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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2025

Feine Urlaubslektüre

Was am Ufer lauert
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Von rauer Schönheit, so kann man den Gardasee und seine Umgebung bezeichnen. Wenn da nicht die Leiche einer Frau da so herumliegen würde, und dann verschwindet. Und natürlich muss Gerichtsreporterin Gianna ...

Von rauer Schönheit, so kann man den Gardasee und seine Umgebung bezeichnen. Wenn da nicht die Leiche einer Frau da so herumliegen würde, und dann verschwindet. Und natürlich muss Gerichtsreporterin Gianna Pitti diese entdecken. Eigentlich war sie zu einem Treffen mit einem Informanten ihres, wieder aufgetauchten, Vaters unterwegs. War das die Informantin, die vermeintliche Geheimnisse von Winston Churchill zu enthüllen wusste? Die Pittis, also Gianna, ihr Vater, dessen Bruder - der Marchese - machen sich zusammen mit der Chefredakteurin des Messaggero di Riva auf die Suche nach eben diesen Geheimnissen. Aber nicht nur sie, da scheinen etliche Andere ihr Unwesen zu treiben und eine Schießerei, eine Entführung, weitere Leichen zu produzieren. Und alles für dieses Geheimnis? Flott und aus wechselnden Perspektiven der Protagonisten erzählt, bildreich die malerische Kulisse des Gardasees darstellend, wird die Leserschaft spannend, teils auch humorig unterhalten. Die Charaktere irgendwie liebenswert-schrullig.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Der Ton spielt hier die ungute Musik

Vergangenes Sylt
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Die Geschichte ist etwas überdreht. Ein Rachefeldzug nach Jahrzehnten, den die planende Person selbst gar nicht ausführt. Mittendrin ein Politiker mit schmutziger Vergangenheit und Hannah Lamberts Team, ...


Die Geschichte ist etwas überdreht. Ein Rachefeldzug nach Jahrzehnten, den die planende Person selbst gar nicht ausführt. Mittendrin ein Politiker mit schmutziger Vergangenheit und Hannah Lamberts Team, das merkwürdig miteinander umgeht. Der Ton, der hier durchgängig vorherrscht! An sich zügig erzählt und auch spannend gehalten, machen die Unbeherrschtheit und die Umgangsformen leider Einiges an Lesevergnügen zunichte. Auch die Handlungen sind teils grenzwertig.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Man ist zwiespältig

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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Da stoßen Welten aufeinander im altehrwürdigen Oxford. Obwohl, bei den Protagonisten fällt einem das „Altehrwürdig“ fast wieder aus dem Mund. Eine Tote im Arbeitszimmer von Provost Sir James, Leiter der ...

Da stoßen Welten aufeinander im altehrwürdigen Oxford. Obwohl, bei den Protagonisten fällt einem das „Altehrwürdig“ fast wieder aus dem Mund. Eine Tote im Arbeitszimmer von Provost Sir James, Leiter der Barnabas Hall. Der Fall wird DI Wilkins übertragen, aber nicht DI Ray Wilkins, wie eigentlich angeordnet, sondern DI Ryan Wilkins. Der daraufhin, wie es seine Art ist, alle vor den Kopf stößt und von einem Fettnäpfchen ins nächste hüpft, was DI Ray Wilkins, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, zukünftig verhindern soll. Ryans Auftreten ist nicht nur ungehobelt, wie der Klappentext glauben machen will, es ist schlicht inakzeptabel. Selbst wenn er auf der richtigen Spur zu sein scheint, geht sein Vorgehen nicht nur seinem Partner und seinen Vorgesetzten gegen den Strich. Auch als Leser ist man zwischenzeitlich genervt. Die Geschichte nicht ohne Witz und Hinterlist erdacht und erzählt. Sie hält den Spannungsbogen durch das viele „Falschabbiegen“ der Detectives in dieser verzwickten Geschichte hoch. Sie ist rasant erzählt und menschelt zwischendurch durchaus. Wenn nur das Verhalten von Ryan nicht so arg überzogen dargestellt wäre. Da gibt es eigentlich keine Entschuldigung, auch wenn man mit ihm leidet, wenn so viele unerträgliche Verhaltensweisen, wie z.B. vom Provost, nicht geahndet werden. Die Bewertung ist eigentlich 3,5.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Treffend

Devil's Kitchen
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Heiß geht es her in Devil’s Kitchen. Die Feuerwehr als Gang, die Brände legt, um ihre Raubzüge zu verschleiern und jeden ausmerzt, der ihre Kreise stören oder ihnen auf die Spur kommen könnte. Dazwischen ...

