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Veröffentlicht am 24.01.2019

Die Duftapotheke fasziniert und begeistert

Die Duftapotheke (1).
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Inhalt:
In der alten Villa riecht es seltsam - nach tausend Dingen gleichzeitig. Es ist das erste, was Luzie an ihrem neuen Zuhause auffällt. Aber die Gerüche führen nirgendwohin und der Schlüssel, den ...

Inhalt:
In der alten Villa riecht es seltsam - nach tausend Dingen gleichzeitig. Es ist das erste, was Luzie an ihrem neuen Zuhause auffällt. Aber die Gerüche führen nirgendwohin und der Schlüssel, den Luzie unter einer Bodendiele findet, passt in kein Schloss. Gibt es in der Villa etwa ein verstecktes Zimmer? Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Benno und dem Nachbarsjungen Mats macht sich Luzie auf die Suche. Als sie in den verborgenen Teil der Villa vordringen, trauen die Kinder ihren Augen kaum: Auf deckenhohen Regalen reihen sich zahllose Duftflakons aneinander, in denen es nur so schillert und sprudelt! Doch in den Fläschchen schlummern nicht nur schöne Überraschungen, sondern auch jede Menge Gefahren. Vor allem ein Flakon wäre besser für immer verschlossen geblieben…

Meinung:
Luzie ist alles andere als begeistert von ihrem Umzug in die große alte Villa. So lässt Luzie doch ihren ganzen Freundeskreis in ihrer alten Heimat zurück. Doch die alte Villa in die Luzies Familie gezogen ist, scheint ein Geheimnis zu verbergen. Was hat es mit dem Schlüssel unter der losen Bodendiele auf sich? Und zu welchem Zimmer führt der Schlüssel? Gemeinsam mit dem Nachbarsjungen Mats und ihrem kleinen Bruder Benno macht sich Luzie auf, die Geheimnisse der Villa zu erforschen. Dabei machen die drei eine erstaunliche Entdeckung.

Schon lange war ich neugierig auf die Geschichte rund um die Duftapotheke, hatte ich doch bisher nur positive ja sogar ganz begeisterte Meinungen darüber gehört.
Sobald ich die CD angefangen habe zu hören, wurde mir erst einmal richtig bewusst, dass dieses Hörbuch von Uta Dänekamp gesprochen wird. Frau Dänekamp war mir bereits aus einem anderen Hörbuch bekannt. Damals fand ich ihre Stimmen allerdings als zu hoch und auch zu nervig. Ich persönlich denke allerdings, dass diese Empfindungen etwas damit zu tun haben, dass mir die gesamte Geschichte damals nicht sonderlich gefallen hat. Denn hier in der Duftapotheke mochte ich ihre junge und dynamische Stimme wahnsinnig gerne. Sie passt zu den drei jungen Protagonisten perfekt. Durch die verschiedenen Klangfarben erkennt man als Zuhörer auch sofort, welchem Charakter Uta Dänekamp gerade ihre Stimme verleiht.

Ab der ersten Minute der Geschichte war ich von der Duftapotheke fasziniert. Protagonistin Luzie muss sich an einem neuen Ort in einem großen und verwinkelten Haus zurecht finden. Schon nach kurzer Zeit stößt sie auf die geheimnisvolle Duftapotheke und ab diesem Moment beginnt das Abenteuer. Immer an ihrer Seite sind der gleichaltrige Nachbarsjunge Mats und ihr kleiner Bruder Benno. Dieses Dreiergespann hat mir viele schöne Hörminuten beschert, denn ich fand sie als Team einfach fantastisch. Richtig süß ist dabei Benno. Mit seiner kindlichen Art war er mir auf Anhieb sehr sympathisch und lies mein Leser- und Mutterherz höher schlagen. Gerade die intensive Beziehung zwischen Bruder und Schwester mochte ich sehr. Sind doch kleine Brüder für 13-jährige Schwestern wie Luzie meist nur nervig und störend, nicht jedoch in dieser Geschichte.

