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Veröffentlicht am 16.04.2020

Furchtbar spannend und genial geschrieben - grandiose Reihe

Die Duftapotheke (4). Das Turnier der tausend Talente
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Inhalt:
Luzie Alvenstein spürt es bis in die Fingerspitzen: Mit der Einladung, die sie in den Händen hält, stimmt etwas nicht. Ihre Widersacherin, Elodie de Richemont, lädt zum „Turnier der tausend Talente“ ...

Inhalt:
Luzie Alvenstein spürt es bis in die Fingerspitzen: Mit der Einladung, die sie in den Händen hält, stimmt etwas nicht. Ihre Widersacherin, Elodie de Richemont, lädt zum „Turnier der tausend Talente“ ein – ein Wettstreit der weltbesten Parfümeure. Natürlich will Elodie damit bloß neue Sentifleur-Talente ausfindig machen, die ihre Duftapotheken betreiben. Doch Luzie bleibt keine Wahl. Zusammen mit Mats, Leon und Daan de Bruijn reist sie nach England, um an dem Turnier teilzunehmen. Was als großes Spiel beginnt, entwickelt sich schnell zum Überlebenskampf – und dieser droht, Luzie alles zu kosten, was sie je geliebt hat …

Meinung:
Elodie de Richemont lädt zum "Turnier der tausend Talente" ein. Luzie ahnt, dass dies nur eine Falle sein kann. Doch um Elodie und die Baronin von Schönblom aufzuhalten müssen Luzi, Mats, Leon, Edgar, Daan und Willelm zum Turnier reisen. Doch natürlich können sie nicht in ihrer wahren Gestalt dort aufschlagen. Viel mehr muss ein Verwandlungsduft herhalten, um die Freunde in andere Menschen zu verwandeln.

Nachdem mir der dritte Band der Duftapotheke nicht mehr ganz so gut gefallen hat wie seine Vorgänger, war ich neugierig darauf, was ich zum vierten Band sagen würde.
Meine Sorge, dass dieser Band mir nicht gefallen könnte, war jedoch völlig unbegründet. Viel mehr habe ich ab der ersten Seite gebannt verfolgt, was Luzie und ihre Freunde dieses Mal alles erleben.

Denn Autorin Anna Ruhe hat hier einen extrem spannenden Plot mit jeder Menge Gefahren und Hindernissen geschaffen. Dabei sind die Vorbereitungen für das Turnier schon sehr unterhaltsam und interessant. Sobald die Handlung dann jedoch zum Turnier übergeht, kann man das Buch kaum aus der Hand legen.

Luzie und ihre Freunde müssen insgesamt drei Runden im Turnier der tausend Talente überstehen.
Mir haben die verschiedenen Wettkämpfe extrem gut gefallen.
Die Leser erfahren aufgrund der verschiedenen Wettkämpfe wahnsinnig viel Neues über die vielen Düfte und wie sie in Kombination miteinander wirken.

Neben dem spannenden Plot und dem interessanten Thema rund um die Duftapotheke sind aber auch die Charaktere grandios skizziert.
Die sich langsam anbahnende Liebesgeschichte von Luzie und Mats ist in diesem Band stark von Eifersucht geprägt. Es war süß zu beobachten, wie Mats plötzlich in Edgar einen möglichen Konkurrenten in Bezug auf Luzies Gefühle sieht. Toll finde ich immer noch, dass diese Liebesgeschichte der Altersgruppe angepasst ist und daher keinen allzu großen Platz in der Geschichte einnimmt.

Aufgrund des Turniers tauchen auch neue Charaktere in der Geschichte auf. Vor allen Dingen die kleine Ella, die gemeinsam mit Luzie auf einem Zimmer wohnt, hatte es mir dabei angetan. Aber auch Raffael de Richemont, ein Verwandter von Elodie, war ein interessanter Charakter.
Toll ist zudem, dass wir Edgar nun endlich ein wenig näher kennenlernen.

Das Finale ist extrem packend und dramatisch. Die Dinge überschlagen sich und ich bin wahnsinnig froh, dass Band 5 bereits im November erscheint. Denn man möchte einfach wissen, was Luzie und Co. im nächsten Abenteuer erleben werden.

