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Veröffentlicht am 29.04.2026

Was Vergebung möglich macht

Meine Krone in der Asche
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Diese wahre Geschichte nimmt uns Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Sie lässt uns nach Köln in das Jahr 1939 reisen. Die Autorin Hanna Zack Miley nimmt uns mit auf ihre Reise des Lebens, welche so ...

Diese wahre Geschichte nimmt uns Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Sie lässt uns nach Köln in das Jahr 1939 reisen. Die Autorin Hanna Zack Miley nimmt uns mit auf ihre Reise des Lebens, welche so tragische Brüche erlebt, dass ich schon während des Lesens spürte, hier passiert ein ganz besonderes Wunder der inneren Heilung.

Hanna Zack Miley begann ihre Geschichte mit 75 Jahren aufzuschreiben und sie nimmt uns mit in das Schicksal, das viele jüdische Kinder damals erlebten, nimmt uns mit in die Kinderlandverschickung nach England. Nachdem es für Juden im Dritten Reich immer enger wurde und abzusehen war, dass es für sie aus welchen Gründen auch immer immer keine Chance mehr ergab, sich und ihre Familien aus Deutschland zu retten, war für viele Familien der einzige Strohhalm ihre Kinder nach England zu schicken, wo sie von judenfreundlichen Menschen aufgenommen wurden. Vielfach sind diese Kinder die einzigsten Überlebenden ihrer Familie, denn wer aus Deutschland nicht rechtzeitig fliehen oder sich verstecken konnte, der wurde von den Nazis ermordet. So erging es auch Hannas Eltern.

Mit sieben Jahren kam Hanna tief traumatisiert in England an, die Kinder verstanden nicht was mit ihnen passierte und die abrupte Trennung von den Eltern bewirkte einen tiefen und alles bestimmenden Bindungsschmerz, ein Trauma, das oftmals nicht aufgelöst werden konnte. Auch für Hanna ist es aufgrund der Umstände sehr schwer eine tiefe Bindung zu anderen Menschen, zu sich selbst und auch mit Gott einzugehen. Durch ihre Pflegefamilie, die Christen waren, kam sie mit dem Gott der Christen in Berührung. Jedoch vermochte sie dadurch nicht ihre Bitterkeit und ihren rachsüchtigen Hass loszulassen. Erst als junge Frau auf einer Evangelisationsveranstaltung von Billy Graham hat sie eine Jesusbegegnung am Kreuz, die buchstäblich ihr ganzes Leben verändert.

Nun ist es ihr langsam möglich auf Spurensuche in ihrem Leben zu gehen, sich behutsam ihrer jüdischen Identität zu nähern, denn der lebendige Glaube an Jesus gibt ihr nun die Kraft. Hanna heiratet und ist mit ihrem Mann George unter anderem in Indien im Missionsdienst. Im Jahr 2000 hat sie wieder eine besondere Begegnung und erhält nun die Kraft und den Mut, sich auf die Suche nach ihren Eltern, ihrer jüdischen Vergangenheit zu begeben.

Vier Jahre braucht es um zu forschen und zu schreiben und sich letztendlich auf den letzten Weg ihrer Eltern zu machen, die in einem Konzentrationslager im Osten ermordet wurden. Hanna nimmt uns nicht nur geografisch mit auf diese Reise, sondern vor allem auch innerlich und hat mir auf eine ganz besonders bewegende Art und Weise aufgezeigt, was es heißt wirklich zu vergeben, den Schmerz zu fühlen, ihn loslassen zu können und sich mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen. Es ist ein langer und bewegender Weg der inneren Heilung und dass Hanna sich im hohen Alter von 75 Jahren auf diesen Weg gemacht hat, fand ich absolut bewundernswert.

Ihre Geschichte hat mir sehr oft die Tränen in die Augen getrieben, doch auch Dankbarkeit zu erleben, was geschehen kann, wenn sich ein Mensch für Jesus und seine kostenlose Vergebung öffnet.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Dunkle Geheimnisse

Schattwald
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Hopeandlivevor ein paar Sekunden
Wir befinden uns im Jahr 2013. Die Journalisten Anne Südhausen erfährt von dem Tod ihrer geliebten Großmutter Charlotte. Traurig und betroffen macht sie sich auf den Weg ...