Äußerst fasziniert war ich von der Duftapotheke an sich. Ich fand die Idee wahnsinnig fesselnd und interessant. Anna Ruhe schaffte es mit ihren Worten, dass ich mir die ganze Villa Evie und ganz besonders die Duftapotheke sehr gut vorstellen konnte. Auch die Beschreibung der verschiedenen Düfte war sehr authentisch. Teilweise hatte ich das Gefühl die Düfte quasi selbst zu riechen, so riecht es z. B. nach Erde, Minze oder Rosen. Zudem verbirgt die Welt der Düfte doch das ein oder andere Geheimnis, was der Geschichte eine gehörige Portion Spannung verabreicht.

Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass die Kinder in diesem Buch größtenteils auf sich allein gestellt sind und ihre Eltern nicht um Rat fragen können (die Auflösung hierzu fand ich genial gewählt). So rätselt man mit den Kindern mit, was alles hinter den verschiedenen Geschehnissen steckt. Die Spannung wird immer höher und höher. Natürlich ist einem als erwachsener Hörer schnell klar, wer der Bösewicht ist, dies tut dem Hörspaß jedoch keinen Abbruch. Zudem fand ich den Handlungsstrang doch relativ authentisch und größtenteils realistisch gewählt.

Das Ende rundet die schöne Geschichte perfekt ab, lässt jedoch auch Fragen offen, sodass man als Hörer einfach gerne erfahren möchte was Luzie, Mats und Benno alles im zweiten Teil erleben werden. Potenzial für ein ebenso geniales zweites Hörbuchabenteuer ist auf jeden Fall gegeben.

Fazit:
Mit „Die Duftapotheke“ führt uns Autorin Anna Ruhe in eine alte mysteriöse Villa voller Geheimnisse. Gemeinsam mit den Kindern Luzie, Mats und Benno begab ich mich auf ein ganz spezielles Abenteuer. Die Idee hinter allem ist äußerst fantasievoll und es gibt jede Menge Geheimnisse aufzudecken. Uta Dänekamp verleiht den drei Charakteren dabei sehr authentische Stimmen. Ich habe dieses turbulente Abenteuer auf jeden Fall in vollen Zügen genossen und vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 24.01.2019

Zauberhafte Geschichte über eine kleine Hexe, einen sprechenden Staubsauger und eine Eulenrassebande

Die kleine Eulenhexe (1). Willkommen im Zauberwald
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Inhalt:
Die kleine Hexe Petunia Olivia von und zu Nadelbaum staunt nicht schlecht, als eines Tages sieben kleine Eulen vor ihrer Baumhaus-Tür stehen. Mit dabei eine Botschaft von Tante Aurora: Wenn Petunia ...

Inhalt:
Die kleine Hexe Petunia Olivia von und zu Nadelbaum staunt nicht schlecht, als eines Tages sieben kleine Eulen vor ihrer Baumhaus-Tür stehen. Mit dabei eine Botschaft von Tante Aurora: Wenn Petunia es schafft, die sieben Rotzschnäbelchen zu wohlerzogenen kleinen Eulen zu erziehen, dann bekommt sie das berühmte Eulenhexen-Diplom. Und das will Petunia natürlich unbedingt! Wären da nur nicht ihr eifersüchtiger Flugstaubsauger Herr Spiegelei, der hundsgemeine Zwerg Griesgram und nicht zuletzt die frechen Streiche der kleinen Eulen selbst, die Petunias Eulenhexen-Traum zum Platzen bringen könnten …

Meinung:
Die junge Hexe Petunia Olivia von und zu Nadelbaum lebt zusammen mit ihrem sprechenden Flugstaubsauger im Finsterwald. Eines Tages stehen sieben kleine Eulen vor ihrer Baumhaustür und haben eine Nachricht von Petunias Tante Aurora dabei. Diese möchte Petunia das Eulenhexen-Diplom überreichen, wenn sie es schafft, die sieben kleinen Eulen zu wohlerzogenen und lieben Eulen zu erziehen. Dies gestaltet sich allerdings alles andere als einfach.

