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Veröffentlicht am 02.01.2019

Handlung stereotyp, Charaktere etwas blass, ansonsten top

Catwoman – Diebin von Gotham City
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Inhalt:
Selina Kyle war die jüngste und gefürchtetste Straßendiebin von Gotham City – bis sie vor zwei Jahren verhaftet wurde. Nun kehrt sie unerkannt als mysteriöse Millionärstochter zurück. Während sie ...

Inhalt:
Selina Kyle war die jüngste und gefürchtetste Straßendiebin von Gotham City – bis sie vor zwei Jahren verhaftet wurde. Nun kehrt sie unerkannt als mysteriöse Millionärstochter zurück. Während sie tagsüber als Partygirl Holly den Männern – allen voran ihrem verteufelt attraktiven Nachbarn Luke Fox – den Kopf verdreht, plant sie des Nachts den größten Coup aller Zeiten. Doch dann droht ihr Gefahr von unerwarteter Seite: Ein maskierter Unbekannter ist fest entschlossen, Selinas illegalen Aktivitäten den Garaus zu machen, und nimmt die Verfolgung auf. Ein faszinierendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Was Selina nicht weiß: Ihr Widersacher ist kein anderer als Luke Fox.

Meinung:
Selina Kyle hat als Jugendliche die Straßen von Gotham City als Diebin unsicher gemacht, bis sie verhaftet wurde und die Stadt verlassen hat. Nun zwei Jahre später kommt sie zurück. Selina hat einen großen Plan und setzt diesen mit viel Kalkül und Gerissenheit um. Schnell müssen die Mächtigen und Reichen von Gotham City eingestehen, dass mit dieser Katze nicht zu spaßen ist.

Als großer Fan von Sarah J. Maas habe ich mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut. Zwar kann man ihre bisherigen Reihen nicht mit diesem Buch vergleichen, dennoch habe ich großes erwartet. Zwar wurde ich nicht wirklich enttäuscht, dennoch muss ich nach dem Lesen feststellen, dass ich einfach mehr erwartet habe.

Der Einstieg gefiel mir dabei noch sehr gut, da wir eine Selina kennenlernen, die für ihre Schwester alles tun würde und in den dunklen Gassen von Gotham City ums Überleben kämpft. Sie zeigt Gefühle und lässt Emotionen zu.
Zwei Jahre später ist diese Selina eine knallharte Powerfrau geworden, die bereit ist alles für ihren Plan zu tun. Mir blieb hier stellenweise das menschliche auf der Strecke.

Wem Batman nicht fremd ist, der wird auch mit vielen Charakteren in diesem Buch etwas anfangen können. So tauchen z. B. Poison Ivy, Harley Quinn und der Joker auf. Ich fand dies richtig klasse. Auch Gotham City wird so dargestellt wie man es aus den Comics und Filmen kennt: Glamour gegen Armut und jede Menge Korruption.

Es passiert wahnsinnig viel in diesem Buch. Die Handlung ist sehr dynamisch und actionreich. Normalerweise bin ich ein riesiger Fan von temporeichen Geschichten. Bei diesem Buch hat mich jedoch gestört, dass die Handlung zu blass und nichtssagend blieb. Es entwickelt sich das typische Katz- und Mausspiel, welches man aus diversen Superheldencomics gewöhnt ist. Mir passierte einfach zu wenig Relevantes für die Geschichte und ich fühlte mich stellenweise gelangweilt.
Dazu kommt, dass auch die Charaktere leider viel zu oberflächlich und blass geblieben sind. Weder zu Selina noch zu Luke konnte ich eine engere Beziehung aufbauen.

Ich finde es total schade, dass mich diese Geschichte nicht in ihren Bann ziehen konnte. Gerade weil "Wonder Woman", der erste Band der Superhelden-Serie, ein wahres Jahreshighlight für mich war.

Fazit:
Catwoman hat leider nicht ganz das gehalten, was ich mir erhofft habe. Mir fehlte die Tiefe bei den verschiedenen Charakteren und auch die Handlung war mir etwas zu stereotyp und ohne Emotionen. Sarah J. Maas hätte hier in meinen Augen einfach mehr aus der Geschichte machen können. Das geniale Ende hat dann für mich noch einmal einiges herausgerissen.
Sehr knappe 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 02.01.2019

Zu wenig Fokus auf dem Hauptthema

Daniel Is Different
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Inhalt:
Schule, Hausaufgaben, Freunde, Football – Daniel ist ein stinknormaler Teenager. Nicht besonders gut im Football, nicht besonders beliebt, intelligenter als gut für ihn ist, aber normal. Bis auf ...

