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Veröffentlicht am 19.06.2023

Dennoch bleibe ich stets an dir....

Halt finden
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"Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich an ach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an." Psalm 73,23-24

"Es gibt Lebenssituationen, da bleibt ...

"Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich an ach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an." Psalm 73,23-24

"Es gibt Lebenssituationen, da bleibt uns nichts anderes als dieses Wort dennoch. Es bedeutet, dass ich mich dafür entscheide, trotz der Situation, die mich in die Verzweiflung treibt, weiterzugehen - wider alle menschliche Vernunft. Es meint die Entscheidung, nicht aufzugeben, sondern weiter an Gott festzuhalten - trotz Mutlosigkeit, Schmerzen, Müdigkeit, Traurigkeit, Zweifeln, Enttäuschung, Kraftlosigkeit, Unsicherheit, Angst und Niederlagen. Dennoch bedeutet, Gott zu vertrauen, auch wenn menschlich gesehen alles dagegenspricht."

Dieses Bibelzitat finden wir mit der entsprechenden Auslegung der Autorin Debora Sommer in ihrem neuen Andachtsbuch "Halt finden" - Wenn der Körper schmerzt und die Seele weint.

Es sind nicht nur fromme und passende Worte einer promovierten und hochsensiblen Theologin und Autorin, die eine Gabe hat mit Worten die Zustände der Seele zu beschreiben. Es sind sehr ehrliche und bewegende Worte durchlittener Schmerzen an Körper, Seele und Geist. Nach einem Unfall mit nachstehender missglückter OP leidet Debora Sommer unter unerträglichen chrohnischen Schmerzen. Dieser Zustand treibt sie jahrelang durch verschiedene Kliniken, Therapien und dunkle Täler, da nichts zu helfen scheint. Ihr ganzes Leben ist auf den Kopf gestellt und nicht nur ihres, sondern auch das ihres Mannes und ihrer Kinder. Durchaus eine Situation, wo jeder auch mit seinem Glauben an Gott an seine Grenzen kommt. So auch die Autorin, doch immer wieder erlebt sie, wie ihr Gott begegnet und ihr neuen Mut, Hoffnung und Trost schenkt.

In 52 Kapiteln unterteilt in drei Abschnitte beschreibt Debora Sommer lange 10 Jahre chronischer Schmerzen an Hand ihrer Tagebuchaufzeichnungen. Jedes Kapitel beinhaltet einen oder mehrere Bibelverse und ein Gebet am Schluss, somit kann das Buch ein tiefgehender Jahresbegleiter werden.

Im Teil 1 wird beschrieben, wie real und existentiell die Erfahrung von Schmerz, Dunkelheit und Einsamkeit ist. Wir gehen mit der Autorin durch das dunkle Tal. Das Vertrauen auf Christus wird zu einer völlig neuen Herausforderung.

Im Teil 2 bekommen wir Impulse, wie der lebendige Glaube an den dreieinigen Gott zu einer aktiven Ressource bei der Schmerzbewältigung werden kann.

Im Teil 3 werden Schwierigkeiten und Chancen thematisiert, die der Umgang mit Leid und Schmerz an eine Gemeinschaft stellt, die nicht selten völlig damit überfordert ist.

Die Texte in den 52 Kapiteln von Debora Sommer stehen stellvertretend für das Erleben von Schmerzpatienten und Leidenden, die nicht oder nicht immer in der Lage sind für sich selbst zu sprechen.

Mir hat dieses ganz besonders ehrliche und tröstende Andachtsbuch sehr geholfen und die Autorin hat mir oft aus dem Herzen gesprochen. Ich konnte sehr viel daraus mitnehmen und kann es nur empfehlen. Es tröstet zu wissen und lesen, wie andere Gläubige durch solche Täler ohne "frommes Gedöns", sondern ganz ehrlich und sehnsuchtsvoll gegangen sind und wie sich Gott zu ihnen stellt.

Prädikat sehr wertvoll!

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Veröffentlicht am 16.06.2023

Als Leseanfänger durch die Apostelgeschichte

Nika und die große Entdeckung
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Die kleine Nika erlebt mit ihrer Mutter Lydia und ihren beiden Brüdern ein aufregendes Abenteuer. Lydia und ihre Familie waren Sklaven. Sie werden von ihrem Herrn freigelassen und er überlässt ihnen sogar ...

