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Veröffentlicht am 15.11.2023

Erste Liebe zwischen zwei Kulturen

Es sei denn, es geschieht ein Wunder
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Wir begleiten Linda, eine idealistische junge Frau mit einem starken Willen, die sich ihren Lebenstraum erfüllt, gleich nach ihrem Abitur nach Israel auszuwandern, zum Judentum zu konvertieren und für ...

Wir begleiten Linda, eine idealistische junge Frau mit einem starken Willen, die sich ihren Lebenstraum erfüllt, gleich nach ihrem Abitur nach Israel auszuwandern, zum Judentum zu konvertieren und für immer dort zu leben. Diesen Plan hatte sie seit ihrem 13. Lebensjahr und ihn konsequent und zielstrebig durchgesetzt. Aufgewachsen in einem christlichen Elternhaus findet sie das kirchliche Gemeindeleben oft tröge und unecht und setzt sich intensiv mit dem Judentum auseinander. Das fand ich als Leser schon sehr ungewöhnlich, gerade auch weil diese Geschichte auf wahren Begebenheiten basiert.

Linda verabschiedet sich kurz und förmlich von ihrer Familie und lässt völlig unbekümmert ihre Familie, Mutter, Vater und ihre kleine Schwester in Deutschland zurück. Schon wie der Abschied von der Familie verlief, machte es mich etwas schwer, mit der Protagonistin warm zu werden, auch wenn ich Respekt vor ihrer Courage hatte. Der Leser erlebt jedoch auch immer einen Blick aus Sicht der Mutter, die lernt ihre Tochter, nicht ohne Schmerzen, doch immer im Vertrauen loszulassen. Diese Passagen haben mich dann immer sehr angesprochen und dazu beigetragen, an der Geschichte dranzubleiben.

In Israel angekommen verläuft zunächst alles nach Plan und wir bekommen einen ganz wunderbaren Einblick in die jüdische Kultur, in den jüdischen Alltag und gerade in Zeiten dieses fürchterlichen Krieges war ich froh und dankbar es lesen zu dürfen. Doch dann muss Linda bei einem Ausflug mit ihrer jüdischen Schule hautnah einen Terroranschlag erleben, der sie tiefer erschüttert, als sie es wahrhaben will und ihr fester Wille zum jüdischen Glauben zu konvertieren kommt ins Schwanken. In dieser Zeit macht sie mit einer Freundin aus der Schule einen Ausflug über die Grenze in das Gebiet von Palästina und lernt den jungen Achmad kennen. Die jungen Leute verlieben sich auf den ersten Blick und versprechen sich wahre Liebe auf ewig. Nun wird es natürlich sehr kompliziert, denn Linda will ihre Liebe zwischen zwei Kulturen leben, der muslimisch-palästinensischen und der jüdischen Kultur und da wären ja auch noch ihre christlichen Wurzeln in Deutschland. Doch Linda, eigenwillig und zielstrebig wie sie ist, denkt, dass sich das doch prima alles unter einen Hut bringen lässt, denn der wahren Liebe kann einfach nichts im Weg stehen. Dass die rosarote Brille, die sie auf der Nase trägt mit jedem Tag größer wird und den realen Blick auf die Geschehnisse trübt, will sie nicht wahrhaben. Dann passiert etwas, mit dem sie so gar nicht gerechnet hat...

Elke Ottensmann schreibt diese Geschichte nach wahren Begebenheiten und ich konnte ihr in vielen Passagen folgen und zustimmen, ganz besonders wenn Martina, die Mutter, ihre Gedanken und Gebete in ihrem Tagebuch Gott mitteilt. Die Autorin versteht es gut die Gedanken und Gefühle der verschiedenen Generationen zu schildern, die Gebräuche und Alltagssituationen der jüdischen und palästinensischen-muslimischen Welt und mit welchen Herausforderungen und Schwierigkeiten die Menschen dort in den verschiedenen Generationen zu kämpfen haben. Sehr schön fand ich auch immer den Blick auf den einzigen und wahren Gott, der alles in der Hand hält und als Einziger Wunder vollbringen kann. Es ist eine Faith-Young-Adult-Geschichte mit etwas anderem Schwerpunkt, der jedoch von jeder Generation gelesen werden kann.