Heiß geht es her in Devil’s Kitchen. Die Feuerwehr als Gang, die Brände legt, um ihre Raubzüge zu verschleiern und jeden ausmerzt, der ihre Kreise stören oder ihnen auf die Spur kommen könnte. Dazwischen Ben, der zwar mitmacht, seinen Kollegen aber nicht mehr traut und auf der Suche nach seiner Freundin und dessen Sohn ist, die verschwunden sind, von der Polizei aber nur halbherzig oder nicht gesucht werden. Stecken seine Komplizen hinter dem Verschwinden? Er wendet sich mit dem Versprechen von „Enthüllungen“ erneut an die Polizei, vergeblich, wie es scheint, bis Spezialistin Andy auftaucht. Und ab da spielen alle falsch. Der Auftraggeber von Andy, der sie einschleusen will, um einen Polizistenmörder, der in diesem Feuerwehteam stecken muss, zu enttarnen. Der gleichzeitig ein toxisches Verhältnis zu Andy hat. Andy, die eigenen Dämonen folgt. Ben, der Andy auch nicht traut und daher auch „unsauber“ spielt. Seine Komplizen, die allesamt hinterhältig, falsch und gestört sind. Wie eigentlich alle Protagonisten. Schwer, hier Sympathien zu entwickeln. Vielleicht noch für Andy und Ben, beide getrieben und irgendwie verloren. Brandheiß trifft es wirklich. Der Titel ebenfalls. Schwer verdaulich, die gesamte Situation, die sehr gewaltgeprägt ist. Die Lektüre hält die Leser definitiv bei der Stange. Macht aber auch traurig und betroffen und ist zwischendurch eigentlich nur erschütternd. Dennoch: eine brandheiße Lektüre.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Rasant

Narbensommer #Thriller
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Grausame Morde erschüttern Frankfurt und das Ermittlerteam rund um Marc und Zoé. Da sich diese im Umfeld einerseits der albanischen Mafia, andererseits einer Rockergruppierung zugetragen haben, ist man ...

Grausame Morde erschüttern Frankfurt und das Ermittlerteam rund um Marc und Zoé. Da sich diese im Umfeld einerseits der albanischen Mafia, andererseits einer Rockergruppierung zugetragen haben, ist man versucht, an einen Machtkampf zwischen diesen zu glauben. Allerdings sind die Morde derart brutal, dass das auch wieder widersinnig erscheint. Dennoch tut man sich mit der Abteilung für Bandenkriminalität, Drogen und Prostitution zusammen, um erste Spuren zu finden, aber auch, um eine Eskalation zu verhindern, zumal auch noch ein Anschlag für Chaos sorgt. Dass alles seinen Ursprung in einem Mord vor über 20 Jahren hat, erfährt nur der Leser, der die Gedankengänge des Täters zur Kenntnis bekommt. Man fragt sich, was der Trigger für die heutigen Morde war. Die Sendung Aktenzeichen XY, die die Aufklärung des damaligen Mordes verkündet? In der undurchsichtigen Gemengelage, in der auch Kollegen aus den eigenen Reihen und der Staatsanwaltschaft ins Visier der Ermittlungen geraten, rücken auch Marcs unbewältigte Angststörungen in die Optik und die Ermittler selbst ins Blickfeld des Täters. Die Abhängigkeiten, die hier zwischen bestimmten Personen dargestellt werden, scheinen nicht ganz glaubwürdig oder überzogen. Die dargestellten Taten und die Motivation des Mörders haben etwas zutiefst Widerwärtiges. Wie kommt man nur auf so was? Rasant geschrieben, durch die wechselnden Perspektiven spannend gehalten, der Trick, den Lesern durch die Darstellung der Täterseite quasi einen Vorsprung vor den Ermittlern zu gewähren, gelungen. Pageturner trifft es nahezu.

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