Platzhalter für Profilbild

HexeLilli

Lesejury Star
offline

HexeLilli ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit HexeLilli über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2025

Ein super Team

Enna Andersen und die dunklen Tage
0

Cover und Titel passen sehr gut zu der Geschichte. Meint doch jemand er tut Menschen mit Depressionen einen Gefallen, in dem er sie umbringt. Durch den samtigen Einband war es eine Freude, das Buch in ...

Cover und Titel passen sehr gut zu der Geschichte. Meint doch jemand er tut Menschen mit Depressionen einen Gefallen, in dem er sie umbringt. Durch den samtigen Einband war es eine Freude, das Buch in den Händen zu halten. Durch die kurzen Kapitel und den Erzählstiel kam man schnell durch die Seiten. Die Geschichte spielt in Niedersachen, meiner Heimat. Das Cold-Case Team um Enna Andersen nimmt sich einen fünf Jahre zurückliegenden Mordfall vor. Die junge Frau wurde mit einem Schlangengift getötet. Bald entdeckt man Parallelen zu weiteren Mordfällen. Mir hat sehr gut gefallen, dass die Geschichte flüssig erzählt wurde, kein Gespringe zwischen verschiedenen Zeitebenen, sondern von Anfang bis Ende fortlaufend. Das Team hat eine tolle Ermittlungsarbeit geleistet, wobei ihnen gleich noch ein Verbrecher ins Netz ging. Alle fünf Protagonisten waren mir auf ihre Art sympathisch. Die Zusammenarbeit klappte prima, jeder konnte sich auf den Anderen verlassen. Auch das Privatleben kam zur Sprache, was eine kleine Abwechselung bedeutete. Der Krimi kam ohne blutige Szenen aus. Das Thema Depression wurde gut in die Handlung mit einbezogen. Die Lösung des Falls erfolgte erst kurz vor Schluss. Nur über die Motive des Täters hätte ich mir noch etwas mehr Aufklärung gewünscht. Alles in allem ein guter, solider Krimi mit kleinen Schwächen, den ich gerne gelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2025

Solider Krimi mit überraschenden Wendungen

Die Brandung – Leichenfischer
0

Beim Titel und beim Cover habe ich den Bezug zum Inhalt des Buches vermisst, dass sieht so gar nicht nach Ostsee aus. Dies ist der zweite Band der Trilogie "Die Brandung", (den ersten Teil braucht man ...

Beim Titel und beim Cover habe ich den Bezug zum Inhalt des Buches vermisst, dass sieht so gar nicht nach Ostsee aus. Dies ist der zweite Band der Trilogie "Die Brandung", (den ersten Teil braucht man nicht unbedingt zu kennen). Die Geschichte beginnt gleich sehr spannend und gruselig.
Im deutsch-dänischem Grenzgebiet werden zwei verweste Frauenleichen gefunden, sie wurden nach Wikingerart begraben. Das ruft die dänische Archäologin Fria Svensson auf den Plan. Sie möchte Kommissar Ohlsen von der Flensburger Kripo mit ihrem Fachwissen gerne unterstützen, aber dieser tut sich etwas schwer, die Hilfe anzunehmen, obwohl seit Tagen noch zwei junge Frauen vermisst werden.

Der Erzählstrang mit den Ermittlern konnte mich noch überzeugen, die Anderen mit Netti, Julia, Samantha und Laurenz haben mich im ersten Drittel total verwirrt. Ich wusste lange nicht, was ich davon halten sollte. Der ständige Perspektivwechsel störte arg meinen Lesefluss. Der Autorin gelang es mich beim Miträtseln ständig auf eine falsche Spur zu lenken. Durch die gute Beschreibung der Orte und Personen, war man hautnah am Geschehen. Die detaillierte Polizeiarbeit tat ihr übriges. Die Protagonisten kamen sehr sympathisch rüber, allem voran Ohlsen und Fria, die keine Angst vor Alleingängen hat.
Trotz einiger unnötiger Längen, ein guter solider Krimi, ohne viel Blutvergießen und einem überraschendem Ende, das bei mit etwas zu kurz kam.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2025

Geheimnis im Dornwald

Dorn. Hotel der Angst
0

Ich war sehr gespannt auf die neue Reihe mit dem Kriminalpsychologen Simon Dorn und der Ermittlerin Lea Wagner, des Autoren Jan Beck, zumal mir die Bücher mit den Ermittlern Björk und Brand sehr gut gefallen ...

Ich war sehr gespannt auf die neue Reihe mit dem Kriminalpsychologen Simon Dorn und der Ermittlerin Lea Wagner, des Autoren Jan Beck, zumal mir die Bücher mit den Ermittlern Björk und Brand sehr gut gefallen haben. Das sehr schlichte Cover mit dem Titel klingt schon sehr geheimnisvoll. Die ersten Seiten des Thrillers beginnen sehr grusselig. Einer ist auf der Flucht vor dem Bösen, der Andere auf der Suche nach dem Teufel. Die Geschichte spielt in Hamburg und Österreich. Verschiedene Erzählstränge und versetzte Zeitebenen sorgen für Dynamik. Manchmal war es allerdings zu viel des Guten, mein Kopfkino konnte kaum so schnell umdenken. Auch die vielen verschiedenen Orte sorgen für Verwirrung. Es dauerte auch sehr lange, bis sich die beiden Protagonisten gefunden haben.

