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Veröffentlicht am 01.06.2019

Alltägliche Probleme vermischt mit Magie = genialer Lesespaß!

Magie hoch zwei – Die fiesen Omas
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Inhalt:
Die magischen Zwillinge Elli und Idi freuen sich auf ihre ersten gemeinsamen Sommerferien: Idi und ihr Vater ziehen von Hamburg nach Berlin zu Elli und ihrer Mutter. Doch die Vorfreude wird getrübt, ...

Inhalt:
Die magischen Zwillinge Elli und Idi freuen sich auf ihre ersten gemeinsamen Sommerferien: Idi und ihr Vater ziehen von Hamburg nach Berlin zu Elli und ihrer Mutter. Doch die Vorfreude wird getrübt, als Ellis Familie neue Nachbarn bekommt: ausgerechnet die beiden Oberhexen Oma Matilda und deren Schwester Esther. Sie wollen Elli und Idi zu »richtigen« Hexen erziehen. Aber mit ihrer unsinnigen Zauberei bringen sie die Mädchen nur in Schwierigkeiten. Ihr Vater droht sogar, den Umzug abzublasen. Und weil das auf keinen Fall geschehen darf, schmieden Elli und Idi gemeinsam mit Philip einen Plan, wie sie die fiesen Omas stoppen können. Doch es stellt sich heraus, dass Philips Plan ebenso gefährlich wie genial ist …

Meinung:
Elli und Idi sind Zwillinge und weit entfernt voneinander aufgewachsen. Endlich ist es nun soweit. Idi und ihr Vater ziehen von Hamburg nach Berlin und somit in die Nähe von Elli und ihrer Mutter. Erste gemeinsame Sommerferien stehen den Zwillingen kurz bevor. Diese wollen die beiden auf jeden Fall magisch gestalten, denn Elli und Idi sind wie ihre Mutter und ihre Tante waschechte Hexen. Dann tauchen jedoch Oma Matilda und ihre Schwester Esther auf und wollen die Erziehung der Zwillinge in hexischen Belangen übernehmen. Dies bedeutet mächtig viel Ärger, denn die Omas sorgen für jede Menge Unruhe und freche Hexsprüche.

Gleich zu Beginn möchte ich ein paar Worte zu dem zauberhaften Cover verlieren. Dies war für mich einer der ausschlaggebenden Punkte, warum ich zu diesem Buch gegriffen habe. Ich finde, es strahlt so viel Lebensfreude, Zusammenhalt und eine besondere Beziehung der beiden Protagonisten aus, dass man sich seiner Magie nur schwer entziehen kann.

Da ich gerne Geschichten über Hexen lese, freute ich mich sehr auf dieses Abenteuer der Zwillinge Elli und Idi. Zwar kannte ich den ersten Band der beiden Hexen nicht, dies ist jedoch für dieses Buch absolut kein Problem. Die entscheidenden Charaktere werden auch hier noch einmal kurz vorgestellt und man erfährt in groben Zügen, um was es im ersten Teil der Reihe gegangen ist. Daher bietet sich dieser Band auch perfekt für Quereinsteiger an.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Zwilling Elli erzählt. So erfährt man gemeinsam mit Elli, dass sie mächtig viel Potenzial hat eine große Hexe zu werden. Doch dies würde auch bedeuten, ihre Verbindung zu ihrer Schwester aufzugeben. Daher kommt dieser Weg für Elli nicht infrage. Doch immer wieder gehen ihre magischen Fähigkeiten mit Elli durch. Und dann tauchen auch noch ihre Oma und deren Schwester auf und versuchen Elli zu frechen Zaubersprüchen anzustiften.

Die Handlung zeichnet sich jedoch nicht nur dadurch aus, dass es magische Probleme zu bewältigen gibt. Vielmehr stehen die Probleme des täglichen Lebens im Vordergrund. Elli und Ida wünschen sich, dass ihre Eltern wieder zueinander finden. Zudem scheint die Beziehung der Eltern von Ellis Freundin kurz vor dem Aus zu stehen. Und dann steht auch noch der Umzug von Idi und ihrem Vater auf der Kippe. So bewältigen Elli und Ida so einige Hindernisse auf dem Weg zu einer gemeinsamen Zukunft.
Für mich war die Geschichte daher sehr abwechslungsreich und unterhaltsam. Viel zu schnell waren die knapp 200 Seiten durchgelesen. Und ich hoffe sehr, dass es noch weitere Abenteuer von Elli und Idi geben wird.

