Schwächelnder Abschluss
A Steeping of Blood. A Tempest of Tea 2Zum Inhalt:
Nach dem blutigen Massaker an den Presseleuten verschwinden Menschen und Vampire von den Straßen. Arthie Casimir und ihre Crew sind währenddessen auf der Flucht vor den Männern des Monarchen. ...
Zum Inhalt:
Nach dem blutigen Massaker an den Presseleuten verschwinden Menschen und Vampire von den Straßen. Arthie Casimir und ihre Crew sind währenddessen auf der Flucht vor den Männern des Monarchen. Auch wenn überall Schrecken und Terror herrschen, lassen sie sich nicht einschüchtern und schmieden weiterhin Pläne, um den Regenten zu stürzen. Ihr nächster Schritt führt die Crew mit dem Schiff nach Ceylan, Arthies Heimat, wo sie nicht nur die verschwundenen Vampire, sondern auch Jins Eltern ausfindig machen wollen. Doch stehen sie auf der richtigen Seite und können sie die Machenschaften des Monarchen entlarven?
Meine Leseerfahrung:
Auch wenn reichlich Zeit zwischen beiden Bänden vergangen ist, bin ich sehr schnell in die Geschichte eingestiegen und war mittendrin im Geschehen.
Als ich das erste Mal die Crew im ersten Band kennengelernt habe, hatte ich ein Feeling wie bei den Krähen von Leigh Bardugo. Die Atmosphäre in der Teestube im Spindrift hatte es mir angetan und der Zusammenhalt zwischen den facettenreichen Charakteren hatte mich dermaßen gefesselt. In der Fortsetzung existiert die Teestube nicht mehr und die Charaktere haben sich gewandelt. Der Kampf gegen den Regenten geht weiter und führt Arthie bis zu ihrer ursprünglichen Heimat nach Ceylan. Einige Geheimnisse werden gelüftet, neue Personen tauchen auf und ein komplett neues Thema wie "Fetzer", mutierte Vampire, taucht auf. Ab da fühlte ich mich etwas verloren, da ich so etwas wie 'Supervampire' im Setting nicht erwartet hatte und als störend und unpassend empfand.
Die Autorin bleibt auch hier ihrer milden Erzählweise treu und kommt weitgehend ohne nennenswerte Gewalt oder Spice aus, als würde sie sich krampfhaft bemühen, kindgerecht zu schreiben und auch die junge Leserschaft abzuholen. Mir persönlich war es stellenweise zu cosy, obwohl die Geschichte an sich soviel Potenzial für mehr bietet. Damit mangelte es an der entscheidenden Spannung und Nervenkitzel, was eine bessere Bewertung hätte rechtfertigen können. Insgesamt fand ich die Fortsetzung recht unausgereift, was sich an den zum Teil albernen Dialogen, zu langatmig geschilderten Gedankengängen der Figuren und dem unbefriedigenden Abschluss der Story festmachen lässt.
Fazit:
"A Steeping of Blood" von Hafsah Faizal knüpft nahtlos an den Vorgänger an, wirkt aber trotz solidem Auftakt wenig ausgereift. Ein eher schwächelnder Abschluss für eine starke Fantasystory, die mit Faszination und Neugier der Leserschaft so groß gefeiert wurde.