Simon Dorn meidet nach vielen Schicksalsschlägen die Menschen. Er lebt in der alten Hotelruine seiner Vorfahren, Dornwald in Bad Gastein. Gemeinsam mit der Cold Cases Ermittlerin Karla Hofbauer, seine einzige Verbindung zur Außenwelt, versucht er eine drei Jahre alte, zurückliegende Mordserie aufzuklären. Dann wird Karla in Hamburg nach der gleichen Methode ermordet. Die junge Kriminalbeamtin Lea Wagner aus Wien folgt Karlas Spuren und macht Bekanntschaft mit Simon Dorn.
Die Geschichte war von Anfang an nicht vorhersehbar. Die Charaktere kamen sehr gut rüber, die unerschrockene Lea, die zielstrebig ihr Ziel verfolgt, ohne an die Folgen zu denken, der einsame und menschenscheue Simon, der versucht sich in die Psyche des Mörders zu versetzen und diesen sogar herausfordert. Lange habe ich gerätselt, was den Täter antreibt, und wer seine Begleitung ist. Mit dem Ende hatte ich allerdings nicht gerechnet.
Nur eins hätte ich zu bemängeln, wie kann man in einem Gewölbekeller mit dicken Mauern PC Empfang haben? Ich denke diese Reihe hat auf jeden Fall noch Potenzial nach oben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2025

Fesselnd und grausam

The Twenty
0

Das Cover und auch das deutschsprachige Buch mit dem englischen Titel fand ich so gar nicht ansprechend. Gewundert hat mich, dass das erste Buch der Autorin nicht ins deutsche übersetzt wurde. Die Kapitel ...

Das Cover und auch das deutschsprachige Buch mit dem englischen Titel fand ich so gar nicht ansprechend. Gewundert hat mich, dass das erste Buch der Autorin nicht ins deutsche übersetzt wurde. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, der Schreibstiel ist fesselnd. Der Thriller ist in 3 Teile unterteilt und umfasst einen Zeitraum von ca. 14. Tage. Verschiedenen Erzählstränge aus unterschiedlichen Perspektiven, Zeitungsauschnitte und Autopsie Berichte sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel.
Auf einer illegalen Mülldeponie findet man fünf ausgeblutete Leichen, alle in verschiedenen Stadien der Verwesung. Adam Bishop und sein Partner Jamie Hoxton findet außerdem römische Ziffern bei den Toten. Sie wurden durchnummeriert, der Täter zählt von zwanzig herunter. Adams Ex Frau Dr. Romilly Cole hat einen Verdacht. Es begann vor 30 Jahren als ihr Vater junge Frauen ermordete. Aber der sitzt im Gefängnis. Die Ermittler müssen schnell handeln, der Mörder kommt ihnen immer näher.
Komplexe Figuren und fesselnde Handlung, mit vielen überraschenden Wendungen hielten die Spannung von der ersten Seite an hoch. Verkorkste Kindheit, gestörte Persönlichkeiten war bei den Protagonisten an der Tagesordnung. Komischerweise ist aus allen beruflich was gutes geworden. Der einzige der mir sympathetisch war, war Jamie.
Trotz kleiner Schwächen hat mich der Thriller super unterhalten. Für Leser die nicht empfindlich sind, kann ich ihn nur empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2024

Endlich angekommen

Die Töchter der Ärztin
0

Die Geschichte hätte auf jeden Fall noch Potenzial für weitere Bände. Aber leider kam der Tod dem Autorenpaar dazwischen. Mit diesem dritten Band aus der Reihe "Die Töchter der Ärztin" ist leider Schluss.
Das ...

Die Geschichte hätte auf jeden Fall noch Potenzial für weitere Bände. Aber leider kam der Tod dem Autorenpaar dazwischen. Mit diesem dritten Band aus der Reihe "Die Töchter der Ärztin" ist leider Schluss.
Das Cover zeigt heile Welt, aber so ist es leider nicht in den Familien Thomasius und von Freystetten. Wir schreiben das Jahr 1931, die Braunen sind auf dem Vormarsch, Hitler kommt an die Macht. Ricarda und Siegfried genießen ihr Rentner Leben. Henny lebt in Kalifornien. Sie arbeitet im Krankenhaus, ihr Mann in der Filmwelt. Toni leitet die ehemalige Praxis der Familie Thomasius zusammen mit ihrer besten Freundin Celia Fahrland und ihrer großen Liebe Guntram. Sie möchten eine Familie gründen, ab kann man Beruf und Kinder unter einen Hut bekommen? Toni hat da ihre Zweifel. Wie in jeder Familie liegen auch in dieser, Freud und Leid dicht beieinander.
Durch das Personenregister kam schnell die Erinnerung an die vielen Protagonisten zurück. Auch die Kartenausschnitte trugen dazu bei, ziemlich nahe am Geschehen zu sein. Durch wechselnde Orte und hautnahes Zeitgeschehen kam die Geschichte gut bei mir an. Reale Persönlichkeiten der damaligen Zeit wurden sogar darin untergebracht.
Ich kann das Buch gerne empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere