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Veröffentlicht am 21.07.2026

Unspannende Gruselhaus-Chronik

Das gierige Haus
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Zum Inhalt:
Jessie ist gerade mal 13 Jahre alt, als sie das erste Trauma ihres Lebens erlebt. Ihr kleiner Bruder Paul verschwindet eines Tages in einem verlassenen Haus in ihrer Straße. Jessie plagen Gewissensbisse, ...

Zum Inhalt:
Jessie ist gerade mal 13 Jahre alt, als sie das erste Trauma ihres Lebens erlebt. Ihr kleiner Bruder Paul verschwindet eines Tages in einem verlassenen Haus in ihrer Straße. Jessie plagen Gewissensbisse, weil sie ihn wegen einer Mutprobe erst auf die Idee gebracht hatte, einen Fuß in dieses Haus zu setzen. Viele Jahre vergehen und Jessie merkt mit der Zeit, dass das Haus noch viel mehr Opfer fordert. Denn es scheint lebendig zu sein und einen unstillbaren Hunger zu haben...

Meine Leseerfahrung:
Ich mag Christina Henry sehr gerne. Nicht jedes Buch von ihr hat es in meine TopTen der Horrorgeschichten geschafft. Aber dennoch hat jede Story etwas eigenes und ihr flüssiger Schreibstil lädt absolut zum Lesen ein. Ich habe nach so vielen Büchern von ihr mittlerweile eine solide Vergleichsmöglichkeit und kann nicht behaupten, dass dieses Buch auf meiner persönlichen Liste weit oben steht. Es ist tatsächlich das erste Buch von Henry, das ich einmal abbrechen musste, was ich normalerweise sehr selten tue.

Spannung wollte einfach nicht aufkommen und auch die Figuren haben mich zu Beginn nicht gefesselt. Es geht hier schließlich um ein Horror-Haus. Eine Thematik, die immer wieder in Gruselgeschichten aufgegriffen wird. Da darf man zumindest erwarten, dass sich Henry was absolut Neues und Irres dazu ausdenkt, wie sie es normalerweise in ihren Büchern immer getan hat. Aber hier liest es sich eher so, als ob die Erzählerin eine einfache Chronik über die Geschehnisse rund um das Haus vorträgt, schon fast zu sachlich und beinahe emotionslos. Erst als die Protagonistin Jessie selbst Mutter wird, wird die Erzählweise auch gleichzeitig gefühlvoller, höchstwahrscheinlich durch die aufkommenden Ängste um das eigene Kind.

Ich habe erst nach Wochen, das Buch wieder in die Hand genommen und tatsächlich nochmal von vorne gestartet. Aber es wurde für mich einfach nicht besser.  Die zweite Hälfte des Buches wird interessanter, da man dann endlich mehr über die Hintergründe des Hauses erfährt. Ich bin dann am Ball geblieben, um die eigene Neugier zu stillen, wie die Geschichte letztendlich ausgehen wird. Vielleicht war meine Erwartungshaltung hier aber auch einfach zu hoch. Letztendlich habe ich das Buch mit viel Mühe zu Ende gelesen und kann es getrost beiseite legen und auf einen viel besseren Nachfolger von Henry hoffen. Denn sie kann es wirklich besser.

Fazit:
"Das gierige Haus" gehört zu den schwächeren Büchern von Christina Henry und ist allenfalls eine durchschnittliche Horrorgeschichte, die zwar eine interessante Story bietet, aber kaum zu fesseln vermag.

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Veröffentlicht am 13.07.2026

Enemies to Lovers to Enemies to Lovers....

Storm of Ink and Blood
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Zum Inhalt:
Im dritten Band der Nachtfeuer-Quartett-Reihe ist Zarya mit Yasen in der Stadt Ishaan, um Abstand zu Rabin zu bekommen und ihr gebrochenes Herz zu heilen. Dort schließen die beiden sich einer ...

