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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2025

Erschreckendes Szenario, rasant überbracht

Deepfake
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Rasant trifft es, was nicht nur an den zahlreichen Verfolgungsjagden liegt: zu Fuß, mit konfiszierten Motorrädern, mit dem Auto. Ist schon bei Filmen nervig, wenn die sich derart in die Länge ziehen und ...

Rasant trifft es, was nicht nur an den zahlreichen Verfolgungsjagden liegt: zu Fuß, mit konfiszierten Motorrädern, mit dem Auto. Ist schon bei Filmen nervig, wenn die sich derart in die Länge ziehen und mit immer unwahrscheinlicheren Szenarien aufwarten. Das zu lesen wirkt noch etwas befremdlicher. Unabhängig davon ist dieser Plot um die Schrecken, die KI, in verbrecherischer Absicht eingesetzt, auslösen kann, tatsächlich rasant, wendungsreich, bildhaft und wortgewandt geschrieben, auf hohem Spannungsniveau. Wort- und Satzbildungen wie „… und sein Gemüt auf den malerischen Hafen der Gleichgültigkeit zusteuerte“ oder „…und sich sämtliche Lebensgeister augenblicklich zum Dienst zurückmeldeten“ machen einfach Spaß. Die schnellen Szenenwechsel tragen die Leserschaft durch diese Geschichte, die, weil gar nicht so unwahrscheinlich, ein recht ungutes Gefühl hinterlässt.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Flott-spannende Lektüre

Dunkle Asche
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Ein düsteres Geheimnis umweht den Cold Case den Gudrun und die neue Kollegin aus Rostock in Kiel plötzlich wieder auf den Tisch bekommen, weil ein damaliger Zeitzeuge auf dem Sterbebett etwas berichten ...

Ein düsteres Geheimnis umweht den Cold Case den Gudrun und die neue Kollegin aus Rostock in Kiel plötzlich wieder auf den Tisch bekommen, weil ein damaliger Zeitzeuge auf dem Sterbebett etwas berichten möchte, das er seinerzeit verschwiegen hatte. Das bringt dem Fall neue Erkenntnisse, die den damaligen, letztlich ergebnislosen, Stand der Ermittlungen in neuem Licht erscheinen lassen. Dem Hauptverdächtigen vor 30 Jahren konnte man nichts nachweisen. Wird er jetzt sogar entlastet? Die neuen Befragungen lassen vermuten, dass seinerzeit recht einseitig ermittelt wurde und das quasi jeder gelogen, zumindest aber etwas verschwiegen hat. Auch Gudrun, die damals zur Partygruppe gehörte, die im Zentrum der Ermittlungen stand. Ein gefällig geschriebener Küstenkrimi mit sympathischen Ermittler*innen, der Perspektivwechsel bietet und den Spannungsbogen hält. Man liest flott durch bis zum leicht dramatischen Ende. Eine flott-spannende Lektüre.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Vielschichtig

Midas Spielverderber
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Spielsucht, Erpressung, Kriegserben, traumatische Erlebnisse - viel wird hier thematisiert und in zahlreichen Rück- und Vorschauen aufgerollt. Theo ist am Ende. In jeder Beziehung und das veranlasst ihn, ...

Spielsucht, Erpressung, Kriegserben, traumatische Erlebnisse - viel wird hier thematisiert und in zahlreichen Rück- und Vorschauen aufgerollt. Theo ist am Ende. In jeder Beziehung und das veranlasst ihn, aufzugeben. Wie es dazu kam, wird in eben diesen Retrospektiven und dem Beleuchten der jüngsten Ereignisse dargelegt. Erst denkt man: Mit Thriller hat das wenig zu tun. Ein Spielsüchtiger an seinem Ende angekommen. Eine Bluttat einige Jahre zuvor, die nicht richtig aufgeklärt wurde. Dann Erzählungen der Lebensgeschichten von Theo, seiner Familie, seiner Eltern und dessen Eltern. Recht biografisch. Doch Seite um Seite wird eine tragische Geschichte entrollt und vermittelt, wie Ereignisse mit einander verzahnt sind und Auswirkungen auf Handeln und Tun der Protagonisten haben. Was wiederum zu schrecklichen Taten führt, die mühsam von den Ermittlern entwirrt werden müssen. Ganz zum Schluss dann Klarheit über alle Zusammenhänge und Motive. Und ein versöhnliches Ende einer sehr betroffen machenden Geschichte von Irrungen und Wirrungen.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Abwechslungsreicher Erzählstil

Die Brandung – Leichenfischer
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Julia, Nettie, Samantha, Ohlsen, Fria und noch so Einige kommen hier zu Worte im Fall von zwei aufgefundenen Leichen in fortgeschrittenem Verwesungsstadium diesseits und jenseits der dänischen Grenze. ...

Julia, Nettie, Samantha, Ohlsen, Fria und noch so Einige kommen hier zu Worte im Fall von zwei aufgefundenen Leichen in fortgeschrittenem Verwesungsstadium diesseits und jenseits der dänischen Grenze. Ein Wikingerritualmord in beiden Fällen? Begrabungssituation und Grabbeigaben deuten darauf hin. Die Ermittlerteams stochern lange im Nebel und begreifen, dass sie im Wettlauf gegen die Zeit antreten, als feststeht, dass weitere junge Frauen vermisst werden. Ein erfreulich knapper und abwechslungsreicher Erzählstil, eine spannende, wenngleich nicht ganz überzeugende Geschichte. Ein bisschen zu abgehoben die Seite der Täterschaft, die auch ein bisschen übermenschlich daherkommt. Die Protagonisten wirken ansonsten sehr sympathisch und überzeugend. Die Leserschaft wird bis zum Ende „gefangen“ gehalten. Man bedauert, den ersten Fall nicht zu kennen und freut sich auf den nächsten.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Nicht wirklich überzeugend

Racheritual
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„Mit Baxter Kincaid wollte ich eine bodenständige Figur in den Mittelpunkt stellen, einen Mann ohne Superkräfte, der aber trotzdem bereit ist, sein Leben zum Schutz der Menschen in seiner Stadt aufs Spiel ...

„Mit Baxter Kincaid wollte ich eine bodenständige Figur in den Mittelpunkt stellen, einen Mann ohne Superkräfte, der aber trotzdem bereit ist, sein Leben zum Schutz der Menschen in seiner Stadt aufs Spiel zu setzen“, beschreibt der Autor den Hintergrund zu seinem neuen ‚Serienhelden’ Das ist ihm soweit auch gelungen. Fast kommt einem der ständig koksende Kincaid sogar ein wenig naiv, auf jeden Fall planlos vor. Wenn aber mal keine Superhelden im Mittelpunkt stehen sollen, warum stellt der Autor seinem neuen Protagonisten dann mit Corin eine Frau an die Seite, die genau das zu sein scheint und warum muss auch der Gegner einer sein, der offenbar über alle Mächte der Welt verfügt und fast immer reüssiert und die anderen wie die letzten Deppen dastehen lässt. Diese Geschichte um den sogenannten Ravenkiller, der durch eine List vor fast einem Jahrzehnt überführt werden konnte erscheint in allen Aspekten überzogen. Man möchte meinen, selbst der Durchgeknallteste verhält sich nicht so. Rasant und spannend geschrieben – das auf alle Fälle. Aber die Geschichte selbst überzeugt nicht wirklich. Auch nicht der überbordende Altruismus von Kincaid.

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