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Veröffentlicht am 15.04.2021

Dieser Buchschatz bewegt den Leser dazu sich selbst zu hinterfragen

Versuchen
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Inhalt:
Woher weiß man, was möglich ist, wenn man es nicht versucht? Dies ist eine Geschichte für alle, die sich jemals wie Anfänger gefühlt haben, Zweifel hatten oder sich sorgten, nicht gut genug zu ...

Inhalt:
Woher weiß man, was möglich ist, wenn man es nicht versucht? Dies ist eine Geschichte für alle, die sich jemals wie Anfänger gefühlt haben, Zweifel hatten oder sich sorgten, nicht gut genug zu sein. Es ist eine Geschichte für diejenigen, die beim Ausprobieren von etwas Neuem den Schmerz erlebt haben, dass es nicht so ausgefallen ist, wie sie es sich erhofft haben. In vielerlei Hinsicht ist es eine Geschichte für jeden von uns. Denn irgendwann in unserem Leben scheitern wir alle. Misserfolg kann enttäuschend und sogar niederschmetternd sein, aber die Geschichte endet nicht dort. Weil das Scheitern so viel mehr zu bieten hat. Es ist ein notwendiger Schritt, um zu lernen, zu wachsen, besser zu werden. Es kann uns zeigen, wie sehr wir etwas wollen - und wie hart wir bereit sind, daran zu arbeiten. Es fordert uns heraus, mutig zu sein, sich ein Herz zu fassen und es erneut zu versuchen. Und ja, es wird Zeiten geben, in denen man sich selbst in Frage stellt. Vielleicht möchte man aufgeben. Aber wenn man daran glaubt, wenn man übt und weitermacht, kann man erstaunliche Dinge tun.

Meinung:
Ein Junge spricht einen Bildhauer zu seinen Werken an. Der Junge ist ganz begeistert vom Talent des Bildhauers und seinen Fähigkeiten so schöne Dinge entstehen zu lassen. Er selbst traut sich dies bei weitem nicht zu. Doch der Bildhauer ermutigt den Jungen sich auszuprobieren und immer weiter zu üben. Denn nur wer sich auch etwas traut, kann aus seinen Fehlern lernen und besser werden. Und so gibt der Junge sich eine Chance und lernt viel über sich und seine Fähigkeiten.

Von Autor Kobi Yamada und seinem Titel „Vielleicht“ hatte ich schon so viel Positives gehört, dass ich bei diesem neuen Titel nun unbedingt erfahren wollte, ob die ganzen Lobeshymnen gerechtfertigt sind.
Eigentlich war geplant das Buch mit meinem 5-jährigen Sohn zu lesen. Doch dieser war vom Zeichenstil so überhaupt gar nicht begeistert und wollte das Buch partout nicht lesen.
Und so vertiefte ich mich alleine in die Geschichte.

Nach dem Lesen der Geschichte kann ich die Altersempfehlung absolut nachvollziehen. Denn das Buch dürfte für Kinder unter sechs Jahren nur schwer zu greifen und zu verstehen sein. Ich bin mir sicher, dass mein Sohn den Sinn der Geschichte und seine tollen Botschaften nicht im richtigen Maße verstanden hätte. Von daher ist „Versucht“ ein Titel, bei dem man auf jeden Fall auf die Altersempfehlung vertrauen sollte.

Der Zeichenstil von Elise Hurst ist sehr gefühlvoll und ein wenig poetisch skizziert. Die meisten Bilder sind in schwarz-weiß gehalten, nur ab und an verirrt sich auch mal ein grüner oder roter Farbtupfer auf die Bilder. Für mich hat der Zeichenstil absolut Wiedererkennungswert.