Zum Inhalt:
Im dritten Band der Nachtfeuer-Quartett-Reihe ist Zarya mit Yasen in der Stadt Ishaan, um Abstand zu Rabin zu bekommen und ihr gebrochenes Herz zu heilen. Dort schließen die beiden sich einer Rebellengruppe an, die aus dem Untergrund handelt. Ihr Ziel ist es, die magisch versklavten Vanshaj zu befreien. Zarya glaubt fest daran, dass diese Menschen über magische Fähigkeiten verfügen, sie aber durch eintätowierte Halsbänder von der Magie abgeschnitten wurden. Durch Zufall entdeckt Zarya, dass sie die Vanshaj von ihren Hals-Tattoos befreien kann. Doch sie benötigt viel mehr Kraft, um das zu bewältigen. Und diese Kraft kann Ihr nur Einer geben: Rabin...

Meine Leseerfahrung:
Nicht viele Romantasy-Bücher bieten so viele Tropes auf einmal. Und deswegen ist diese Reihe vielleicht auch so beliebt und wird gerne gelesen. Hier hat man ein außergewöhnliches indisches Setting mit mythologischen Aspekten und kann sich auf viele facettenreiche Charaktere freuen. Zarya ist mittlerweile einer meiner Lieblingsbuchfiguren, ihre Entwicklung habe ich sehr gerne mitverfolgt. Doch mein absoluter Liebling ist wohl Yasen, der beste Freund, den sich wohl fast jede Frau insgeheim wünscht.

Der dritte Teil der Reihe beschäftigt sich diesmal hauptsächlich mit der Befreiung der Vanshaj, die durch einen magischen Ring aus tätowierten Sternen um den Hals verboten wurde, ihre Magie zu nutzen. Zarya entdeckt dabei, dass einige Vanshaj auch über dieselben Fähigkeiten wie sie selbst verfügen. Im Kampf gegen ihre Halbgeschwister, die auf dem Thron in Ishaan sitzen, wird diese Erkenntnis für sie sehr hilfreich sein. Mir gefällt hier insbesondere das Zusammenspiel zwischen Zarya und Rabin, wenn sie ihre Kräfte mit seiner Hilfe verstärkt.

Die Spannung bleibt weithin konstant, auch wenn am Anfang des Buches noch nicht viel passiert. Dafür lernen wir viele neue Gesichter kennen und dürfen das anspruchsvolle Worldbuilding bewundern. Mein einziger Kritikpunkt bei dem dritten Teil der Reihe ist die Tatsache, dass einfach zu viel Spice eingebaut wurde, während dies in den Vorgängerbänden eher moderat verteilt wurde. Meines Erachtens wäre die Reihe auch ohne konkrete Bettszenen ausgekommen. Hier aber ist die Entwicklung zwischen Zarya und Rabin so hitzig, dass ihrem Liebesakt gleich mehrere Seiten gewidmet werden. Daher nicht ohne Grund kein Buch für Young Adults.

Fazit:
"Storm of Ink and Blood" von Nisha J. Tuli steckt voller spannender Tropes und facettenreicher Charaktere und fesselt mit einer aufwendig gestrickten Fantasy-Welt. Eine Romantasy mit vielen Emotionen und reichlich Spice!

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Veröffentlicht am 06.07.2026

Tierischer Lesespaß

Worst Pets Ever – Eingesperrt!
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Zum Inhalt:
Die beliebte "Worst Week Ever"-Reihe bekommt einen Nachfolger. In "Worst Pets Ever - Eingesperrt!" treffen sich die Haustiere der Reihe ausgerechnet in einer Benimmschule wieder. Doch sie sind ...

Zum Inhalt:
Die beliebte "Worst Week Ever"-Reihe bekommt einen Nachfolger. In "Worst Pets Ever - Eingesperrt!" treffen sich die Haustiere der Reihe ausgerechnet in einer Benimmschule wieder. Doch sie sind nicht allein, dort sind noch viele andere völlig verrückte Haustiere und ein "Etwas", mit denen sie die Erziehungsanstalt richtig aufmischen. Denn der Kater Käpt`n Flauschbär hat nur Eines im Sinn: Ausbrechen um jeden Preis!

Meine Leseerfahrung:
Die "Worst Week Ever"-Reihe kannte ich tatsächlich noch gar nicht. Das liegt vielleicht auch daran, dass sie erst ab 10 Jahren geeignet ist. "Worst Pets Ever" ist dagegen für die jüngere Leserschaft ab 7 Jahren gedacht. Mir gefällt, dass der Comic-Roman farblich so schlicht gehalten (schwarz-weiß-rot) ist und nur wenig Text enthält, dafür aber viel Action und Spaß bietet. Perfekt für Erstleser/innen oder nicht so lesebegeisterte Kinder!

