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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2024

Projekt Grimm

Vöglein schweigt
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Projekt Grimm
Dies ist der zweite Band der Trilogie, in dem eine Chatgruppe mit Namen Grimm sich an grausamen Foltermethoden erfreut. Cover und Titel passen perfekt zum Buch. Spannende Handlung und kurze ...

Projekt Grimm
Dies ist der zweite Band der Trilogie, in dem eine Chatgruppe mit Namen Grimm sich an grausamen Foltermethoden erfreut. Cover und Titel passen perfekt zum Buch. Spannende Handlung und kurze Kapitel spornen zu schnellem Lesen an. Dieser Band hat mich mehr gefesselt als der Erste. Wahrscheinlich lag es daran, das die vielen Personen und der Schreibstiel nicht mehr ganz so unbekannt waren. Gut fand ich die kleinen Rückblenden, so kam schnell die Erinnerung wieder. Auch hier wird wieder in verschiedenen Handlungssträngen erzählt, der Leser ist hautnah am Geschehen. Kriminalhauptkommissarin Nora Rothmann kehrt in den Dienst zurück. Sie fühlt sich von ihrem Vorgesetzten Dieter Quast unterfordert und versucht weiterhin Beweise über eine brutale Menschenjagd in Berlin zu finden. Waren ihr Vater und Bruder daran beteiligt und in wie weit spielt die Organisation Grimm dabei eine Rolle? Unterdessen ermittelt König in einer Mordserie an jungen Frauen, deren Körper mit schwarzen Federn verunstaltet wurden. Ein Monster treibt in seinem Folterkeller sein Unwesen. Der Autor greift auch hier ein Märchen der Gebrüder Grimm auf, "Fitchers Vogel". Ich habe es im Internet nachgelesen und es war mir nicht bewusst, dass die Grimms so grausame Märchen geschrieben haben. Die Charaktere wurden detailgetreu dargestellt, sogar Nora zeigte Gefühle, so war sie mir gleich viel sympathischer. Der Wolf ist gefasst, aber jetzt taucht das nächste Monster auf. Allen Thriller Fans die nicht zimperlich sind kann ich das Buch unbedingt empfehlen, aber man sollte zunächst Band I lesen. Ich fiebere jetzt den Abschlussband herbei und bin gespannt welche Überraschungen der für uns bereit hält.

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Veröffentlicht am 06.02.2024

Alles kommt ans Licht

Schneesturm
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Die Geschichte spielt auf einer kleinen Insel im Atlantik die zu Irland gehört. Das Cover ist so gar nicht mein Geschmack, dafür finde ich den Titel sehr passend. Der Hinweis auf dem Buchdeckel einer der ...

Die Geschichte spielt auf einer kleinen Insel im Atlantik die zu Irland gehört. Das Cover ist so gar nicht mein Geschmack, dafür finde ich den Titel sehr passend. Der Hinweis auf dem Buchdeckel einer der Freunde sei der Mörder nahm mir irgendwie die Spannung. Der Schreibstiel ist flüssig und kurzweilig. Landschaften und Charaktere der Inselbewohner und Protagonisten werden gut beschrieben. Die Story kommt ohne blutrünstige Beschreibungen aus, aber die düstere Atmosphäre zieht einen in seinen Bann. Da nicht all zu viele Personen mitspielen, kommt man mit dem Lesen schnell voran. Doch für mich waren nicht alle Handlungen nachvollziehbar, einiges sehr unlogisch. 6 Freunde treffen sich auf der Insel. Sie wollen den 10. Todestag ihres Freundes Gillian, Ehemann von Cara begehen. Diese ist nach seinem Tod zurückgekehrt und ist jetzt die Dorfpolizistin. Ihre beste Freundin Maura ist dort Lehrerin und Daithai der Wirt des örtlichen Pubs. Seamus der Bruder des Toten ist aus Hollywood angereist und Ferdy, der mit Sorcha verheiratet ist kommt aus London. Nach einem feucht fröhlichen Abend findet man eine Leiche im Felsbecken. Durch einen Schneesturm wird die Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Der Mörder muss also noch auf der Insel sein. Cara merkt, dass von der Freundschaft nicht mehr viel übrig ist und vieles nur noch brüchige Fassade. Beim Lesen spürt man förmlich den Sturm und die Kälte. Der Autorin ist es gelungen mich oft auf eine falsche Spur zu lenken. Die Auflösung ist nachvollziehbar. Durch viele unlogische Handlungen ziehe ich einen Punkt ab. Wem dass nicht stört, dem kann ich das Buch gerne empfehlen, mir hat es auf jeden Fall spannende Lesestunden geschenkt.

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Veröffentlicht am 31.01.2024

Was hast du getan?

Die Schuld, die man trägt
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Dies ist der mittlerweile achte Band aus der Sebastian Bergman Reihe, des schwedischen Autorenpaares Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt. Das Cover ähnelt den Vorgängerbanden und hat einen Wiedererkennungswert. ...

