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Veröffentlicht am 28.04.2025

Nichts Neues unter der Sonne des Languedoc

Tödliches Carcassonne
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Wie man bereits dem Titel entnehmen kann, geht es diesmal ins Languedoc nach Carcassonne, frankophilen Leserinnen und Lesern durch das bestens erhaltene Wahrzeichen der Stadt, die historische Festungsanlage ...

Wie man bereits dem Titel entnehmen kann, geht es diesmal ins Languedoc nach Carcassonne, frankophilen Leserinnen und Lesern durch das bestens erhaltene Wahrzeichen der Stadt, die historische Festungsanlage Cité de Carcassonne, ein Begriff.

Eine männliche Leiche hat sich in einer der zahlreichen Schleusenanlagen des Canal du Midi verfangen. Es ist kein Geheimnis, dass es Boote auf dem Canal gibt, die seit geraumer Zeit als Zwischenlager und Drogenverstecke dienen, was Benoit Tessier und Julie Saidi, die beiden für die Aufklärung des Todesfalls verantwortlichen Ermittler der Police nationale in Toulouse, auf den Plan ruft. Julie ist der Liebe wegen von Paris nach Toulouse gewechselt, fühlt sich aber noch immer nicht wirklich im Süden angekommen, was auch ihrem Kollegen Benoit geschuldet ist, der sich keine Mühe gibt, ihr den Neuanfang zu erleichtern, da er vorrangig mit privaten Problemen beschäftigt ist, die sein Engagement bei der Arbeit spürbar bremsen. Aber ganz so simpel wie eingangs vermutet, gestalten sich die Recherchen im Umfeld des Toten nicht. Erst als Julie die Mutter des Toten befragt, gibt ihr diese eine Hinweis, die die Ermittlungen dann auch voranbringen.

Kurz darauf wird die Leiche der jungen Chloé Voltaire am Fuß einer Burgruine gefunden. Die offiziellen Stellen vermuten einen tragischen Unglücksfall, aber der Vater Chloés, Stammgast im Restaurants „Chez Isabelle“ bezweifelt das und bittet Alain Olivier, Inhaber des Restaurants und ehemaliger BKA-Beamter um Hilfe, die ihm dieser auch zusichert. Recht schnell stellt Alain fest, dass die beiden Todesfälle Gemeinsamkeiten aufweisen und nur dann zu knacken sind, wenn Julie und er ihre Erkenntnisse teilen, Wissen und Erfahrung bündeln und so den Schuldigen auf die Spur kommen.

Warum es jetzt unbedingt Carcassonne sein muss, hat sich mir leider nicht erschlossen, denn weder hat die höchst interessante Historie der Stadt noch die Katharer-Vergangenheit der Region für die beiden Mordfälle eine Rolle gespielt. Also könnte dieser Kriminalroman überall dort verortet sein, wo eine alte Burgruine in der Landschaft steht, denn dem unter Pseudonym schreibenden Autor Pascal Larroc ist es leider nur in Ansätzen gelungen, die Atmosphäre der im Titel so prominent platzierten Stadt im Languedoc zu transportieren. Das wird jede/r bestätigen können, der/die in Carcassonne oder dem Languedoc schon einmal Urlaub gemacht hat.

Was ich leider auch vermisst habe, war die im Klappentext erwähnte französische Küche, mit der Alain angeblich seine Gäste verwöhnt. Das Nennen von zwei, drei Gerichten und einer Flasche Wein deckt dies meiner Meinung nach nicht ab d.h. diesen Hinweis könnte und sollte man sich sparen, um keine falschen Erwartungen zu wecken.

Ein routiniert geschriebener, leidlich spannender und schnell gelesener Kriminalroman, dem es aber leider an einem Alleinstellungsmerkmal mangelt, das ihn aus der Masse der Frankreich-Krimis hervorheben könnte.

Veröffentlicht am 26.04.2025

Frauenleben in Irland

Coast Road
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1994, Ardglas im County Donegal. Ein Küstenstädtchen, in dem misstrauisches Beäugen, Klatsch und Tratsch an der Tagesordnung ist, und diejenigen, die sich nicht an die ungeschriebenen Regeln halten, hinter ...

1994, Ardglas im County Donegal. Ein Küstenstädtchen, in dem misstrauisches Beäugen, Klatsch und Tratsch an der Tagesordnung ist, und diejenigen, die sich nicht an die ungeschriebenen Regeln halten, hinter vorgehaltener Hand zum Tagesgespräch werden. Kein gutes Pflaster für die Frauen, die in unglücklichen Ehen ausharren müssen, denn noch fehlt Mitte 1994 die Möglichkeit zur legalen Trennung. Diese wird erst ein Jahr später durch einen sehr knappen Volksentscheid geschaffen.