Käpt`n Flauschbär ist ein typischer grumpy Cat, der sich von einem Chaos ins Nächste stürzt und sowohl mit seinem Verhalten als auch mit seinem Vokabular absolut witzig ist. Aber auch die anderen Tiere sind sehr lustig gezeichnet. Es sind u.a. auch ein "prominenter" Alpaka, eine aggressive Gans, ein kötelfressendes Kaninchen, ein exhibitionistischer Sphinx-Kater und sogar ein sich totstellender Fisch dabei.

Besonders gut gefällt mir an diesem Buch, dass im Anhang noch einige Unterhaltungsseiten zu finden sind. Bei den "Haustierfakten" lernen Kinder u.a. wie man Alpakas von Lamas unterscheidet oder warum Kaninchen tatsächlich ihre Kötel essen. Zudem gibt es noch am Ende eine Zeichenanleitung für eines der Figuren im Buch, einen Steckbrief für das eigene oder ausgedachte Haustier, den man direkt im Buch bearbeiten kann, und eine Bastelanleitung für einen eigenen Hausstein; natürlich alles sehr humorvoll erklärt und illustriert. Und zusätzlich enthält der Comic-Roman sogar ein Glossar mit den etwas anspruchsvolleren Vokabeln, zu denen Käpt`n Flauschbär sogar Beispielsätze liefert. So kann man sich die neu erlernten Wörter auch besser einprägen und korrekt verwenden.

Übrigens: Dieser Comic-Roman ist auch bei Antolin gelistet, was sicherlich einen weiteren Anreiz für Kinder bietet, ihn zu lesen und gleichzeitig Punkte zu kassieren. Band 2 soll noch in diesem Jahr vor Weihnachten folgen und wäre damit ein perfektes Geschenk.

Fazit:
"Worst Pets Ever - Eingesperrt!" begeistert durch lustige Illustrationen, humorvolle Texte sowie eine total chaotisch alberne Story, die für ordentliche Lacher sorgt. Ein kindgerechter Comic-Roman, der viel Spaß und Unterhaltung bietet!

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Noch spannender als der erste Teil

Starchaser
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Zum Inhalt:
Aster weiß nun, dass sie auch zum Teil ein Nightweaver ist und gewisse Kräfte besitzt, die sie noch nicht einschätzen kann. Für sie und Will läuft langsam die Zeit ab, denn sie beide wurden ...

Zum Inhalt:
Aster weiß nun, dass sie auch zum Teil ein Nightweaver ist und gewisse Kräfte besitzt, die sie noch nicht einschätzen kann. Für sie und Will läuft langsam die Zeit ab, denn sie beide wurden mit einem Fluch belegt. Wenn sie nicht bald etwas unternehmen, werden sie sich in Unterlinge, der schlimmsten Form von Nightweavern, die allesamt der blutrünstigen Herrscherin Morana dienen, verwandeln. Da Moranas Blut der Schlüssel dafür ist, den Fluch wieder zu brechen, macht sich Aster gemeinsam mit Will und dem Prinzen Titus auf den Weg zur Burg Grim, wo sie Morana vermuten. Titus glaubt, dass Morana Besitz von seiner Verlobten ergriffen hat. Doch am Hofe angekommen, merken sie bald, dass es noch mehr Geheimnisse zu lüften gibt...

Meine Leseerfahrung:
Der erste Teil "Nightweaver" von R. M. Gray hatte mich ja bereits gänzlich überzeugt. Während ich eine Piraten-Fantasy-Story erwartet hatte, wurde ich mit einer durch und durch atmosphärischen Welt voller magischer Wesen, reichlich Action und einer guten Portion von Intrigen und Geheimnissen überrascht. Der zweite Teil "Starchaser" macht genau da weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat. Es wird aber noch spannender und temporeicher, wobei die von Gray geschaffene Welt mE noch mehr Tiefe erhält.

