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Veröffentlicht am 25.02.2017

Paper Princess konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Paper Princess
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Wo soll ich anfangen? Als ich die ersten Seiten las, hatte ich das Gefühl, das könnte was werden. Ella ist stark bzw. muss stark sein, da es das Schicksal mit ihr bisher nicht gut meinte. Mit Strippen ...

Wo soll ich anfangen? Als ich die ersten Seiten las, hatte ich das Gefühl, das könnte was werden. Ella ist stark bzw. muss stark sein, da es das Schicksal mit ihr bisher nicht gut meinte. Mit Strippen muss und musste sie sich das Geld verdienen. Die Arztrechnungen ihrer verstorbenen Mutter mussten schließlich bezahlt werden und nun natürlich auch die Miete und Essen. Nachdem sie ihre Mutter verloren hat, ist Ella auf sich allein gestellt. Sie möchte einfach nur ihren Abschluss machen.

Und hier kommen die Royals ins Spiel. Callum Royal sagt, ihr Vormund zu sein, holt sie da raus und stellt Ellas Leben komplett auf den Kopf. Er entführt sie in eine Welt, in der es an Geld nicht mangelt. Seine fünf Söhne, Gideon, Reed, Easton, Sebastian und Sawyer, empfangen sie allerdings alles andere als mit offenen Armen, unternehmen nichts, um ihr die Umgewöhnung leichter zu machen. Das Gegenteil ist der Fall. Und in der Schule sieht sie sich des Mobbings ausgesetzt. Nein, tauschen wollte ich mit ihr nicht, vielmehr hätte ich Ella am liebsten in den Arm genommen. Jedenfalls am Anfang. Irgendwann musste ich dann aber feststellen, dass das Gefühl verschwunden war. Es war einfach weg.

Die Euphorie, mit der ich am Anfang las, löste sich im Laufe der Geschichte in Luft auf. Den genauen Zeitpunkt kann ich nicht benennen, spätestens aber mit dem Waffenstillstand, aber eher davor.
Ich hatte irgendwie mehr bzw. etwas anderes von der Geschichte erwartet. Ich möchte aber klarstellen, dass ich kein Problem damit habe, mich mit etwas anderem auseinander zu setzen. Das kann ja auch etwas Gutes sein. Mit der Geschichte wurde ich aber nicht ganz warm und ja, ein gewisses Gefühl der Enttäuschung kann ich nicht bestreiten.

„Paper Princess - Die Versuchung“ glänzt nicht mit sympathischen und liebenswerten Charakteren. Nein, ganz sicher nicht. Für mich gab es eigentlich nur einen Lichtblick und das war Valerie. Ja gut, zu Beginn auch Ella. Im weiteren Verlauf konnte ich Ellas Entscheidungen/Reaktionen jedoch nur bedingt nachvollziehen.
Zu den anderen Charakteren konnte ich keinen richtigen Draht aufbauen. Sie waren für mich nicht richtig greifbar, insbesondere die Zwillinge. Lediglich den Zusammenhalt der Brüder fand ich spürbar.
Immer wieder habe ich mir gewünscht, in die Köpfe der Jungs sehen zu können, aber es ist ausschließlich Ella, die die Geschichte erzählt.

Zwischen Ella und Reed knisterte es. Ja, mag sein. Bei mir wollte aber der Funke einfach nicht springen, auch nicht, als sie sich dann näher kamen und Kleidung, nun ja, überflüssig wurde.

Positiv aufgefallen an dem Buch ist mir allerdings, was sich hinter der vorderen Klappe versteckt: die Silhouetten der fünf Royals und Ella. Es wirkt stimmig zum Buch.

Ich hätte gerne mehr Sterne vergeben, aber mehr wie 3 Sterne sind bei mir nicht drin.

