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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.12.2025

Sci-Fi ohne Aliens

Das Ganymed-Fragment
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Wenn man an Science Fiction denkt, dann denkt man doch automatisch auch an Aliens. Doch die findet man hier nicht. Dafür findet man sich im Jahr 2225 wieder - die Menschheit hat sich im Sonnensystem ausgebreitet ...

Wenn man an Science Fiction denkt, dann denkt man doch automatisch auch an Aliens. Doch die findet man hier nicht. Dafür findet man sich im Jahr 2225 wieder - die Menschheit hat sich im Sonnensystem ausgebreitet - auf der Erde spielt die Handlung nicht, sondern auf einem Jupitermond bzw. auf einer Station, die die Erze auf dem Mond fördert.

Während Mitarbeiter eine neu entdeckte Höhle erkunden, gibt es einen Todesfall, der einigen merkwürdig erscheint. Aus diesem Grund kommt Alan Bishop als Ermittler auf die Station und steckt bald in deutlich mehr als nur einem Mordfall.

Das Szenario ist wirklich futuristisch aber nicht saubergeleckt, wie in anderen Sci-Fi Bücher. Da wird noch gearbeitet und es ist nicht alles eitel Sonnenschein. Die Figuren haben Ecken und Kanten und fast alle ihre Geheimnisse. Sie öffnen sich dem Leser auch erst spät, was aber überhaupt kein Problem ist, denn das Buch ist spannend geschrieben und nimmt einen mit. Der Ermittler stellt unangenehme Fragen und zeigt dem Leser, dass es auch in der Zukunft eher nicht besser wird. Am Ende weiß man auch nicht mehr sicher, wem man trauen soll. Am Ende war ich froh, dass das Buch nicht mit einem Cliffhanger, aber mit Aussicht auf einen weiteren Band endet.

Wer also Sci-Fi liebt und nicht unbedingt spektakuläre Weltraumkämpfe, sondern auch mal was zum Nachdenken braucht, der ist bei dem Buch goldrichtig.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Tolle Fortsetzung

InvestiGators (Band 4) – Angriff der Mega-Krabbler
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Wir waren bereits von den ersten Bänden begeistert (wobei die Geschichte zwar etwas nachgelassen hat, aber immer noch sehr spannend ist).

Darum geht es: Die Ermittler Mango und Robo-Keck sollen Verbrecher ...

Wir waren bereits von den ersten Bänden begeistert (wobei die Geschichte zwar etwas nachgelassen hat, aber immer noch sehr spannend ist).

Darum geht es: Die Ermittler Mango und Robo-Keck sollen Verbrecher daran hindern sich zu verbünden - und genau dabei entsteht ein einziges Chaos, das wieder mit sehr viel Humor daher kommt. Neben den tollen Ermittlern gibt es auch viele Nebencharaktere, die aber mindestens genauso spannend und lustig sind und auch der Cliffhanger vom 3. Band wird aufgelöst - allerdings gibt es direkt einen neuen. Der hat aber nichts mit den Riesenameisen zu tun, die wir auf dem Cover zu sehen bekommen.

Der Fall ist richtig spannend, die Illustrationen sind cool und im gewohnten Stil der ersten 3 Bände. Wir können ihn als Fortsetzung also wirklich empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Tolle aber anspruchsvolle Geschichte

Eliot Holtby und das Universum der Vergangenheit
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Wenn man das Buch in die Hand nimmt, ist man erst einmal begeistert, wie toll es aussieht. es fühlt sich auch gut an. Alle abgebildeten findet man in der Geschichte wieder in die man direkt hineingeworfen ...

Wenn man das Buch in die Hand nimmt, ist man erst einmal begeistert, wie toll es aussieht. es fühlt sich auch gut an. Alle abgebildeten findet man in der Geschichte wieder in die man direkt hineingeworfen wird.

Elliot Holtby hat die ersten 12 Jahre seines Lebens ruhig mit seinem Mentor und seinen Freunden beim Zirkus verbracht, doch dann wird ihm eröffnet, dass er magische Fähigkeiten hat und eigentlich die Welt retten muss. Von jetzt auf gleich ändert sich sein Leben drastisch. Er erfährt, dass er eine Tante hat und kommt auf eine magische Schule, lernt neue Freunde kennen und stürzt sich dann richtig ins Abenteuer.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich im Buch angekommen war. Es sind viele Figuren und es geht auch schnell sehr turbulent zu. Mit der Zeit kann man eine Beziehung zu den Handelnden aufbauen, aber irgendwie waren sie für mich schwer greifbar.