Die Geschichte an sich erzählt viel darüber Dinge auszuprobieren. Es geht vor allem darum aus seinen Fehlern zu lernen und an ihnen zu wachsen. Nur so kann man sich stetig verbessern.
Mir hat es unglaublich gut gefallen, wie der Bildhauer den Jungen dazu ermutigt Dinge auszuprobieren. Dieser zweifelt im Verlauf der Handlung zwar immer wieder an seinem Können, doch auch hier ermutigt und prägt der Bildhauer ihn. Der Bildhauer zeigt dem Jungen, dass dieser stolz auf seine Fehler sein kann. Er zieht zudem Vergleiche dazu, wie es damals war, als der Junge versucht hat Laufen zu lernen. Denn auch dies hat nicht beim ersten Mal geklappt, sondern war ein langwieriger Prozess. Dennoch hat sich auch hier der Junge nie entmutigen lassen.

All diese wundervollen Botschaften haben mein Herz als Leser berührt und bewegt. Der Titel „Versuchen“ sagt einfach schon so viel über dieses wundervolle Buch aus.

Fazit:
„Versuchen“ ist auf jeden Fall keine leichte Kost. Dieser Buchschatz bewegt den Leser dazu sich selbst zu hinterfragen, ob man an manchen Stellen im Leben nicht zu schnell aufgegeben hat, anstatt Dinge einfach mal auszuprobieren. Für Kinder ab 6 Jahren, aber genauso für Erwachsene, hält diese Geschichte einfach sehr schöne und bedeutsame Worte parat.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Sonne, Sommer, Urlaub auf einer Nordseeinsel und ein echter Kriminalfall

Club der frechen Möwen (Band 1)
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Inhalt:
Ferienzeit und die Urlaubskasse ist leer! Stella und Rosalie rechnen schon mit einem Urlaub auf Balkonien, aber zum Glück hat eine Kollegin ihrer Mutter auf einer Nordseeinsel ein Ferienhaus geerbt ...

Inhalt:
Ferienzeit und die Urlaubskasse ist leer! Stella und Rosalie rechnen schon mit einem Urlaub auf Balkonien, aber zum Glück hat eine Kollegin ihrer Mutter auf einer Nordseeinsel ein Ferienhaus geerbt und keine Zeit, selbst hinzufahren. Also geht es zusammen mit Familienkater Kasimir auf Reisen. Doch schon die Ankunft im »Haus Sturmmöwe« ist abenteuerlich.Wie gut, dass Stella und Rosalie schon neue Freunde gefunden haben: Nachbarsjunge Enno sowie die ungleichen Cousinen Naima und Elin. Gemeinsam gründen die fünf den Club der frechen Möwen. Bei einem ihrer Streifzüge finden sie heraus, dass in letzter Zeit immer wieder Robbenjunge von der nahegelegenen Aufzuchtstation verschwinden. Sie beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen, und finden sich bald mitten in einem spannenden Inselabenteuer.

Meinung:
Gemeinsam mit ihrer Mutter Paula und dem Familienkater Kasimir machen die Schwestern Stella und Rosalie Urlaub auf einer Nordseeinsel. Eine Bekannte der Familie hat ihnen ihr Ferienhaus „Sturmmöwe“ zur Verfügung gestellt. Als die Familie die „Sturmmöwe“ zum ersten Mal betritt, wird ihnen klar, dass das Haus nicht mehr wirklich in Schuss gehalten wurde. Die Wasserleitungen sind schon ziemlich alt und aufgrund des Sandes verklemmen die Rohre des Öfteren. Aber auch die Gasflasche für den Herd ist leer. Doch zum Glück erhalten Paula, Stella und Rosalie Unterstützung von ihren Nachbarn. Nachbarsjunge Enno zeigt den beiden Mädchen zudem die Insel. Dabei treffen die Drei auf die beiden Mädchen Naima und Elin. Schnell werden die fünf Kids zu einem eingeschweißten Team und als es darum geht einem Robbenfänger auf die Schliche zu kommen, wartet auch der erste Kriminalfall auf die Kinder.

