Was Vergebung möglich macht
Meine Krone in der AscheDiese wahre Geschichte nimmt uns Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Sie lässt uns nach Köln in das Jahr 1939 reisen. Die Autorin Hanna Zack Miley nimmt uns mit auf ihre Reise des Lebens, welche so ...
Diese wahre Geschichte nimmt uns Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Sie lässt uns nach Köln in das Jahr 1939 reisen. Die Autorin Hanna Zack Miley nimmt uns mit auf ihre Reise des Lebens, welche so tragische Brüche erlebt, dass ich schon während des Lesens spürte, hier passiert ein ganz besonderes Wunder der inneren Heilung.
Hanna Zack Miley begann ihre Geschichte mit 75 Jahren aufzuschreiben und sie nimmt uns mit in das Schicksal, das viele jüdische Kinder damals erlebten, nimmt uns mit in die Kinderlandverschickung nach England. Nachdem es für Juden im Dritten Reich immer enger wurde und abzusehen war, dass es für sie aus welchen Gründen auch immer immer keine Chance mehr ergab, sich und ihre Familien aus Deutschland zu retten, war für viele Familien der einzige Strohhalm ihre Kinder nach England zu schicken, wo sie von judenfreundlichen Menschen aufgenommen wurden. Vielfach sind diese Kinder die einzigsten Überlebenden ihrer Familie, denn wer aus Deutschland nicht rechtzeitig fliehen oder sich verstecken konnte, der wurde von den Nazis ermordet. So erging es auch Hannas Eltern.
Mit sieben Jahren kam Hanna tief traumatisiert in England an, die Kinder verstanden nicht was mit ihnen passierte und die abrupte Trennung von den Eltern bewirkte einen tiefen und alles bestimmenden Bindungsschmerz, ein Trauma, das oftmals nicht aufgelöst werden konnte. Auch für Hanna ist es aufgrund der Umstände sehr schwer eine tiefe Bindung zu anderen Menschen, zu sich selbst und auch mit Gott einzugehen. Durch ihre Pflegefamilie, die Christen waren, kam sie mit dem Gott der Christen in Berührung. Jedoch vermochte sie dadurch nicht ihre Bitterkeit und ihren rachsüchtigen Hass loszulassen. Erst als junge Frau auf einer Evangelisationsveranstaltung von Billy Graham hat sie eine Jesusbegegnung am Kreuz, die buchstäblich ihr ganzes Leben verändert.
Nun ist es ihr langsam möglich auf Spurensuche in ihrem Leben zu gehen, sich behutsam ihrer jüdischen Identität zu nähern, denn der lebendige Glaube an Jesus gibt ihr nun die Kraft. Hanna heiratet und ist mit ihrem Mann George unter anderem in Indien im Missionsdienst. Im Jahr 2000 hat sie wieder eine besondere Begegnung und erhält nun die Kraft und den Mut, sich auf die Suche nach ihren Eltern, ihrer jüdischen Vergangenheit zu begeben.
Vier Jahre braucht es um zu forschen und zu schreiben und sich letztendlich auf den letzten Weg ihrer Eltern zu machen, die in einem Konzentrationslager im Osten ermordet wurden. Hanna nimmt uns nicht nur geografisch mit auf diese Reise, sondern vor allem auch innerlich und hat mir auf eine ganz besonders bewegende Art und Weise aufgezeigt, was es heißt wirklich zu vergeben, den Schmerz zu fühlen, ihn loslassen zu können und sich mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen. Es ist ein langer und bewegender Weg der inneren Heilung und dass Hanna sich im hohen Alter von 75 Jahren auf diesen Weg gemacht hat, fand ich absolut bewundernswert.
Ihre Geschichte hat mir sehr oft die Tränen in die Augen getrieben, doch auch Dankbarkeit zu erleben, was geschehen kann, wenn sich ein Mensch für Jesus und seine kostenlose Vergebung öffnet.
Absolut lesenswert!