Fazit:
Der vierte Band der Duftapotheke hat mich wieder komplett überzeugen können. Die ganze Idee rund um das Turnier der tausend Talente lässt die Leser an den Seiten kleben. Man taucht gemeinsam mit Luzie noch tiefer in die Thematik der Duftmischung ein und lernt neue Charaktere kennen. Ein fieses Ende lässt einen nun ungeduldig auf Band 5 warten.
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 16.04.2020

Viele magische Pflanzen sorgen für reichlich Missgeschicke, herrliche Unterhaltung

Lilous Wundergarten
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Inhalt:
Als Lilou bei den Brombeerbüschen am Haus ihrer Oma ein Eichhörnchen entdeckt und ihm folgt, traut sie ihren Augen kaum: Sie gelangt plötzlich in einen geheimen Teil des Gartens, den sie zuvor ...

Inhalt:
Als Lilou bei den Brombeerbüschen am Haus ihrer Oma ein Eichhörnchen entdeckt und ihm folgt, traut sie ihren Augen kaum: Sie gelangt plötzlich in einen geheimen Teil des Gartens, den sie zuvor noch niemals betreten hat. Hier stehen die wunderbarsten und schönsten Pflanzen, die man sich nur vorstellen kann. Da sich dann auch noch ihre neue Mitschülerin Elena vom einen auf den anderen Moment völlig verändert, nachdem sie ein Erdbeertörtchen verputzt hat, beginnt Lilou zu kombinieren. Die Erdbeeren stammten aus Oma Idas seltsamem Garten – was wenn die Pflanzen von dort magische Wirkungen haben und Oma Ida eine Wundergärtnerin war?


Meinung:
Vor kurzem ist Lilou mit ihren Eltern in das alte Haus ihrer verstorbenen Großmutter gezogen. Per Zufall gerät sie eines Tages in den verborgenen Teil des riesigen Gartens ihrer Großmutter. Dort entdeckt Lilou wunderschöne und seltene Pflanzen, die sie noch nie zuvor gesehen hat. Als ihre Tante aus den im Garten gepflanzten Erdbeeren ein paar leckere Erdbeertörtchen zaubert, stibitzt ihre neue Mitschülerin Elena sich welche von Lilou. Nachdem Elena sich nach dem Verzehr der Törtchen plötzlich komisch verhält, beginnt Lilou zu überlegen, ob dies an den Erdbeeren aus Omas Garten liegen könnte. Und tatsächlich, einer ihrer neuen Lehrer bestätigt ihre Vermutung, dass die Pflanzen in Omas Garten eine magische Wirkung haben.

Diese Geschichte klang genau nach meinem Geschmack. Ein tolles Kinderabenteuer mit einem alten und verwilderten Garten, der auch noch magische Pflanzen enthält. Meine Neugierde war daher sofort geweckt. Und ich muss gestehen, dass ich schon nach Lilous erstem Besuch in diesem Garten vollkommen verzaubert war von der Magie, die von diesem ausgeht. Schon als Kind habe ich immer wahnsinnig gerne in dem verwilderten Garten einer Bekannten gespielt, da er viel Platz für tolle Ideen bereithielt. Daher fühlte ich mich auch gleich von Lilous Garten wie magisch angezogen. Autorin Sarah Nisse hat hier einfach ein unglaublich tolles Gespür bewiesen und den Garten wundervoll magisch beschrieben. Toll fand ich zudem, dass Lilou auf verschiedene Weisen in den magischen Garten ihrer Großmutter gelangen kann. So gibt es nämlich nicht nur einen Weg in den Garten zu kommen.

Aufgrund des Umzuges kennt Lilou an ihrer neuen Schule erst mal niemanden. Doch relativ schnell freundet sie sich mit einem Jungen namens Tim an. Und zum Glück ist ihr Cousin Enzo mit an Bord. Er und seine Mutter helfen Lilou und ihren Eltern beim Umzug und der Neueinrichtung des Hauses. Daher fühlt sich Lilou nie so wirklich allein oder einsam, obwohl Mitschülerin Elena alles andere als nett zu Lilou ist.
Neben den Kindern hat es mir vor allen Dingen eine Pflanze namens Blutweiderich besonders angetan. Diese kann nämlich mit Lilou und Enzo sprechen. Dabei ist der Herr Blutweiderich ziemlich biestig und überheblich zu den Kindern. Ich fand ihn jedoch sehr amüsant.
Toll ausgedacht wurden sich auch die Nachnamen der verschiedenen Lehrer an Lilous neuer Schule. Sei es Herr Rübenkraut, Frau Tulpenrot, Herr Morgengrün oder Herr Beerenblut.

