Mischung aus Krimi und Tragödie
So kalt die NachtEs geht um schreckliches Leid, Überfordertsein, menschliches Versagen, abgrundtiefen Hass. Das Alles wird in Retrospektiven, die auf Ereignissen, die fast 40 Jahre zurückliegen, zurückblicken und auf Geschehnisse, ...
Es geht um schreckliches Leid, Überfordertsein, menschliches Versagen, abgrundtiefen Hass. Das Alles wird in Retrospektiven, die auf Ereignissen, die fast 40 Jahre zurückliegen, zurückblicken und auf Geschehnisse, wenige Monate zuvor, akribisch aufgerollt und damit gleich mehrere Tragödien enthüllt. Das wissen Kriminalhauptkommissarin Anna und ihr neuer Kollege Frieder aber noch nicht, als sie mit dem Fund von Leichen konfrontiert werden, die man offenbar qualvoll verdursten ließ. Fieberhaft versucht man, Verbindungen zwischen den Toten herzustellen, um eine mögliche Motivlage und damit auch Verdächtige identifizieren zu können. Dabei tun sie sich schwer. Anna verheimlicht immer häufiger auftretende Panikattacken. Frieder wurde von den Düsseldorfer Kollegen nur all zu gerne an Annas Team abgegeben, weil er anders ist. Er schaut keinem direkt in die Augen, hat mehrere Kontrollzwänge hinsichtlich Reinheit, Hygiene und Ordnung, tut sich schwer im zwischenmenschlichen Interagieren. Leander Lost lässt grüßen. Die Geschichte ist flüssig, temporeich und spannend erzählt, liefert auch einiges an Charakterstudien, ist eine gelungene Mischung aus Krimi und Tragödie und bietet noch eine überraschende Wendung zum Schluss. Man freut sich auf eine weitere Folge.