Fazit:
Als Quereinsteiger habe ich mich an „Magie hoch zwei“ herangewagt und möchte nun wahnsinnig gerne auch den ersten Band der Reihe lesen. Denn das Buch ist so bezaubernd, unterhaltsam, authentisch und einfach nur genial. Die alltäglichen Probleme spielen hier eine genauso große Rolle wie die magischen Probleme und ich hoffe sehr, dass es noch viele weitere Abenteuer von Elli und Idi geben wird.
Daher vergebe ich magische 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 26.05.2019

Zwei Kritikpunkte ansonsten gute Geschichte

Clans of London, Band 1: Hexentochter
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Inhalt:
Als Caroline den geheimnisvollen Ash kennenlernt, ahnt sie nicht, dass ihr Leben schon bald in seinen Händen liegen wird. Denn Ash ist ein Magier und Caroline eine Hexe. Eine Hexe, deren Magie ...

Inhalt:
Als Caroline den geheimnisvollen Ash kennenlernt, ahnt sie nicht, dass ihr Leben schon bald in seinen Händen liegen wird. Denn Ash ist ein Magier und Caroline eine Hexe. Eine Hexe, deren Magie nie aktiviert wurde - und das wird sie an ihrem 18. Geburtstag das Leben kosten. Während Caroline und Ash alles daransetzen, dieses Schicksal durch ein magisches Ritual abzuwenden, kommen sie sich immer näher. Doch dann erfährt Caroline, dass die beiden mächtigsten Hexenclans von London Jagd auf sie machen. Denn Caroline ist Teil einer uralten Prophezeiung. Und sollte diese sich erfüllen, sind die Hexenclans dem Untergang geweiht ...

Meinung:
Durch ihre beste Freundin lernt Caroline eines Tages den attraktiven Ash kennen. Von Anfang an kann sie mit seiner unausstehlichen Art nicht viel anfangen und die Beiden sind wie Feuer und Eis. Doch dann eröffnet Ash ihr, dass es eine Welt voller Magie gibt und Caroline eine Hexe ist. Eine Hexe, deren Magie noch nicht aktiviert wurde und die daher ihre Magie nicht kontrollieren kann. Caroline braucht so schnell wie möglich Hilfe von einem Hexenmeister, da sie ansonsten an ihrem 18. Geburtstag sterben wird. Schnell zeigt sich, dass Ash mehr sein kann als der typische Macho der er zu sein vorgibt.

Der Einstieg in die Geschichte wurde mir sehr einfach gemacht. Nach und nach lernen wir die verschiedenen Charaktere und ihre Welt kennen. Nachdem man sich mit den Charakteren angefreundet hat, baut Sandra Grauer die magische Welt ein. Diese Vorgehensweise hat mir ausgesprochen gut gefallen. Dabei fand ich diese Welt von der ersten Seite an sehr faszinierend, so steckt sie doch voller Magie, Hexen und Zauberern. Spannend fand ich den Aspekt, dass Caroline so lange Zeit nichts von dieser Welt geahnt hat.

Caroline und Ash sind, wie oben bereits erwähnt, wie Katz und Maus. Ash wirkt wie ein totaler Macho, dennoch merkt der Leser immer wieder, dass sein Gehabe nur aufgesetzt ist und viel mehr hinter Ashs Fassade steckt.
Caroline muss in dieser Geschichte einiges verkraften und verarbeiten. Nicht nur das sie von der magischen Welt erfährt, auch ihr bevorstehender Tod macht ihr ganz schön zu schaffen. Ich fand es bewundernswert, wie sie versucht mit der Situation umzugehen.

Das Zusammenspiel zwischen Caroline und Ash hat mir gut gefallen. Weniger gut fand ich es, dass plötzlich ein Liebesdreieck um die Ecke bog. Zum Glück wird dieses nicht unnötig dramatisiert. Ich bin jedoch der Meinung, dass diese Geschichte auch ganz wunderbar ohne dieses Liebesdreieck ausgekommen wäre. So hat mir diese Konstellation doch ein wenig den Lesespaß verdorben.