Kinderbücher die an der Nordsee und bestenfalls sogar auf einer Nordseeinsel spielen, müssen von mir einfach gelesen werden. Ich liebe das Meer und bin ein großer Fan der ostfriesischen Inseln. Aber genauso sehr mag ich die Bücher von Autorin Usch Luhn. Von daher musste ich gar nicht lange überlegen, als ich dieses Buch zum ersten Mal gesehen habe.

Und so war ich bereits ganz begeistert von der Fährüberfahrt zur Insel. Denn Usch Luhn fängt das Nordseefeeling bereits ab diesem Punkt ganz zauberhaft ein. Gerade in den aktuellen Zeiten, wo man nicht reisen darf, ist dieses Buch ein schöner Aufheller und die Vorfreude wächst, endlich wieder in die Ferne reisen zu dürfen.

Aber nicht nur das Setting war nach meinem Geschmack, auch der Mix aus Kriminalfall, Natur- und Umweltschutz sowie die Freundschaft unter den Kids traf genau meinen Nerv. Denn dadurch entspinnt sich eine wahnsinnig abwechslungsreiche und peppige Geschichte für Kinder ab 8 Jahren. Die große Schrift, die leicht verständliche Sprache und die vielen Bilder sind zudem ein guter Punkt, um vielleicht auch den ein oder anderen Lesemuffel für die Geschichte begeistern zu können. Dabei eignet sich die Geschichte perfekt für Mädchen als auch für Jungs, denn die angesprochenen Themen dürften für jedes Kind ansprechend sein.

Der Kriminalfall konnte auch mich als Erwachsene überzeugen. Die Bösewichte sind nicht sofort ab der ersten Seite ersichtlich und man ist mit Feuereifer dabei dem Geheimnis um die verschwundenen Robbenjungen auf die Schliche zu kommen. Wie nebenbei lernen die jungen Leser auch noch den richtigen Umgang mit Heulern, die plötzlich mutterseelenallein an einem Strand auftauchen.

Auch bei den verschiedenen Charakteren innerhalb des Clubs der frechen Möwen dürfte für jeden Leser ein absoluter Lieblingscharakter mit dabei sein. Denn die Kinder sind doch sehr unterschiedlich. Ich mochte die teilweise sehr forsche Namina wirklich sehr gerne. Aber auch Enno, der Hahn im Korb, war mir super sympathisch.

Die Illustrationen von Daniela Kunkel transportieren das Nordseefeeling perfekt zu dem Leser nach Hause. Man möchte am liebsten sofort seine Sachen packen, um ebenfalls Urlaub an der Nordsee zu machen.

Fazit:
Auch das neueste Werk von Autorin Usch Luhn war wieder ganz nach meinem Geschmack. Sonne, Sommer, Urlaub auf einer Nordseeinsel und ein echter Kriminalfall lassen keine Wünsche offen. Nicht nur für Leser ab 8 Jahren ist daher das Abenteuer der frechen Möwen mehr als nur gute Unterhaltung.
Von mir gibt es daher 5 von 5 Hörnchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Ein dynamisches und interessantes Team wird dem Leser in der Alien Academy geboten

Alien Academy (Band 1)
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Inhalt:
Cody wacht in seinem Zimmer auf und kann sich an nichts mehr erinnern – an gar nichts! Alles was er erfährt ist, dass er heute auf eine neue Schule gehen soll: Die Alien Academy! Vielleicht findet ...

