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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2025

Kohle und Ruß

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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Die Geschwister Cleo und Gwynnie leben in einer unwirklichen Stadt in der alles von Kohle abhängt. Nicht nur die Heizöfen werden von Kohle betrieben, sondern auch sämtliche Maschinen, Die Gesellschaft ...

Die Geschwister Cleo und Gwynnie leben in einer unwirklichen Stadt in der alles von Kohle abhängt. Nicht nur die Heizöfen werden von Kohle betrieben, sondern auch sämtliche Maschinen, Die Gesellschaft zeichnet sich jedoch durch große Ungleichheiten aus. Während es ein armes Viertel gibt in denen die Menschen um überleben kämpfen und vom überall anfallenden Ruß geplagt werden, leben die Industriellen und Reichen in einem gehobenen Stadtteil und verfügen über Techniken um sich den Ruß vom Leib zu halten.

Die Geschwister leben im Armenviertel. Beide kommen mit dem Gesetz in Konflikt. Während Gwynnie verbotene umweltfreundliche Techniken entwickelt und einsetzt, löscht Cleo ein Feuer, was eigentlich nur die Schornsteinfeger dürfen. Als sie hierbei erwischt wird, beginnt für sie ein Schauprozess und die Aufnahme in die Gilde der Schornsteinfeger. Doch allerhand Gefahren lauern hier auf sie.

Auf den ersten Blick hat mir das wunderbare Cover des Romans gefallen. Inhaltlich greift das Buch viele unserer aktuellen Probleme auf und setzt sie in einer Fantasiegeschichte um, wie z. B. die Umweltverschmutzung oder soziale Benachteiligung. Man taucht in eine vollkommen fremde faszinierende Welt ein. Die Handlung ist durchweg spannend und kurzweilig. Ich würde auch die zwei bereits angekündigten Bände dieser Reihe gerne lesen.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Parallelwelt

Maggie Blue 1: Das Portal zur Düsterwelt
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Meggie Blue Brown hat einen seltsamen Namen, weshalb sie auch gleich in ihrer neuen Schule geärgert wird. Aber nicht nur das macht ihr das Leben schwer. Maggie wohnt seit Neuestem bei ihrer Tante, da sich ...

Meggie Blue Brown hat einen seltsamen Namen, weshalb sie auch gleich in ihrer neuen Schule geärgert wird. Aber nicht nur das macht ihr das Leben schwer. Maggie wohnt seit Neuestem bei ihrer Tante, da sich ihre Mutter in psychiatrischer Behandlung befindet. Außerdem hat sie äußerst ungewöhnliche Fähigkeiten. Maggie bemerkt, dass sie nicht nur mit dem streunenden Kater aus der Nachbarschaft sprechen kann, sondern auch die Gefühle anderer Menschen mitempfinden kann.

Plötzlich verschwindet Ida, ihre Feindin in der neuen Klasse, mit der sie jedoch in einer ganz besonderen Verbindung zu stehen scheint. Maggie begibt sich auf die Suche nach ihr. Dabei gelangt sie in eine Parallelwelt mit allerlei mystischen Wesen und Geheimnissen.

Insgesamt ein fantasievolles Buch in dem es nie langweilig wird. Man kann sich gut in die Personen hineinversetzen. Wir haben den Roman als Hörbuch erlebt. Der Text ist sehr gut gesprochen. Man kann kaum glauben, dass alle Charaktere von der gleichen Sprecherin gesprochen werden. Vor allem der Kater hat durch sie eine unverwechselbare Stimme.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Mehr Schein als Sein

Bis die Sonne scheint
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Daniel, seine drei Geschwister und die Eltern waren einst eine gut bürgerliche Familie in der Nähe von Bremen. Mutter und Vater arbeiteten in angesehenen Berufen. Doch nach der fehlgeschlagenen Selbstständigkeit ...

Daniel, seine drei Geschwister und die Eltern waren einst eine gut bürgerliche Familie in der Nähe von Bremen. Mutter und Vater arbeiteten in angesehenen Berufen. Doch nach der fehlgeschlagenen Selbstständigkeit des Vaters ist die Familie chronisch pleite.

Im Laufe des Romans wird nicht nur die Geschichte der sechsköpfigen Familie erzählt, sondern auch auf die Vergangenheit der Eltern und Großeltern, die vom Krieg und Entbehrungen geprägt waren, eingegangen.

Der Autor erzählt detailreich die Höhen und Tiefen, die Träume und Wünsche, die Nöte und Sorgen der der einzelnen Familienmitglieder, allen voran von denen des Protagonisten Daniel. Obwohl die Sechs immer weiter in die Schulden schlittern, wahren sie nach Außen den Schein. Aber es es hat den Anschein als ob sie nicht nur Fremden gegenüber alles schönreden, sondern auch sich selbst sowie den beiden Großmüttern.

