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Veröffentlicht am 06.02.2025

Eine Dorfgemeinschaft in Aufruhr - kurzweilig und unterhaltsam, aber etwas altbacken

Vielleicht hat das Leben Besseres vor
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Pastorin Anna hat sich nach dem Scheitern ihrer Ehe in ihre niederrheinische Heimatgemeinde Alpen zurückgezogen. Ein tragisches Unglück erschüttert aktuell den Ort. Die fünfzehnjährige Raffaela, seit einem ...

Pastorin Anna hat sich nach dem Scheitern ihrer Ehe in ihre niederrheinische Heimatgemeinde Alpen zurückgezogen. Ein tragisches Unglück erschüttert aktuell den Ort. Die fünfzehnjährige Raffaela, seit einem Unfall in ihrer Kindheit geistig behindert, wurde bewusstlos aufgefunden und kämpft nun im Krankenhaus um ihr Leben. Was genau ist mit ihr passiert? Während die Gerüchteküche heftig brodelt und die Polizei ermittelt, wird auch Anna in den Fall involviert: Raffaeles Mutter Heike ist eine alte Bekannte und ehemals gute Freundin ihrer Schwester Maria. Ob Anna dazu beitragen kann, die Wahrheit herauszufinden?

Autorin Anne Gesthuysen erzählt meist chronologisch und überwiegend aus Annas Sicht von den Entwicklungen im Dorf. In Rückblenden schildert sie zudem von wichtigen Ereignissen aus Raffaelas und Heikes Leben. Der Sprachstil ist einfach und direkt, wirkt manchmal aber wenig elegant und sogar etwas plump. So wird während einer gefühlvollen Liebesszene beispielsweise das witzige, aber für mich völlig unpassende und jede romantische Stimmung zerstörende Wort „knödeln“ verwendet.

Sehr viele verschiedene Persönlichkeiten leben im Dorf, daher kommt es zwangsläufig oft zu Konflikten. Wenn es aber wirklich wichtig ist, hält man hier trotz aller Differenzen fest zusammen, was mich beeindruckt hat. Die Figuren haben wenig Tiefe, zeigen sich recht klischeehaft, fast holzschnittartig. Da gibt es u.a. die superpatente, umtriebige und sehr lebenskluge Großtante, die Adlige mit Standesdünkel, die frechen Hunde, die für allerlei Verwirrung sorgen, einen schwulen Postboten namens Martinchen, die allzu neugierige und humorlose Pfarrhaushälterin oder die woke, hochsensible FSJlerin als Vertreterin der jungen Generation.

Wie schon der Vorgänger, konnte mich auch dieser Roman leider nicht ganz überzeugen. Zwar hat mich das Hauptthema, Raffaelas Geschichte, durchaus angesprochen. Dieses steht aber nicht so im Mittelpunkt, wie ich mir das gewünscht hätte, wird von vielen Nebensträngen überlagert und erdrückt. Vielleicht ist das auch die große Schwäche des Buchs. Der Roman streift so viele Themen, setzt aber keine Schwerpunkte. So ist die Geschichte letztlich nichts Halbes und nichts Ganzes, alles und nichts: eine Familiengeschichte, eine Tragödie, eine Komödie und ein Krimi, wie das Drehbuch zu einer Fernsehserie, das kaum ein Klischee auslässt. Dass viele Informationen über die Figuren mehrfach wiederholt werden, hat mich etwas irritiert. So werden Personen erneut vorgestellt, obwohl sie bereits in Erscheinung getreten sind.
Der Roman ist durchaus unterhaltsam. Ich mochte den Zusammenhalt im Dorf und dass Themen nicht einseitig, sondern aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Unterm Strich vermisste ich aber echte Originalität, Substanz und feinsinnigen Humor und empfand die Geschichte als etwas trutschig, altbacken und wenig geistreich. Zweifelsohne eine passende, stimmige Fortsetzung für „Wir sind schließlich wer“, mir persönlich haben aber die früheren Bücher der Autorin besser gefallen.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Eine traumhafte Freundschaft und allerlei Gefühlsverwirrungen - ansprechend gestaltete Gute-Laune-Geschichte für Mädchen

PS: Du bist ein Traum! (PS: Du bist die Beste! 5)
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Lore und Emma schreiben wieder. Lore hatte in der Nacht einen höchst seltsamen, intensiven Traum, der sie so beunruhigt und verwirrt, dass sie sogar zu Hause bleiben darf. Von diesem Traum berichtet sie ...

Lore und Emma schreiben wieder. Lore hatte in der Nacht einen höchst seltsamen, intensiven Traum, der sie so beunruhigt und verwirrt, dass sie sogar zu Hause bleiben darf. Von diesem Traum berichtet sie ihrer Freundin Emma. Auch Emma fühlt sich gerade nicht wohl und muss nicht in die Schule. So hat sie Zeit, Lore, was ihr kompliziertes Gefühlswirrwar mit ihrem Schwarm Alex betrifft, auf dem Laufenden zu halten. Und dann wartet noch eine besondere Überraschung auf die beiden Mädchen. Gut, dass Emma und Lore sich alles anvertrauen und sie sich so doppelt gemeinsam freuen können.

Die Geschichte wird hauptsächlich in Form von Briefen erzählt, nur an einer Stelle unterhalten sich die Freundinnen über Textnachrichten. Emma und Lore schildern sich gegenseitig, was bei ihnen gerade los ist. Die Sprache ist dabei direkt, erfrischend humorvoll und flüssig. Die Wortwahl wirkt sehr authentisch und echt, man hat den Eindruck, die Schreiberinnen sind wirklich Teenagerinnen. Besonders ansprechend ist die äußere Gestaltung und das Layout. Immer wieder sind Wörter in besonderer Schriftart oder anderem Druck hervorgehoben. Viele kleine, lustige, unterhaltsame und treffende Illustrationen lockern die Seiten auf. So ist das Text-Bildverhältnis ausgewogen und auch Wenigleserinnen fühlen sich nicht überfordert und abgeschreckt, sondern werden im Gegenteil zum Lesen motiviert.
Das Buch richtet sich hauptsächlich an Mädchen ab elf Jahren.

Zwei Freundinnen, ihre Familien und ihre Bekannten stehen im Fokus des Buchs. Alle wichtigen Personen werden auf den ersten Seiten mit Bild und kurzem Text vorgestellt. Da sind natürlich zunächst die Hauptfiguren Emma und Lore, die alles teilen und gemeinsam durch Dick und Dünn gehen. Auch Emmas Umzug von Kiel nach Rosenheim hat es nicht geschafft, die beiden über die Distanz voneinander zu entfremden. Lores und Emmas Eltern sind trotz der nicht ganz einfachen Beziehungssituaion - Emmas Mutter ist verstorben, ihr Papa hat mit Ruth eine neue Partnerin, Lores Eltern leben getrennt - immer für ihre Töchter da und bringen viel Verständnis für sie auf. Emma hat nun auch einen Stiefbruder, Leon, mit dem sie sich wie mit ihrer Stiefmutter blendend versteht. Und dann gibt es noch Aiko und Alex, die die die Herzen der Mädels ganz schön in Aufruhr bringen. Die Freundinnen haben eine gemeinsame Leidenschaft für Musik, mit der sie einiges verarbeiten können.

