei die Spannung keineswegs zu kurz kommt und sich das Buch leicht lesen lässt – sondern ein aufwühlender, schonungsloser Bericht über historische Ereignisse der Region. Leider sind diese Ereignisse keinesfalls ein Ruhmesblatt für Israel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere