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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2025

Weit ab vom Schuss

Hier draußen
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Lara und Ingo sind von der Großstadt in das norddeutsche provinzielle Dorf Ferndorf gezogen. Hier ist das Leben ganz anders als sie es gewohnt waren. Als Leser erfährt man von den Sorgen und Nöten, aber ...

Lara und Ingo sind von der Großstadt in das norddeutsche provinzielle Dorf Ferndorf gezogen. Hier ist das Leben ganz anders als sie es gewohnt waren. Als Leser erfährt man von den Sorgen und Nöten, aber auch von kleinen Glücksmomenten und Sehnsüchten der neu Zugezogenen aber auch von den Alteingesessenen.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden die Sichtweisen sowie Einblicke in die jeweiligen Lebensverhältnisse der einzelnen Dorfbewohner erzählt. In einem gemächlichen Erzählstil, der zum Inhalt passt, beschreibt die Autorin das beschauliche Leben auf dem Land, in dem sowohl Traditionen als auch Aberglaube heimisch sind. Der voyeuristische Blick in das Leben dieser Leute hat durchaus seinen Unterhaltungswert und ist dabei alles andere als realitätsfern.

Das Cover ist eher unscheinbar. Da sich das Thema des überfahrenen Rehs jedoch wie ein roter Faden durch den ganzen Roman zieht, ist es sehr passend.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Auf der Suche nach dem Drachen

Valdombra (Bd. 1)
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Im finsteren Tal Valdombra bebt die Erde. Im hintersten Dorf des Tals, dort wo es am düstersten ist, wurden die meisten Häuser zerstört. Isa und Teo werden daraufhin von ihrem Vater in Begleitung des Postbotens ...

Im finsteren Tal Valdombra bebt die Erde. Im hintersten Dorf des Tals, dort wo es am düstersten ist, wurden die meisten Häuser zerstört. Isa und Teo werden daraufhin von ihrem Vater in Begleitung des Postbotens Anselmo zum Onkel in ein weiter vorne liegendes Dorf geschickt. Doch Isa hat von ihrer Freundin, die in einer Hütte hoch auf den Bergen lebt, erfahren, dass das Beben von dem wundersamen Kryptid, einer Art Drachen, stammen soll, der unter der Erde lebt. Kurz nach der Ankunft beim mehr als seltsamen und unfreundlichen Onkel, macht sich das Trio auf dem Weg dieses Wesen zu suchen.

Das Motto des Romans könnte man mit dem Satz "der Weg ist das Ziel" zusammenfassen. Das sogenannte Kryptid glänzt in der Geschichte hauptsächlich durch Abwesenheit. Die Kinder sind fast die ganze Zeit damit beschäftigt dieses Wesen zu suchen.

In der Handlung ist nicht nur das Kryptid wundersam, sondern auch die gesamten Gegebenheiten. Wie in einem Märchen bleiben Zeit und Ort der Handlung im Dunkeln. Sowohl elektrisches Licht als auch motorisierte Fahrzeuge scheinen den Menschen nicht bekannt zu sein. Auch haben die Kinder noch nie einen anderen Ort als ihr Heimatdorf kennengelernt.

Die Bilder wirken wie aus den 70er Jahren, sind aber dennoch gut gelungen. Das Cover sticht vor allem durch die vielen kleinen Glitzerpunkten heraus.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Kohle und Ruß

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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Die Geschwister Cleo und Gwynnie leben in einer unwirklichen Stadt in der alles von Kohle abhängt. Nicht nur die Heizöfen werden von Kohle betrieben, sondern auch sämtliche Maschinen, Die Gesellschaft ...

Die Geschwister Cleo und Gwynnie leben in einer unwirklichen Stadt in der alles von Kohle abhängt. Nicht nur die Heizöfen werden von Kohle betrieben, sondern auch sämtliche Maschinen, Die Gesellschaft zeichnet sich jedoch durch große Ungleichheiten aus. Während es ein armes Viertel gibt in denen die Menschen um überleben kämpfen und vom überall anfallenden Ruß geplagt werden, leben die Industriellen und Reichen in einem gehobenen Stadtteil und verfügen über Techniken um sich den Ruß vom Leib zu halten.

Die Geschwister leben im Armenviertel. Beide kommen mit dem Gesetz in Konflikt. Während Gwynnie verbotene umweltfreundliche Techniken entwickelt und einsetzt, löscht Cleo ein Feuer, was eigentlich nur die Schornsteinfeger dürfen. Als sie hierbei erwischt wird, beginnt für sie ein Schauprozess und die Aufnahme in die Gilde der Schornsteinfeger. Doch allerhand Gefahren lauern hier auf sie.

Auf den ersten Blick hat mir das wunderbare Cover des Romans gefallen. Inhaltlich greift das Buch viele unserer aktuellen Probleme auf und setzt sie in einer Fantasiegeschichte um, wie z. B. die Umweltverschmutzung oder soziale Benachteiligung. Man taucht in eine vollkommen fremde faszinierende Welt ein. Die Handlung ist durchweg spannend und kurzweilig. Ich würde auch die zwei bereits angekündigten Bände dieser Reihe gerne lesen.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Parallelwelt

Maggie Blue 1: Das Portal zur Düsterwelt
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Meggie Blue Brown hat einen seltsamen Namen, weshalb sie auch gleich in ihrer neuen Schule geärgert wird. Aber nicht nur das macht ihr das Leben schwer. Maggie wohnt seit Neuestem bei ihrer Tante, da sich ...

Meggie Blue Brown hat einen seltsamen Namen, weshalb sie auch gleich in ihrer neuen Schule geärgert wird. Aber nicht nur das macht ihr das Leben schwer. Maggie wohnt seit Neuestem bei ihrer Tante, da sich ihre Mutter in psychiatrischer Behandlung befindet. Außerdem hat sie äußerst ungewöhnliche Fähigkeiten. Maggie bemerkt, dass sie nicht nur mit dem streunenden Kater aus der Nachbarschaft sprechen kann, sondern auch die Gefühle anderer Menschen mitempfinden kann.

Plötzlich verschwindet Ida, ihre Feindin in der neuen Klasse, mit der sie jedoch in einer ganz besonderen Verbindung zu stehen scheint. Maggie begibt sich auf die Suche nach ihr. Dabei gelangt sie in eine Parallelwelt mit allerlei mystischen Wesen und Geheimnissen.

Insgesamt ein fantasievolles Buch in dem es nie langweilig wird. Man kann sich gut in die Personen hineinversetzen. Wir haben den Roman als Hörbuch erlebt. Der Text ist sehr gut gesprochen. Man kann kaum glauben, dass alle Charaktere von der gleichen Sprecherin gesprochen werden. Vor allem der Kater hat durch sie eine unverwechselbare Stimme.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Mehr Schein als Sein

Bis die Sonne scheint
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Daniel, seine drei Geschwister und die Eltern waren einst eine gut bürgerliche Familie in der Nähe von Bremen. Mutter und Vater arbeiteten in angesehenen Berufen. Doch nach der fehlgeschlagenen Selbstständigkeit ...

Daniel, seine drei Geschwister und die Eltern waren einst eine gut bürgerliche Familie in der Nähe von Bremen. Mutter und Vater arbeiteten in angesehenen Berufen. Doch nach der fehlgeschlagenen Selbstständigkeit des Vaters ist die Familie chronisch pleite.

Im Laufe des Romans wird nicht nur die Geschichte der sechsköpfigen Familie erzählt, sondern auch auf die Vergangenheit der Eltern und Großeltern, die vom Krieg und Entbehrungen geprägt waren, eingegangen.

Der Autor erzählt detailreich die Höhen und Tiefen, die Träume und Wünsche, die Nöte und Sorgen der der einzelnen Familienmitglieder, allen voran von denen des Protagonisten Daniel. Obwohl die Sechs immer weiter in die Schulden schlittern, wahren sie nach Außen den Schein. Aber es es hat den Anschein als ob sie nicht nur Fremden gegenüber alles schönreden, sondern auch sich selbst sowie den beiden Großmüttern.

Das Cover passt sehr gut zur beschriebenen Zeit sowie zum vermittelten Lebensgefühl des Buches. Auch der Titel ist gut gewählt.

Der Roman birgt keine großen Sensationen oder Entwicklungen, beleuchtet aber sehr gut das Innenleben der einzelnen Personen sowie den Zeitgeist der 80er Jahre. Berührend von ich das Nachwort des Autors, in dem erst zur Sprache kommt, dass große Teile der Handlung anscheinend auf autobiografischen Erfahrungen beruhen, das verleiht dem Roman ihm Nachhinein eine ganz besondere Authentizität.

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