Frech und witzig erzählt das Buch von den Sorgen zweier Teenagerinnen. Und trotz aller Irritationen und Komplikationen wird alles manchmal plötzlich ganz leicht, nachdem es anfangs so schwer schien. Die Freundinnen spüren ganz intensiv, wie sich Glück anfühlt und man freut sich beim Lesen mit ihnen. Meine mittlerweile dreizehnjährige Tochter ist seit dem ersten Band süchtig nach der Reihe. Ich als Neuling habe bei all den Entwicklungen, den verschiedenen Personen und Konstellationen teilweise doch den Überblick und den Faden verloren. Auch war es für mich nicht immer einfach, Traum und Realität zu unterscheiden. Ich bin aber auch nicht Teil der Zielgruppe.
Allen Fans der Reihe wird der herrlich leichte, kreativ und motivierend gestaltete Feel-Good-Briefroman garantiert ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Menschliche Abgründe und dunkle Wahrheiten - ein atmosphärischer Spannungsroman

Die blaue Stunde
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„In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt, aber Freundschaft ist doch ebenfalls Liebe, oder? Und manchmal auch eine Art von Krieg.“

Die Künstlerin Vanessa Chapman lebt nicht mehr, doch ihre Werke genießen ...

„In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt, aber Freundschaft ist doch ebenfalls Liebe, oder? Und manchmal auch eine Art von Krieg.“

Die Künstlerin Vanessa Chapman lebt nicht mehr, doch ihre Werke genießen weiterhin große Beachtung. Als in einer Skulptur Chapmans menschliche Knochen entdeckt werden, versucht James Becker, der als Kurator eine Ausstellung der Künstlerin betreut, herauszufinden, was es mit den Knochen auf sich hat. Er besucht Grace, die Nachlassverwalterin Vanessa Chapmans. Diese lebt auf Chapmans Anwesen auf einer Insel, die den Gezeiten unterworfen ist und nur zu bestimmten Zeiten für die Außenwelt erreichbar ist. Ob Grace die Wahrheit kennt?

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Es wird geschildert, was James Becker bei seinen Recherchen erlebt und erfährt. Zudem werden verschiedene Rückblenden eingeschoben: persönliche Erinnerungen der Nachlassverwalterin Grace und von James, sowie Tagebucheinträge der Künstlerin Vanessa Chapman selbst und Presseartikel. Nach und nach werden dabei Zusammenhänge aufgedeckt. Es wird klar, was wirklich geschah und welche Auswirkungen die Vergangenheit auf die aktuellen Entwicklungen hat.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und flüssig und schafft eine besondere düstere, unheimliche Stimmung, sehr passend zum Cover.

Nicht nur die Künstlerin Vanessa scheint von Geheimnissen umgeben. Auch alle weiteren beteiligten Personen haben ominöse Seiten: James, der von Vanessas Werken auf magische Weise angezogen wird, seine Frau, die vorher mit James besten Freund liiert war, Vanessa, die verschiedene widersprüchliche Persönlichkeiten gehabt zu haben scheint, und Grace, die Vanessa so treu zur Seite stand und ihre ganz eigene, tragische Geschichte zu erzählen hat. Wem kann man als Leser da eigentlich trauen?

Der mysteriöse Knochenfund gibt viele Rätsel auf, zieht weite Kreise und erzählt eine dichte Geschichte von Liebe, Hass, Eifersucht, Verlust, Traumata, Verletzungen, Opfern und Tätern, menschlichen Abgründen und finsteren Geheimnissen. Kein Gänsehautpsychothriller, aber ein raffiniert und ansprechend erzählter, atmosphärischer Spannungsroman voller Wendungen, der nach und nach seine spezielle Wirkung entfaltet. Der Schauplatz, eine Gezeiteninsel, die regelmäßig von der Außenwelt abgeschnitten ist und die spannungsgeladene Personenkonstellation ergänzen sich perfekt. Ein Roman mit viel Zündstoff, der aber auch zum Nachdenken bringt. Mich hat „Die blaue Stunde“ rundum gepackt und sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Knallbunte, unterhaltsame Rekordwundertüte zum Staunen

Guinness World Records - 2025
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Ein Buch, ganz viele sportliche, beeindruckende, unglaubliche, spektakuläre, originelle, witzige und verrückte Rekorde. Das Guiness-Buch der Rekorde feiert dieses Jahr seinen siebzigsten Geburtstag. Daher ...