Als Lilou erfährt, dass die Pflanzen in Omas Garten magische Fähigkeiten haben, möchte sie eigentlich die Finger von diesen lassen, da man sich nie sicher sein kann, welche Fähigkeiten sie hervorrufen. Doch wieder macht ihre Tante Lilou einen Strich durch die Rechnung. Tante Cécile brüht nämlich Lilous Vater einen leckeren Pfefferminztee. Und natürlich stammt die Pfefferminze aus Omas Garten. Von jetzt auf gleich hat Lilous Vater nur noch Pech.
Mir hat es großen Spaß bereitet gemeinsam mit Lilou und Enzo zu erfahren, was sich hinter den verschiedenen Pflanzen und ihren Wirkstoffen verbirgt. Neben dem Pech-Pfefferminz sorgen Erdbeeren z. B. dafür, dass man sich unsterblich verliebt. Johannisbeeren dagegen sorgen für rotstichige Pickel im Gesicht.

Auch einige farbige Bilder hält das Buch für einen bereit. Dabei gibt es sowohl ganzseitige Illustrationen, als auch kleinere Zeichnungen von Erdbeeren oder Klatschmohn, die sich über das ganze Buch entfalten. Die vielen Bilder im Buch verleihen der Geschichte noch mehr Magie. Die Bilder stammen übrigens von Illustratorin Désirée Kunstmann.


Fazit:
Gemeinsam mit Protagonistin Lilou wird der Leser in den verwilderten und geheimnisvollen Garten von Lilous Großmutter entführt. Die vielen magischen Pflanzen sorgen für reichlich Missgeschicke im Verlauf der Geschichte. Dadurch ergibt sich eine lustige und schöne Geschichte, die ich in einem Rutsch weggelesen habe. Ich freue mich sehr auf Lilous zweites Abenteuer im Wundergarten.
Von mir gibt es für diese schöne Idee 5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 16.04.2020

Für kleine Abenteurer und Ritterfans eine große Empfehlung

Ritter werden leicht gemacht – Ein Pferd namens Dora
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Inhalt:

Sam hat einen Traum: Er möchte ein Ritter werden, edel und verwegen. Doch wie stellt man das an, wie wird man eigentlich Ritter? Die Voraussetzungen sind gar nicht mal so schlecht: Sam lebt nicht ...

Inhalt:

Sam hat einen Traum: Er möchte ein Ritter werden, edel und verwegen. Doch wie stellt man das an, wie wird man eigentlich Ritter? Die Voraussetzungen sind gar nicht mal so schlecht: Sam lebt nicht etwa in einem Haus wie Du und ich, sondern bei seiner strengen Tante Eiltrud und seinem Onkel Archibald auf Burg Falterstaub. Das Paar bietet hier eine luxuriöse Urlaubsbetreuung für Drachen, Greife und andere magische Haustiere an, sodass deren Besitzer unbesorgt verreisen können. Doch dann büchst der kleine Drache Godfrey aus und zusammen mit seiner vorwitzigen Cousine Brunella steht Sam plötzlich vor seinem ersten Abenteuer.


Meinung:
Sam J. Butterkappe hat seine erste Lektion zu einem echten Ritter gemeistert. Doch nun steht die nächste Prüfung bevor. Sam soll ein schneeweißes Ross finden. Nur wie soll er dieses bekommen, wenn seine Tante Eiltrud ihn und seine Cousine Brunella dazu verdonnert Warzenschwein Horaz zu seinem Besitzer zurückzubringen? Sam ahnt nicht, dass ein einfacher Spaziergang zu einem wahren Abenteuer werden wird und er am Ende sogar eine gute Tat vollbringt.

Nachdem ich vom ersten Band der Ritter werden leicht gemacht-Reihe so positiv überrascht wurde, musste ich natürlich schleunigst den zweiten Band lesen.

In diesem zweiten Abenteuer hat wieder ein Tier eine größere Rolle. Zwar ist es kein feuerspuckender und niedlicher Drache, aber Warzenschwein Horaz ist dafür ein guter Ersatz. Mit seinem Dickschädel und seinem großen Appetit, bringt er Sam und Brunella in die ein oder andere Schwierigkeit, erweist sich jedoch auch als Retter in der Not. Ich fand es klasse, dass Sam und Brunella auch dieses Mal ein neues (wenn auch unmagisches) Tier an ihre Seite gestellt bekommen haben.