Veröffentlicht am 11.02.2017

Diese Fortsetzung kann locker mit Teil 1 mithalten - unbedingt lesen

Under Your Skin. Bleib bei mir
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„Bleib bei mir“ kann locker mit „Halte mich fest“ mithalten. Welchen Teil ich besser finde? Zwingt mich bitte nicht, mich zu entscheiden. Ich kann es nicht. Beide Bücher sind auf ihre Art verschieden und ...

„Bleib bei mir“ kann locker mit „Halte mich fest“ mithalten. Welchen Teil ich besser finde? Zwingt mich bitte nicht, mich zu entscheiden. Ich kann es nicht. Beide Bücher sind auf ihre Art verschieden und eben auch auf ihre Art besonders.

Hier lernt man jetzt endlich Drea und Cujo besser kennen. Und wow. Drea und Cujo hatten es beide nicht leicht in ihrem Leben, aber jeder auf seine Art. Zu Cujo möchte ich nicht allzu viel verraten, aber sein familiäres Umfeld hat mir sehr gefallen.

Drea hingegen ist eine unglaublich starke Frau. Wie sie sich um ihre Mutter kümmert, dass sie ihr Leben nicht leben kann, wie sie will und mit welchen Sorgen sie zu kämpfen hat. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie lange ihr Körper das wohl mitmacht.

Hinzu kommt, dass Cujo und Drea da in eine Sache geraten sind, die sie in Gefahr bringt. Das ganze Ausmaß wird erst am Ende klar, auch wenn ich mir vorher schon das ein oder andere zusammenreimen konnte, insbesondere, was es mit der Frau auf sich hatte.
Die Recherchen und Ermittlungen laufen weitestgehend im Hintergrund ab. Drea hat sowieso viel zu viele andere Sorgen, als sich aktiv daran zu beteiligen. Diesen Thrill braucht die Geschichte auch gar nicht, da sie auch so genug Stoff bietet, bei dem Langeweile absolut keine Chance hat. Allerdings wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, birgt das natürlich auch einige Möglichkeiten, sich in Schwierigkeiten zu bringen.

Die Liebesgeschichte zwischen Cujo und Drea entwickelt sich nicht zu schnell, sondern lässt sich Zeit. Aber alles ist genau richtig so, wie es ist. Sie ist genauso schön wie die von Trent und Harper und greift nicht auf unnötige Dramatik zurück.

„Bleib bei mir“ zeigte einmal mehr, dass Freunde auch Familie sein können. Und durch den freundschaftlichen Zusammenhalt traf man so natürlich auch bereits bekannte Gesichter wieder, wobei ich jetzt mit Dred nicht unbedingt gerechnet hatte. Gefreut habe ich mich aber trotzdem.
Und im Gegensatz zu Cujo mochte ich Detektiv Carter, auch wenn er nie eine realistische Chance bei Drea hatte.

Sehr gut herausgearbeitet fand ich das Thema der Pflege von Angehörigen und was es für die Pflegenden bedeutet. Man sah deutliche, welche Kraft es Drea abverlangte, für ihre Mutter dazu sein.

Ich mag den Schreibstil von Scarlett Cole und den mehrfachen Perspektivenwechsel innerhalb eines Kapitels unglaublich gerne und freue mich schon, weitere Bücher von ihr zu lesen.

Was soll ich noch sagen? Klare Leseempfehlung natürlich und 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.02.2017

Ein Ende kann auch ein Anfang sein

Chasing Home – Mit dir allein
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Nachdem Lincoln vom Tod seines Vaters David erfahren hat (er hatte seit über 20 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm), fährt er ins ländliche Iowa, um an der Trauerfeier teilzunehmen. Womit Lincoln nicht ...

Nachdem Lincoln vom Tod seines Vaters David erfahren hat (er hatte seit über 20 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm), fährt er ins ländliche Iowa, um an der Trauerfeier teilzunehmen. Womit Lincoln nicht gerechnet hat, ist sein gutaussehender, aber launischer Stiefbruder Chase.
Im Gegensatz zu Chase freut sich Meg, seine Mutter und Davids Frau, ihn zu sehen und nimmt ihn freundlich auf.

