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Veröffentlicht am 31.03.2017

Aus Kindersicht 4 von 5 Hörnchen

Der geheime Zoo
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Klappentext:
Ungewöhnliche Dinge gehen im Zoo von Clarksville vor sich. Mitten in der Nacht klettern Affen über die Dächer der Stadt. Wie sind sie aus dem Zoo entkommen? Und was haben sie vor? Als Noahs ...

Klappentext:
Ungewöhnliche Dinge gehen im Zoo von Clarksville vor sich. Mitten in der Nacht klettern Affen über die Dächer der Stadt. Wie sind sie aus dem Zoo entkommen? Und was haben sie vor? Als Noahs Schwester Megan kurz darauf auf mysteriöse Weise verschwindet, finden er und seine Freunde Richie und Ella immer wieder Hinweise, die sie in den Zoo führen. Wieso scheinen die Tiere hier bereits auf die Kinder zu warten? Wissen sie, was mit Megan geschehen ist? Als die Freunde schließlich das Geheimnis des Zoos entdecken, stecken sie schon mitten in einem unglaublichen Abenteuer, das sie tief in ein magisches Land führt. Und mit Hilfe des Eisbären Blizzard, des Pinguins Podgy und des kleinen Vogels Marlo machen sie sich auf einen gefährlichen Weg, um Megan zu retten.

Meine Meinung:
Als Noahs Schwester Megan urplötzlich verschwindet, führt die Spur Noah und seine Freunde in den Zoo der Stadt. Dort geschehen merkwürdige Dinge mit den Tieren. Und Noah wird das Gefühl nicht los, dass die Tiere auf die Kinder gewartet haben und ihnen nun versuchen etwas mitzuteilen. Aber auch die Zoowärter scheinen ein Geheimnis zu verstecken. Was hat es mit den geheimnisvollen Blättern aus Megans Tagebuch auf sich, die urplötzlich im Zoo auftauchen? Und was ist mit Megan selbst passiert?

Aufgrund des ansprechenden Covers und dem interessant klingenden Klappentextes griff ich zu diesem Buch. Auch wenn ich wusste, dass das Buch eher für junge Leser geschrieben ist, wollte ich wissen wie das Thema umgesetzt wird. Es treten viele Fragen und Geheimnisse in „Der geheime Zoo“ auf, die es zu beantworten gilt. Jüngere Leser werden hier voll auf ihre Kosten kommen, da das Buch tolle Ideen, jede Menge Spannung und Action, aber auch ein paar lustige Momente zu bieten hat.

Für mich als Erwachsener war die Geschichte nett erzählt, aber leider konnte sie mich nicht packen oder überzeugen. Die Charaktere blieben recht farblos und ohne große Ecken und Kanten. Sie hätten beliebig ausgetauscht werden können. Zu Beginn ging ich auch noch davon aus, dass die Tiere sprechen könnten. Dies war überraschenderweise nicht der Fall. Im Nachhinein betrachtet finde ich es klasse, dass die Tiere nicht vermenschlicht, sondern relativ realitätsnah dargestellt wurden.
Der Autor hat die entstehenden Auseinandersetzungen und Probleme sehr kindgerecht beschrieben und auch dementsprechend gut gelöst.
Bei dem Buch handelt es sich zwar um den Beginn einer Trilogie, dennoch ist dieser erste Band in sich abgeschlossen.

Fazit:
Ich bin mir sicher, dass jüngere Leser von diesem Buch begeistert sein werden. Kindgerechte Spannung und eine tolle Umsetzung eines interessanten Themas werden die Herzen der jungen Leser höher schlagen lassen. Mich konnte das Buch leider nicht ganz überzeugen, da mir die Charaktere zu blass blieben und mich die Geschichte nicht mitreißen konnte. Aus Kindersicht würde ich 4 von 5 Hörnchen geben. Ich jedoch vergebe sehr, sehr gute 3 von 5 Hörnchen und werde dem zweiten Band auf jeden Fall eine Chance geben.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Bitter enttäuscht

Demon Road (Band 1) - Hölle und Highway
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Inhalt:
Amber Lamont ist gerade 16 Jahre alt, als sie feststellen muss, dass ihre eigenen Eltern sie gerne zum Abendessen verspeisen möchten. Nur so könnten sie ihre „Kräfte“ wieder aufladen. Alles klar: ...