Im letzten Drittel liegt das Augenmerk dann zum Glück wieder mehr auf der Magie und den Folgen von Carolines bisher nicht aktivierter Magie. Endlich erfährt der Leser, wie die losen Fäden zusammenpassen und was hinter allem steckt. Zwar mochte ich den spannungsgeladenen Teil dieses Buches, dennoch kam es mir genau in diesem Teil so vor, als wenn manche Personen nicht wirklich nachdenken. Caroline macht sie sogar noch auf ihr Verhalten aufmerksam, doch die Personen sind uneinsichtig. Hier erhoffe ich mir im zweiten Band eine gute Auflösung zu diesem Punkt.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Caroline erzählt. Dennoch tauchen wir anhand ihrer Träume immer wieder in Szenen ein, die von einem der magischen Clans handeln. Diese Einschübe lockern die Geschichte auf. Außerdem steigern sie die Spannung, da man erst nach und nach versteht, was sich hinter diesen Träumen verbirgt.

Fazit:
Bis auf meine zwei angesprochenen Kritikpunkte habe ich wirklich tolle Lesestunden mit Caroline und Ash verbracht. Autorin Sandra Grauer weiß mit ihrer magischen Welt zu überzeugen. Nach und nach erfahren Caroline und der Leser was sich hinter der Magie verbirgt. Dies führt dazu, dass man sich mit Caroline verbunden fühlt und auch mit ihr mitleidet. Ich vergebe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 26.05.2019

Für kleine Fans der Duftapotheke

Der magische Blumenladen [1]
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Inhalt:
Violet platzt fast vor Neugier. Wieso bloß kommen immer wieder Leute in den Laden, flüstern mit Tante Abigail und gehen ohne eine einzige Blume, dafür aber mit einem Lächeln auf den Lippen? Hat ...

Inhalt:
Violet platzt fast vor Neugier. Wieso bloß kommen immer wieder Leute in den Laden, flüstern mit Tante Abigail und gehen ohne eine einzige Blume, dafür aber mit einem Lächeln auf den Lippen? Hat das etwa mit dem uralten magischen Blumenbuch zu tun, das Violet eines Tages findet? Zusammen mit ihren besten Freunden Jack und Zack geht sie den Rätseln auf den Grund.

Meinung:
Violet ist gerne im Blumenladen ihrer Tante Abigail. Die vielen verschiedenen Blumen verzaubern sie jeden Tag aufs Neue. Als Violet im Laden aushilft tauchen immer wieder Leute auf die ganz besondere Wünsche an ihre Tante Abigail stellen. Hat dies etwas mit dem uralten Blumenbuch zu tun, dass Violet eines Tages in die Hände fällt?

Da mir die Bücher rund um die Duftapotheke und Flora Botterblom so gut gefallen haben und der magische Blumenladen in eine ähnliche Richtung geht, war ich sehr gespannt auf die Idee hinter dem Buch.
Nach dem Hören kann ich Fans der oben genannten Reihen den magischen Blumenladen sehr empfehlen.

Die Geschichte ist für Mädchen ab dem Alter von 8 Jahren geeignet. Aber auch mich als Erwachsene hat die Magie des Blumenladens gefangen genommen. Zu Beginn lernen wir Violet kennen, die in einer Pflegefamilie groß geworden ist. Erst vor kurzem ist ihre leibliche Tante auf Violet aufmerksam geworden. So kommt es, dass Violet nun öfters im Blumenladen ihrer Tante Abigail aushilft.

In diesem ersten Abenteuer von Violet gibt es gleich mehrere Probleme zu lösen und so spielt das Thema Verantwortung übernehmen eine große Rolle. Aber auch die Familie und Freunde sowie der Zusammenhalt werden hier thematisiert.

Neben Violet gibt es noch ihre beiden besten Freunde die Zwillinge Jack und Zack, die gemeinsam mit Violet das Rätsel um das geheime Buch lösen möchten.
Aber auch der Wellensittich Lady Madonna oder der Kater Lord Nelson bereichern die Geschichte.