Aster habe ich bereits sehr liebgewonnen. Sie hat eine starke Persönlichkeit, stellt sich neugierig und mutig neuen Herausforderungen und ist immer auf der Hut. Nur ihre Gefühlswelt bleibt mir vorerst etwas schleierhaft, da ich noch nicht ganz erfassen konnte, für wen ihr Herz höher schlägt. Im ersten Buch kamen sie und Will sich näher, während es im zweiten Teil die meiste Zeit zwischen ihr und Titus knistert. Diese Dreiecksbeziehung erinnert mich in groben Zügen an die Brüder bei "Vampire Diaries", die um dasselbe Mädchen buhlen.

Zudem gibt es hier genauso viele interessante Charaktere zu entdecken. Intrigen, Geheimnisse, überraschende Wendungen und ganz besonders das Setting selbst macht das Buch zu einem Pageturner. Hier lohnt es sich definitiv am Ball zu bleiben. der Cliffhanger am Ende hat es wieder in sich. Ein Glück, dass der dritte Teil noch in diesem Jahr im Oktober erscheint.

Fazit:
"Starchaser" von R. M. Gray ist eine noch viel bessere Fortsetzung der Nightweaver-Reihe mit reichlich Spannung, überzeugenden Charakteren und einer fesselnden Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Ein Künstler, der sich immer wieder neu erfand

Henri Matisse
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Zum Inhalt:
In der Buchreihe Meisterwerke im Großformat aus dem Prestel Verlag widmet sich der neueste Band den Werken von Henri Matisse, einem der bedeutendsten Künstler der klassischen Moderne. Die Autorin ...

Zum Inhalt:
In der Buchreihe Meisterwerke im Großformat aus dem Prestel Verlag widmet sich der neueste Band den Werken von Henri Matisse, einem der bedeutendsten Künstler der klassischen Moderne. Die Autorin Anne Sefrioui präsentiert diesmal auf etwa 125 Seiten eine exquisite Auswahl an Werken und gibt informative Einblicke zum Leben und Entwicklung des Meisters. Das Buch hat einen Einband in Echtleinen, einen farbigen Motivbuchschnitt sowie sechs großzügig gestaltete Ausklapptafeln.

Meine Leseerfahrung:
Aufmerksam wurde ich auf Matisse reichlich spät, als ich während meiner Studienzeit ganz nebenbei erfuhr, dass er seine Berufung erst nach einem Jurastudium gefunden hatte. Die juristische Laufbahn gab er schließlich gänzlich auf und konzentrierte sich nur noch auf die Kunst. Sein Leben lang hat er stets versucht, sich gegen naturgetreue Darstellungen zu behaupten und andere Ausdrucksmöglichkeiten zu erforschen, was man durchgehend an seinen Werken im Laufe der Zeit bemerken kann.

Diese wunderschöne Ausgabe hat bereits optisch die großflächige Farbgebung Matisse` hervorragend mit dem Werk "Harmonie in Rot" eingefangen. Die in blau gemalten Blumen und Wirbel bilden hier einen starken Kontrast zum äußerst präsenten roten Hintergrund. Besonders schön finde ich, dass genau dieser Kontrast auch im Farbschnitt fortgesetzt wird.

Überhaupt sind die großzügig gemalten Werke schöner im Großformat zu betrachten. In diesem Band hat man die Möglichkeit in Detailansichten und wie Poster aufklappbaren Seiten die Kunst von Matisse eingehend zu studieren. Die recht kurz gehaltenen Textabschnitte geben dabei relevante Informationen zu den Hintergründen, aber auch zu den Maltechniken des Künstlers, insbesondere wie er mit geometrischen Formen umging oder seine Aktmotive oder Stilleben arrangierte. Von den Anfängen, der fauvinistischen Schaffenszeit bis hin zur Abstraktion während seines letzten Lebensabschnitts bietet dieses Buch einen wunderbaren Einblick in die sich stets wandelnde Kunst von Matisse.

Bewundernswert finde ich an Matisse, dass er unermüdlich an sich selbst arbeitete und keine Angst vor experimentellen Versuchen hatte. Dadurch sind erst so viele unterschiedliche Werke seiner Schaffenszeit entstanden, die man nie müde wird, zu betrachten. Die Auswahl der Werke in diesem Band ist in dieser Hinsicht voll gelungen.

Fazit:
Der 4. Band der Buchreihe über Meisterwerke überzeugt nicht nur mit seiner Ausstattung, sondern auch mit der erlesenen Auswahl der Werke des Künstlers. Ein Kunstbuch, das außen wie innen absolut Matisse widerspiegelt!

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