Inhalt:
Amber Lamont ist gerade 16 Jahre alt, als sie feststellen muss, dass ihre eigenen Eltern sie gerne zum Abendessen verspeisen möchten. Nur so könnten sie ihre „Kräfte“ wieder aufladen. Alles klar: Ambers Eltern sind waschechte Dämonen.
Seitdem ist Amber auf der Flucht. Quer durch die USA ist sie auf der Demon Road unterwegs, einem magischen Straßennetz, das unheimliche Orte und schauerlichste Wesen miteinander verbindet. Sie trifft auf Vampire, Hexen und untote Serienkiller und erfährt nach und nach, was für teuflische Kräfte in ihr stecken ...

Meinung:
Amber hat sich ihr Leben lang gewundert, warum ihre Eltern so gefühlskalt und lieblos zu ihr sind. Die Antwort bekommt sie eines Tages per Zufall präsentiert. Ihre Eltern sind Dämonen und wollen Amber, ihre eigene Tochter, aufessen. Amber bleibt nur die Flucht, die ihr mit Hilfe von Imelda, einer sehr guten Freundin von Ambers Eltern, gelingt. Auf ihrer Flucht wird sie von Milo beschützt, der dafür bezahlt wird, Amber mit seinem Leben zu beschützen. Eine dramatische Reise nimmt ihren Lauf.

Als ich in der Verlagsvorschau das neue Buch von Derek Landy entdeckte, war mir sofort klar, dass ich dieses auf jeden Fall lesen muss. Schließlich hat mir die Skulduggery Pleasant Reihe wahnsinnig gut gefallen.
Schon nach den ersten gut 80 Seiten musste ich jedoch feststellen, dass Demon Road leider in keiner Weise mit der erfolgreichen Skelett-Reihe mithalten kann.
Dabei sind die Ideen, die Derek Landy in die Geschichte eingebaut hat, wieder genial, total überdreht und sehr unterhaltsam. Trotzdem konnte ich nicht darüber hinwegsehen, dass das Buch aus sehr vielen Dialogen besteht, die eher sinnlos und unnütz für die eigentliche Geschichte sind. Leider ziehen sich diese Dialoge durch das gesamte Buch und sorgten bei mir immer mehr dafür, dass ich genervt, anstatt begeistert, zum Buch griff.

Aber nicht nur die Dialoge waren mir ein Dorn im Auge, sondern auch die Protagonisten.
Fangen wir bei Amber an. Gut gefallen hat mir an ihrer Charakterdarstellung, dass sie eher ein Außenseiter ist und durch ihre neue "Gestalt" selbstbewusster und mutiger wird. Leider wird sie dadurch auch furchtloser und reagiert in manchen Situationen äußerst naiv und impulsiv. Amber denkt nicht wirklich nach, sondern macht einfach. Dies führt zu einigen brenzligen Situationen für ihre Freunde und sie. Dieses Verhalten konnte ich stellenweise einfach nicht nachvollziehen.
Auch Glen, ein junger Mann aus Irland, der etwas später zu Amber und Milo dazustößt, konnte mich nicht überzeugen. Als gute Seele und leicht vertrottelter Charakter, wurde er in die Geschichte eingebaut. Mir ging er leider nach einigen Seiten mit seinem Gequatsche extrem auf die Nerven.
Einzig der verschlossene Milo konnte mich überzeugen. Ihn umgibt eine mysteriöse Aura und er lässt sich nicht so leicht in die Karten schauen. Dennoch tut Milo alles um Amber zu beschützen.

Da ich bereits andere Bücher des Autors gelesen habe, habe ich ein gewisses Maß an Spannung und Brutalität erwartet. Dies bekam ich auch beides geliefert. Allerdings muss ich sagen, dass die Brutalität gerade gegen Ende des Buches extrem zunimmt und ausartet. Normalerweise bin ich nicht so empfindlich, aber hier fand ich ein paar Stellen doch sehr eklig und unpassend für ein Jugendbuch.