Gesprochen wird die Geschichte von Marion Elskis. Die mit ihrer angenehmen Stimme der Geschichte noch zusätzlichen Zauber verleiht. Gerade Lady Madonna wurde von Marion Elskis sehr lustig eingesprochen.

Fazit:
Mit diesem Hörbuch ist der Autorin ein toller Start in die Reihe rund um den magischen Blumenladen gelungen. Mädchen im Alter von 8 Jahren werden in eine Welt voller magischer Blumen und jeder Menge spannender Abenteuer entführt. Diese Geschichte ist sehr empfehlenswert für Fans der Duftapotheke oder von Flora Botterblom.
Knappe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 26.05.2019

Zieht einen von Beginn an in seinen Bann

Windborn. Erbin von Asche und Sturm
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Inhalt:
Als die Skar kamen, nahmen sie den Menschen alles. Seither ist die Erde von Sand bedeckt und Wasser schwer zu finden. Ashara, Wolkenstürmerin und somit Gebieterin über den Wind, kämpft jeden Tag ...

Inhalt:
Als die Skar kamen, nahmen sie den Menschen alles. Seither ist die Erde von Sand bedeckt und Wasser schwer zu finden. Ashara, Wolkenstürmerin und somit Gebieterin über den Wind, kämpft jeden Tag ums Überleben. Auf der Flucht vor den Skar, die es auf Elementwandler wie sie abgesehen haben, läuft Ashara dem unnahbaren Kiyan in die Arme. Trotz anfänglichen Misstrauens kommen sich die beiden näher und Ashara erkennt, dass Kiyan der Retter der Menschheit sein könnte. Denn die Tyrannen haben einen Fehler begangen. Einen Fehler, durch den sie sich ihren größten Feind selbst schufen. Als Kiyan in die Fänge der Skar gerät, muss Ashara handeln. Ist sie bereit, die zerstörerische Kraft des Sturms in sich zu entfesseln, um Kiyan zu befreien und die Skar zu besiegen?

Meinung:
Die Protagonistin Ashara und ihr Leben in der Wüste haben mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Handlungsschauplätze sind sehr detailliert beschrieben und lassen den Leser somit sehr gut in die Welt der Charaktere eintauchen. Das Buch spielt in der dystopischen Zukunft und es werden viele Dinge der „alten Zeit“ beschrieben, was das Lesen für mich noch interessanter gemacht hat.

Zu Beginn wird das Leben von Ashara, der Wolkenstürmerin und ihrer Sippe in der Wüste beschrieben. Ashara ist die einzige Wolkenstürmerin, eine Elementwandlerin, in ihrer Sippe und somit als einzige fähig, Wasser in der Wüste zu finden, damit alle überleben können. Das Leben der Sippe ist sehr anstrengend und ohne Wasser immer ein Leben am Limit. Sie ziehen als Nomaden durch die Wüste und fliehen zeitgleich ständig vor den Häschern der Skar, die die Wüste beherrschen und alle noch verbliebenen Elementwandler jagen. Die bösen Skar brauchen kein Wasser zum Leben, sind in der Wüste starke Gegner und halten Menschen als Sklaven.

Plötzlich tauchen die Skar bei Ashara und ihrer Sippe auf und greifen an. Ashara bleibt nur eine Möglichkeit: Sie flieht in die Berge und trifft dort auf Kiyan, der sich schon bald als sehr bedeutender Charakter abzeichnet. In den Bergen wird Ashara in Gefangenschaft gehalten.

Da sie sehr pflichtbewusst ist und das Gefühl hat, ihre Sippe im Stich gelassen zu haben, versucht sie permanent einen Weg aus der Gefangenschaft in den Bergen zu finden, um zu ihrer Sippe zurückzukommen. Dabei lernt sie Kiyan sehr viel näher kennen, als es ihr lieb ist und sie hegt widersprüchliche Gefühle für ihn. Einerseits hasst Ashara ihn, weil er sie gefangen hält und somit in Kauf nimmt, dass ihre Sippe womöglich stirbt. Andererseits kommen plötzlich immer mehr Gefühle für ihn auf, was sie komplett aus der Bahn wirft. Ashara versteht zwar irgendwie auch Kiyan‘s Argumente sie nicht gehen lassen zu können, aber sie möchte natürlich trotzdem um jeden Preis zu ihrer Sippe zurück. Für mich als Leser waren beide Situationen nachvollziehbar und ich war gespannt, wie die Autorin dieses Problem lösen wird.