Inhalt:
Cody wacht in seinem Zimmer auf und kann sich an nichts mehr erinnern – an gar nichts! Alles was er erfährt ist, dass er heute auf eine neue Schule gehen soll: Die Alien Academy! Vielleicht findet er dort heraus, woher er kommt und was es mit dem mysteriösen Unfall auf sich hat, bei dem er sein Gedächtnis verloren hat? Gemeinsam mit seinen Alien-Mitschülern Loff, Brocken, Fluffy, Tripto und NRG versucht Cody herauszufinden, was geschehen ist. Denn außer Welten- und Zahlenkunde muss es doch etwas geben, dass einen Hinweis darauf geben könnte, woher sie alle kommen und warum ihnen keiner Antworten geben will …

Meinung:
Cody wacht morgens in seinem Zimmer auf und kann sich an nichts erinnern. Seine Eltern teilen ihm mit, dass dies an dem Unfall liegt, den er vor einigen Wochen gehabt hat. Komisch nur, dass seine Eltern so ganz anders aussehen als er selbst. Noch merkwürdiger wird das Ganze, als Cody an seinem ersten Tag auf der neuen Schule, der Alien Academy, feststellt, dass alle anderen Mitschüler ebenfalls einen Unfall hatten und ihr Gedächtnis verloren haben. Cody versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Mit an seiner Seite sind seine Alien-Mitschüler Brocken, Loff, Tripto, Fluffy und NRG.

Ein neues Buch von Autor Jochen Till und Illustrator Raimund Frey wollte ich natürlich unbedingt lesen. Da ich Aliens als Thema immer sehr faszinierend finde, freute ich mich riesig auf dieses Buch.

Als Leser lernt man zu Beginn den jungen Cody kennen. Der leider seine Erinnerungen verloren hat und für den dieser Tag etwas ganz Besonderes und Neues ist. Die Alien Academy wirkt auf Cody zunächst sehr einschüchternd. Überall laufen Roboter herum und der ganze Tagesablauf unterliegt einem genauen Zeitplan. Doch Cody findet schnell Freunde an der Schule, die unterschiedlicher allerdings nicht sein könnten.

Da alle Kinder an der Schule total unterschiedlich vom Äußeren sind, ergibt sich dadurch eine kunterbunte Truppe.
Cody selbst ist ein Mensch und weiß nicht so wirklich was er davon halten soll, dass seine Eltern so anders aussehen und Cody sein Gedächtnis verloren hat. Doch er bohrt nach und stellt Fragen.
Brocken hingegen ist von der Größe her zwar ein Riese, doch innerlich sehr von Zweifeln und Ängsten zerfressen. In Cody findet er daher eine mentale Unterstützung.
Loff hingegen wirkt wie eine unterkühlte Amphibie und kann nicht allzu lange ohne Wasser überleben.
Mein heimlicher Liebling ist der flauschige kleine Kerl Fluffy, der sich eigentlich viel Älter als 13 Jahre fühlt.
NRG hat etwas roboterhaftes an sich und ist ziemlich intelligent.
Wohingegen Tripto eher wie eine Raupe daher kommt und leider keine Geschmacksnerven besitzt.
Und dann hätten wir da noch Darius, wenn dieser seinen Helm vom Kopf abnimmt, dann droht das absolute Chaos.

Diese so unterschiedliche und bunte Truppe sorgt für ein harmonisches Gefühl beim Lesen. Es entstehen einige lustige Dialoge und man lässt sich sehr gerne in diese Geschichte hineinfallen.

Aber auch der Spannungsfaktor kommt hier nicht zu kurz. Denn der Leser und Cody ahnen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen vor sich geht. Wird es Cody gelingen hinter das Rätsel zu kommen?

Jochen Till und Raimund Frey sind für mich ein unschlagbares Team. Wo der eine fantastische und lustige Geschichten schreibt, skizziert der andere einfach absolut geniale Bilder. Besonders begeistert bin ich von der schwarz-weiß-blau Gebung der Illustrationen in diesem Buch. Ich finde es grandios, dass ein wenig Farbe ins Spiel bzw. die Illustrationen gekommen ist.

Das Ende der Geschichte macht große Lust darauf zu erfahren wie die Story mit Cody und seinen Freunden weitergehen wird.