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Wer will mitreisen und wohin eigentlich?

Zur halben Nacht
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Es ist eine Woche vor Weihnachten, wie immer im Dezember und Alice, eine junge Frau, die so gar keine Lust auf ein traditionelles Weihnachtsfest mit Familie hat, findet gerade zur rechten Zeit eine passende ...

Es ist eine Woche vor Weihnachten, wie immer im Dezember und Alice, eine junge Frau, die so gar keine Lust auf ein traditionelles Weihnachtsfest mit Familie hat, findet gerade zur rechten Zeit eine passende Annonce "Mitreisende gesucht". Spontan begibt sie sich mit drei nicht unbedingt weihnachtlich angehauchten Königen oder irgendwie doch auf diesen abenteuerlichen Trip, der den Leser mit auf eine intellektuelle norddeutsch geprägte Reise nimmt, die was mit Weihnachten und auch wieder nicht zu tun hat.

Dieses Buch eignet sich für alle, die irgendwie auf der Suche sind, wie Alice zum Beispiel, dem Zeitgeist und der Political Correctness bedingt perfekt dargestellt, oder dem Wirt Jockel, der altersbedingt seine Kneipe dichtmachen musste, dabei ist 80 wirklich kein Alter, was soll er denn nun machen, oder diese Typen, die sich Könige nennen und perfekt in unseren Zeitgeist passen. Wir begegnen noch einem Optiker, der Funksprüche in den Himmel sendet und einer Busfahrerin, die schon ewig Bus fährt und alle sind irgendwie auf der Suche, auf dem Weg.

Alle suchen auf irgendeine Weise nach Erfüllung im Leben, nach Sinn und Wärme. Alle wollen Weihnachten oder doch nicht und dann wieder ja. So geht es immer geradeaus, im Kreis, über plattes Land, durch den Wald und die Finsternis und dann treffen sich irgendwie alle auf geheimnisvolle Weise in der Kneipe "Zur halben Nacht", außer dem Wolf, der...doch das wird nicht verraten. Selber lesen und sich auf die Suche begeben.

Susanne Niemeyer hat mit ihrer Weihnachtserzählung "Zur halben Nacht" eine etwas andere Weihnachtsgeschichte voll Intellektualität, Wortwitz und Melancholie. Mich konnte diese moderne, vom Zeitgeist geprägte Weihnachtsgeschichte, nicht abholen.

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Veröffentlicht am 23.10.2023

Trotzdem...

Der Ozean in mir
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"Depression kann Teil meines Lebens sein. Trotzdem werde ich ein Leben lang die Herrlichkeit Gottes verkünden."

Nach langen inneren Kämpfen hat Janice diesen ehrlichen Satz für sich mit Hilfe des Heiligen ...

"Depression kann Teil meines Lebens sein. Trotzdem werde ich ein Leben lang die Herrlichkeit Gottes verkünden."

Nach langen inneren Kämpfen hat Janice diesen ehrlichen Satz für sich mit Hilfe des Heiligen Geistes gefunden und wer ihre Geschichte liest, weiß auch, dass sie diesen Satz lebt.

Janice Braun ist eine junge Frau, lebt in der schönen Schweiz, hat erfolgreich Bankkauffrau gelernt und in ihrem Beruf gearbeitet und ist danach Pastorin geworden. Eine beeindruckende Biografie, denn wer sie erlebt, fröhlich und lachend, vermutet nicht, dass sie seit ihrer Jugend mit schweren Depressionen zu kämpfen hat.