Murrin beschreibt mit viel Feingefühl die ungeschriebenen Gesetze und gesellschaftlichen Konventionen, die von Hoffnungslosigkeit geprägte Enge, mit der viele verheiratete Frauen in dem vom Katholizismus geprägten Irland zu kämpfen haben. Gefangen in unglücklichen Ehen, in denen Männer die Regeln festlegen, für sich selbst aber kein Problem damit haben, diese zu brechen. Freiheit und Selbstverwirklichung hingegen wird den Frauen nicht zugestanden.

Exemplarisch in „Coast Road“, dem beeindruckenden Debütroman des mehrfach für seine Kurzgeschichten ausgezeichneten Autor, zeigt Alan Murrin, drei Frauenleben: Colette, Dichterin und Freigeist, die den Ausbruch gewagt hat, aber von Sehnsucht nach ihren Kindern getrieben zurückkehrt. Ein Umstand, den Shaun, ihr Mann, für sich zu nutzen weiß. Izzy, deren ehrgeiziger Politikergatte James sie in die Depression treibt, ihr wegnimmt, was ihr am meisten bedeutet. Interessanterweise hat er zwar die Liberalisierung des Scheidungsrechts auf seiner Agenda, setzt aber alles daran, den Pfarrer, der Verständnis für die Probleme seiner Frau zeigt, aus der Gemeinde zu entfernen. Und Dolores, Mutter von vier Kindern und erneut schwanger, verheiratet mit dem notorischen Fremdgeher Donal.

Murrin beschreibt mit viel Feingefühl die ungeschriebenen Gesetze und gesellschaftlichen Konventionen, die von Hoffnungslosigkeit geprägte Enge, mit der viele verheiratete Frauen in dem vom Katholizismus geprägten Irland zu kämpfen haben. Gefangen in unglücklichen Ehen „bis dass der Tod sie scheidet“, in denen Männer die Regeln festlegen, für sich selbst aber kein Problem damit haben, diese zu brechen, was zu allem Überfluss auch noch von vielen drn weiblichen Mitgliedern der Gemeinde toleriert und nicht hinterfragt wird. Schaut man sich deren argwöhnische Kommentare über diejenigen an, die ein solches Verhalten nicht länger hinnehmen wollen, nach Veränderung streben, gewinnt man den Eindruck, dass sie ihren Alltag komplett unreflektiert leben und die Unterdrückung ihrer Bedürfnisse klaglos akzeptieren. Von Verstehen, Sympathie und Solidarität, Gott bewahre, keine Spur. Traurig.

Veröffentlicht am 23.04.2025

Dunkle Wolken über Fuseta

Lautlose Feinde
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Wenn der Frühling erwacht, wecken die ersten Sonnenstrahlen die Lust nach einem Ortswechsel. Ziel ist vorzugsweise der europäische Süden. Das haben auch die Verlage erkannt, und so verwundert es nicht, ...

Wenn der Frühling erwacht, wecken die ersten Sonnenstrahlen die Lust nach einem Ortswechsel. Ziel ist vorzugsweise der europäische Süden. Das haben auch die Verlage erkannt, und so verwundert es nicht, dass jetzt wie an der Schnur die neuen Urlaubskrimis erscheinen. Eröffnet wird dieser Reigen für mich mit „Lautlose Feinde“, dem an der östlichen Algarve verorteten Band 7 der Lost in Fuseta-Krimis von Gil Ribeiro / Holger Karsten Schmidt. Eine gelungene Reihe, auf deren Fortsetzung ich mich immer wieder freue.

Ein Tag vor Leanders und Soraias Hochzeit wird das Team der Policia Judiciária zu einem Tatort gerufen. Ein Zollbeamter wurde ermordet aufgefunden, getötet, als er die Entführung seiner Enkelin verhindern wollte. Kurz darauf wird ein absurd hohes Lösegeld für deren Freilassung gefordert. Ein Betrag, den die Familie nie und nimmer aufbringen kann.

Glück im Unglück, denn vor Ort ist eine hochrangige Verwaltungsvertreterin, die in internen Angelegenheiten gegen Graciana ermittelt und diese deshalb temporär von ihrer Stelle als Teamleiterin freisetzt und dem wie immer unkollegialen Duarte kommissarisch die Leitung überträgt. Was Graciana aber nicht daran hindert, alles was nötig ist zu tun, um das kleine Mädchen wohlbehalten zu ihrer Familie zurück zu bringen und dafür zu sorgen, dass die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Ermittlungen fördern nach und nach Erstaunliches zutage, denn offenbar sind an der idyllischen Algarve skrupellose internationale Agenten mit ihren Helfershelfern zu Gange, die für ihre Missionen über Leichen gehen. Menschenleben zählen für sie nichts, es sei denn, es handelt sich um das eigene Fleisch und Blut. Unbeteiligte Opfer werden als Kollateralschaden abgehakt, was Leander schmerzvoll erfahren muss.