Ashara findet schließlich doch einen Fluchtweg aus den Bergen, wobei Kiyan sie allerdings in letzter Minute erwischt. Gemeinsam geraten sie zufällig in die Hände der Skar und werden in deren Feste gebracht. Auch dieser Schauplatz ist sehr detailliert beschrieben und ein toller Handlungsort für diese Geschichte. Dort wartet so manche Überraschung auf Ashara und Kiyan und es beginnt ein Kampf gegen scheinbar unbezwingbare Feinde in ihrer eigenen Feste. Der spannende Finalkampf war ein weiteres Highlight für mich.

Fazit:
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und die Handlung hat selten an Spannung nachgelassen. Ich habe es kaum aus der Hand gelegt und finde die Geschichte sehr gelungen. Als kleinen Kritikpunkt muss ich allerdings werten, dass die Leser meiner Meinung nach zu wenig über die Elementwandler an sich erfahren.
Wohl verdiente und sehr gute 4 von 5 Pinguinen!

Veröffentlicht am 26.05.2019

Brutal, ehrlich, knallhart und regt zum Nachdenken an - für mich ein Jahreshighlight

Dry
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Inhalt:
Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es ...

Inhalt:
Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.

Meinung:
Alyssa denkt sich im ersten Moment gar nichts dabei, als plötzlich aus dem Wasserhahn kein Wasser mehr kommt. Doch die Lage spitzt sich schnell zu, als klar wird, dass das Wasser auch nicht so schnell zurückkommen wird. Und so vergehen nicht nur Stunden sondern Tage und Wasser ist immer noch nicht in Sicht. Dies bringt die Bewohner Kaliforniens in eine verzwickte Situation und aus Menschen werden teilweise Monster.

Klima- und Umweltschutz ist heute aktueller als jemals zuvor. Daher war für mich sofort klar, dass ich dieses Endzeitszenario rund um den letzten Tropfen Wasser unbedingt lesen musste. Natürlich habe ich erwartet, dass die Geschichte ziemlich brutal, emotional und berührend wird. Dennoch war ich überrascht wie sehr mich "Dry" mitgenommen hat.

Gleich die ersten Seiten erzeugen eine bedrückende und beängstigende Grundstimmung. Denn das Autorenteam Shusterman fackelt nicht lange und nimmt den Bewohnern Kaliforniens ihr Wasser. Diese angesprochene Grundstimmung zieht sich durch das ganze Buch und lässt einen dadurch atemlos weiterlesen, da man einfach wissen möchte, wie Alyssa und ihr Bruder dieses Szenario überstehen.

Im Buch gibt es so viele bewegende und berührende Situationen. Ganz oft stellt sich Alyssa die Frage: Bin ich ein Monster? Genauso oft habe ich mir als Leser die Frage gestellt: Wie hätte ich in dieser Situation gehandelt?
Die beiden Autoren spielen daher gekonnt mit den Gefühlen und Ängsten der Leser und erzeugen, wie oben bereits beschrieben, einen unglaublichen Lesesog.

Auch die Charaktere sind sehr facettenreich. Es ist spannend mitzuverfolgen, wie sich ihr eigentlicher Charakter in dieser Geschichte wandelt. Aus manchen werden Helden, andere werden zu Mördern und wieder andere entdecken ihr wahres Ich.

Für mich war diese Geschichte äußerst realistisch und beängstigend. Denn ich denke, dass dieses Szenario in manchen Regionen unserer Welt nicht mehr allzu weit entfernt ist.

Das Ende hat mir gut gefallen, auch wenn es mir an manch einer Stelle (näher möchte ich aufgrund Spoilergründen nicht darauf eingehen) dann doch etwas unrealistisch war.

Fazit:
Eine sehr berührende, beängstigende und emotionale Geschichte erwartet den Leser in "Dry". Für mich zählt dieses Buch zu meinen Jahreshighlights, da es mich atemlos und unruhig zurücklässt. Dieses Buch handelt davon, wie schnell man sich in ein Monster verwandeln kann und wie schmal der Grat zwischen Mensch und Monster ist.
Klare 5 von 5 Hörnchen.