Fazit:
Bücher von Jochen Till sind immer etwas ganze Besonderes. Und so konnte mich der Autor auch mit seinem neuesten Werk der "Alien Academy" überzeugen. Als Leser möchte man gerne hinter das Geheimnis des "Unfalls" und des Erinnerungsverlustes der Schüler der Alien Academy kommen. Zudem wurde hier ein sehr dynamisches und interessantes Team an unterschiedlichen Charakteren kreiert.
Von mir gibt es daher sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 15.04.2021

Innovativer Handlungsverlauf mit vielen tollen Ideen

Verwünscht nochmal! Mein Teufel, die Schnecke und ich
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Inhalt:
Lu Isa ist neu an der „Bad Reinemacher Eliteschule für ordentliche Erziehung und exzellente Leistungen“ und wünscht sich nur eines: Freunde zu finden. Die Direktorin, Frau Powischer, und die top-angesagte ...

Inhalt:
Lu Isa ist neu an der „Bad Reinemacher Eliteschule für ordentliche Erziehung und exzellente Leistungen“ und wünscht sich nur eines: Freunde zu finden. Die Direktorin, Frau Powischer, und die top-angesagte INFLUENZA-Clique machen ihr das Leben allerdings zur Hölle – zumindest nach Lu Isas Vorstellungen von der Hölle. Doch dann begegnet sie Urian Pferdefuß: Frisch durch die Dämonenprüfung gerasselt, muss er Lu Isa jeden Tag einen Wunsch erfüllen. Nur leider ist Wünschen tückischer als gedacht ... höllisch schwierig, sozusagen! Ob Lu Isa es mit Urian an ihrer Seite schafft, Freunde zu finden?

Meinung:
Lu Isa ist mit ihrem Vater aufs Land gezogen. Dort soll sie an die Bad-Reinemacher-Eliteschule gehen. Doch ihre erste Woche an der Schule ist das pure Grauen. Lu Isa wird ziemlich fies von ihren Mitschülern gemobbt und auch die Lehrer meinen es nicht gerade gut mit ihr. Lu Isa wünscht sich daher nichts sehnlicher als einen echten Freund an ihrer Seite. Dieser Wunsch geht schneller in Erfüllung als gedacht… und ganz anders als erwartet. Denn der Junge namens Urian, der plötzlich vor ihr steht, ist ein waschechter Dämon und kann dazu noch jeden Tag einen Wunsch erfüllen. Klingt ziemlich perfekt. Doch Urian ist ein frecher und aufgeweckter Kerl und so wird die Sachen mit den Wünschen kniffliger als Lu Isa dies gedacht hätte.

Von Sabine Schoder möchte ich schon seit Ewigkeiten ein Buch lesen. Denn ich habe bereits so viel Gutes über ihre Geschichten und ihren tollen Schreibstil gehört. Als mir nun ihr Kinderbuch „Verwünscht nochmal!“ ins Auge fiel, war ich gespannt auf dieses Leseerlebnis.
Zudem klang der Klappentext höchst unterhaltsam und lustig und mal nach einer etwas anderen Geschichte.

Und die habe ich definitiv bekommen. Denn das was Urian und Lu Isa auf diesen gut 180 Seiten erleben ist wirklich sehr bemerkenswert und abwechslungsreich. Ich war vom Fortgang der Geschichte schwer begeistert. Zwar wurde das Rad nicht neu erfunden, aber das, was die Autorin sich hier ausgedacht hat, konnte mich absolut überzeugen. Gerade die Schnecken-Verwandlungsgeschichte dreht die Geschichte noch einmal in eine ganz andere Richtung.
Jedoch brauchte ich gut 50 Seiten um mich absolut wohl mit dem Buch zu fühlen. Ich fragte mich die ganze Zeit, wann denn nun endlich Urian auftaucht. Sobald der kleine Dämon in Lu Isas Leben tritt, wird die Geschichte dann aber granatenmäßig lustig und fesselnd.