Anhand des süßen Covers und dem lustig klingenden Klappentextes bin ich sehr neugierig auf diese Geschichte geworden.
Die sieben kleinen Eulen bringen Petunias Leben und vor allen Dingen das Leben ihres Flugstaubsaugers Herr Spiegelei gehörig durcheinander. Dabei sind die sieben Eulen aber nie zu böswilligen Streichen aufgelegt, sondern möchten meistens einfach nur Helfen und Spaß haben. Ich war jedes Mal aufs Neue gespannt, was die kleinen Eulen sich als Nächstes einfallen lassen würden.

Aber nicht nur die sieben Eulen sind so goldig, auch die restlichen Bewohner des Finsterwalds sind absolut liebenswert. So z. B. der direkte Nachbar von Petunia - Waschbär Fredi, der in einem alten Zylinderhut wohnt und eine Wäscherei (wie passend für einen Waschbär) betreibt. Dabei unterstützt ihn seine heißgeliebte Clementine-Waschmaschine.
Postbote Paul ist ein Fuchs und liebt Hühnersuppe. Blöd nur, dass seine Frau Vegetarierin ist und daher nur Kräuterknödel und Co. bei Familie Fuchs auf dem Essensplan stehen.
Und dann ist da natürlich noch Flugstaubsauger Herr Spiegelei, der in Petunias Haushalt für Ordnung sorgt. Ihm kommt es alles andere als gelegen, dass plötzlich sieben kleine Eulen in ihrem Haus wohnen.

Wie in jedem guten Buch darf natürlich auch in dieser Geschichte der Bösewicht nicht fehlen. Und das ist Zwerg Griesgram, der nie lächelt und in einem Tresor mitten im Wald lebt. Sein treuer Diener ist der Geist Eberhard, der immer gut gelaunt und freundlich ist.

Katja Alves hat hier wirklich viel Liebe ins Detail gesteckt und ganz zauberhafte Charaktere ins Leben gerufen. Schon alleine die lustigen Namen und Eigenschaften der Charaktere sorgten bei mir für ein Schmunzeln.
Ich bin mir sicher, dass Kinder ab vier Jahren großen Spaß mit dieser sehr unterhaltsamen Geschichte haben werden.

Untermalt wird die Handlung von den herrlichen Zeichnungen von Marta Balmaseda. Dank ihrer Zeichnungen gibt es immer viel zu sehen und zu staunen und gerade die kleinen Waldbewohner werden dadurch noch greifbarer. Zudem sind die Zeichnungen kunterbunt gemalt, was ich absolut passend zu dieser lustigen Geschichte fand.

Fazit:
Absolut umwerfend und einfach zauberhaft schön, erzählt Katja Alves die Geschichte von der kleinen Hexe Petunia und ihren sieben kleinen Eulen. Jede Menge lustige Abenteuer warten auf die kleinen Leser und die herrlichen Zeichnungen lassen einen noch tiefer in den Finsterwald eintauchen.
5 von 5 Hörnchen für dieses süße Eulen- und Hexenabenteuer.

Veröffentlicht am 24.01.2019

Neumodische wilde Hühner die begeistern

Schwesterherzen 1: Eine für alle, alle für DICH!
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Inhalt:
Bonnie hat sich schon immer eine Schwester gewünscht. Eine Verbündete, die mit ihr durch dick und dünn geht, und sie vor allem gegen nervige Brüder, voll fiese Lehrer und verständnislose Eltern ...

Inhalt:
Bonnie hat sich schon immer eine Schwester gewünscht. Eine Verbündete, die mit ihr durch dick und dünn geht, und sie vor allem gegen nervige Brüder, voll fiese Lehrer und verständnislose Eltern verteidigt! Smilla, Nuca, Monti und Jo geht es ganz genauso. Die fünf Mädchen sind zwar nicht gerade die allerbesten Freundinnen, aber aus der Not heraus beschließen sie viel mehr zu sein als das nämlich: Sicret Sistahz – total geheime Schwesterherzen! Gemeinsam kämpfen die fünf für Gerechtigkeit, mehr Taschengeld und die Weltherrschaft!