Hopeandlivevor ein paar Sekunden
Wir befinden uns im Jahr 2013. Die Journalisten Anne Südhausen erfährt von dem Tod ihrer geliebten Großmutter Charlotte. Traurig und betroffen macht sie sich auf den Weg nach Innsbruck um die Trauerfeier und den Nachlass ihrer Großmutter zu regeln. Diese unfreiwillige Auszeit kommt ihr trotz des traurigen Anlasses ganz recht, wurde sie doch gerade von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen. In Innsbruck im Haus ihrer Großmutter, die sie viel zu lange nicht mehr besucht hatte, wird sie sogleich von Erinnerungen heimgesucht und spürt, dass in diesem Haus Antworten auf Fragen verborgen sind, die sie noch gar nicht gestellt hat oder auf dessen Idee sie zu stellen sie noch gar nicht gekommen ist. Anne findet per Zufall Charlottes Tagebücher, 13 kleine schwarze Hefte, allesamt mit kleiner Schrift gefüllt, damit möglichst viel aufgeschrieben werden kann. Anne ist nur Enkelin, sondern auch Journalistin und fängt sogleich an zu lesen. Sie begibt sich auf eine Zeitreise bis ins Jahr 1943 und auf dieser Reise begegnet sie Menschen, die es nicht unbedingt gut mit ihr meinen und Anne ahnt nicht, in welch tödlicher Gefahr sie schwebt.....

Im Jahr 1943 begegnen wir Charlotte, die den Tod ihres Bruders, der im Krieg gefallen ist einfach nicht überwinden kann und aus diesem Grund in ein Nervensanatorium eingeliefert wird. Das Sanatorium Schattwald, renommiert und anerkannt nach außen hin, ein Vorzeigeobjekt im Dritten Reich, jedoch in Wirklichkeit ein Ort der absoluten Menschenverachtung. Charlotte ist fest entschlossen sich ihre Menschlichkeit zu bewahren und nach der Entdeckung eines Mordes wird sie mit einer Entscheidung über Leben und Tod konfrontiert.....

Barbara Dribbusch nimmt den Leser mit in ein weiteres dunkles Kapitel des Dritten Reichs. Euthanasie und die Entscheidung, welches Leben lebenswert ist oder nicht und wie man sich die Menschlichkeit in solch dunklen Zeiten bewahren kann. Sehr spannend zu lesen und Charlotte hat mir sehr gut gefallen. Es braucht Mut zur Wahrheit und Liebe zu den Menschen, etwas, dass sich keiner nehmen lassen darf.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Geh doch mal wandern...

Ten Thousand Miles to My Heart
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Geh doch mal auf eine Trekkingtour um deinen Kopf wieder frei zu bekommen, sagt die Oma zu Emmi. Oma liebt es nämlich bei Gewinnspielen teilzunehmen und hat eine Trekkingtour durch einen der schönsten ...

Geh doch mal auf eine Trekkingtour um deinen Kopf wieder frei zu bekommen, sagt die Oma zu Emmi. Oma liebt es nämlich bei Gewinnspielen teilzunehmen und hat eine Trekkingtour durch einen der schönsten Nationalparks Amerikas gewonnen. Da sie unmöglich daran teilnehmen kann, da sie mit ihrer Tochter und Enkeltochter gemeinsam eine vegetarische Brotzeithütte in der Nähe von Oberstdorf bewirtschaften, schickt sie kurzerhand ihre Enkeltochter Emmi auf diese Reise. Emmi packt also ihren Rucksack, fliegt über den Ozean und beginnt einen Schritt vor den anderen zu setzen. Dabei verliert sie auch reichlich inneres schweres Gepäck, dass sie mit sich rumschleppt, sie belastet und davon abhält wieder ins wirkliche Leben zu kommen. Die wunderbare beschriebene Natur in dem Nationalpark, die Weite der Landschaften, die Stille und vor allem auch Sawyer helfen ihr sehr wieder Zugang zu ihrem Herzen zu bekommen und sich der Liebe zu öffnen, jedoch....

Auch Sawyer, ein rational denkender Geschäftsmann aus San Franzisko, begibt sich auf diese Trekkingtour. Bei ihm hat es jedoch eher so etwas mit Flucht zu tun, er weiß nicht wohin mit seiner Wut und seiner Enttäuschung über seinen besten Freund und auch Geschäftspartner und auch noch seine Verlobte und braucht dringend frische Luft. Schon im Flugzeug macht er Bekanntschaft mit Emmi, dieser merkwürdigen jungen und kleinen Frau aus Deutschland, die so gar nicht in seine Welt passt, jedoch mit jedem Schritt immer mehr Raum in seinem Herzen einnimmt.

So kommen sie sich auf den langen Wanderungen behutsam näher, das ist wirklich schön beschrieben, und beginnen ebenso langsam ihr inneres Gepäck abzuladen, lassen sich von der unberührten Natur und der Weite neu inspirieren um ihr Leben wieder auf Spur zu bringen. Auch ihre Gefühle werden tiefer und inniger, doch hat eine Liebe mit 10.000 Meilen, die zwischen ihren Wohn- und Lebensorten liegen, überhaupt eine Chance und auch nicht alle Familienmitglieder der beiden sind mit ihrer Verbindung einverstanden....

