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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2025

Tolle Hexengeschichte

The Witch’s Debt
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Bereits das Cover zieht den Leser in eine düstere Welt, dabei sieht es auf den ersten Seiten noch gar nicht danach aus. Wir lernen die beiden Hauptfiguren Ethina und April kennen, die auf den ersten Blick ...

Bereits das Cover zieht den Leser in eine düstere Welt, dabei sieht es auf den ersten Seiten noch gar nicht danach aus. Wir lernen die beiden Hauptfiguren Ethina und April kennen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Ethina ist eher eine Einzelgängerin und leidet ein wenig unter dem Beruf ihrer Mutter, die einen Laden für Okkultes und Hexensachen führt. April hingegen ist fester Teil einer Clique und beliebt. Und trotzdem führt sie das Schicksal zusammen. Endlich muss sich April nicht mehr verstellen, wie sie später mitbekommt und auch Ethina blüht ein wenig auf. Trotzdem erlebt Ethina auch ganz skurrile Sachen, die sie sich nicht erklären kann.

Beginnt die Geschcihte noch ruhig, so wird sie schnell rasanter, so dass man das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen will - sie wird düster und mysteriös und auch die kleinen Horrorelemente gegen Ende machen das Gesamtbild sehr rund. Der Schreibstil ist wie immer bei der Autorin fesselnd und sehr bildlich, so dass die Geschichte rund um Ethina vor dem geistigen Auge erscheint und den Leser an die Hand nimmt, aber nicht mehr loslässt. Die Mischung aus Spannung und Twists, macht das Buch zu einem Page Turner. Die Handlung und die Vergangenheit der Figuren, die sehr facettenreich und tiefgründig gestaltet sind, geht mit vielen Geheimnissen einher, die man erkunden möchte und mehr als einmal fiebert man mit den beiden Freundinnen mit, hält die Luft an und ja, man kann auch lachen in den Buch. Und so eine Mischung schafft selten ein Buch in dem Genre - eine ganz klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Interessante Geistergeschichte

Die Folcroft-Geister
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Nach einem Autounfall liegt Taras und Kyles Mutter im Krankenhaus und die Kinder kommen zu den Großeltern, die sie noch nie gesehen haben. May und Peter Folcroft leben auch sehr abgeschieden in einem großen ...

Nach einem Autounfall liegt Taras und Kyles Mutter im Krankenhaus und die Kinder kommen zu den Großeltern, die sie noch nie gesehen haben. May und Peter Folcroft leben auch sehr abgeschieden in einem großen Haus, dass den beiden Kindern von Anfang an ein wenig Angst einflösst. Doch die Großeltern sind warmherzig, und auch wenn es wenig Kontakt zur Außenwelt gibt, kommen die beiden an. Und doch ist da etwas, das sie nicht benennen können - so als würden sie beobachtet.

Im Vergleich zu den anderen Büchern der Autorin ist dieses eher kurz - Stephen King hätte es als Kurzgeschichte beschrieben ^^ Und auch wenn das Haus an sich und auch die Großeltern wunderbar gruselig beschrieben sind, kommt für mich wenig Stimmung auf. Die Geister, die vorkommen, kann ich schwer einschätzen - sind sie gut, oder doch böse und eigentlich kommen sie nur selten vor. Die Großeltern selbst finde ich gruseliger. Die Geheimnisse, die das Haus umgeben sind schon spannend verpackt, aber irgendwie hat es mich nicht ganz gepackt. Da waren 2 der 3 wirklichen Kurzgeschichten, die sich auch im Buch finden, deutlich gruseliger und da hätte ich mir mehr gewünscht.

Ein schönes Buch mit einer tollen Geschichte, aber irgendwie hat mir dann doch etwas gefehlt.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Spannender erster Fall

Kinderseelen
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Ein Teddy auf dem Cover eines Krimis - da steckt mehr dahinter. Und genau das tut es - es ist der erste Fall für Lou Peters und Greg Tylor der Kantonpolizei Zürich. Und genau wie Lou, die ursprünglich ...