Meinung:
Bonnie wünscht sich neben einem Smartphone und einem eigenen Pferd nichts sehnlicher als eine Schwester. Dies ist durchaus verständlich, muss sie sich doch Zuhause mit drei nervigen Brüdern herumschlagen. Daher beschließt Bonnie kurzerhand die Mädchengruppe "Schwesterherzen" ins Leben zu rufen. Ganz begeistert von dieser Idee sind auch die Mädchen Smilla, Monti, Nuca und Jo.

Ein neues Buch von Lucy Astner steht ganz weit oben auf meiner Leseliste, da die Autorin mich mit ihren Polly Schlottermotz Geschichten restlos begeistern konnte. So musste ich natürlich auch so schnell es geht "Schwesterherzen" lesen. Es erinnerte mich anhand des Klappentextes sehr an "Die wilden Hühner" was ich als Kind wahnsinnig gerne gelesen habe.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir relativ leicht, was größtenteils an der lustigen Art von Protagonistin Bonnie liegt. Sie steckt voller toller Ideen und wünscht sich einfach nichts so sehr wie eine Schwester.
Dass der Weg zur Mädchengruppe "Schwesterherzen" oder auch "Sicret Sistahz" alles andere als leicht ist, veranschaulicht die Autorin in diesem Buch.

Denn die fünf Mädchen sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Gerade Bonnie möchte z. B. nicht, dass Monti mit in ihre Schwesterngruppe aufgenommen wird. Doch wie es nun mal auch im wirklichen Leben ist, man kann sich seine Schwester nicht aussuchen.

So kommt es zu vielen kleineren aber auch größeren Streitereien unter den Mädchen. Genau dies gefiel mir beim Lesen ausgesprochen gut, denn seien wir mal ehrlich, so sieht nun mal das wahre Leben aus. Doch natürlich wird sich immer wieder vertragen und nach und nach werden die fünf Mädchen zu einer eingeschworenen Gemeinschaft.

Vor allen Dingen ihr Leitspruch "Eine für alle, alle für dich" klingt dabei immer wieder durch das Buch und wird von Abenteuer zu Abenteuer immer mehr mit Leben gefüllt.

Die Geschichte ist perfekt für Mädchen ab 10 Jahren geeignet. Ich bin mir jedoch sicher, dass auch manch jüngere Leserin schon jetzt große Freude mit diesem Buch haben wird.
In dieser Geschichte werden zudem viele Probleme angesprochen, die Kindern in diesem Alter aus der Seele sprechen.

Nach diesem ersten tollen Abenteuer der Sicret Sistahz warte ich ganz ungeduldig auf die nächste Geschichte der fünf Mädels.

Fazit:
Dieses Buch darf in keinem Mädchenbücherregal fehlen. Wer "Die wilden Hühner" liebt, wird auch mit den "Schwesterherzen" seine wahre Freude haben.
Aus einer Gruppe sehr unterschiedlicher Mädchen mit verschiedenen Vorstellungen und Wünschen entwickelt sich eine eingeschworene Gemeinschaft.
Bitte mehr davon!
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 24.01.2019

Ein tolles Mitmachbuch aus dem Hause Magellan

Ich will Erster sein
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Inhalt:
Der Kleinste geht immer als Letzter. So ist das einfach bei den Elefanten. Aber Eli möchte so gerne auch einmal Erster sein! Als er gemeinsam mit seiner Familie einen Ausflug zum Wasserloch macht, ...