Wie bereits kurz angerissen, waren die ersten 50 Seiten für mich schwer zu verdauen. Zwar geht es in vielen Kinderbüchern um das sehr aktuelle Thema Mobbing, in „Verwünscht nochmal“ nahm dies für mich jedoch ganz andere Ausmaße an. Lu Isa wird in dieser Geschichte als neues Mädchen an der Schule wirklich extrem gemobbt und das nicht nur von den Schülern. Auch die Lehrer bzw. die Direktorin sind hier keine große Unterstützung für das Mädchen. Ich finde es wichtig, dass Mobbing in Büchern thematisiert wird. So ist dieses Thema leider heute noch mehr im Fokus als vor 20 Jahren. Mir persönlich war es jedoch ein wenig zu heftig, wie die Mitschüler mit Lu Isa umgehen. So zog mich die ganze Geschichte rund um das Mobbing doch ziemlich runter. Auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass diese Situationen auch im wahren Leben so passieren.

Dies ist aber schon der einzige Punkt, den ich zu bemängeln habe. Denn der Rest der Geschichte hat mich, wie schon erwähnt, sehr begeistert. Dämon Urian Pferdefuß sorgt schon alleine mit seiner Art dafür, dass man das Buch nur ungern aus der Hand legen möchte.
Aber auch Lu Isas leicht verschusselten und liebenswürdigen Vater fand ich äußerst gelungen.

Ein besonderes Highlight sind die Illustrationen von Fréderic Bertrand. Er zählt zu meinen Lieblingsillustratoren und so freute ich mich auch dieses Mal riesig über seine Bilder. Denn seine Illustrationen stecken immer voller Witz, Charme und Intensität. Sie haben einfach einen absoluten Wiedererkennungswert.
Was mir persönlich sehr gefallen hat ist, dass es hier keine normalen Seitenzahlen gibt. Vielmehr kann man sich jede Seitenzahl anhand einer gestellten Matheaufgabe selbst errechnen. Hier auf der Erde finden viele Kinder Mathe ganz furchtbar, in der Hölle lieben sie jedoch Mathe. Ein schöner humorvoller Gag, wie ich finde.

Das Ende lässt darauf hoffen, dass wir noch mehr tolle Abenteuer von Urian und Lu Isa zu lesen bekommen.

Fazit:
Dämon Urian Pferdefuß sorgt mit seiner frechen und etwas draufgängerischen Art dafür, dass man sich als Leser mit dieser Geschichte einfach nur wohlfühlen kann. Die Geschichte glänzt für mich mit einem innovativen Handlungsverlauf und tollen Charakteren. Einzig das Thema Mobbing ging mir persönlich ein wenig zu sehr in die Tiefe, auch wenn die Darstellung des Themas (leider) absolut realistisch dargestellt wurde. Mir war das Verhalten von Lu Isas Mitschülern an mancher Stelle jedoch zu heftig.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 15.04.2021

Ich liebe die magische Anderwelt und dieses Abenteuer

Die Farm der fantastischen Tiere. Einfach unbegreiflich!
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Inhalt:
Monty und Nell können es immer noch nicht glauben: Die Farm ihrer Tante Ally ist ein Zufluchtsort für fantastische Tierwesen! Und es ist Montys und Nells Aufgabe, diese Tiere zu beschützen. Als ...

Inhalt:
Monty und Nell können es immer noch nicht glauben: Die Farm ihrer Tante Ally ist ein Zufluchtsort für fantastische Tierwesen! Und es ist Montys und Nells Aufgabe, diese Tiere zu beschützen. Als ein junger Greif auf der "Drachenfarm" auftaucht, beginnt das nächste spannende Abenteuer für die Zwillinge. Um ihm zu helfen, reisen Monty und Nell erneut in die fantastische Anderwelt.