Dies ist der mittlerweile achte Band aus der Sebastian Bergman Reihe, des schwedischen Autorenpaares Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt. Das Cover ähnelt den Vorgängerbanden und hat einen Wiedererkennungswert. Da es einige Jahre her ist, dass ich einen Band gelesen habe, dauerte es einige Zeit, bis ich in die Geschichte eintauchen konnte. Mehrere Erzählstränge, viele Personen und Rückblenden in die Vergangenheit. Die Reichsmordkommission steht noch unter Schock, ist doch einer ihrer Kollegen ein Serienmörder. Jetzt gibt es einen neuen Fall. Eine angefressene Leiche in einem Schweinemastbetrieb. An der Stallwand steht in roten Buchstaben "Lös diesen Fall Sebastian Bergman" und eine Nummer. Sebastian kennt weder die Tote noch weiß er mit den Ziffern etwas anzufangen. Trotzdem scheint es um etwas persönliches zu gehen. Vanja Bergmans Tochter kann den Fall nur mit seiner Hilfe lösen, und dann gibt es weitere Tote. Zu Anfang dümpelte die Geschichte so dahin um ab der Hälfte so langsam an Fahrt aufzunehmen. Viele Faktoren aus dem persönlichen Bereich von Bergman spielten hier eine große Rolle, dabei blieb der aktuelle Fall etwas auf der Strecke. Als Neuling fand ich das etwas störend. Der Schluss hat mich allerdings total überrascht. Neugierig auf die ersten Fälle werde ich mich in nächster Zeit damit beschäftigen.

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Veröffentlicht am 14.01.2024

Verschwunden

Tief im Schatten
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Diesen zweiten Teil um die Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog kann man gut lesen, ohne den ersten Band zu kennen. Die Geschichte spielt in Schweden im beliebten Skiort Äre. Das Cover passt wunderbar ...

Diesen zweiten Teil um die Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog kann man gut lesen, ohne den ersten Band zu kennen. Die Geschichte spielt in Schweden im beliebten Skiort Äre. Das Cover passt wunderbar zu den kalten Temperaturen, die wir im Moment haben. Der Schreibstiel ist flüssig, die Kapitel kurz, man kommt schnell durch die Zeilen. Die Autorin erzählt in zwei Erzählsträngen. Die Mordermittle suchen den Mörder eines ehemaligen Weltklasse Skifahrers Johan Andersson, der mit eingeschlagenem Schädel im Schnee liegt. Die junge Rebecka ist Mitglied in einer Glaubensgemeinschaft. Hier haben die Männer das Sagen, die Frau hat sich unter zu ordnen. Das Buch hat mir gut gefallen, die Polizeiarbeit und die privaten Probleme der Protagonisten. Am meisten hat mich das Schicksal der jungen Rebecka berührt. Die Charaktere kamen realistisch und echt rüber. Hanna und Daniel ergänzen sich perfekt und waren mir sofort sympathisch. Zwischendurch geriet die Spannung mal etwas ins Hintertreffen aber die Neugier auf die nächsten Seiten ließ zum Glück nicht nach. Bei den letzten Kapiteln konnte man noch mal so richtig mit fiebern. Was mich allerdings störte waren viele Wiederholungen überwiegend in den Gedankengängen der Personen und das viele Fragen für mich offen blieben. Sonst hat mich der Krimi gut unterhalten und ich freue mich auf Band drei.

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Veröffentlicht am 01.01.2024

Die Schlange im Paradies

Stille Falle
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Ich habe schon einige Bücher des Autoren gelesen, aber dieses hat mir bis jetzt am Besten gefallen. Der Schwedenkrimi spielt in der Gegend von Malmö und ist der Auftakt einer neuen Reihe. Erst beim Lesen ...

Ich habe schon einige Bücher des Autoren gelesen, aber dieses hat mir bis jetzt am Besten gefallen. Der Schwedenkrimi spielt in der Gegend von Malmö und ist der Auftakt einer neuen Reihe. Erst beim Lesen erfährt man, was es mit dem Cover auf sich hat. Die kurzen Kapitel, der angenehme Schreibstiel und Spannung machen die Lektüre zu einem Genuss. Das Thema Urban Exploration wurde super umgesetzt, hiervon hatte ich noch nie gehört. Außerdem sorgen die Szenen in den Bunkern und Höhlen für zusätzlichen Gänsehaut Effekt.
Statt befördert zu werden wird die Ermittlerin Leonore Asker in den Keller zu den hoffnungslosen Fällen versetzt. Hier findet sie heraus, dass ihr Vorgänger an einem Fall gearbeitet hat, der dem Aktuellen sehr ähnlich ist. Sie holt sich Hilfe von ihrem alten Jugendfreund Martin Hill, der seine Neugierde auf Ruinen, alten Bunkern und vergessene Orte zu seinem Beruf gemacht hat. Es verschwinden Menschen, die dann als kleine Figuren in einer Modellbahn Anlage wieder auftauchen.
Die Geschichte besteht aus mehreren Erzählsträngen, die mit der passenden Überschrift versehen sind. Außerdem tauchen Rückblenden aus der Jugendzeit der Protagonisten auf, diese waren Einzelgänger und Außenseiter. Durch den Drill ihres Vater verfügt Leo über außergewöhnliche Fähigkeiten. Die Charaktere sind sehr gut durchdacht. Viele Irrungen und Wendungen bringen den Leser oft auf eine falsche Spur. Diese Story besitzt alles was einen guten Krimi ausmacht, ich kann ihn nur empfehlen und freue mich schon auf eine Fortsetzung.

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