Platzhalter für Profilbild

Icedragon

Lesejury Star
offline

Icedragon ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Icedragon über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2025

Als Mama kann man alles schaffen

BLUEY – Meine Mum ist die Beste
0

Wenn man die Serie "Bluey" kennt, dann denkt man auch immer an die Familie. Die Mutter von Bingo und Bluey, Chilli, nimmt einen wichtigen Platz ein. Denn Mum versorgt ihre beiden Mädchen nicht nur mit ...

Wenn man die Serie "Bluey" kennt, dann denkt man auch immer an die Familie. Die Mutter von Bingo und Bluey, Chilli, nimmt einen wichtigen Platz ein. Denn Mum versorgt ihre beiden Mädchen nicht nur mit dem Nötigsten, nein, sie spielt mit Ihnen, löst Probleme, spielt Mama-Taxi, liest Geschichten vor und noch vieles mehr.
Genau deshalb beschreiben Bluey und Bingo in diesem Buch, warum ihre Mum die beste ist.
Die vielen Beispiele kennt man aus der Serie und sie sind in einer spannenden Reihenfolge erzählt. Untermalt immer mit Bildern aus der jeweiligen Folge und hat damit Wiedererkennungswert. Die Text sind knapp gehalten und eignen sich schön zum Vorlesen für Kids ab 3 Jahre - mein 6-jähriger mochte die Geschichte aber auch sehr.
Was mir besonders gefiel war die Tatsache, dass hier beschrieben wurde, dass auch nicht immer alles glatt läuft - wie im richtigen Leben und dass man trotzdem Lösungen findet.
.
Ein wirklich schönes Buch aus der Reihe - nicht nur zum Muttertag - denn Mama sind nicht nur da die besten, sondern eigentlich immer.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2025

Lassen sie mich Arzt - ich bin durch

Staying Alive
0

"Staying Alive" ist kein Arztroman - nein es ist ein "Ärztinnenroman", denn die Hauptfigur Nicky ist nun mal Ärztin. Das ist aber nur eine kleine Spitzfindigkeit, denn wie ihre männlichen Kollegen auch, ...

"Staying Alive" ist kein Arztroman - nein es ist ein "Ärztinnenroman", denn die Hauptfigur Nicky ist nun mal Ärztin. Das ist aber nur eine kleine Spitzfindigkeit, denn wie ihre männlichen Kollegen auch, hat Nicky in der Rettungsstelle alle Hände voll zu tun und an manchen Tagen hilft einfach nur "am Leben bleiben". Ob das nun für Nickys Patienten gilt, oder für sie selbst muss der Leser entscheiden.



Mit viel Humor, der mich anfangs ein wenig an "Doktors Diary" erinnert hat, begleiten wir Nicky bei ihren ersten Tagen in der Rettungsstelle. Ab und an sogar in ihrem Privatleben, denn das sollen Ärzte angeblich auch noch haben hat man gerüchtehalber gehört.

Das die Autorin selbst der Ärzteschaft angehört, sind die beschriebenen Behandlungen gut und mit einigem Fachchinesisch erklärt. Das Fachchinesisch wiederum wird in Fußnoten für den Otto-Normal-Bürger noch einmal erläutert. An sich eine schön Idee, aber wenn die Fußnoten die Hälfte der Seite einnimmt, fühle ich mich eher in eine Facharbeit versetzt, als in einen Roman.

Ansonsten hat sich die Autorin mit einem Berliner Krankenhaus natürlich schon den Super-Gau an Schauplatz ausgesucht. In einem Provinzkrankenhaus hätte Nicky nicht annähernd so viel erlebt. Es gab auch eine Szene bei der ich dann gezweifelt habe, ob es wirklich so geht, aber das sei dahin gestellt und gestört hat es mich nicht, nur kurz überlegen lassen.

Ansonsten ist es ein sehr humoristisches Buch, das auch einige tiefgründigere Themen anreißt, denn die gehören zum Leben dazu, sind aber nicht bis ins letzte beleuchtet, was mir gefallen hat.



Alles in allem ist das Buch eine tolle Lektüre, bei der man schmunzeln kann und ab und an sogar was lernt. Ein paar kleine Schwächen gibt es, aber über die kann man hinwegsehen. Ich würde das Buch gern weiter empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2025

Packen und Tiefgründig

Lenas Freundin
0

Das Buch beginnt mit der Angst aller Eltern: Das Kind zu verlieren. So geschieht es bei Lena und ihrem Mann. Ihre Tochter Maria wird von dem Kindergarten angefahren und stirbt. Danach ist nichts mehr wie ...

Das Buch beginnt mit der Angst aller Eltern: Das Kind zu verlieren. So geschieht es bei Lena und ihrem Mann. Ihre Tochter Maria wird von dem Kindergarten angefahren und stirbt. Danach ist nichts mehr wie zuvor und während sich Robert in die Arbeit stürzt um sich abzulenken ist Lena zu Hause und vergeht im Kummer. Da kann nur ihre beste Freundin Theresa helfen.

Doch kaum ist die da, wird Lena immer komischer und sinnt auf Rache. Kann Robert seiner Frau helfen?