Natürlich bleibt bei einer Reihe, die mich seit Band 1 begleitet, der Vergleich mit den Vorgängern nicht aus. Und diesmal ist der Funke leider nicht übergesprungen. Ich habe den gewohnten Charme vermisst, obwohl alle bekannten „Zutaten“ vorhanden waren: Die atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen inklusive das Azul des Himmels, das gemütliche Beisammensein bei den Rosados, Graciana und Carlos (das nächste Traumpaar?), Leander Lost mit seinen liebenswerten Marotten und dem glasklaren Verstand und natürlich Duarte, hinterhältig wie eh und je.

Die Story war zwar komplex, mir aber viel zu „glatt“ und leider nur mit wenigen Höhepunkten, durch das vorangestellte Personenverzeichnis leider auch zu durchschaubar. Die Frage muss gestattet sein: Warum wird ein Agententhriller unbedingt in Fuseta verortet (ja, ich weiß, die Erklärung wurde im Text gegeben, hat sich für mich aber nicht stimmig angefühlt)? Wenn es schon politisch werden muss, warum dann nicht mit einen Fall, der wie in Bd. 2 die koloniale Vergangenheit thematisiert oder in Zusammenhang mit der Nelkenrevolution steht? Oder...oder...oder…

Veröffentlicht am 17.04.2025

Ein literarisches Kleinod

Die Kolonie
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Audrey Magee verbindet in ihrem Roman „Die Kolonie“ (2022 auf der Longlist des Booker Prize) auf ungewöhnliche Weise die nordirischen „Troubles“ mit dem Leben auf einer übersichtlichen, namenlosen Insel ...

Audrey Magee verbindet in ihrem Roman „Die Kolonie“ (2022 auf der Longlist des Booker Prize) auf ungewöhnliche Weise die nordirischen „Troubles“ mit dem Leben auf einer übersichtlichen, namenlosen Insel vor der westlichen Küste der irischen Republik. Beschreibungen des Inselalltags wechseln sich ab mit Meldungen über die Todesopfer, die die gewaltsamen Auseinandersetzungen auf beiden Seiten in Nordirland fordern. Diese Einschübe sind zu Beginn kurz, meist nur wenige Zeilen, was ihnen aber nicht die Eindringlichkeit nimmt. Im Verlauf des Romans nimmt die Länge der Terrormeldungen zu und sie werden auch in den Gesprächen zwischen den Inselbewohnern thematisiert. Aber das ist nur die Klammer, die alles zusammenhält.

Wir schreiben 1979, die Bevölkerung auf der kleinen Insel ist mittlerweile stark geschrumpft, nur noch zweistellig. Wer der englischen Sprache mächtig ist, verlässt das Eiland und versucht, sich in England eine Existenz aufzubauen, während die Zurückgebliebenen ihrem traditionellen Tagwerk nachgehen. Die Männer fahren zum Fischen aufs Meer, die Frauen kümmern sich um Haus, Hof und die Kinder. So, wie es schon immer war. Im Sommer 1979 treffen dort zwei Besucher ein, die diese beiden Pole verkörpern und zwischen denen ein Kampf der Kulturen entfacht wird.

Mr Lloyd, ein erfolgloser, mittelmäßig talentierter englischer Maler, der sich von der ursprünglichen, rauen Natur und dem Inselleben neue Inspirationen erhofft, ist zum ersten Mal vor Ort. Egoistisch beharrt er auf seinem Bedürfnis nach Einsamkeit, ist er doch zahlender Gast, und sucht den Kontakt zu den Bewohnern nur dann, wenn sie ihm von Nutzen sind. Er bewohnt ein isoliertes Cottage und empfängt dort Mairéad, deren Mann, Vater und Bruder dem Meer zum Opfer gefallen sind. Dass sie ihm heimlich Modell sitzt, muss ihr Geheimnis bleiben. Und auch James, ihr 15-jähriger Sohn, ist von dem Maler fasziniert und freundet sich mit ihm an. Lloyd zeigt ihm die Basics und ermuntert ihn, es auch einmal zu versuchen. Es dauert nicht lange, bis er erkennt, dass der Junge sehr talentiert und viel besser als er selbst ist. Und nicht ohne Eigennutz schildert Lloyd James die Möglichkeiten, die James Umzug nach England und die Vermarktung seiner außergewöhnlichen Gemälde dort mit sich bringen könnte. Gleichzeitig ermuntert er ihn, eigene Wege zu gehen, die Insel und deren kulturelles Erbe hinter sich zu lassen.