Inhalt:
Schule, Hausaufgaben, Freunde, Football – Daniel ist ein stinknormaler Teenager. Nicht besonders gut im Football, nicht besonders beliebt, intelligenter als gut für ihn ist, aber normal. Bis auf seine Ticks, von denen niemand weiß, die ihn zwingen, stundenlang Lichtschalter zu drücken, bestimmte Zahlen und Fugen zwischen Bodenplatten zu meiden und ihn den Schlaf kosten. Ist er verrückt? Das darf niemand wissen! Schließlich ist er verliebt, und Mädchen stehen wohl eher nicht auf Verrückte, oder? Da spricht ihn auf einmal die irre Sara an, das Mädchen, das eigentlich nicht redet. Sara will, dass er ihr bei der Suche nach ihrem vermissten Vater hilft. Und sie weiß mehr über Daniel, als er vor sich selbst zugeben möchte …

Meinung:
Von außen wirkt Daniel wie ein normaler Teenager. Er hat einen besten Freund, ist gut in der Schule und spielt Football. Was jedoch niemand weiß ist, dass Daniels Leben von Ticks durchzogen ist. Abends führt er stundenlang ein "Programm" durch, damit er in Ruhe einschlafen kann. Bestimmte Zahlen lösen in ihm Angstzustände und Panikattacken aus. Wie soll Daniel so jemals ein Mädchen ansprechen?

Auf dieses Buch bin ich dank einiger begeisterter Meinungen aufmerksam geworden. Das Buch steht schon seit längerem bei mir im Regal und daher entschied ich mich dazu es als Hörbuch zu hören, da ich es lesetechnisch leider in nächster Zeit nicht untergebracht hätte. Im Nachhinein weiß ich nicht, ob dies eine gute Idee war, da ich die Hörbuchumsetzung leider nicht so gut gelungen fand.

Dies lag zu großen Teilen daran, dass Daniel ein eigenes Buch schreibt. Im Buch an sich wird dies bestimmt durch eine andere Schriftart oder ähnliches kenntlich gemacht. Im Hörbuch wurde man aber leider nicht wirklich darauf hingewiesen, dass nun die von Daniel erdachte Geschichte beginnt. Das zusätzliche Problem war hierbei noch, dass Daniels selbstgeschriebene Geschichte und seine Lebensgeschichte bis zu einem gewissen Punkt recht gleich verlaufen. So kam es, dass ich immer wieder aus der Geschichte herausgerissen wurde und gegrübelt habe, ob es sich hierbei um Daniels Lebensgeschichte oder die fiktive Geschichte handelt.

Philipp Schepmann hat als Hörbuchsprecher dennoch gute Arbeit geleistet. Mit seiner ruhigen und angenehmen Art verkörperte er Daniel für mich auf hervorragende Art und Weise. Seine Stimme nahm mich auf besondere Art gefangen.

Die Geschichte über Daniel, der unter Zwangsstörungen leidet, hat mir gut gefallen. Ich fand es furchtbar faszinierend, was Daniel alles tun muss, damit er nicht unter Panikattacken leidet oder gar in ein psychisches Loch fällt. Umso bemerkenswerter fand ich es, dass Daniel seine Zwänge vor seiner Familie und seinen Freunden geheim halten kann. Dies stelle ich mir ganz schön schwierig vor. Ein wenig unrealistisch auch, denn Daniel absolviert jeden Abend ein 1,5 stündiges "Programm" in dem er unter anderem ständig das Licht an und ausknipsen muss. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass dies seiner Familie in all den Jahren nie aufgefallen ist.

Ein weiterer Kritikpunkt war für mich das Thema Football. Ich selbst bin sehr sportbegeistert und schalte den Fernseher meistens nur an, wenn Sport läuft. Daher mag ich auch beschriebene Sportarten in Büchern sehr gerne. Leider war das bei "Daniel is different" anders. Die ausführlichen Beschreibungen zum Thema Football fingen an mich zu nerven und ich fühlte mich etwas gelangweilt.