Das Autorenduo Michelle C. Ahrens hat es ausgezeichnet verstanden, den Leser mit auf diese spannende Trekkingtour zu nehmen und ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl mit zu wandern, so wunderbar wurde die Natur beschrieben. Wer einen in einigen Abschnitten tiefgehenden, sich langsam entwickelnden Liebesroman lesen möchte, der zudem noch Themen wie Nachhaltigkeit und Veganismus enthält, somit auch der Political Correctness entspricht, ist mit dieser Geschichte gut beraten.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Wahre Freundschaft überdauert schwere Zeiten

Die Bahnhofsmission
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Wir befinden uns im April 1945 in Berlin. Die letzten Kriegstage sind zugange und für die Menschen in Berlin wird es dunkler und dunkler. Tage und Nächte müssen sie in den Schutzbunkern verharren, während ...

Wir befinden uns im April 1945 in Berlin. Die letzten Kriegstage sind zugange und für die Menschen in Berlin wird es dunkler und dunkler. Tage und Nächte müssen sie in den Schutzbunkern verharren, während sich die alliierten Mächte durch die Straßen Berlins kämpfen. Besonders für Frauen, Kinder und die Alten und Kranken sind diese Tage am schlimmsten und am gefährlichsten und dann gibt es auch noch die, die an den Endsieg glauben und die sich für völlig unschuldig halten.

Alice Hardtleben befindet sich mit ihren Nachbarn in einem solchen Bunker und harrt mit ihren Nachbarn der Dinge die da kommen. Alice hat im Krieg an der Front als Hilfskrankenschwester gearbeitet, nachdem die Nazis ihre geliebte Bahnhofsmission geschlossen und verboten haben aufgrund ihrer abstrusen Ideologie. Sie hat ihren Traum als unabhängig lebende Frau verwirklicht, hat studiert und promoviert, was Anfang des 20. Jahrhunderts für Frauen immer noch nicht selbstverständlich war, doch was nützt es nun, da ganz Berlin und das deutsche Reich in Schutt und Asche versinken. Ihr alter Idealismus lebt immer noch in ihrem Herzen und sie ist fest entschlossen, ihre Menschlichkeit und ihr Engagement für die Schwachen und Kranken, schlicht für jeden Menschen sich zu bewahren, egal wie dunkel und unmenschlich die Zeit geworden ist.

Daher beschließt sie auch, den Schlesischen Bahnhof aufzusuchen und die Bahnhofsmission wieder aufzubauen, denn täglich kommen völlig überfüllte Züge mit flüchtenden und ausgemergelten Menschen an, die Hilfe brauchen. Mit ihrer gerade Art beschließt sie die Widerstände zu überwinden und findet überraschend Gunst bei einem russischen Oberst, der sich ebenfalls bemüht in diesem Kriegsgrauen und den anarchisch anmutenden Zuständen in Berlin nachdem der Krieg beendet wurde, sich seine Menschlichkeit zu bewahren. Auch Martha, eine alte Mitstreiterin von damals trifft sie bei dem nun zuständigen Pfarrer der Bahnhofsmission, der nach einiger Überredungskunst auch sehr bemüht ist, seine Unterstützung anzubieten und zu beweisen, dass er ja auch eine wahrer Menschenfreund ist, der noch nie ein Parteibuch gesehen hat. Ebenso begegnen wir Greta, die ein ehemaliger Schützling der Bahnhofsmission war und in der Vergangenheit viele falsche Entscheidungen getroffen hat, deren harte Konsequenzen sie nun bewältigen muss. Doch die Aussicht, die Bahnhofsmission wieder aufzubauen, mobilisiert in den Frauen Kräfte, die sich der Leser nach diesen schweren Jahren kaum vorstellen kann.

Weiter begegnen wir einer dritten Freundin und Mitstreiterin aus der Bahnhofsmission, Natalie. Sie ist damals auf mysteriöse Art und Weise verschwunden und Alice hat das Verschwinden der Freundin niemals verwunden. Es hat eine tiefe Verletzung in ihrem Herzen hinterlassen. Natalie hat über 30 Jahre in den USA gelebt, wohlhabend verheiratet und nun endlich kann sie wieder in ihre alte Heimat reisen. Sie kommt aus einem ganz bestimmten Grund, den sie jedoch nicht verraten möchte, schon gar nicht ihrer eigensinnigen und willensstarken Tochter Claire, die ihre Mutter ungefragt auf diese Reise begleitet. Die Begegnung zwischen Alice und Natalie ist auf eine ganz besondere Art und Weise beschrieben und auch die Begegnung von Claire mit der Stadt der Nazis und den Menschen, die dort leben und die es wert sind einmal näher betrachtet und kennengelernt zu werden.