Langsam nähern sich Lincoln und Chase an, doch ich hatte das Gefühl es war ein Schritt vor und zwei zurück. Dass Chases Stimmungsschwankungen Lincoln irgendwann wahnsinnig machten, war verständlich. Dieses Hin und her, für dessen Auslöser es nur ein falsches Wort brauchte, war bei mir kurz vor der Grenze, dass es mich genervt hätte.

Trotz des traurigen Anlasses, der der Grund für Lincolns Anwesenheit in Iowa war, gab es aber auch amüsante Szenen. Lincoln ist ein Großstadtjunge durch und durch und so benimmt er sich auch. Wenn ich an das Einfangen der Kühe oder den Ausritt denke, muss ich jetzt noch schmunzeln. Hätte ich die Szene im Wald nicht vor mir gehabt, hätte ich leicht auch davon ausgehen können, dass eine Prinzessin durch den Wald trampelt.

"Chasing Home - Mit dir allein" konzentriert sich sehr auf Lincoln und Chase. Als Nebencharakter, der eine größere Rolle hatte, kann ich nur Meg nennen. Alle anderen empfand ich nur als Randerscheinungen, was ich irgendwie auch schade fand. Aber Meg war toll, eine trauernde Witwe, aber doch auch eine liebenswerte Persönlichkeit.
Ach ja, David war natürlich auch sehr präsent, aber alles andere hätte mich auch gewundert.

Ich habe versucht, Chase zu verstehen. Nur bedingt ist es mir gelungen. Ich habe mir immer wieder gewünscht, dass auch aus seiner Sicht erzählt wird, aber "Chasing Home" wird ausschließlich von Lincoln aus der Ich-Perspektive erzählt.

Was die Liebesgeschichte zwischen den beiden betrifft, hat der Funke zwar gezündet, ist aber nicht übergesprungen. Ich weiß nicht, wie ich es genau beschreiben soll, aber ganz überzeugen konnten mich die Emotionen nicht.

"Chasing Home - Mit dir allein" hat mir gefallen, konnte mich aber aufgrund kleinerer Schwächen nicht ganz begeistern. Für mich sind es hier gute 4 Sterne.

Veröffentlicht am 05.02.2017

4,5 Sterne für eine Familie, die es in sich hat – langweilig wird es hier nicht

Bourbon Kings
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Ich muss zugeben, dass ich länger als gedacht gebraucht habe, um mich in der Geschichte zu Recht zu finden. Die Familie Bradford ist vielschichtig. Es wurden immer wieder Andeutungen gemacht, was bisher ...

Ich muss zugeben, dass ich länger als gedacht gebraucht habe, um mich in der Geschichte zu Recht zu finden. Die Familie Bradford ist vielschichtig. Es wurden immer wieder Andeutungen gemacht, was bisher alles passiert war, und ich war mir doch im Klaren darüber, dass das noch nicht alles gewesen war. Da die Szenen mitunter sehr schnell wechselten, brauchte ich am Anfang meine Zeit, die Informationen richtig einzuordnen. Aber nach den ersten 100/150-Seiten wurde das Bild dann klarer, auch wenn das Puzzle jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, noch nicht fertig ist. Es sind einige Fragen offen geblieben. Aber das ist in meinen Augen kein Problem, denn die Fortsetzungen dürften Antworten bringen. Das Lesen hat sich aber auf alle Fälle gelohnt.

Je mehr ich in das Geschehen eintauchte und verstand, umso mehr machte das Lesen dann Spaß. Und wenn ich dachte, es gibt eine kleine Verschnaufpause, kam etwas Neues ans Licht oder es passierte etwas, womit ich nicht rechnete. Und da gab es für mich einige Überraschungen.