Inhalt:
Der Kleinste geht immer als Letzter. So ist das einfach bei den Elefanten. Aber Eli möchte so gerne auch einmal Erster sein! Als er gemeinsam mit seiner Familie einen Ausflug zum Wasserloch macht, hat Eli eine Idee. Doch dafür benötigt er die Hilfe der kleinen Leser …

Meinung:
Es ist schon seit Ewigkeiten ein ungeschriebenes Gesetz, dass der kleinste Elefant immer ganz hinten geht. Doch der kleine Elefant Eli kann dies nicht akzeptieren. Als seine Familie eines Tages wieder einen Ausflug zum Wasserloch unternehmen möchte, versucht Eli mit Hilfe der jungen Leser der erste in der Elefantenreihe zu werden.
Als mir das Buch auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich mochte die Idee, dass Eli mit tatkräftiger Unterstützung der kleinen Leser an sein Ziel, Erster zu werden, gelangt. Als mein Sohn dann auch noch die Elefanten auf dem Cover sah, mussten wir sofort zu diesem Buch greifen.

Kleine Leser kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten. Eli verlangt nicht nur, dass an dem Buch so dolle gewackelt wird, wie es nur geht. Nein, auch soll lauthals der Name seiner Schwester gerufen werden. Zudem sollen Leser wie eine Schlange zischeln, wie ein Löwe brüllen oder wie eine Maus piepsen. Und auch als Erwachsener macht man bei dieser großen Gaudi natürlich sofort mit. So hatte nicht nur mein Sohn wahnsinnig viel Spaß mit Eli und seiner Familie, sondern auch ich habe mich prächtig amüsiert.

Die Aufmachung der Geschichte sticht mit bunten Farben sowie kurzen und humorvollen Dialogen sofort ins Auge. Mein Sohn mit seinen knappen 3 Jahren konnte der Geschichte daher ohne Probleme folgen.

Natürlich gibt es auch gegen Ende der Geschichte eine kleine Botschaft für junge Leser und ein schönes Happy End. Mein Sohn war so begeistert von der Geschichte, dass wir sie ungelogen fünfmal hintereinander lesen mussten. Was gibt es schöneres, als wenn das eigene Kind so begeistert von einem Buch ist?

Fazit:
Ein ganz tolles Mitmach-Buch aus dem Hause Magellan! Kleine Kinder werden mit dem Elefanten Eli und seinen Aufgaben wahnsinnig viel Spaß haben. Aber auch ich als erwachsener Leser habe tatkräftig mitgerufen, mitgebrüllt und mitgepiepst. Eine ganz klare Leseempfehlung für Kinder ab 2,5 Jahren.
5 von 5 elefantastische Hörnchen.

Veröffentlicht am 24.01.2019

Nicht ganz nach meinem Geschmack, dennoch ein lesenswertes Buch

Der 1000-jährige Junge
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Inhalt:
Der Wunsch nach ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit – aber nach tausend Jahren muss es auch mal genug sein, findet Alfie Monk.
Die Wikinger in England? Alfie erinnert sich, als wäre es gestern ...

Inhalt:
Der Wunsch nach ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit – aber nach tausend Jahren muss es auch mal genug sein, findet Alfie Monk.
Die Wikinger in England? Alfie erinnert sich, als wäre es gestern gewesen. In den letzten tausend Jahren hat er als ewig Elfjähriger so einiges erlebt. Doch als seine Mutter, eine Nimmertote wie er, bei einem tragischen Unfall doch stirbt, muss er sein abgeschottetes Leben aufgeben und sich der modernen Welt stellen – inklusive Smartphones und Schulfieslingen.
Zum Glück kann er sich auf seine neuen Freunde Aidan und Roxy verlassen, denn die Mission, die nun auf ihn wartet, birgt jede Menge Abenteuer: Er muss einen Weg finden, sein ewiges Leben loszuwerden.

Meinung:
Alfie Monk ist über tausend Jahre alt, denn er ist ein Nimmertoter. Gemeinsam mit seiner Mutter hat er die Jahrhunderte zusammen gelebt und das ein oder andere geschichtsträchtige Ereignis hautnah miterlebt. Doch dann stirbt seine Mutter bei einem tragischen Unfall und Alfie steht plötzlich ganz alleine da. Zum Glück nicht ganz alleine denn seine neuen Freunde Aidan und Roxy stehen ihm in dieser Zeit zur Seite. Gemeinsam versuchen die Freunde an die letzte "Lebensperle" heranzukommen. Diese würde es Alfie nämlich ermöglichen, genau wie alle anderen Menschen, normal zu altern und irgendwann zu sterben.