Ein Buch, ganz viele sportliche, beeindruckende, unglaubliche, spektakuläre, originelle, witzige und verrückte Rekorde. Das Guiness-Buch der Rekorde feiert dieses Jahr seinen siebzigsten Geburtstag. Daher gibt es 2025 eine ganz besondere Ausgabe des Rekordbuchs, die Platin-Edition.
Nach einem Inhaltsverzeichnis, einer kurzen Einführung, einem Willkommensgruß und einem mehrseitigen Spezial zur Geschichte der Guinessbuchrekorde finden sich auf über 200 Seiten die verschiedensten Rekorde aus den Bereichen Naturwunder, Menschen, Rekordkunde, Entdeckerclub, Wissenschaft und Technik, Kids, Medien und Kunst und Sport. Unter der Rubrik „Icon“ werden verschiedene rekordhaltende Persönlichkeiten jeweils auf einer Doppelseite präsentiert. Zum Schluss gibt es noch eine Kurzvorstellung der allerneuesten Rekorde, ein alphabetisches Register und eine Kurzbeschreibung der beteiligten Fachberater.
Alle Seiten zeigen viele bunte Fotos und andere Bilder und berichten in zahlreichen einzelnen, kurzen Texte über verschiedene Bestleistungen zum jeweiligen Thema. Die Texte sind prägnant und meist verständlich formuliert, enthalten aber auch einige Fremdwörter. Das Buch richtet sich an Kinder ab neun Jahren, aber auch an Erwachsene.

Welches ist der schwerste Raubvogel? Wie heißt das älteste Kochbuch, wie der schnellste Mensch der Welt? Wer hat die größte Barbiesammlung? Wer hat innerhalb von einer Minute den meisten Wasabi gegessen?
Von eher, klassischen konventionellen Rekorden bis hin zu völlig schrägen Aktionen. Es gibt hier nichts, was es nicht gibt. Langweilig wird es mit diesem knallbunten Wundertütenbuch garantiert nicht. Sicher spricht die abwechslungsreiche, farbenfrohe und sehr interessante Gestaltung auch neugierige Wenigleser an. Die Seiten sind so prall gefüllt, da kann man gar nicht alles auf einmal lesen und findet sicher immer wieder etwas Neues. Manche Bilder sind wirklich sensationell beeindruckend, andere haben gleichermaßen einen Faszinations- und Ekelfaktor und man schaut sie lieber nicht so genau und lange an. Auch wenn mein elfjähriger Sohn nicht alle Themen und Seiten ansprechend findet - manche sind ihm zu überfrachtet, grell und unübersichtlich- können er und seine Geschwister von dem Buch gar nicht genug bekommen. Sie nehmen es immer wieder zur Hand, um es anzuschauen. Die völlig verrückten Fakten sind eine kurzweilige Unterhaltung und bieten allerhand zum Schmunzeln und Staunen. Man kann aber beim Schmökern durchaus auch seine Allgemeinbildung vertiefen. Das ideale Geschenk für alle neugierigen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sich für die Welt, ihre Wunder und ihre Verrücktheiten interessieren.

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Veröffentlicht am 01.01.2025

Kleine künstlerische Auszeit mit Überraschungseffekt für alle Disneyfans

Disney - Malen nach Zahlen: Classics
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Im hektischen Alltag mit seinen vielfältigen Anforderungen und Pflichten fällt es oft schwer, sich mit voller Aufmerksamkeit auf einzelne Dinge zu konzentrieren. Warum nicht einfach mal, alles andere ausblenden ...

Im hektischen Alltag mit seinen vielfältigen Anforderungen und Pflichten fällt es oft schwer, sich mit voller Aufmerksamkeit auf einzelne Dinge zu konzentrieren. Warum nicht einfach mal, alles andere ausblenden und sich ganz bewusst Zeit für eine Tätigkeit nehmen? Dieses Buch regt dazu an, das auszuprobieren.

Auf den ersten Blick ist auf jeder der hundert Seiten kaum etwas zu erkennen. Viele wirre Linien, Flächen, Ziffern und Buchstaben sind darauf abgedruckt. Nur wer ganz genau hinschaut, kann erahnen, welche Motive die Seiten letztendlich zeigen werden.
Jedes Feld eines Bildes ist mit einem Buchstaben oder einer Ziffer versehen und muss dann in einer bestimmten Farbe eingefärbt werden. Auf der unteren Seite ist angegeben, welche Farben für welche Buchstaben und welche Ziffer verwendet werden. Maximal 20 verschiedene Farbtöne werden pro Seite benötigt.
Das Ausmalen der Bilder fordert etwas Ausdauer und Geduld, da ist man durchaus schon ein, zwei oder sogar noch mehr Stunden beschäftigt.
Die investierte Zeit lohnt sich aber definitiv: Während des Malens kann man wirklich ganz wunderbar abschalten und entspannen. Ich war überrascht, wie viel Spaß mir das Malen gemacht hat. Ich hätte noch viel länger weitermachen können. Das liegt vor allem daran, dass sich erst nach und nach ein Motiv entwickelt und man einfach nicht aufhören kann, bis das Bild fertig ist. Die fertigen Bilder sehen mit ihren verschiedenen Schattierungen in jedem Fall gut und professionell aus, auch wenn man eher grobmotorisch veranlagt und sonst kein großes Maltalent ist.
Alle „fertigen“ hundert Bilder in den richtigen Farben sind als Lösung im Anhang abgedruckt. Hier ist auch angegeben, aus welchem Film das Motiv stammt.

Obwohl wir sehr viele verschiedene Buntstiftesets besitzen, waren in unserem Haushalt längst nicht alle vorgesehenen Farben vorhanden. Wir mussten meist verschiedene Sets mischen und improvisieren. Aber auch, wenn man nicht exakt alle vorgegeben Farben verwendet, sind die Resultate trotzdem sehenswert. Gut fände ich aber, wenn z.B. über genaue Seriennummern eines Stifteherstellers angegeben wäre, welche konkreten Buntstifte man verwenden könnte.
Um die Stifte nicht zu verwechseln, empfiehlt es sich, vor Beginn unter die Farbfelder die Nummern der Stifte zu notieren, die man benutzt.
Meistens sind die anzumalenden Flächen und Felder klar zu erkennen. Teilweise sind sie aber so ungünstig und verwinkelt geschnitten, dass es nicht ganz einfach ist, den Überblick zu behalten und man nicht sicher ist, welche Farbe man nun genau verwenden muss. Ganz sicher kann man gehen, wenn man im Anhang auf dem Lösungsbild kontrolliert. Das verdirbt allerdings die Überraschung.
Am rechten Rand der Bilder, bzw. am linken Rand der rechten Bilder, gestaltet sich das Malen nicht so einfach, weil durch den Falz das Blatt nicht glatt ist und sich hebt. Die Bilder sind doppelseitig bedruckt und nicht heraustrennbar. Da das Papier dick ist, sieht man aber nichts durch, auch wenn die Rückseite bereits bearbeitet wurde.

Unterm Strich finde ich die vielfältige Auswahl der Motive abwechslungsreich und gelungen. Hier ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei und garantiert werden beim Malen mancher Bilder Kindheitserinnerungen geweckt. Mir gefällt besonders der Überraschungseffekt, dass zu Anfang nicht klar ist, was man gerade malt. Mich persönlich hat das Malen wirklich entspannt und ich habe es erfolgreich geschafft, konzentriert an der Sache dranzubleiben und alles andere für den Moment hintenan zu stellen. Daher kann ich das Buch trotz der kleinen dargelegten Schwächen allen Disneyfans und Leuten, die manchmal eine Pause und Auszeit brauchen, nur empfehlen. Auch größere, geduldige Kinder ab neun Jahren werden Spaß an diesem Buch haben.

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