Fazit:
Ich hatte große Erwartungen an "Demon Road", da der Klappentext einfach phänomenal klang und es schließlich ein Landy-Buch ist. Ich wurde jedoch bitter enttäuscht. Selten konnte ich eine Verbindung zu Amber und Glen aufbauen. Viele Dialoge hätte man herausstreichen können, da sie nichts Wesentliches zur Geschichte beitragen und teilweise ist das Buch ziemlich brutal.
Daher reicht es nur zu sehr guten 2 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Lesespaß für Groß und Klein

Das wilde Mäh und die Irgendwo-Insel (Band 3)
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Inhalt:
Ham hätte eigentlich gerne mal seine Ruhe.
Aber daraus wird nichts.
Er soll ein unsterblicher Held werden, sagt Grazia.
Er soll sich ein eigenes Revier suchen, sagt Flöckchen.
Er soll Flöckchen ...

Inhalt:
Ham hätte eigentlich gerne mal seine Ruhe.
Aber daraus wird nichts.
Er soll ein unsterblicher Held werden, sagt Grazia.
Er soll sich ein eigenes Revier suchen, sagt Flöckchen.
Er soll Flöckchen helfen, seine Eltern zu finden, sagt Tupfer.
Und er soll Papa Kip auf der Irgendwo-Insel suchen. Sagt Ham selbst.
Ganz schön stressig das alles.
Doch es geht um seine Familie und so beginnt eine neue aufregende Reise für Ham und seine Freunde.

Meinung:
Grazia ist mit Hams aktuellem Leben absolut nicht einverstanden. Sie erwartet von ihm, dass er unsterblich wird. Was unsterblich ist? Nun Grazia würde sagen: Unsterblichkeit ist, wenn du noch da bist, obwohl du eigentlich weg bist.
Ham möchte davon jedoch nichts wissen und eigentlich nur seine Ruhe haben.
Kurze Zeit später erfährt Ham von seiner Mutter Rhea, dass sein Papa Kip vor langer Zeit auf dem Weg zur Insel der Sonne verschwunden ist. Rhea ist anzumerken wie sehr sie ihren geliebten Mann vermisst. Für Ham ist schnell klar, dass er seine Mama nicht so traurig sehen kann und so macht er sich mit seinen Freunden auf den Weg in ein neues Abenteuer.

Schon nach den ersten Seiten der Geschichte fühlte ich mich wieder total wohl zwischen Ham und seinen Freunden. In einer kurzen Zusammenfassung von Gracia werden die Ereignisse der vergangenen beiden Bücher erzählt.
Gemeinsam mit den Freunden stürzte ich mich in das nächste große und leider auch letzte Abenteuer. Den bei diesem Buch handelt es sich um das große Finale der Reihe. Und groß ist es wirklich. Hier werden noch mal alle Register gezogen. Grandioser Humor zwischen den Zeilen, liebevoll skizzierte Charaktere, wundervolle Zeichnungen und eine unterhaltsame Geschichte haben mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite begeistert.

Viele altbekannte Gesichter tauchen auch dieses Mal wieder auf, wie z.B. die Ratte Sir Lancelot mit seiner geliebten Lorenzia, Onkel Bär oder das Eichhörnchen was den ein oder anderen lockeren Spruch auf Lager hat.
Auf ihrem Weg zur Insel der Sonne treffen die Freunde jedoch auch auf neue Charaktere wie z.B. Larry den Vorsitzenden der Otter, den Flo Cyrano oder auf die geheimnisvolle Bestie des Verfluchten Waldes.

Zu Beginn des Buches gibt es ein "Wer ist Wer?" Verzeichnis in dem die wichtigsten Charaktere vorgestellt werden. Ich würde jedoch empfehlen dies nicht vor dem Ende des Buches zu lesen, da man sich sonst spoilert.
Die Kapitel haben wieder wunderschöne Überschriften wie "Geheimnis geflüchtet" oder "Geh mit dem Floh". Und auch die Zeichnungen sind liebevoll gestaltet.

Natürlich werden auch in diesem Buch von Vanessa Walder wieder wichtige und tiefgründige Botschaften an die jungen Leser vermittelt. Es geht um Erwachsenwerden, loslassen können, Freundschaft und wie wichtig die eigene Familie ist. Aber auch das Thema Tod wird den Kindern hier auf wunderbare und sehr einfühlsame Weise näher gebracht.

Und wenn ihr wissen möchtet warum Flöckchen auf einmal Nicht-Flöckchen heißt, dann sollte ihr ganz schnell zu diesem Buch greifen.

Fazit:
Ein letztes Mal stürzte ich mich mit Ham, Flöckchen, Tupfer und Grazia in ein turbulentes Abenteuer voller Freundschaft, Spannung und Humor. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiede ich mich von dieser so liebgewonnen Reihe. Ich kann dieses Buch nicht nur Kindern sondern auch jedem Erwachsenen, der im Herzen junggeblieben ist, empfehlen.
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Absolut liebenswert

Das wilde Mäh und die Monster-Mission (Band 2)
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Klappentext:
Diese Monster-Mission ist nichts für schwache Schafe! Ham ist entsetzt: Da stehen Monster am Waldrand! Sie sind fünfmal so groß wie sein Freund der Bär. Sie haben endlos lange Hälse und ...

Klappentext:
Diese Monster-Mission ist nichts für schwache Schafe! Ham ist entsetzt: Da stehen Monster am Waldrand! Sie sind fünfmal so groß wie sein Freund der Bär. Sie haben endlos lange Hälse und spitze Zähne. Sie fressen die Bäume auf. Wo kommen sie her? Und viel wichtiger: Wie wird man sie wieder los? Ham braucht ganz dringend einen Plan.

Meine Meinung:
Das kleine Schaf Ham, ähhh ich meine der kleine Wolf Ham, muss entsetzt feststellen, dass eines Tages plötzlich Monster am Waldrand aufgetaucht sind. Die riesigen Wesen zerstören die Bäume und sorgen für jede Menge Chaos. Ham ist klar, dass der gesamte Wald gegen die Monster kämpfen muss. Auf der einberufenen Versammlung der Waldbewohner muss er jedoch mit Schrecken feststellen, dass die meisten Tiere in den Monstern keine Bedrohung sehen. Manche sind sogar froh darüber, dass diese aufgetaucht sind, da es dadurch mehr Nahrung gibt. Ham kann diese Sichtweise nicht einfach hinnehmen. Um Hilfe zu holen, begibt sich Ham zusammen mit seinem Freund Flöckchen und der Rehdame Tupfer auf eine gefahrvolle Reise.

Obwohl ich Band 1 nicht gelesen habe kam ich wunderbar in die Geschichte hinein. Die kleinen Rückblenden wurden so gut eingebaut, dass es sich für mich so anfühlte, als hätte ich Band 1 miterlebt. Für Kenner von Band 1 dürften die Rückblenden jedoch nicht als störend oder sogar nervig empfunden werden.
Schon nach kurzer Zeit war ich im Bann des Buches gefangen. Dies liegt vor allen Dingen an den liebevoll dargestellten Charakteren. Hier wurde sich wirklich viel Mühe gegeben. Ein schöner Bonus sind die diversen Dialekte der Tiere.

Ham ist in meinen Augen ein kleiner Held, auch wenn er oftmals sein Können und seinen Mut herunterspielt, ist er jemand der sich für seine Ziele und Wünsche einsetzt und sie nicht so schnell aus den Augen verliert. Begleitet wird er auf seiner Reise zur Rettung des Waldes von seinem besten Freund Flöckchen, dem jungen Hirsch. Dieser kommt eigentlich nur mit, um der Rehdame Tupfer entfliehen zu können. Tupfer hat sich nämlich in den Kopf gesetzt, dass Flöckchen ihr lebenslänglicher Partner werden soll. Flöckchen bekommt im Verlauf des Abenteuers jedoch mehr und mehr Gefallen an ihrer Expedition. Ein wahres Highlight in der Geschichte war für mich Waschbär Stanley, der den Freunden den Weg in die Stadt zeigt. Ich könnte noch ewig weitererzählen von all den tollen Tieren wie z.B. der Ratte Sir Lancelot oder dem Taubenexpress von Big Ben. Ich finde aber, dass ihr euch selbst ein Bild von all den Tieren machen solltet.

Bereits das Cover konnte mich für sich einnehmen und spätestens bei den tollen Zeichnungen innerhalb des Buches war ich hin und weg. Sie untermalen die Geschichte und machen das Buch zu etwas Besonderem. Der Humor im Buch ist herrlich komisch und gerade der Waschbär Stanley hat es mir mit seiner lockeren Art angetan. Das Buch besteht allerdings nicht nur aus lustigen Szenen, sondern behandelt auch Themen wie Familie, Verantwortung und das Erwachsen werden. Zudem spielt die Waldrodung in dieser Geschichte eine entscheidende Rolle.
Das Ende in diesem Zusammenhang war für mich sogar eine große Überraschung.

Fazit:
Ich hatte die Erwartung ein nettes Kinderbuch lesen zu dürfen. Was mich dann jedoch erwartet hat, hätte ich nicht zu träumen gewagt. Die Geschichte ist spannend erzählt, der Humor zum Brüllen komisch und die Charakterdarstellung der einzelnen Tiere ist grandios gelungen. Dieses Buch wird nicht nur junge Leser begeistern, sondern auch Erwachsene werden ihren Spaß damit haben. Sehnsüchtig warte ich nun auf das nächste Abenteuer von Ham dem kleinen schwarzen Schaf, äh Wolf. Von mir gibt es daher die Höchstpunktzahl von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Ein wahrer Buchschatz

Das wilde Mäh (Band 1)
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Inhalt:
Ham ist ein Wolf. Das ist ja wohl klar. Er hat spitze Eckzähne ... auf dem Kopf. Er jagt gerne ... saftige Blätter. Er heult den Mond an ... und es klingt wie Määäh. Na gut, vielleicht ist Ham ...

Inhalt:
Ham ist ein Wolf. Das ist ja wohl klar. Er hat spitze Eckzähne ... auf dem Kopf. Er jagt gerne ... saftige Blätter. Er heult den Mond an ... und es klingt wie Määäh. Na gut, vielleicht ist Ham auch nur ein Wolf im Schafspelz. Aber wie ist er im Wald gelandet? Und wo kommt er wirklich her? Zusammen mit seinen Freunden begibt er sich auf eine abenteuerliche Suche ...

Meinung:
Das kleine Lamm Ham wird im Wald von einem Menschen ausgesetzt. Die Waldtiere sind ganz erstaunt über das fremdartige Wesen und rätseln was es sein könnte, ähnelt es doch keiner ihnen bekannten Tierart. Durch das beherzte Eingreifen der Wölfin und Rudelführerin Rhea findet Ham im Wald ein neues Zuhause und mit Rheas Wolfsrudel eine neue Familie. Während Ham jedoch größer und größer wird, fällt ihm immer öfter auf, dass er nicht wie seine Geschwister Feder, Wolke und Brise ist. Eines Tages kommt die ganze Wahrheit über Hams Herkunft ans Licht. Dieser beschließt nun seine leibliche Mutter zu finden. Mit auf die Reise machen sich seine Schwester Feder und sein Freund Flöckchen.

Nachdem ich damals von Band 2 total begeistert war, stand für mich fest, dass ich auch den Beginn von Hams Geschichte nicht verpassen darf. Viele Charaktere kannte ich bereits aus dem zweiten Teil, doch gerade Rhea nimmt in Teil 1 eine größere und bedeutendere Rolle ein. Ihre Muttergefühle für ein „fremdes Wesen“ fand ich sehr berührend. Aber nicht nur Rhea ist ein besonderer Charakter auch die übrigen Tiere wurden mit so viel Liebe erarbeitet, dass mir mal wieder nichts anderes übrig blieb, als mich in alle Charaktere Hals über Kopf zu verlieben.

Kinder werden ihre wahre Freude an dieser Abenteuergeschichte haben und bekommen unterschwellig noch einige wichtige Botschaften mit auf den Weg. Gerade die leicht versteckt eingebauten Botschaften haben mir sehr gut gefallen. Der Blick hinter die Fassade eines Menschen/Tieres sowie Toleranz und Selbstfindung spielen hier eine große Rolle. Wieder wird die Geschichte von wunderbar passenden Bildern untermalt, die den einzelnen Tieren noch mehr Leben einhauchen. Zwar ahnt man als Erwachsener den Verlauf der Geschichte, dennoch hat dies meinen Lesespaß zu keiner Zeit getrübt.

Am Ende habe ich das Buch mit einem lachenden und einem weinende Augen zur Seite gelegt. Lachend, da mich das Buch wieder auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte. Weinend, da Band 3 noch nicht erschienen ist und ich doch so ein ungeduldiger Mensch bin.

Fazit:
Dieses Buch, nein die ganze Reihe, ist ein besonderer Buchschatz. Hätte ich ein Kind, würde es das Buch sofort in die Hand gedrückt bekommen, denn die Charaktere sind einfach nur liebenswert, die Geschichte für Kinder spannend erzählt und die Botschaften werden nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern gut versteckt, an die Kinder vermittelt. Ich kann es gar nicht erwarten mich in das nächste Abenteuer mit Ham und seinen Freunden zu stürzen.