Auch Sam und Brunella als Team haben mir wieder große Freude bereitet. Wo Sam an mancher Stelle noch ein wenig ängstlich oder mutlos ist, geht Brunella mit ihrem Selbstbewusstsein voran. Und wo Brunella vielleicht einmal die zündende Idee fehlt, ist Sam zur Stelle. Ich mag diese beiden Kinder richtig gerne und freue mich schon auf die nächsten Abenteuer mit den Beiden. Langweilig wird es mit ihnen nämlich nie.

Die Spannung in der Geschichte ist auf das Lesealter von 6 Jahren perfekt zugeschnitten. So wurde hier ein altersgerechtes Abenteuer für junge Leser entwickelt. Viele Kapitel und eine recht große Schrift dürften auch den ein oder anderen Erstleser ermutigen zu diesem Buch zu greifen.

Natürlich dürfen auch in diesem zweiten Band die Illustrationen von David Melling nicht fehlen. Ich mag seinen leicht überspitzten Zeichenstil mittlerweile unglaublich gerne. In diesem Band gibt es ganz besonders von Horaz das ein oder andere tolle Bild zu betrachten. Aber auch der etwas skurrile Baum Hasel wurde toll in Szene gesetzt.

Fazit:
Für kleine Abenteurer und Ritterfans ist diese Geschichte eine absolute Empfehlung. Aber auch als Erwachsener kann man sich der Magie dieser niedlichen und unterhaltsamen Geschichte nur schwer entziehen. Ich bin schon sehr gespannt auf Sams weitere Ritter-Lektionen und vergebe 5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 16.04.2020

Magische Welt, die mein Herz berührt hat

Anouks Spiel
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Inhalt:

Was hat Anouk nur getan? Ein unbedachter Wunsch an ihrem 13. Geburtstag – und ihre kleine Schwester ist wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt nur einen Weg, den Wunsch rückgängig zu machen: das ...

Inhalt:

Was hat Anouk nur getan? Ein unbedachter Wunsch an ihrem 13. Geburtstag – und ihre kleine Schwester ist wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt nur einen Weg, den Wunsch rückgängig zu machen: das magische Spiel. Schafft sie es, den dunklen Prinzen in vier Runden zu schlagen, erhält Anouk ihre Schwester zurück. Gewinnt der dunkle Prinz, verliert Anouk sie für immer. Mit jedem Zug muss sie Mitgefühl, Mut und Weisheit beweisen. Doch der dunkle Prinz ist ihr stets einen Schritt voraus – und stellt Anouk schließlich vor eine unmögliche Wahl …

Meinung:
Anouk wünscht sich, dass sie einmal die volle Aufmerksamkeit von ihren Eltern erhalten würde. Doch seit ihre kleine Schwester Maya auf der Welt ist, dreht sich fast alles nur noch um sie. Daher ist Anouks Herzenswunsch zu ihrem 13. Geburtstag, dass ihre Eltern nur noch ihr gehören. Dieser Wunsch geht auf drastische Weise in Erfüllung. Denn am nächsten Tag ist ihre kleine Schwester verschwunden. Es scheint, als hätte es Maya nie gegeben, denn weder Anouks Eltern noch andere Verwandte können sich an Maya erinnern. Anouk bekommt große Angst, was hat sie nur getan? Plötzlich findet Anouk ein magisches Spiel und einen sprechenden Affen in ihrem Zimmer. Dieser erklärt ihr, dass es nur eine Möglichkeit gibt ihren Herzenswunsch rückgängig zu machen. Sie muss in das Spiel und dort den dunklen Prinzen in vier Runden besiegen. Doch das Spiel ist härter als gedacht und stellt Anouk vor große Herausforderungen.

Als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe, fühlte ich mich gleich ein wenig an den Film „Jumanji“ erinnert. Da ich ein großer Fan des Films bin und ich zudem endlich einmal ein Buch von Autor Akram El-Bahay lesen wollte, freute ich mich sehr auf diesen Titel.