Die kleine Nika erlebt mit ihrer Mutter Lydia und ihren beiden Brüdern ein aufregendes Abenteuer. Lydia und ihre Familie waren Sklaven. Sie werden von ihrem Herrn freigelassen und er überlässt ihnen sogar sein Geschäft in Philippi. Nika erlebt ihre Mutter sprachlos, denn nun sind sie frei und dürfen von ihrem Wohnort über das Meer nach Philippi ziehen um bei Lydias Cousine Syntyche zu leben und als Schneiderin zu arbeiten. Doch Nika bekommt Angst, denn in Philippi sprechen sie Latein und kein Griechisch, sie kennt dort niemanden und kann auch die Sprache weder verstehen und sprechen. Bei ihrer kleinen Schildkröte Kleo findet sie Trost. Der Umzug beginnt und während dieser aufregenden Reise kommt Nika ins Nachdenken. Sie konnten ihre Hausgötter gar nicht mitnehmen. Wer beschützt sie jetzt? Es wäre doch praktisch, wenn es einen Gott gäbe, der immer da wäre....

In Philippi fällt es Nika und ihren Brüdern nicht so leicht sich einzuleben, doch bald dürfen sie in eine Schule gehen um die Sprache richtig zu lernen und was noch viel spannender ist. Sie lernen Paulus und Silas kennen und Paulus erzählt ihnen von diesem einen Gott, den man nicht sehen kann, aber fühlen. Sie erleben sogar ein Erdbeben. Nika wird immer neugieriger. Ob sie mal zu diesem einen Gott beten soll und will sie überhaupt zu ihm gehören?

Mit diesem wunderschön und liebevoll illustrierten Buch gibt es nun endlich auch eine christliche Leseanfängerreihe, die sich in wunderbarer Weise von den weltlichen Büchern abhebt. In diesem kleinen Buch werden auf kindgerechte Weise die Fragen aufgegriffen, die Kinder zum Glauben haben können, Taufe ist ein Thema und einfach Ängste, die Kinder mit einem Umzug und fremder Umgebung haben können. Das Buch bietet viel Gesprächsstoff, die Kinder können einige Sätze, schön gestaltet mit einer kleinen Eule, selber lesen und für die Eltern gibt es im Nachwort noch einige weiterführende Erklärungen. Das war mein erstes Buch aus der Reihe, wird jedoch nicht mein letztes gewesen sein.

Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 13.06.2023

Dieses Jahr in Jerusalem - in Freiheit

Rückkehr nach Zion
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Diesen Satz rufen sich die Juden und ihre Freunde in verzweifelter Hoffnung zu, doch die Realität im Jahr 1948 in Israel sieht so aus, dass die Altstadt Jerusalems komplett abgeschnitten ist von jeglichen ...

Diesen Satz rufen sich die Juden und ihre Freunde in verzweifelter Hoffnung zu, doch die Realität im Jahr 1948 in Israel sieht so aus, dass die Altstadt Jerusalems komplett abgeschnitten ist von jeglichen Hilfstransporten und Mosche und seine Freunde in hektischer Betriebsamkeit dabei sind das unterirdische Tunnelsystem Jerusalems wieder zum Leben zu erwecken. Auch wenn sie unerwartete Hilfe von einem aufrechten, armenischen Christen erfahren, birgt diese geheime Aktion gefährliche Risiken.

Mosche und Rachel genießen ihre junge Ehe und Rachel findet auch zum wahren Glauben an den auferstandenen Messias. Auch die knapper werdenden Lebensmittelvorräte können an ihrem kostbaren Glück nichts ändern. Doch die Bedrohung ist gegenwärtig, sei es durch den Jerusalemer Bürgermeister, der fiese Geschäfte mit einem englischen Offizier macht, der übrigens sich in seiner Haltung nicht von den Nazis unterscheidet, er hat nur eine andere Uniform an, oder in den täglich zu erwartenden Attacken und Terroranschlägen der Araber, die siegessicher und mehr als ungeduldig auf die endgültige Einnahme von Jerusalem warten.

Auch für Ellie und David gibt es Veränderungen. Sie heiraten spontan und etwas überstürzt, so wie es zu ihnen passt, doch die erwartende Hochzeitsnacht macht ein grausamer Anschlag der Araber zunichte. David droht an dem vermeintlichen Tod von Ellie zu zerbrechen, doch hat er nicht wirklich Zeit zu trauern oder darüber nachzudenken was denn wie und überhaupt passiert ist, denn er wird mit einem gefährlichen Spezialauftrag nach Amerika geschickt um ausrangierte und noch flugtüchtige Flugzeuge zu kaufen. Golda Meir hat dafür fleißig Geld gesammelt. Doch die Mission hat ihre Tücken, denn die Juden der Haganah werden von einem gefährlichen Doppelspion unterwandert, der einst für Hitler kämpfte und nun im Dienst des Mufti steht und wie auch die anderen Feinde darauf brennt, so viele Juden wie möglich zu vernichten..

Ob es ein Wiedersehen für Ellie und David, so wie für Mosche und Rachel gibt und ob sich Rachels Gebet, "Dieses Jahr in Jerusalem - in Freiheit" bewahrheitet, wird sich zeigen.

Mich hat auch dieser Band wieder völlig in den Bann gezogen und mir erneut bewusst, welch feindlicher Übermacht die Juden damals und auch heute sich stellen müssen. Der Autorin ist es wieder sehr gut gelungen, die politischen Machenschaften in eine spannende Handlung zu verpacken, die Geschichte und Glauben greifbar macht.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 08.06.2023

Nächstes Jahr in Jerusalem...

Eine Tochter aus Zion
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Diesen Satz stellen sich viele Juden in aller Welt im Jahr 1948. Der Kampf um die Neugründung des Staates Israel ist im vollen Gange und ganz besonders Jerusalem steht im Mittelpunkt des Geschehens. Die ...

Diesen Satz stellen sich viele Juden in aller Welt im Jahr 1948. Der Kampf um die Neugründung des Staates Israel ist im vollen Gange und ganz besonders Jerusalem steht im Mittelpunkt des Geschehens. Die Juden in der Altstadt haben mit immer mehr Beschränkungen seitens der Araber und der Engländer zu kämpfen und Terroranschläge sind an der Tagesordnung. Doch die Juden vertrauen weiter auf den Ewigen, wird er sich weiter treu an ihre Seite stellen?

In all diesem Geschehen begegnen wir wieder Rachel Lubetkin, der jungen und schönen Jüdin, die das Inferno des Holocausts überlebt hat, jedoch zu einem sehr hohen Preis. Sie ist an ihrem Körper für immer gezeichnet, vor allem jedoch in ihrer Seele. Jeden Tag spürt sie die innere Zerrissenheit, dass sie überlebt hat, und auch die Wiedersehensfreude mit ihrem Großvater und ihrem kleinen Bruder Jakov trösten sie nicht über das furchtbare Erleben hinweg. Ebenso nicht die unbekannten, neu erwachenden Gefühle für Mosche, den jungen, mutigen und attraktiven Archäologen, der heimlich weiter für die Haganah arbeitet. Rachel ist der Überzeugung, dass für eine wie sie kein neues Glück in Frage kommt. Das erlebte Trauma und die dazugehörigen Schuldgefühle lassen es nicht zu und so fasst sie für sich heimlich eine mutige Entscheidung, deren Ausgang völlig ungewiss ist. Doch Rachel möchte unbedingt in dieser schweren Zeit etwas für ihr Volk tun.

Dabei bemerkt sie nicht, dass ihr ein Mann aus ihrer Vergangenheit, ein hoher SS-Offizier, auf der Spur ist. Ausgebildet in Hitlers Elitemannschaft, macht er nun gemeinsame Sache mit dem ebenso verbrecherischen und skrupellosen Mufti der Araber. Der gemeinsame Hass auf die Juden vereint sie und dieser Offizier, für den das Töten so nebenbei geschieht, verzehrt sich in einer krankhaften Weise nach der jungen Jüdin.

Von all dem ahnen die Freunde Mosche, dem es immer schwerer fällt, seine Gefühle für Rachel zu verheimlichen, und Ellie und David erstmal nichts. Sie wollen, da wo sie hingestellt sind mit allem was sie haben, und das ist manchmal nicht mehr als der Mut der Verzweifelten und dem nicht zu unterschätzenden Glauben an den auferstandenen Messias, für die Rettung Jerusalems und deren Bürger, die Neugründung des Staates Israel und dem Frieden, endlich einen Platz auf der Welt gefunden zu haben wo sie leben dürfen, zu kämpfen. Werden sie es schaffen, den übermächtigen Feinden weiter zu trotzen?

Auch dieser zweite Band hat einen sehr hohen Spannungsbogen und wird auf eine sehr bildhafte und nachvollziehbare Weise in die Geburtswehen des Staates Israel mit hinein genommen. Das komplizierte politische und religiöse Geflecht, das bis heute in Israel regiert, macht diesen Roman sehr aktuell.

Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 07.06.2023

An Gott zu glauben, erzeugt Verantwortung.

Ein Mann. Ein Leben. Ein Auftrag.
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Dieses Zitat steht gleich im Vorwort des Buches und dieser Satz fasst ganz kompakt das Leben von Klaus Dewald zusammen. Klaus Dewald ist 1965 geboren und lebt mit seiner Frau in Gießen. Sehr früh, im Jahr ...

Dieses Zitat steht gleich im Vorwort des Buches und dieser Satz fasst ganz kompakt das Leben von Klaus Dewald zusammen. Klaus Dewald ist 1965 geboren und lebt mit seiner Frau in Gießen. Sehr früh, im Jahr 1990, entschließen sich die beiden dem Ruf Gottes zu folgen und mit zwei 40-Tonnern Lebensmittel während des Hungerwinters nach Russland zu fahren. In der christlichen Organisation wurde noch beratschlagt und diskutiert, wie und ob das durchzuführen wäre, doch Klaus Dewald ist einfach ein Mann der Tat und organisiert und fährt. Er fühlt sich von Gott geführt und ist in einem solchen Vertrauen nicht nur in Russland, sondern auch in Afrika, Afghanistan, Armenien, China und Haiti unterwegs, kurz in den ärmsten Ländern der Welt um den Menschen dort zu helfen und ihnen auf eine ganz praktische Weise die Liebe Gottes zu bringen.

Dabei lässt er sich auch von keinem noch so mürrischen Grenzbeamten oder sonstigen Widerständen abschrecken, denn er ist überzeugt davon, wenn Gott ihm den Auftrag gegeben hat, dann hat er auch einen Weg bereitet ihn zu erfüllen. Aus seinen zuerst spontanen LKW-Fahrten erwächst ein weltweit vernetztes Hilfswerk, "Global Aid Network" (GAiN), mit vielen engagierten Mitarbeitern, die den Menschen wieder lebendige Hoffnung bringen. Klaus Dewald kündigt sein sicheres Arbeitsverhältnis und verlässt sich ganz auf Gottes Hilfe und Treue. Auf seine direkte und robuste Art erzählt er Gott, was er sich so vorstellt und wenn der Leser sich noch überlegt, dass diese Wünsche, die sich wie Forderungen anhören auch wirklich gut überlegt formuliert sind, hat Gott sie auch schon erfüllt.

Diese faszinierende und reich bebilderte Geschichte zeigt, was passieren kann , wenn wir Gott unser ganzes Leben ohne Grenzen zur Verfügung stellen. Wir erleben an der Seite von Klaus Dewald viel Abenteuerlust, echte Wunder, lesen mit Tränen in den Augen, wie Menschen wieder Hoffnung bekommen und erleben auch wie der Autor seine ganz persönliche Reise in die Vergangenheit antritt, wie er tiefe Täler durchquert und seinen Gott, der ihn unumstößlich berufen hat, nicht loslässt.

Mich hat diese ungewöhnliche Lebensgeschichte eines einfachen Mannes, der an Gott glaubt und Ihm alles zutraut absolut fasziniert und ich kann sie nur empfehlen zu lesen und sich ebenso bewegen zu lassen.

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