Sci-Fi ohne Aliens
Das Ganymed-FragmentWenn man an Science Fiction denkt, dann denkt man doch automatisch auch an Aliens. Doch die findet man hier nicht. Dafür findet man sich im Jahr 2225 wieder - die Menschheit hat sich im Sonnensystem ausgebreitet ...
Wenn man an Science Fiction denkt, dann denkt man doch automatisch auch an Aliens. Doch die findet man hier nicht. Dafür findet man sich im Jahr 2225 wieder - die Menschheit hat sich im Sonnensystem ausgebreitet - auf der Erde spielt die Handlung nicht, sondern auf einem Jupitermond bzw. auf einer Station, die die Erze auf dem Mond fördert.
Während Mitarbeiter eine neu entdeckte Höhle erkunden, gibt es einen Todesfall, der einigen merkwürdig erscheint. Aus diesem Grund kommt Alan Bishop als Ermittler auf die Station und steckt bald in deutlich mehr als nur einem Mordfall.
Das Szenario ist wirklich futuristisch aber nicht saubergeleckt, wie in anderen Sci-Fi Bücher. Da wird noch gearbeitet und es ist nicht alles eitel Sonnenschein. Die Figuren haben Ecken und Kanten und fast alle ihre Geheimnisse. Sie öffnen sich dem Leser auch erst spät, was aber überhaupt kein Problem ist, denn das Buch ist spannend geschrieben und nimmt einen mit. Der Ermittler stellt unangenehme Fragen und zeigt dem Leser, dass es auch in der Zukunft eher nicht besser wird. Am Ende weiß man auch nicht mehr sicher, wem man trauen soll. Am Ende war ich froh, dass das Buch nicht mit einem Cliffhanger, aber mit Aussicht auf einen weiteren Band endet.
Wer also Sci-Fi liebt und nicht unbedingt spektakuläre Weltraumkämpfe, sondern auch mal was zum Nachdenken braucht, der ist bei dem Buch goldrichtig.