Auch der Text liest sich nicht immer flüssig - es gibt viele Schachtelsätze und auch die Perspektivwechsel haben mich manchmal verwirrt.

Spannend hingegen fand ich die Wahl der Nebencharaktere, die fast alle bekannte Persönlichkeiten sind und Elliot mit ihren Fähigkeiten oft unter die Arme greifen.

Der erste Band ist fast 500 Seiten stark, das muss man erst mal verkraften - das schafft mit 10 nicht jeder - aber für geübte Leser ist es durchaus ein sehr spannendes Buch, in dem es viele Geheimnisse zu entdecken gibt.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Für kleine Spürnasen

Manhwa für Kids: Sherlock Holmes (Band 1) - Eine Studie in Scharlachrot
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Sherlock Holmes kennt eigentlich jeder und mit diesem Manhwa wird er auch für Kinder leichter zugänglich gestaltet. Allein schon das niedliche Aussehen der Figuren und die vielen Bilder machen die Fälle ...

Sherlock Holmes kennt eigentlich jeder und mit diesem Manhwa wird er auch für Kinder leichter zugänglich gestaltet. Allein schon das niedliche Aussehen der Figuren und die vielen Bilder machen die Fälle greifbarer und trotzdem spannend.

Insgesamt findet man hier 3 Fälle des schrulligen Detektivs und seiner rechten Hand Watson. Alle drei Fälle sind sehr nah am Original gehalten und spannend bis zum Schluss. Damit es auch nicht langweilig wird gibt es für die Leser auch noch Rätsel im Text, die entweder direkt, oder am Ende aufgelöst werden.

Wer dann immer noch nicht genug von Detektiven hat, kann sich noch ein bisschen über Forensik informieren und weitere Rätsel lösen, die alle gut durchdacht und weder zu schwer, noch zu einfach für die Zielgruppe sind.

Eine schöne Art Kindern ältere Literatur wieder näher zu bringen und auch ein wenig den Kopf zu benutzen.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Die Rückseite der Wirklichkeit

Das Schiff der verlorenen Kinder
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Nach einem heftigen Streit finden sich die Brüder Leo und Felix plötzlich mit ihrem Zimmer auf einem Schiff wieder. Wie sie feststellen müssen, sind sie nicht die einzigen, allerdings fast die einzigen, ...

Nach einem heftigen Streit finden sich die Brüder Leo und Felix plötzlich mit ihrem Zimmer auf einem Schiff wieder. Wie sie feststellen müssen, sind sie nicht die einzigen, allerdings fast die einzigen, die sich frei bewegen können. Die meisten der "Mitreisenden" wurde von Monstern versklavt um das Schiff in Betrieb zu halten und das Ende der Welt zu finden. Leo und Felix hingegen versuchen einen Weg aus diesem Schiff zu finden.

Wie der Leser im Text erfährt - handelt es sich um die "Seelenfänger" und war früher ein Schiff, das verlorene Seelen ein Heim gegeben hat. Doch jeder brachte auch seine eigenen Monster mit und die übernahmen das Kommando. Man sieht das düstere Schiff auf dem Cover, das wirklich wunderbar gestaltet ist und mit dem Lichtschein von oben immer diesen Schimmer Hoffnung einfängt, der nie verloren geht.

Denn genau das macht dieses Buch aus - es ist düster und man möchte die Hoffnung verlieren, denn immer wenn man für ein Problem eine Lösung gefunden hat, kommen drei neue um die Ecke. Doch die Hoffnung verlieren die Kinder nie. Sie halten eng zusammen, auch wenn sie sich eigentlich nicht kennen. Sie sind mutig, wachsen über sich hinaus und gehen Risiken ein. Es kommen Talente zutage, die man vorher nie erwartet hätte und das wichtigste: Sie glauben an den jeweils anderen und bestärken ihn. So düster und unendlich dieses Schiff und das allgemeine Setting ist, das macht immer Hoffnung.

Es fiel mir sehr leicht mich mit den Protagonisten durch das Labyrinth der Seelenfänger zu bewegen. Ich habe mit ihnen gelitten, die Daumen gedrückt, mich gefreut und war erstaunt, was alles möglich ist, wenn man nur daran glaubt. Bildgewaltig beschrieben schafft es eine fesselnde Atmosphäre, die einen nicht so schnell loslässt.

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