Das Cover passt sehr gut zur beschriebenen Zeit sowie zum vermittelten Lebensgefühl des Buches. Auch der Titel ist gut gewählt.

Der Roman birgt keine großen Sensationen oder Entwicklungen, beleuchtet aber sehr gut das Innenleben der einzelnen Personen sowie den Zeitgeist der 80er Jahre. Berührend von ich das Nachwort des Autors, in dem erst zur Sprache kommt, dass große Teile der Handlung anscheinend auf autobiografischen Erfahrungen beruhen, das verleiht dem Roman ihm Nachhinein eine ganz besondere Authentizität.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Zwei Außenseiter

Klapper
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Klapper ist ein 15-jähriger ein Computernerd, Außenseiter und Einzelgänger. Als Bär in seine Klasse kommt verändert sich sein Leben. Sie ist groß, stark und selbstbewusst, alles was Klapper nicht ist. ...

Klapper ist ein 15-jähriger ein Computernerd, Außenseiter und Einzelgänger. Als Bär in seine Klasse kommt verändert sich sein Leben. Sie ist groß, stark und selbstbewusst, alles was Klapper nicht ist. Mit der Zeit freunden sich die beiden an. Sie entwerfen zusammen Maps für Counter Strike. Doch sowohl in Klappers als auch in Bärs Familie gibt es Probleme. Klappers Mutter hat eine psychische Krankheit und Bärs Eltern streiten oft, anscheinend schlägt der Vater die Mutter. Mit der Zeit verändert sich die Beziehung zwischen Klapper und Bär immer mehr.

Die familiären Probleme schweben zwar während der gesamten Handlung über dem Geschehen, sie werden jedoch immer sehr subtil angedeutet. Man erfährt, dass hier etwas im Argen liegt, jedoch wird wenig Konkretes über die Missstände berichtet.

Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt: 2011 als die beiden Protagonisten noch Jugendliche sind und 2025, einem Rückblick des nun 30.jähigen Klappers, der an seinen Erinnerungen zu zerbrechen droht. Da bereits am Anfang der Handlung erwähnt wird, dass Bär nun seit 4891 Tage nicht mehr online war, weiß man dass hier irgendetwas gravierendes passiert sein muss. Diese Ahnung schwebt wie eine düstere Atmosphäre über der gesamten Handlung.

Das kreative Cover mit der aufgeschnittenen Orange am Horizont als Sonne vermittelt eine Hoffnung in einer düsteren Atmosphäre und passt daher sehr gut zum Inhalt.

Mich hat der Roman positiv überrascht. In einfachen und schnörkellosen Sätzen wird über die Freundschaft und Familiengeschichte der beiden Jugendlichen berichtet, mit all ihren Problemen. Einfühlsam aber auch spannend erzählt. Man fiebert bis fast zum Ende des Buches mit den Beiden mit und ahnt doch, dass diese Freundschaft kein gutes Ende nehmen wird. Einziger Kritikpunkt: Ich finde, dass das Zitat von Benjamin Stuckrad-Barre auf der Rückseite des Buchumschlags zu viel vom Ausgang des Romans verrät.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Nicht das was ich erwartet habe

Dancing Queen
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Die Enddreißigerin Paulina ist desillusioniert von ihrer Beziehung und dem Leben allgemein. Einzig ihr Hund und ihre Arbeitskollegin Maite, mit denen sie schließlich einen Roadtrip ins Umland von Buenos ...

Die Enddreißigerin Paulina ist desillusioniert von ihrer Beziehung und dem Leben allgemein. Einzig ihr Hund und ihre Arbeitskollegin Maite, mit denen sie schließlich einen Roadtrip ins Umland von Buenos Aires unternimmt scheinen ihr etwas Freude zu bereiten. Auf diesem Ausflug machten die drei außerdem unerwartet Bekanntschaft mit Lara, einer 15jährigen, die Paulina neuen Mut zu geben scheint.

Nachdem das erste Kapitel spektakulär mit einem Autounfall beginnt, habe ich mir auch vom weiteren Verlauf des Romans etwas mehr erwartet. Leider ist es eher ein Dahingeplätscher von melancholischen Lebenserfahrungen Paulinas, bei denen zwischendurch immer wieder der besagte Autounfall aufblitzt der wie ein Fixpunkt über der ganzen Handlung steht.

Insgesamt konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen, da es mit rund 170 Seiten jedoch recht kurz gehalten ist, habe ich bis zum Schluss durchgehalten.

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