Der Thriller reißt den Leser mit - in die Untiefen der menschlichen Seele. Vieles ist verständlich, das eigene Kind zu verlieren allein schon eine Horrorvorstellung. Mit dem Fortgang der Handlung taucht der Leser immer tiefer ein und findet Sachen heraus, die vielleicht besser im Geheimen geblieben wären. Die Grenze zwischen dem was real ist und was vielleicht nicht, ist nicht immer ganz zu erkennen und wer sagt eigentlich die Wahrheit?

Wirklich tiefgründige Protagonisten, eine spannende Story, ganz nah am Leben - die perfekte Mischung um mich zu fesseln und das hat der Autor geschafft. Ich kann es euch nur empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2025

Drum prüfe, wer ein günstiges Haus kauft

Haus der langen Schatten
0

Der Online-Vlogger Kevin Taylor (wer hat da nicht an den Heimwerkerkönig gedacht ^^) kauf ein sehr günstiges Haus mit guter Substanz um es in 30 Tagen in Eigenarbeit wieder auf Vordermann zu bringen. Das ...

Der Online-Vlogger Kevin Taylor (wer hat da nicht an den Heimwerkerkönig gedacht ^^) kauf ein sehr günstiges Haus mit guter Substanz um es in 30 Tagen in Eigenarbeit wieder auf Vordermann zu bringen. Das ganze filmt er für seinen Video-Kanal und hoff auf den großen Sprung. Der steht auch greifbar nahe und doch läuft ab Tag 1 nichts so, wie er es sich erhofft hatte.

Ambrose Ibsen schafft mit dem "Haus der langen Schatten" ein wahrhaft gruseliges Ambiente. Wie oft habe ich gehofft, dass Kevin seinen gesunden Menschenverstand vor die Karriere stellt - aber ja, sonst wäre das Buch doch gleich zu Beginn beendet. Es hat für mich wirklich viele Stellen an denen gruselige Stimmung aufkommt und einen die Luft anhalten lässt (und innerlich aufatmen, dass das eigene Haus doch ganz anders ist). Daneben stehen Kevins handwerkliche Fähigkeiten und seine Beziehung zu seinem Vater im Fokus. Allgemein bekommen wir als Leser viel von Kevins Gedanken präsentiert.

Das Buch liest sich richtig gut, man kann es schlecht aus der Hand legen und wird von der Atmosphäre gefangen. Man lauscht automatisch auf das Kratzen in den Wänden oder die Stimmen im Haus und irgendwie ist dann auch das Ende da und man hofft einfach nur das Beste.



Ein tolles Buch für alle Spukhaus-Liebhaber ein Muss und auch für Horror-Einsteiger gut geeignet. Eine klare Leseempfehlung von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2025

Geschichte mal anders - aber keine leichte Kost

1177 v. Chr. – Eine Graphic Novel
0

Die Bronzezeit sagt vielen Menschen bestimmt etwas, aber genaueres darüber wissen die Wenigsten. Es ist auch schwierig diese Zeit zu vermitteln, da es wenige Quellen gibt und die meist in anderer Sprache ...

Die Bronzezeit sagt vielen Menschen bestimmt etwas, aber genaueres darüber wissen die Wenigsten. Es ist auch schwierig diese Zeit zu vermitteln, da es wenige Quellen gibt und die meist in anderer Sprache verfasst sind.

Daher fand ich die Idee sehr witzig sie in Form einer Graphik Novel darzustellen.



Sie basiert auf Eric. H. Clines gleichnamigem Bestseller, in dem er die möglichen Ursachen für den Zusammenbruch der frühen Zivilisationen des östlichen Mittelmeerraums untersucht. Und damit geht es los. Es werden fast 400 Jahre beleuchtet, was eine Menge an Informationen und Namen mit sich zieht, was für den Historiker schon eine sehr mühsame Sache darstellt, für den Laien, was der Ottonormal Leser nun mal ist kann es überwältigend wirken, ja vielleicht auch abschreckend. Zum Glück ist diese Graphic Novel deutlich umfangreicher als andere und nimmt sich den Raum auch Zusammenhänge zu erklären. Sie in einem Rutsch durchzulesen kann ich mir allerdings nicht vorstellen.

Interessant für mich: Ich wusste - Geschichte wiederholt sich, aber dass die Themen wie Klimawandel und Migration auch damals schon so aktuell waren, war mir nicht mehr bewusst.

Trotz der gewählten Darstellungsform keine leichte Kost.



Die grafische Umsetzung soll nicht vergessen werden, denn die ist wirklich genial. Solch ein komplexes Werk in Bilder zu fassen, stelle ich mir nicht einfach vor. Dabei geht es selten über Erdtöne hinaus, aber genau das passt so wunderbar und macht die Geschichte lebendig und für den Leser greifbarer.


Alles in allem eine wirklich gelungene Graphic Novel, die einen interessanten Teil der Menschheitsgeschichte beleuchtet. Es ist immer schwer so komplexe Themen auf einen übersichtlichen Platz zu erklären. Das ist gelungen, man fühlt sich aber dennoch an manchen Stellen erschlagen von Daten und Informationen. Grafisch ist das Werk klasse und es passt alles zueinander. Wer sich traut, der wird nicht enttäuscht, aber man sollte Pausen einlegen um nicht unterzugehen wie die Völker am Mittelmeer.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere