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Veröffentlicht am 02.01.2022

Schöne Liebesgeschichte mit ernstem Hintergrund

Aber vielleicht wird auch alles gut
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Titel: Aber vielleicht wird auch alles gut
Autorin: Lea Melcher
Seiten/Zeit: 336 Seiten/ 9 Std. 16 Min.
Sterne: 4 Sterne

Ich habe „Aber vielleicht wird auch alles gut“ als Hörbuch gehört, habe aber Bilder ...

Titel: Aber vielleicht wird auch alles gut
Autorin: Lea Melcher
Seiten/Zeit: 336 Seiten/ 9 Std. 16 Min.
Sterne: 4 Sterne

Ich habe „Aber vielleicht wird auch alles gut“ als Hörbuch gehört, habe aber Bilder vom Innenleben der Printversion gesehen und finde sie wunderschön. Tatsächlich überlege ich genau deshalb das Buch auch noch zu kaufen. Ich finde es richtig toll, dass die Autorin ihr Cover selbst gestalten durfte. Es hat mich sofort angesprochen und ist richtig schön. Außerdem passt es zum Inhalt des Buches, dass Lea hier selbst Hand anlegen durfte.

Die Protagonistin Emilia hat wie die Autorin auch eine Angststörung. Dass das Buch eine Own Voice Geschichte hat, hat mich direkt angesprochen. Emilia war mir sehr sympathisch - beziehungsweise wurde mir immer sympathischer - und ich konnte ihre Handlungen sehr gut nachvollziehen. Lea Melcher hat alles rund um Emilias Angststörung authentisch und nachvollziehbar beschrieben, so dass es auch ohne eigene Erfahrung mit dem Thema verständlich ist.

Mit dem Protagonisten Jack bin ich nicht ganz warm geworden. Oft fand ich ihn super sympathisch und auch süß, aber irgendwie hat mir von seiner Seite aus ein wenig die Initiative gefehlt. Es kam mir ein wenig so vor, als hätte er sich nicht wirklich mit Emilias Angststörung beschäftigt, die sich ja vor allem nach dem Vorfall aus der Vergangenheit entwickelt hat. Das fand ich ein wenig schade.

Dies ist vielleicht auch der Grund, warum ich die erste Hälfte des Buches nicht ganz so gut fand, wie den Rest. Ab ca. 60% habe ich es wirklich geliebt und super gern gehört, wie die Geschichte weiter geht. Die Szenen zwischen Emilia und ihrer Schwester fand ich mega und auch die Entwicklung zwischen ihnen und auch einzeln war toll beschrieben. Es wirkte auf mich viel authentischer als die Szenen mit Jack zusammen. Unter anderem auch deshalb, weil mir Emilia ein wenig zu schnell aus ihrer Blase herausgekommen ist. Die Szene aus dem Supermarkt war bei mir noch im Hinterkopf — wie schwer es ihr gefallen ist, hineinzugehen. Ein Treffen mit Jack hingegen war zwar ein kleines Problem, aber nicht so groß. Wäre diese Entwicklung etwas langsamer verlaufen, hätte ich es vielleicht besser nachvollziehen können.

Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Es ist irgendwie typisch „Emilia und Jack“ und deshalb einfach mega.

An die Hörbuchsprecherin musste ich mich einige Zeit gewöhnen, da sie für mich persönlich etwas zu langsam gesprochen hat.

Alles in einem mochte ich das Buch sehr gern, vor allem ab der zweiten Hälfte und die Entwicklung von Emilia. Ich glaube, es lohnt sich sehr das Buch in der Print Version zu kaufen, denn Leas Illustrationen sind bezaubernd.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich mit dem Thema Angststörung und Depressionen auseinandersetzen möchte.

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Veröffentlicht am 24.10.2021

Wunderschöne und witzige Friends-to-Lovers Geschichte

15 Gründe, dich zu hassen
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"Der Sommer, in dem du drei Wochen mit deiner Familie weg warst, war der schlimmste meines Lebens. Ein einziger Tag ohne dich ist der absolute Horror."


"15 Gründe, dich zu hassen" hat mich alleine vom ...

"Der Sommer, in dem du drei Wochen mit deiner Familie weg warst, war der schlimmste meines Lebens. Ein einziger Tag ohne dich ist der absolute Horror."


"15 Gründe, dich zu hassen" hat mich alleine vom äußeren direkt gecatcht. Das Cover ist wunderschön und ich bin etwas traurig, nur das eBook zu haben. Ich glaube, als Klappenbroschüre ist es noch viel hübscher. Aber auch der Titel hat mich sehr angesprochen. Er schreit einfach schon nach High-School Liebeskomödie und genau das versprach auch der Klappentext.

Tja, was soll ich sagen - Ana hat genau meinen Humor getroffen. An einer Stelle im Buch musste ich sogar so stark lachen, dass mir die Tränen kamen. In letzter Zeit habe ich bei Büchern zwar hin und wieder schmunzeln müssen, aber SO stark lachen? Nein. Das kam lange nicht mehr vor. Dieser Humor ist es auch, der das Buch so besonders macht.

Ich liebe ja Friends-to-Lovers Geschichten und diese hier ist wieder einmal besonders schön. Tyler und Alice harmonieren so gut miteinander, dass man manchmal schon fast neidisch wird. Auch die Nebencharaktere gefielen mir richtig gut und ich habe sie allesamt in mein Herz geschlossen. Ich mag auch die Grundidee mit den 15 Gründen, auf die das Buch aufbaut, sehr.

Die im Klappentext angesprochenen Dates waren mega! Ich hätte stundenlang darüber lesen können. Ana hat sie total gut und witzig beschrieben.



Es gibt einen einzigen Punkt, den ich an diesem Buch nicht geliebt, sondern "nur" gemocht habe. Das war (leider) die sehr aprubte Konfliktauflösung. Alice war zurecht sehr wütend auf Tyler. Natürlich hätte sie ihn eher anhören können, aber für mich hat am Ende genau dieses klärendes Gespräch gefehlt. Es geht mir gar nicht unbedingt um den total süßen "Ich hab dir verziehen"-Kuss, sondern um diesen immensen Sprung von sauer auf "ich höre mir an, warum er es getan hat". Um am Ende dann doch nicht darüber zu sprechen. Ich weiß immer noch nicht, warum Tyler das Projekt nicht abgegeben hat. Hat er es vergessen? Oder hatte er Angst? Ich finde es sehr schade, dass das nicht mehr erwähnt wurde.

SPOILER ENDE


FAZIT:
Ich hätte gern eine Verfilmung dieser Geschichte. Die Szenen waren beim Lesen klar vor meinen Augen und ich würde einen Film genauso lieben wie dieses Buch. Es ist witzig, total süß und wunderschön zu lesen.


Danke an netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinträchtigt in keiner Weise meine Rezension zu dem Buch (es ist wirklich MEGA - glaubt mir das!).

15Gründedichzuhassen

NetGalleyDE

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Veröffentlicht am 06.09.2021

New Adult Highlight!

What if we Drown
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Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass „What if we drown“ von Sarah Sprinz eine der schönsten New Adult Lovestorys ist, die ich jemals gelesen habe. Für mich hat bei diesem Buch von vorne bis hinten wirklich ...

Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass „What if we drown“ von Sarah Sprinz eine der schönsten New Adult Lovestorys ist, die ich jemals gelesen habe. Für mich hat bei diesem Buch von vorne bis hinten wirklich alles gestimmt. Nicht zu vergessen der Schreibstil, den ich wirklich sehr liebe!

Laurie und Sam sind beide Medizinstudenten und lernen sich in der Uni kennen. Das ganze Setting rund um die Uni und Lauries neuem Zuhause war sehr detailliert beschrieben, sodass ich beim Lesen ein klares Bild vor Augen hatte. Die Kulisse in Kanada ist einfach wunderschön!

Die Beziehung zwischen den Protagonisten war durch das, was in der Vergangenheit passiert war einerseits sehr dramatisch. Andererseits war sie auch sehr authentisch und emotional.

Ich habe das Buch schon vor längerem gelesen und noch immer fehlen mir ein wenig die Worte, um zu beschreiben, wie sehr ich es gemocht habe. Deshalb schließe ich hier mit: Bitte lest das Buch und seht es selbst!

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Veröffentlicht am 06.09.2021

Schwächer als die Vorgänger

Celestial City - Akademie der Engel
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Der dritte Teil beginnt dort, wo der zweite Teil aufgehört hat, weshalb ich sofort wieder in das Buch hineingefunden habe. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und ich mag die Geschichte rund um die ...

Der dritte Teil beginnt dort, wo der zweite Teil aufgehört hat, weshalb ich sofort wieder in das Buch hineingefunden habe. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und ich mag die Geschichte rund um die Celestials nach wie vor sehr gern. Deshalb habe ich mich sehr auf den dritten Band gefreut.

Allerdings habe ich mich mit diesem Teil ein wenig schwer getan. Auf der einen Seite habe ich die Geschichte wirklich sehr gern gelesen und fand es durchaus spannend. Auf der anderen Seite fehlte mir an vielen Stellen der Tiefgang, der mich gänzlich hätte abtauchen lassen. Besonders in der ersten Hälfte hatte ich Probleme mit der Darstellung von Brielles psychischer Verfassung. Die Art wie hier ihre Depressionen dargestellt wurden, empfand ich als unrealistisch und unauthentisch. Ich finde es sehr gut, wenn das Thema in Büchern behandelt und aufgegriffen wird, allerdings haben mich Sätze wie „Ich spritze mir Wasser ins Gesicht und versuchte, die grässliche Depression abzuschütteln, die mich runterzog“ ziemlich gestört. Für mich klang das zu sehr nach „Ich schnippe mit den Fingern und meine Depressionen sind weg“ und so funktioniert die Krankheit nun mal nicht.

Die Charaktere haben für mich aber viel rausgerissen. Ich mag sie einfach sehr gern und besonders die Storyline mit einem Engel hat mir besonders gut gefallen. Die Nebenfigur Rakshah wurde zu Beginn des Buches eingeführt und ich habe sie fast direkt in mein Herz geschlossen.

Den zweiten Teil des Bandes fand ich auch viel besser als den ersten, um ehrlich zu sein. Auch hier hätte ich mir teilweise mehr Tiefe gewünscht, besonders in spannenden Szenen, die für mein Empfinden einfach zu schnell vorbei waren, aber insgesamt fand ich die Geschichte hier runder.

Wie bereits erwähnt stehe ich im Zwiespalt mit der Reihe. Ich werde den vierten Band auf jeden Fall noch lesen, um das Ende zu erfahren, aber ich hoffe sehr, es wird mehr Details geben. Der erste Teil der Reihe war für mich bei weitem der Beste, weshalb ich die Hoffnung noch nicht aufgebe.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich das Buch wirklich sehr gern gelesen habe, aber eben noch viel gefehlt hat, damit es ein Highlight wäre.

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Veröffentlicht am 06.09.2021

Spannender Thriller, aber etwas schwächer als der Vorgänger

Die Karte
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Nachdem ich „Der Fahrer“ von Andreas Winkelmann gelesen und geliebt habe, war mir klar, dass ich den Nachfolgeband „Die Karte“ auch lesen möchte. Im vierten Teil der Kerner und Oswald Reihe hat Winkelmann ...

Nachdem ich „Der Fahrer“ von Andreas Winkelmann gelesen und geliebt habe, war mir klar, dass ich den Nachfolgeband „Die Karte“ auch lesen möchte. Im vierten Teil der Kerner und Oswald Reihe hat Winkelmann erneut eine aktuelle Thematik herangezogen und kritisch beleuchtet.

„Die Karte“ behandelt die Thematik von Laufapps bzw. Laufcommunitys, in denen die persönlichen Laufstrecken mit der Öffentlichkeit geteilt werden. Dies nutzt der Täter zu seinem Vorteil aus. Denn so kann er nachverfolgen, welche Strecken die Opfer am liebsten laufen. Wo sie an welchen Tagen sind. Das Buch spielt kurz nach der Corona-Pandemie und greift ebenfalls die angespannte Lage zwischen der Bevölkerung und der Polizei auf.

Die Fälle waren super spannend und auch der Schreibstil war mal wieder klasse! Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte richtig mitfiebern. Bis zur Auflösung wusste ich nicht, wer die Tat begangen hat, was es umso spannender gemacht hat. Die verschiedenen Sichten fand ich großartig, auch wenn ich teilweise nicht recht wusste, wie sie miteinander zusammenhängen, haben sie später ein klares Bild ergeben. Sehr ergriffen hat mich auch der Tod eines Charakters, den ich sehr gemocht habe.

Ich habe mich sehr darauf gefreut, wieder von den Charakteren Kerner und Oswald zu lesen. Leider kam die Beziehung zwischen den Beiden in diesem Teil für mich persönlich etwas zu kurz. Da hätte ich mir ein wenig mehr Dynamik zwischen ihnen gewünscht. Teilweise schien mir Kerner auch ein wenig aus seiner Rolle zu fallen – das waren nur ein paar wenige Stellen, an denen er mir nicht ganz authentisch erschien.

Insgesamt fand ich den vierten Teil etwas schwächer als seinen Vorgänger, aber absolut lesenswert und sehr spannend! Ich kann das Buch jedem Thrillerfan nur ans Herz legen.

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