Ein Highlight der Geschichte ist für mich das Mädchen Sara, welches Daniel nach und nach besser kennenlernt. Auch sie ist besonders begabt und leidet ebenfalls unter einem Tick. Sara ist ein Außenseiter an der Schule und Daniel möchte zu Anfang nicht großartig mit ihr gesehen werden. Nach und nach wird die Beziehung zwischen den Beiden jedoch immer intensiver.

In dem Buch gibt es auch einen kleinen Kriminalfall. Zwar ahnt der Hörer frühzeitig, in welche Richtung das Ganze gehen wird, dies war jedoch kein Problem. Denn die Geschichte ist nicht darauf ausgelegt großartig zu überraschen. Das muss sie auch gar nicht, da das Thema Zwangsstörungen und eigene Wahrnehmung eine zentrale Rolle in dieser Geschichte spielen.

Fazit:
Ich habe wirklich lange über die Bewertung nachgedacht, da ich die Themen Zwangsstörung, Andersartigkeit und zu seinen Fehlern zu stehen wirklich interessant fand. Jedoch hat sich der Autor in meinen Augen in zu vielen Dingen verloren. So rücken neben dem großen Thema Zwangsstörung auch ein Kriminalfall, Football und eine eigene erdachte Geschichte sehr in den Mittelpunkt. Ich hätte mir etwas weniger von allem gewünscht und mehr Fokus auf das eigentliche Hauptthema.
Ich vergebe sehr, sehr gute 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 02.01.2019

Heldenmut, Hilfsbereitschaft und Freundschaft verbindet die Muskeltiere

Die Muskeltiere - Hamster Bertram lebt gefährlich
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Inhalt:
Hamster Bertram ist in letzter Zeit ganz melancholisch zumute. Seit er aus seinem alten Zuhause bei Tassilo ausgebüxt ist, hat er nichts mehr von dem Jungen gehört – und auch nicht von Serafina. ...

Inhalt:
Hamster Bertram ist in letzter Zeit ganz melancholisch zumute. Seit er aus seinem alten Zuhause bei Tassilo ausgebüxt ist, hat er nichts mehr von dem Jungen gehört – und auch nicht von Serafina. Vielleicht sollte er einfach mal kurz nachschauen, wie es den beiden so geht? Die anderen finden das keine gute Idee, schließlich war Tassilo nicht gerade nett zu Bertram gewesen. Und deshalb machen sie sich auch richtig große Sorgen, als der Hamster von seinem Ausflug nicht zurückkommt. Jetzt ist ein echter Muskeltier-Einsatz gefragt, um herauszufinden: Wo ist Bertram?

Meinung:
Mit Hamster Bertram ist momentan nicht viel los. Er wirkt bedrückt und still. Das können seine drei Muskeltierfreunde so gar nicht verstehen. Denn Frau Fröhlich läuft mit ihrem Feinkostladen zu Höchstformen auf. So gibt es jeden Tag verschiedene Schokoladensorten für die Freunde zu testen. Doch Bertram trauert seiner Zeit beim Jungen Tassilo nach. Dort hatte er einen riesigen Hamsterkäfig mit einem tollen Laufrad. Und auch das gemeinsame CD hören mit Tassilo vermisst Bertram sehr. Picandou, Gruyère und Pomme de Terre sind jedoch sehr skeptisch. Erinnert sich Bertram gar nicht mehr daran wie grausam und gemein Tassilo zu ihm war?

Dies war mein erstes Abenteuer über die Muskeltiere. Ich hatte schon wahnsinnig viel Positives über diese niedliche Reihe gehört und wollte mir nun meine eigene Meinung über diese bilden.

Hörbuchsprecher Andreas Fröhlich hat mir den Einstieg in die Welt der Muskeltiere wirklich einfach gemacht. Ich mochte seine herrlich frische Art zu erzählen. Richtig toll fand ich es, dass er jedem Muskeltier eine eigene Stimme und Betonung gibt. Gerade das auch der Hamburger Dialekt bei der Ratte Pomme de Terre durchschlägt, gefiel mir sehr gut.