Zu Beginn lernt der Leser die junge Anouk kennen, die eigentlich ein schönes Leben im Kreise ihrer Liebsten führt. Doch immer wieder drängt sich ihre kleine Schwester in den Fokus der Eltern. Anouk versucht zwar gegen das Gefühl des Neids und der Verlustangst anzukämpfen, dennoch stiehlt sich ein Herzenswunsch in ihre Gedanken, der ziemlich böse ist.
Dies ist die Grundbasis anhand der wir Anouk kennenlernen. Man merkt als Leser jedoch schnell, dass das Mädchen sehr liebenswürdig und hilfsbereit ist. Im Laufe der Geschichte entscheidet sie sich mehr als einmal dazu, die Suche nach ihrer Schwester aufgrund des Wohles anderer hinten anzustellen. Ich habe sie sehr dafür bewundert, da ich selbst wahrscheinlich nicht immer so sozial reagiert hätte, da bei mir die Angst um meine Schwester einfach zu groß gewesen wäre.
Es ist daher spannend mitzuverfolgen, wie Anouk innerlich reift und kluge Entscheidungen trifft.

Zudem lernen wir viele außergewöhnliche und interessante Charaktere auf Anouks Reise kennen. Sei es ein Sturmzüchter, der in den weiten der Wüste lebt, ein Haufen streitsüchtiger Piraten, die sich gerne verrückte Geschichten erzählen, Ki – den Prinzen der Wipflinge oder ein sprechender Schimpanse namens Pan. Pan war es, der sich dabei unvergessen in mein Gedächtnis eingebrannt hat. Denn Pan strotzt nur so vor Selbstverliebtheit und ist sehr von sich und seinen mannigfaltigen Fähigkeiten überzeugt. Dadurch redet er sich manches Mal um Kopf und Kragen, ist aber dadurch auch immer wieder für einen Lacher gut. So kann Pan sich einfach nicht den Namen von Anouks kleiner Schwester merken und nennt Maya immerzu Mayo. Ganz wütend wird er jedoch, wenn jemand seinen eigenen Namen vergisst oder ihn schlicht als Affe bezeichnet. Denn schließlich ist Pan doch ein Schimpanse.

Aber nicht nur Anouks Charakterentwicklung und die vielen skurrilen Charaktere sind hochinteressant. Nein, das ganze Buch kann von vorne bis hinten überzeugen. Akram El-Bahay hat sich hier nämlich eine extrem gut durchdachte Spielewelt mit sehr vielen Ideen ausgedacht. So durchstreift Anouk auf ihrer Reise Wald, Wüste, Meer und Gebirge und muss dabei allerhand Rätsel und Aufgaben bewältigen. Ihr im Nacken sitzt der dunkle Prinz, der ihr immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Dadurch tickt die Zeit auch immer gegen Anouk und als Leser bangt man furchtbar um ihre kleine Schwester Maya.

Während des Lesens habe ich zwangsläufig Vergleiche zu Jumanji, Alice im Wunderland und die unendliche Geschichte gezogen. Ja, es gibt Parallelen zu diesen Geschichten. Dennoch finde ich, hat Akram El-Bahay seine ganz eigene und vor allen Dingen individuelle Geschichte geschrieben. Bei der es wahnsinnig viel Spaß macht in ihr einzutauchen.


Fazit:
Mein erstes Buch von Akram El-Bahay wird sicherlich nicht mein letztes gewesen sein. Denn mit Anouks Spiel hat der Autor es geschafft mich in eine magische Welt eintauchen zu lassen, die mein Herz berührt hat. Dies lag nicht zuletzt an Anouk und ihren Begleitern. Macht euch am besten selbst ein Bild von dieser schönen Geschichte und begebt euch auf eine magische Reise.
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 16.04.2020

Jede Menge Rätsel und gefährliche Situationen

World Runner (1). Die Jäger
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Inhalt:
Sie nennen sich Runner und spielen vor laufender Kamera das gefährlichste Spiel der Welt. Im Grenzbereich zwischen Gesetz und Kriminalität treten einhundert Jugendliche an, um sich in einem Kampf ...

Inhalt:
Sie nennen sich Runner und spielen vor laufender Kamera das gefährlichste Spiel der Welt. Im Grenzbereich zwischen Gesetz und Kriminalität treten einhundert Jugendliche an, um sich in einem Kampf um Rätsel, Schätze und verborgene Orte zu messen und zu inszenieren ...
Es ist ein Rennen gegen die Zeit, bei dem der größte Gegner die eigene Furcht ist. Überall lauern Gefahren. Eine einzige falsche Entscheidung und das Spiel ist verloren. Vielleicht sogar das eigene Leben.
Doch das Risiko schreckt sie nicht, denn auf sie wartet ein Preis, der größer ist als alles, wovon sie zu träumen gewagt haben.