Mir gefiel es, wie J.R. Ward die verschiedenen Charaktere, Handlungen und Entscheidungen miteinander verwoben hat. Die Geschichte ist komplex, dass hatte ich nach der Beschreibung erwartet. Nicht damit gerechnet habe ich allerdings damit, dass die Handlung nur ca. eine Woche umfasst. Aber auch in einer Woche kann sehr viel passieren.

Dass es bei einer Familie, die mit Bourbon handelt, an selbigem nicht mangelt, war mir klar. Ich hatte hier aber das Gefühl, dass er hier schneller floss als Wasser. Wie gut, dass man beim Lesen keine Alkoholvergiftung bekommen kann.

Die einzelnen Charaktere waren interessant und verschieden. Lizzie und Miss Aurora schloss ich zum Beispiel gleich in mein Herz, und Lane irgendwie auch. Edward mochte ich auch, auch wenn er etwas schwierig war. Abe das war verständlich, wenn man seine Vergangenheit betrachtet. Gin habe ich ab einem bestimmten Punkt nicht mehr verstanden und Chantal wollte ich nur noch auf den Mond schießen. Zu William Baldwine sage ich lieber nichts.

„Bourbon Kings“ ist anders als die Bücher, die ich bisher von J.R. Ward gelesen habe. Aber anders gut. Von mir gibt es hier 4,5 Sterne und nun ich bin gespannt, was hier noch alles kommen mag.

Veröffentlicht am 29.01.2017

Verdiente 5 Sterne - besser als sein Vorgänger

Trust Again
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Meine Gedanken, bevor ich einen zweiten Band einer Reihe lese, sind immer, ob er sich mit dem ersten Band messen kann. Wird er mithalten können? Gefällt er mir weniger? Oder ist er gar besser? Die Messlatte ...

Meine Gedanken, bevor ich einen zweiten Band einer Reihe lese, sind immer, ob er sich mit dem ersten Band messen kann. Wird er mithalten können? Gefällt er mir weniger? Oder ist er gar besser? Die Messlatte war bei mir schon hoch, aber „Trust Again“ muss sich nicht hinter seinem Vorgänger verstecken. Nein, mir gefällt die Geschichte um Dawn und Spencer sogar noch viel besser.

Denn ich mochte Dawn und Spencer unglaublich gerne. Schon in „Begin Again“ habe ich sie in mein Herz geschlossen, obwohl einige Informationen zurückgehalten wurden. Und hier, endlich, wurde Licht in die Vergangenheit von Dawn und Spencer gebracht. Genau wie Allie und Kaden haben sie eine Vergangenheit, die nach und nach gelüftet wird. Ob man mit so etwas rechnet? Ich jedenfalls nicht.

Dabei war Dawn für einige Überraschungen gut. Hier hat mir insbesondere ihr heimliches Hobby gefallen und wie es in die Geschichte eingearbeitet wurde. Aber als passionierte Leserin war es da auch nicht schwer, mein Herz zu erobern.

In „Begin Again“ wollte ich mehr über Dawn erfahren und was ihr passiert ist. Hier ist es nun Swayer, was ich im Übrigen nie für möglich gehalten hätte, die nun meine Neugier weckt. Swayer habe ich bisher nicht gerade in mein Herz geschlossen. Ich war eigentlich mehr genervt von ihr, wenn ich es beschreiben müsste. Aber in „Trust Again“ lernt man sie nun von einer völlig anderen Seite kennen, wo ich nun sage, ich möchte mehr über sie erfahren.

Etwas schade fand ich allerdings, dass Isaac ab einem bestimmten Punkt quasi von der Bildfläche verschwand, als wäre er plötzlich aus der Geschichte ausgeschnitten und erst am Ende wieder eingeklebt worden. Aber ich rede mir ein, dass es dafür bestimmt einen Grund gab.

„Trust Again“, der Titel bringt es im Übrigen auf den Punkt, bekommt von mir 5 Sterne.