Besonders berührend fand ich es, dass die Freundschaft zwischen den Muskeltieren hier so eine große Rolle spielt. Zwar sind sie sich nicht immer einig, dennoch halten sie zusammen, wenn es hart auf hart kommt und beweisen dabei mehr als einmal ihren großen Mut. Denn die Menschen machen es den Freunden in dieser Geschichte sehr schwer.

Weitere Themen die Autorin Ute Krause in diesem Hörbuch aufgreift, sind Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe. Ganz besonders gut gefallen hat mir zudem, dass auch aufgegriffen wird, wie der richtige Umgang mit einem Haustier ist, was man beachten sollte und was auf keinen Fall geht. Dies finde ich für die jungen Zuhörer sehr wichtig.

Die Geschichte ist abwechslungsreich gestaltet und entwickelt sich von einer Befreiungsaktion zu der Überführung eines Diebes. Ich als Erwachsener fand die Story daher sehr interessant und bin mir sicher, dass jüngere Zuhörer richtig begeistert von den Entwicklungen sein werden.

Fazit:
Die Muskeltiere sind absolut empfehlenswert für Jung und Alt. Ihr Heldenmut, ihre Hilfsbereitschaft und ihre Freundschaft berührten mich sehr. Eine abwechslungsreiche Geschichte und ein sehr guter Hörbuchsprecher rundeten diesen Hörspaß perfekt ab.
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 02.01.2019

Verdient einen Ehrenplatz in jedem Buchregal

Der höchste Bücherberg der Welt
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Inhalt:
Lukas glaubt fest daran, dass er zum Fliegen geboren ist. Er beobachtet die Flugzeuge und versucht, sich Flügel zu bauen - er hat sich sogar welche zu Weihnachten gewünscht. Aber bislang hat nichts ...

Inhalt:
Lukas glaubt fest daran, dass er zum Fliegen geboren ist. Er beobachtet die Flugzeuge und versucht, sich Flügel zu bauen - er hat sich sogar welche zu Weihnachten gewünscht. Aber bislang hat nichts geholfen. Eines Tages legt ihm seine Mutter ein Buch in die Hände. Da erlebt Lukas eine Überraschung...

Meinung:
Lukas größter Wunsch ist es zu fliegen. Er baut sich Flügel, beobachtet die Flugzeuge am Himmel und kann an nichts anderes denken. Doch dann legt ihm seine Mutter ein Buch in die Hand und zeigt ihm, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt um zu fliegen.

Bücher entführen uns in andere Welten, regen unsere Fantasie an und lassen uns träumen. All diese Emotionen werden in diesem wunderschönen Buchschatz angesprochen und thematisiert. Gemeinsam mit Lukas taucht der Leser daher in fremde Welten ein. Für Buchliebhaber ist dies eine wahre Hommage an das geschriebene Wort.

Das Buch ist zudem wunderschön illustriert. Hier wurde viel Liebe auf das Detail verwendet und mein Sohn fand auf jeder Seite etwas Neues, was es zu entdecken galt. Dabei sind es gerade die alltäglichen Dinge wie eine popelnde Schwester oder die Katze, die meinen Sohn sofort an die Katze von seinen Großeltern erinnert hat.

Im Anhang an das Buch gibt es ein großes ausklappbares Bücherberg-Poster, welches als Messlatte für Kinder verwendet werden kann. Gerade dies kam bei meinem Sohn sehr gut an. Es musste immer wieder ausgeklappt werden und entweder an sich selbst oder den nebenan gebauten Bücherberg angehalten werden.

Fazit:
Dieses traumhaft illustrierte Buch für junge Leser zeigt auf, was uns Lesern so wichtig ist an unseren Büchern. Es beinhaltet die Botschaft, dass man durch die Kraft der Gedanken alles erreichen kann was man sich nur vorstellen kann. Für mich eine wahre Hommage an das geschriebene Wort.
"Der höchste Bücherberg der Welt" verdient einen Ehrenplatz in jedem Buchregal.
5 von 5 Lesehörnchen.

Veröffentlicht am 02.01.2019

Indische Mythologie verzaubert den Leser

Das Geheimnis des Schlangenkönigs (Kiranmalas Abenteuer 1)
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Inhalt:
Kiranmala glaubt nicht an Geschichten über Prinzessinnen und eine Welt voller Magie, wie ihre Eltern. Bis Ma und Baba an Kirans 12. Geburtstag plötzlich weg sind. Und im Vorgarten ein Rakkhosh ...