Doch gehen wir an den Anfang, Janice war ein unbeschwertes und immer fröhliches Mädchen, das "Goldlöckchen" der Familie. Die Pubertät kam und mit ihr die Schatten, die sie am Anfang gar nicht einordnen konnte, dieses Meer an Traurigkeit mit seinen Strudeln, die Janice von jetzt auf gleich in die Tiefe ziehen konnten. Die Pubertät ist ja schon verwirrend genug, doch diese mächtigen Gefühle der Verzweiflung, Überforderung, Traurigkeit, die vielen Tränen und die schier endlose Erschöpfung haben in Janice eine unglaublich Hilflosigkeit ausgelöst, die sie eine sehr lange Zeit verdrängt hat mit Dingen, die sich in der Jugend anbieten, Partys und Drogen, auch geritzt hat sie sich, denn irgendwie musste sie sich spüren.

Ihre Eltern standen ihr die ganze Zeit zur Seite und unterstützten sie und irgendwann fand Janice die Kraft, sich professionelle Hilfe zu holen und sie findet neuen Halt. Auch in ihrem Glauben und der Nebel lichtet sich, sie beginnt wieder zu leben, lernt ihren Mann kennen und beginnt mit ihm einen Dienst in einer Gemeinde in der Schweiz. Alles wieder gut?

Janice spürt wie die nächste Welle der Depression anrollt und fragt sich, ob Jesus auch diesmal im Sturm bei ihr ist und ihn zur Ruhe bringt?

Janice Braun erzählt sehr ehrlich und empathische aus ihrem Leben und öffnet sich damit dem Leser und gibt ihm Einblick auf die dunkle Seite ihres Lebens, die sie dennoch nicht vom Leben abhält, denn...

..."Auch im Tränental entspringen in mir Quellen. Gottes Leben schenkende Kraft spüre ich täglich in mir. Dafür lobe ich Gott und dafür kann mein ganzes Umfeld Gott anbeten. Etwas Weiteres, um Gott dankbar zu sein, ist, dass ich trotz allem Frieden im Herzen trage."

Sie thematisiert das Thema Depression und Gemeinde, zwei Dinge, die nicht immer gut zusammengehen, denn viele Menschen in den verschiedensten Gemeinden können mit Menschen mit Depressionen wirklich gut umgehen und die Schubladen öffnen sich nur zu schnell. Janice gibt Betroffenen und auch Angehörigen von Betroffenen auch ganz praktische Tipps und nimmt den Leser in ihren Prozess der Heilung, der Fort- und Rückschritte, und des "Ich habe auch mit meiner Depression ein lebenswertes Leben und vor allem auch einen lebendigen Glauben" mit hinein. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und fand einige ihrer praktischen Tipps sehr hilfreich.

Sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 17.10.2023

Freundschaft in gefährlichen Zeiten

Die Glücksfrauen - Der Geschmack von Freiheit
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Wie befinden uns im Jahr 1936 in Berlin und genießen gemeinsam mit den drei Freundinnen Luise, Maria und Anni den leckeren Berliner Streuselkuchen, ein echter Freundschafts- und Trostkuchen, wie wir noch ...

Wie befinden uns im Jahr 1936 in Berlin und genießen gemeinsam mit den drei Freundinnen Luise, Maria und Anni den leckeren Berliner Streuselkuchen, ein echter Freundschafts- und Trostkuchen, wie wir noch erfahren werden.

Die drei besten Freundinnen sind jung und haben ihr Leben mit ihren Partnern noch vor sich, doch die dunklen Schatten des Nationalsozialismus werfen schon ihre dunklen Schatten auf sie und das empfindet jede von ihnen ganz anders. Sie sind alle auf die eine oder andere Weise in Gefahr ob Luise, die mit ihrem Partner Richard systemkritische Flugblätter druckt und dabei erwischt wird und gerade noch fliehen kann oder Maria, die mit ihrem Mann Jakob eine gemeinsame jüdische Buchhandlung betreibt und deren Kinder schon mit Schwierigkeiten in der Schule zu kämpfen haben oder eben Anni, die an das Gute im Menschen glaubt und deren Freund Siegfried bei der Gestapo ist. Bei Streuselkuchen schwören sie sich lebenslange Treue und ewige Freundschaft, doch ein schlimmer und für Luise unverzeihlicher zerstört ihren Zusammenhalt.

Wir erleben im ersten Band die Geschichte aus der Sicht von Luise, die ihrem Freund Richard nach Amerika ins Exil folgt und sich dort ausmalt, wie sie ein Restaurant eröffnet, mit Hilfe von Maria und Anni, die nachkommen sollen und auch schon ihren finanziellen Beitrag dazu geleistet haben. Doch das Ausreisen an sich ist schon nicht ohne und die Autorin schildert sehr anschaulich, welch kompliziertes Verfahren die Ausreisewilligen zu bestehen hatten. Endlich im Exil angekommen in New York rufen die Amerikaner auch nicht alle Hurra und auch einige Exilanten schaffen es nicht, sich in ihrer neuen Heimat einzuleben, so auch Richard. Damit steht Luise nicht nur vor Sprachproblemen, sondern vor ernsten existenziellen Problemen und sieht sich gezwungen jede Arbeit anzunehmen um überhaupt über die Runden zu kommen. Auch von ihren Freundinnen hört sie immer weniger und nach 1939 nichts mehr. Doch es ergeben sich neue Freundschaften unter den immigrierten Frauen und Luise schöpft neue Hoffnung, denn da wäre auch noch George...

Rund 85 Jahre später gehen wir wieder nach New York, diesmal mit June, Luises Enkelin, die völlig überraschend nach dem Tod ihrer Großmutter ein Restaurant in Manhattan erbt, von dem sie keine Ahnung hatte, dass ihre Großmutter es überhaupt besaß. Überhaupt weiß June fast nichts aus Luises Vergangenheit, auch nicht von ihrer Freundschaft mit Maria und Anni, die Miterben sind oder ihre Nachfahren, und June bekommt im Testament ihrer Großmutter den Auftrag, dieselben zu finden. Aufgrund von Junes journalistischer Ausbildung traut ihre Großmutter es ihr zu und so begibt sich June auf die Suche, doch es ist, wie die Nadel im Heuhaufen und June sieht zunehmend Parallelen zwischen ihrem Leben und dem Leben von Luise. Die Suche nach den Freundinnen ihrer Großmutter hilft June auch in ihrem gegenwärtigen Leben einige Entscheidungen zu treffen, die schon lange fällig waren und da wäre auch noch Hendrik, der attraktive Chefkoch im Restaurant ihrer Großmutter, der jedoch auch seine Familiengeschichte und ein Geheimnis hat.

Anna Claire ist ein ganz hervorragend recherchierter Roman über die Menschen gelungen, die damals in dieser dunklen Zeit ins Ausland auswandern mussten um ihr Leben zu retten. Dabei haben alle das gleiche Problem, ob Juden, Menschen im Widerstand oder Künstler. Sie müssen ihre Heimat mit hohem finanziellem Aufwand verlassen und die Menschen in ihrem angestrebten neuen Ziel, in diesem Fall Amerika, sind nicht gerade juden- und deutschfreundlich. Die Exilanten sehen sich mit erheblichen Problemen konfrontiert und nicht alle schaffen es. Die Autorin versteht es auf eine sehr einfühlsame Weise den Leser in diesen Prozess mit hineinzunehmen und aufzuzeigen welche Probleme sich in der "Neuen Welt" offenbaren.

Ich habe schon viele Geschichten aus dieser Zeit gelesen, doch noch nie eine so ausführliche Geschichte über die Menschen im Exil. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, besonders auch die flüssige Schreibweise, immer spannend und empathisch, auch mit guten Tipps, wie der Leser selbst nach seiner Familie forschen kann und ich freue mich schon auf den zweiten Teil

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 16.10.2023

Liebe überwindet jeden Schmerz

Die Liebe des Pilgers
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Wir befinden uns in Koblenz im Jahr 1379 und sind wieder mit Palmiro, auch Don Palmiro genannt, unterwegs. Der ungewöhnlich sensible junge Mann, einst ein spanisches Straßenkind und nun ein aufstrebender ...

Wir befinden uns in Koblenz im Jahr 1379 und sind wieder mit Palmiro, auch Don Palmiro genannt, unterwegs. Der ungewöhnlich sensible junge Mann, einst ein spanisches Straßenkind und nun ein aufstrebender Kaufmann, birgt in sich gefährliche Geheimnisse, die wenn sie ans Licht kommen sollten, nicht nur ihm das Leben kosten können. Palmiro ist es gewöhnt, seine wahren Gefühle zu verbergen, kann er doch auf der anderen Seite die Gefühle seiner Mitmenschen fühlen und sehen, auch dank des geheimnisvollen Kreuzes, eine wertvolle Reliquie, die sich seit den Kreuzzügen im Besitz der Familie befindet und viele Begehrlichkeiten schon geweckt hat. Doch das Kreuz dient nur dem, der eine reines Herz besitzt und hat Palmiro schon in den ungewöhnlichsen Situationen geholfen.

Dennoch fällt es ihm nahe stehenden Menschen auf, dass er leidet, seit Benedikt, ein Spion der Inquisition, Koblenz Hals über Kopf verlassen hat und Palmiro versucht sich abzulenken, indem er sein Geschäft erweitert und ausbaut und weiter versucht, die Menschen, die ihm am Herzen liegen, den richtigen Schubs in die richtige Richtung zu geben, damit wenigstens sie ihre große Liebe, die Palmiro verboten ist, leben können.

So darf der Leser an einigen Verkupplungsversuchen der sehr sympathischen Mitprotagonisten teilhaben, wie dem schüchternen Notker, der die wesentlich jüngere und kecke Jungfer Gusti aus einer Notlage heraus heiraten will, jedoch eine Heidenangst vor Frauen hat und dem, was da in der Ehe wohl auf ihn zukommen mag.

Ebenso die nicht auf den Mund gefallene Jungfer Mariana, die sich mit dem ehemaligen Spion Mathis herrliche verbale Schlachten liefert und vehement aus ganz bestimmten Standesgründen und Eitelkeiten ihre Gefühle leugnet bis, ja bis die Wahrheit in einem geheimen Kellergewölbe buchstäblich für alle ans Licht kommt.

Doch es geht auch dramatisch zu, denn Benedikt findet auf seiner Flucht, die bei seiner Herkunftsfamilie endet, keinen Frieden, sondern erfährt ein Geheimnis, dass ihn tief erschüttert und er darum wieder nach Koblenz zurückkehrt. Der Leser ahnt natürlich, dass nicht dass der Grund ist, doch dazu musst Du das Buch selbst lesen.

Über allem lauert immer noch der Schatten der Inquisition, denn Erasmus von London, hat seinen Plan, die Ketzer zu überführen und das Kreuz an sich zu bringen, nicht aufgegeben. Das Kreuz hat jedoch seine eigenen Pläne.....

Petra Schier ist wirklich ein genialer Abschluss ihrer mittelalterlichen Trilogie gelungen, die die Liebe in allen Facetten der damaligen Zeit zur Sprache bringt, ebenso wie die Themen Verlust, Trauer und Vergebung. Da alle ihre Romane nicht nur schön zu lesen sind aufgrund der wunderbaren gründlichen historischen Recherche und ihrer Gabe, jedem Protagonisten einen ganz einzigartigen Wert und Raum zu geben und sie versteht es bekannte Personen sich weiterentwickeln zu lassen und neue Personen in einer bildhaften Lebhaftigkeit zu schildern. Romantisch, spannend, gefühl- und humorvoll. Ein echtes Lesevergnügen!

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