Jean-Pierre Masson, ein französischer Linguist mit einer algerischen Mutter, hat quasi Heimrecht, war er doch im Zuge seiner Habilitation über die gälische Sprache schon öfter auf der Insel. Er ist fast schon besessen davon, diese zu bewahren, weshalb er sich auch über die Anwesenheit des Engländers ärgert, der des Gälischen nicht mächtig ist und deshalb in seiner englischen Muttersprache kommuniziert. Und deshalb muss sich Lloyd immer wieder mit der Anschuldigung Massons auseinandersetzen, dass er die Reinheit des Experiments gefährde und auch nicht besser als die britischen Kolonialisten sei. Masson ist ihm gegenüber ruppig und übergriffig, gleichzeitig aber im Umgang mit James‘ Großmutter mitfühlend und empathisch. Jemand, dessen Verhalten man erst dann einordnen kann, wenn man mehr über seinen persönlichen Hintergrund erfährt.

Es ist eine Vielzahl von Themen, die in diesem Roman ihren Platz finden. Es geht um Leben und Zusammenleben, um Identität und Selbstverwirklichung, um das Bewahren von Traditionen und Neuanfänge, um Sprache und künstlerischen Ausdruck und um die leidvolle Geschichte eines zerissenen Landes. Last but not least ist „Die Kolonie“ vor allem wegen der sprachlichen Qualität ein Juwel, wie man es nur selten findet. Deshalb geht ein dickes Dankeschön auch an Nicole Seifert, die eine großartige Übersetzung abgeliefert hat.

Ein Highlight, das man nicht verpassen sollte. Lesen. Unbedingt!

Veröffentlicht am 10.04.2025

Tödliches Halali im Wendland

Der Wolf im dunklen Wald
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Nach jahrzehntelanger Abwesenheit kehrt Gutsbesitzer Heiko von Boenning ins Wendland zurück und veranstaltet anlässlich seiner Rückkehr eine Treibjagd mit geladenen Gästen. Es soll das gesellschaftliche ...

Nach jahrzehntelanger Abwesenheit kehrt Gutsbesitzer Heiko von Boenning ins Wendland zurück und veranstaltet anlässlich seiner Rückkehr eine Treibjagd mit geladenen Gästen. Es soll das gesellschaftliche Ereignis der Saison werden, endet aber schockierend anders als geplant. Tommi Winkels, ein ehemaliger Schulfreund von Boennings wird vermisst, kurze Zeit später im Dragahner Forst erstochen aufgefunden. Die Messerstiche sind tief und zahlreich, die spätere Obduktion wird ergeben, dass der Täter in rasender Wut auf ihn eingestochen hat.

Ein neuer Fall für Carla Seidel, die erfolgreiche Mordermittlerin, die samt ihrer Tochter Lana wegen ihres gewalttätigen Ehemanns Hamburg den Rücken gekehrt hat und nun als Kommissarin in Dannenberg ihre Fähigkeiten unter Beweis stellt. Ein Fall, der sie fordert, denn Winkels wird nicht der einzige Tote bleiben. Und auch im privaten Bereich stehen Probleme ins Haus. Lanas Volljährigkeit steht an, und sie möchte unbedingt Kontakt zu ihrem Vater aufnehmen, was dazu führt, dass Carla wieder vermehrt zur Flasche greift. Sie ist eine kompetente Ermittlerin, aber gleichzeitig auch eine Frau mit Ecken, Kanten und einer schmerzhaften Vergangenheit, die sie zwar durch den Ortswechsel hinter sich lassen wollte, von der sie aber doch immer wieder einholt wird. Und Vergangenheit ist auch in den vorliegenden Mordfällen der Schlüssel zur Entlarvung des Täters.

Wie bereits in „Die Sehenden und die Toten“, dem ersten Band der Reihe, merkt man auch in „Der Wolf im dunklen Wald“ die Handschrift des Profis. Die ehemalige Verlagsleiterin weiß, was einen erfolgreichen Kriminalroman ausmacht: Ein gelungenes Setting, eine interessante Protagonistin, eine gut geplottete Story, hohes Tempo durch unterschiedliche Sichtweisen auf den Fall und schlussendlich ein Motiv, das zwar lange verborgen bleibt, aber zum Miträtseln einlädt. Definitiv ein spannender Krimi und eine Reihe, die ich weiterverfolgen werde. Gut gemacht, Sia Piontek!