Meinung:
Tim hat ein großes Hobby. Er ist Runner, was bedeutet, dass er Rätsel knackt und Schätze an verborgenen und gefährlichen Orten findet. Dabei ist die Grenze zwischen Gesetz und Kriminalität nicht immer klar zu sehen. Als eines Tages die Firma Global Games zu einer weltweiten Challenge aufruft, bei der nur die besten 100 Runner eines jeden Landes teilnehmen dürfen, ist Tim sofort angefixt. Er möchte auf jeden Fall gewinnen und den großen Preis absahnen. Doch alleine ist ein Sieg nur schwer möglich und so schließt er sich mit anderen Jugendlichen zusammen.

Die Bücher von Thomas Thiemeyer finden bei mir immer großen Anklang. Zuletzt konnte mich seine Evolution-Reihe absolut überzeugen. Daher freute ich mich auf diesen neuen Titel aus seiner Feder. Gerade der Mix aus hochmodernem Geocaching und einer Tour quer durch Deutschland faszinierte mich sehr.

In die Geschichte an sich bin ich sehr schnell reingekommen. Thomas Thiemeyer nimmt sich Zeit und erläutert den Lesern, was die Runner denn nun eigentlich genau sind und welche Aufgaben sie im täglichen Leben lösen. So lernen wir auch Tim und Annika kennen, zwei sehr begnadete Runner. Da die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive von Tim erzählt wird, lernen wir ihn und seine Familie ganz besonders intensiv kennen.

Ich persönlich brauchte ein wenig um zu 100% mit der Geschichte warmzuwerden. So wurde ich erst ab gut der Hälfte richtig von der Geschichte gepackt. Dann aber ließ sie mich nicht mehr los und gerade das Finale ist extrem packend und ultra spannend.
Aber kommen wir zum Anfang zurück. Geocaching war mir als Hobby natürlich bereits bekannt. Der Autor hat mit den Runners und ihren zu lösenden Claims eine deutlich gefährlichere Form des Geocaching erschaffen, die mich sehr fasziniert hat. Bei beiden Aktivitäten reizt einen besonders das Suchen an abgelegenen Orten und das Lösen von Rätseln.
So ist man als Zuhörer ganz nah dabei, wenn Tim und seine Freunde die Rätsel knacken. Natürlich fängt man dabei selbst an, auf des Rätsels Lösung zu kommen. Dadurch wird man noch mehr in die Geschichte mit einbezogen.

Ich mag Geschichten furchtbar gerne in denen wir Leser mit an reale Orte unserer Welt genommen werden. Und davon gibt es in World Runner mehr als genug. So reisen wir gemeinsam mit Tim und seinen Freunden quer durch die Bundesrepublik und lernen dabei neue und teilweise geheimnisvolle Orte kennen. Dabei hat sich Thomas Thiemeyer viel Mühe bei der Auswahl dieser Orte gegeben. Insgesamt 7 Caches wurden an 7 Orten versteckt. So besuchen wir unter anderem die Externsteine oder fahren nach Beelitz-Heilstätten, welches ein denkmalgeschützter Krankenhauskomplex ist, der über die Jahre teilweise von der Natur zurückerobert wurde. Gerade hier ist mein Kopfkino während des Hörens sehr intensiv angesprungen und ich musste einfach nach diesem Ort im Internet recherchieren.

Die Dramatik und Spannung nimmt im Laufe des Spiels immer mehr zu und gipfelt in einem hochexplosiven Showdown. Nach den Enthüllungen am Ende des Buches, möchte man einfach wissen, wie es im zweiten Band dieser Dilogie weitergehen wird.

Gesprochen wird die Geschichte von Mark Bremer, dessen Stimme ich immer wahnsinnig gerne lausche. Er strahlt eine absolute Ruhe aus. In den richtigen Momenten verleiht er seiner Stimme jedoch jede Menge Dramatik und Spannung. Auch die weiblichen Stimmen in dieser Geschichte hat er gut vertont. Besonders toll hat mir gefallen, dass vor allen Dingen Telefongespräche sehr authentisch inszeniert wurden.


Fazit:
World Runner brauchte ein wenig bis es mich in seinen Bann schlagen konnte, dann hat es mich jedoch so sehr gefesselt, dass ich nicht mehr davon loskam. Thomas Thiemeyer hat mit seinem neuen Reihenauftakt einen absoluten Pageturner erschaffen. Mit Tim und seinen Freunden rast man kreuz und quer durch Deutschland, löst jede Menge Rätsel und begibt sich in gefährliche Situationen. Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

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