Inhalt:
Kiranmala glaubt nicht an Geschichten über Prinzessinnen und eine Welt voller Magie, wie ihre Eltern. Bis Ma und Baba an Kirans 12. Geburtstag plötzlich weg sind. Und im Vorgarten ein Rakkhosh steht, ein sabbernder, hungriger Dämon. Als wäre das nicht genug, klopfen auch noch zwei Prinzen an Kirans Tür, die sie unbedingt retten wollen. Zu dritt machen sie sich auf die Reise in eine andere Dimension, um zwischen geflügelten Pferden und sprechenden Vögeln Kirans Eltern zu befreien. Denn Kiran ist eine Prinzessin – und es gibt Magie!

Meinung:
Kiranmala findet ihre Eltern merkwürdig, behandeln diese sie doch wie eine Prinzessin. Dabei wohnt die Familie in einem normalen Haus in New Jersey und Kiran geht wie alle anderen Kinder zur Schule. Auch über die Geschichten von Rakkoshs und anderen Monstern, die sie von ihren Eltern erzählt bekommt, kann Kiran nur schmunzeln. Alles verändert sich jedoch an ihrem zwölften Geburtstag. Ihre Eltern verschwinden und plötzlich stehen zwei Prinzen vor Kirans Haustür und ein Rakkosh greift die Drei an. Können die Geschichten ihrer Eltern vielleicht doch wahr sein?

Seit der Kuss der Tiger Reihe von Colleen Houck bin ich ein riesiger Fan der indischen Mythologie. Schon seit geraumer Zeit wünsche ich mir mehr Fantasybücher die diese Mythologie behandeln. Daher habe ich mich riesig gefreut, als ich von diesem Buch gehört habe.

Als Fan der indischen Mythologie bin ich auch voll und ganz auf meine Kosten gekommen. Die Autorin baut wahnsinnig viele Elemente und Märchen aus ihrer Kultur in diese Geschichte ein. So erfährt der Leser, was sich hinter einem Rakkoshi verbirgt oder was es mit der Legende der Halbbrüder Lalkamal und Neelkamal auf sich hat. Auch der ewig Witze reißende Vogel Tuntuni wird einem näher gebracht.
Am Ende des Buches warten dann auch noch einige Anmerkungen der Autorin zu ihrer Kultur und den verschiedenen Märchen, die in Indien erzählt werden, auf den Leser. Auch ein Verweis auf weitere bengalische Märchen ist gegeben.

Auf dem Buchrücken wird dieses Buch mit den Büchern von Rick Riordan verglichen. Dieser Vergleich ist durchaus schlüssig, gibt es doch jede Menge mythologische Elemente und jede Menge Action und Rasanz. Dennoch sollte dem Leser auch bewusst sein, dass diese Geschichte für Kinder ab 11 Jahren geschrieben wurde.
Dies merkt man dem Buch an einigen Stellen auch an.

Etwas womit ich zu Anfang etwas Schwierigkeiten hatte war der Humor. Stellenweise war mir dieser zu gewollt und zu in Szene gesetzt. Es wirkte ein wenig so, als wollte die Autorin auf Teufel komm raus für eine lustige Stimmung sorgen. Zum Glück legt sich dies mit dem voranschreiten der Geschichte.

Und diese kann sich wirklich sehen lassen, denn Kiran und die beiden Prinzen erleben jede Menge magische Abenteuer, müssen viele Gefahren bestehen und begegnen einigen magischen Wesen. So kam es, dass ich mehr und mehr in der Geschichte versank.

Fazit:
Jede Menge Magie und indische Kultur werden dem Leser hier geboten. Man taucht ein in eine Welt voller Monster, Prinzessinnen und sprechenden Vögeln. Kinder werden jede Menge Spaß mit dieser abwechslungsreichen Geschichte haben. Mir als Erwachsener war es stellenweise zu kindlich - was man dem Buch natürlich nicht zum Vorwurf machen kann. Auch musste ich mich an den etwas erzwungen wirkenden Humor gewöhnen.
Ich vergebe daher 4 von 5 Hörnchen.