Ich wollte schon lange ein Buch von Ross Welford lesen. Als ich dann auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, konnte ich nicht länger widerstehen, da ich die Vorstellung von einem 1000-jährigen Jungen recht faszinierend fand.

Zu Beginn lernt der Leser auch gleich den Jungen Alfie kennen und erfährt, wie es dazu kommen konnte, dass er ein Nimmertoter (ein Mensch der niemals altert) ist. Spannend an dem Szenario fand ich dabei, dass die Nimmertoten zwar nicht altern können, aber dennoch, genau wie andere Menschen, an einer Krankheit oder an einer Verletzung sterben können.

Schnell wird einem klar, was für eine enge Beziehung Mutter und Sohn über all die Jahrhunderte geführt haben. Schließlich hatten die beiden nur einander. Freunde gab es nur ganz wenige, da das Geheimnis der Beiden viel zu groß war um es jemand anderem anzuvertrauen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Alfie und dem Jungen Aidan erzählt. Bei wechselnder Perspektive steht über dem nächsten Kapitel der Name des Jungen der nun seine Geschichte erzählt. Dabei fand ich es etwas unglücklich, dass die darauf folgenden Kapitel (aus der Sicht des jeweiligen Jungen) dann ohne Namensangabe versehen sind. Liest man das Buch in einem Zug hat man keine Probleme damit zu wissen, welcher Junge gerade erzählt. Legt man jedoch längere Pausen ein, so muss man sich am Anfang eines Kapitels immer kurz orientieren, welcher Junge denn nun gerade berichtet.

Zudem wird nicht nur die Perspektive gewechselt, auch springen wir gemeinsam mit Alfie immer wieder in die Vergangenheit. Mich haben diese Zeitsprünge teilweise ein wenig aus der Geschichte herausgerissen. Obwohl ich es natürlich furchtbar spannend fand, mehr von Alfies Vergangenheit zu erfahren. Denn diese Vergangenheit spielt auch für die Zukunft eine wichtige Rolle.

Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich und unterhaltsam geschrieben. Ständig passiert etwas neues - sei es in der Vergangenheit oder in der Gegenwart.
Gegen Ende hin wurde es mir stellenweise aber etwas zu viel des Guten. Dies liegt an der Tatsache, dass Alfie anfängt zu klauen und zu stehlen um an die wichtige Lebensperle zu gelangen. Dabei kommt er auch immer mit einem blauen Auge davon. Ich mochte die Botschaft nicht, die den Kindern und Jugendlichen damit vermittelt wird.

Da Alfie bisher sehr zurückgezogen gelebt hat, hat er ganz eigene Ansichten auf manche Dinge. So kommt es zu lustigen Szenen, z. B. wenn es darum geht, dass Alfie kein Handy besitzt und das dies für Kinder in seinem Alter nur schwer verständlich ist.
Zudem hat Alfie aufgrund seiner vielen Lebensjahre eine sehr altkluge Ansicht, die für Außenstehende doch etwas komisch wirkt, da Alfie schließlich erst 11 Jahre alt sein soll.

Fazit:
Mein erstes Buch von Ross Welford hat mich gut unterhalten. Dies liegt schon alleine an der sehr faszinierenden Thematik. Gerade die Sprünge in die Vergangenheit fand ich sehr spannend, dennoch haben sie mich auch teilweise aus der eigentlichen Geschichte herausgerissen. Zudem gefiel es mir nicht, was für eine Botschaft in Bezug auf Klauen und Stehlen den Kindern und Jugendlichen stellenweise vermittelt wurde.
Knappe 4 von 5 Hörnchen.