Meinung:
Seit kurzem wissen die Geschwister Monty und Nell, dass die Farm ihrer Tante Ally in Wirklichkeit ein Zufluchtsort für fantastische Tierwesen ist. Mit Feuereifer stürzen sie sich daher in die Pflege der Tiere. Eines Tages taucht eine Greifenfamilie auf der Farm auf und es ist an Monty und Nell sich um den jungen Greif Merlin zu kümmern. Die Zwillinge gehen davon aus, dass die Pflege eines Greif nicht allzu schwierig sein kann. Doch weit gefehlt, denn Greif Merlin macht sich kurzerhand auf den Weg in die Anderwelt. Da Monty und Nell für ihn zuständig sind, steht für die Zwillinge fest, dass sie Merlin unbedingt in die Anderwelt folgen müssen.

Nachdem mir der erste Band rund um die Farm der fantastischen Tiere so viel Freude bereitet hatte, wollte ich so schnell es geht das zweite Abenteuer von Monty und Nell hören.
Denn auch dieses Abenteuer klang nach jeder Menge guter Unterhaltung.

Wie man aus dem Klappentext entnehmen kann, dreht sich in diesem zweiten Band alles um den jungen Greif Merlin. Fans der Gryphony-Reihe werden sich daher sicherlich freuen zu hören, dass man in diesem zweiten Band alte Bekannte aus der Reihe treffen wird. Ich kenne die Gryphony-Reihe zwar nicht, aber ich bin dank der Hörbücher zur Farm der fantastischen Tiere mehr als angefixt dies zu ändern. Daher möchte ich demnächst gerne die Hörbücher zur Gryphony-Reihe hören. Ich finde, dies spricht definitiv für den Autor und seinen Schreibstil!

Auch in diesem zweiten Abenteuer geht es reichlich turbulent und actionreich zur Sache. Es hat mich persönlich riesig gefreut, dass Monty und Nell der Anderwelt wieder einen Besuch abstatten. Dort treffen sie mal wieder auf den Bösewicht Professor Prospero und seinen Sohn Ayax und es entwickelt sich eine wirklich sehr packende Verfolgungsjagd. Ich als Erwachsene hing zumindest gebannt am Hörbuch.

Ein klein wenig traurig war ich darüber, dass Tante Ally, Oger Fritz und Frockling Mr. Cucumber in diesem Band nur kleine Nebenrollen einnehmen. Dafür wurde ich über deren Fehlen, dank der magischen und atemberaubenden Anderwelt, hinweggetröstet.
Dennoch bleiben die drei Nebencharaktere nicht ganz blass. Gerade Mr. Cucumber ist mein heimlicher Liebling der Reihe und in diesem Band darf man einen Blick hinter seine raubeinige und griesgrämige Fassade werfen.

Hörbuchsprecher Uve Teschner hat seinen Job auch in diesem zweiten Band wieder vortrefflich gemeistert. Ich liebe es wie er Wesen wie Oger Fritz oder Frockling Mr. Cucumber stimmungsvoll vertont. Mit seiner voluminösen und abwechslungsreichen Stimme schafft er es jedes Mal mich aufs Neue zu begeistern.

Nachdem auch dieser Band wieder in sich abgeschlossen endet, bin ich voller Ungeduld. Denn ich möchte schnellstmöglich das nächste Abenteuer von Monty und Nell in der Hand halten. Also bitte lieber Herr Peinkofer lassen Sie mich nicht zu lange auf eine Fortsetzung warten.

Fazit:
Das zweite Abenteuer der Farm der fantastischen Tiere hat mir sogar noch besser gefallen, als der ohnehin schon fantastische erste Teil. Ich liebe die magische Anderwelt mit all ihren außergewöhnlichen Kreaturen und Monty und Nell sind ein klasse Team. Viel zu schnell ist man durch diesen zweiten Band durch und wartet nun ungeduldig auf weitere Abenteuer von Michael Peinkofer. So lange kann ich mir zumindest die Zeit mit seinen anderen Reihen Gryphony und Twyns versüßen, die ebenfalls in der Anderwelt spielen.
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

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