Kindheit in Westpommern
Vergiss nicht zu tanzen, HannaKindheit in Westpommern
Ein schöner zu Herzen gehender Roman, geschrieben von einem Mann mit weiblichem Autorennamen. Das Cover passt für mich sehr gut zu der Geschichte. Der Schreibstiel ist flüssig und ...
Kindheit in Westpommern
Ein schöner zu Herzen gehender Roman, geschrieben von einem Mann mit weiblichem Autorennamen. Das Cover passt für mich sehr gut zu der Geschichte. Der Schreibstiel ist flüssig und detailgetreu, ich flog schnell durch die Seiten, konnte mir alles sehr gut vorstellen. Die fünfjährige Hanna wächst mit denn Eltern, drei Brüdern und dem Großvater, zu dem sie eine sehr enge Bindung hat, in einem kleinen Dorf in Westpommern auf. Später kommt noch eine kleine Schwester dazu. Ihr bester Freund wird der Sohn des Schlachters, der sich bald den Nazis anschließt. Die Familie ist sehr fromm, besonders die Mutter. Als der Krieg ausbricht gerät die Welt der Familie aus den Fugen. Nach Ende des Krieges werden sie von ihrem Land und Hof vertrieben. Hanna, die Mutter, der jüngere Bruder und die kleine Schwester. Dabei geht die kleine Rosa verloren. Über 50 Jahre später schreibt Hanna die Geschichte für ihre Tochter Anne auf. Das Buch hat mich sehr berührt und es hat noch Tage nachgewirkt, Damals mussten selbst die Kinder in Hof und Garten mit anpacken, aber trotzdem war der Familie Zusammenhalt einmalig Die Mutter holt sich ihre Kraft durch das tägliche Beten. Einiges im Alltag kannte ich von meiner Kindheit wieder. Die Charakter kamen sehr gut rüber, die Liebe zwischen der Familie und besonders zwischen Großvater und Enkelin war spürbar. Für mich war es eine wunderschöne Familiengeschichte mit politischem Hintergrund, ich kann sie wärmstens empfehlen.