Das Aufbauen der Bahnhofsmission bringt die Frauen und die Menschen allgemein wieder näher zusammen. Es zeigt sich, wie gut es tut anderen Menschen zu helfen, auch wenn es in dieser zerstörten Stadt weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein wirkt. Es gibt allen wieder einen Sinn im Leben, wo doch für viele alles sinnlos geworden ist. Jedoch erleben wir auch, dass sorgsam gehütete Geheimnisse ans Licht kommen und das nicht jeder der ist, der er zu sein vorgibt. Denn auch der kompetente Arzt, der sich den mutigen Frauen anbietet zu helfen und für viele wie ein Engel des Lichts wirkt ist doch in Wahrheit eher der Dunkelheit verbunden....

Veronika Rusch hat einen ganz wunderbaren zweiten Teil der Geschichte der Bahnhofsmission geschrieben und es geschafft, den Leser mit hinein in diese gefährlichen und hoffnungslosen Tage mit hinein zunehmen im April 1945. Gerade für Frauen war auch diese Zeit ganz besonders schwer und gefährlich und es war dennoch so schön zu lesen, wie mutig sich Menschen für andere Menschen einsetzen und sich ihre Werte nicht nehmen lassen, wie wahre Freundschaft dennoch überdauern kann, auch wenn erhebliche Verletzungen da sind und wie jeder in der Hoffnungslosigkeit ein Licht sein kann, wenn er sich nur dazu entscheidet.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Was bedeutet Schönheit?

Das schönste aller Leben
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In dieser Geschichte bewegen wir uns in zwei Zeitebenen und begleiten zwei Frauen, die auf ganz unterschiedliche Weise sich mit Schönheit und Identität als Frau in ihrer Zeit auseinandersetzen müssen.

Da ...

In dieser Geschichte bewegen wir uns in zwei Zeitebenen und begleiten zwei Frauen, die auf ganz unterschiedliche Weise sich mit Schönheit und Identität als Frau in ihrer Zeit auseinandersetzen müssen.

Da ist Vio in der Gegenwart, die wir als Kind und Jugendliche begleiten, wie ihre Familie Anfang der 90er Jahre aus dem rumänischen Banat nach Deutschland auswandern, zurück ins gelobte Land. Die Familie hält zusammen, der Alltag ist geprägt von harter Arbeit, von der Anstrengung sich anzupassen, nicht aufzufallen, sondern deutsch zu sein. Die rumänische Identität wird verschwiegen, die Traditionen werden in der Familie gelebt, hauptsächlich von den Großeltern. Vio hat als einzige Tochter die Möglichkeit das Gymnasium zu besuchen und zu studieren, die Eltern sind auf der einen Seite stolz auf sie und auf der anderen Seite entfernt sich die Tochter von ihnen, den einfachen Arbeitern.

Es gelten ungeschriebene Familiengesetze, die dann ans Licht kommen, als niemand damit rechnet und die Vio fast daran zerbrechen lassen. Denn nachdem Vio zu einer sehr schönen Frau herangewachsen ist, ein in der Familie sehr wichtiger Tribut und einen gebildeten deutschen Mann geheiratet hat, bekommen sie eine wunderschöne süße kleine Tochter. Für die Eltern, besonders für Vio ist es die wunderschönste Tochter überhaupt, anscheinend hat sie als Mutter alles richtig gemacht bis ein tragischer Unfall, der ihre kleine Tochter schwer verletzt. Vio gibt sich ganz allein die Schuld und droht daran zu zerbrechen und ihre Familie ebenfalls. Was bedeutet Schönheit, wenn es nichts Schönes mehr anzuschauen gibt? Wie kann sie ihre Tochter und sich selbst noch lieben und vor allem, was sagen die anderen?

Für Vios Vorfahrin Theresia, die im 18. Jahrhundert wegen ihrer "Schönheit" ins Banat abgeschoben wurde, ist es auch sehr schwer mit dieser Bürde zu leben, die den Neid der Frauen und das Begehren der Männer weckt, ihren Weg zu finden und ein Leben zu führen, in dem sie um ihrer selbst willen geliebt wird und die Entscheidungen ihres Lebens frei wählen kann.

Beide Frauen erleben den Banat, der auch in dieser Geschichte zu Wort kommt, auf eine sehr unterschiedliche und doch verbindende Art und Weise. Sie gehen durch sehr tiefe Täler, die manchmal sehr schwierig zu lesen sind, doch im letzten Viertel auch Passagen der Hoffnung und Zuversicht enthalten. Ein ungewöhnlicher und interessanter Debutroman, der durchaus noch ausführlicher hätte beschrieben werden können, so blieben die Figuren für mich bis auf das letzte Viertel eher unnahbar und distanziert, was ich etwas schade fand.

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