Ein Teddy auf dem Cover eines Krimis - da steckt mehr dahinter. Und genau das tut es - es ist der erste Fall für Lou Peters und Greg Tylor der Kantonpolizei Zürich. Und genau wie Lou, die ursprünglich aus Deutschland kommt und Greg, britischer Staatsbürger, stolpert man beim Lesen ab und an über das Schweizer Rechtssystem, das in wenigen Punkten doch anders ist. Worüber man zum Glück nicht stolpert ist Schweizerdeutsch, was ich mit Aufatmen zur Kenntnis genommen habe, denn mit, wäre es an manchen Stellen bestimmt schwerer zu verstehen gewesen. Aber so liest sich der Fall um den verschwunden Pharmariesensohn Nick (11) sehr leicht und flott. Die teilweise wirklich kurzen Kapitel verleiten beim Lesen direkt dazu zu sagen: Ach komm, eins geht noch. Und so fliegt man durch das Buch. Die Kapitel wechseln zwar immer in der Perspektive - zwischen den Ermittlern, dem Entführer, Nick und dem Boss von Lou und Greg, aber das verwirrt nicht, sondern erweitert die Sichtweise und macht es teilweise deutlich spannender. Gerade zum Ende hin kann man einfach nur noch die Luft anhalten - so spannend wird es.

Die Charaktere sind sehr vielschichtig aufgebaut und ergänzen sich perfekt, bzw. zeigen eine interessante Entwicklung und sind, was ich richtig schön finde, lernfähig.

Spannend bis zum Schluss und eine richtig tolle Story, die auch wirklich mit dem Teddy auf dem Cover verbunden ist - wunderbarer Bogen geschlagen und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Slow Burn vom Feinsten

Prince
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Cameron hat in ihrem Leben viel durchmachen müssen und steht jetzt kurz vor ihrem Comeback als Reiterin in der britischen Nationalmannschaft. Doch das Training findet ausgerechnet in Idaho auf einer Ranch ...

Cameron hat in ihrem Leben viel durchmachen müssen und steht jetzt kurz vor ihrem Comeback als Reiterin in der britischen Nationalmannschaft. Doch das Training findet ausgerechnet in Idaho auf einer Ranch statt, die ihr nicht unbekannt ist.

Auf der anderen Seite haben wir Michael "Prince" Diaz - Ex-Marine und nun Ranchbesitzer mit doch finanziellen Schwierigkeiten.

Beide Figuren lernen wir parallel kennen und begleiten sie auf ihrem Weg, dem ersten Aufeinandertreffen und bei allem was dann noch folgt. Dabei gliedert sich die Geschichte auf mehrere Zeitebenen - Slow Burn vom Feinsten. Dabei weiß man manchmal gar nicht, auf wessen Seite man sich stellen soll, am Ende war ich dann aber irgendwie pro Cameron ^^

Die Autorin hat es geschafft mich von Satz eins an an die Geschichte zu fesseln. Sie hat mich auch in den lesepausen nicht mehr losgelassen und das ist es, was für mich eine gute Geschichte ausmacht. Sie hat mehrere Plottwists, mit denen man mehr oder weniger rechnet und wer die anderen Bücher der Autorin kennt, wird auch auf das ein oder andere bekannte Gesicht stoßen. Es ist jedoch nicht nötig, die anderen Bücher gelesen zu haben, sie haben nichts mit dieser Story zu tun, sie kann also ganz und gar unabhängig von Vorkenntnissen gelesen werden.

Anfangs hätte ich mir allerdings eine kurze Übersicht über die Personen gewünscht, da jeder (wirklich jeder) mindestens einmal mit Vornamen, oder mit Nachnamen oder mit eine Spitznamen angeredet wird, hatte ich ganz am Anfang schon Probleme die vielen Namen den Figuren zuzuordnen. Das ist aber schnell besser geworden.

Schlussendlich kann ich sagen, dass das Buch mich gefangen genommen hat, mir die Spannung eines Reiterwettkampfes nähergebracht hat, die Tränen in die Augen trieb, mich hat Lachen lassen und ich mit allen Figuren mitfiebern konnte - sprich eins meiner Jahreshighlights geworden ist.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Schaurig guter Thriller

Gänsehaut in Hovenäset 1. Flammenrad
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Heidi kommt nach dem Urlaub zurück nach Hause und ihr Zimmer ist eine Baustelle, Geld und Zeit fehlten. Und das sind nicht die einzigen Veränderungen - ihre Mutter ist nach Deutschland gezogen und die ...

Heidi kommt nach dem Urlaub zurück nach Hause und ihr Zimmer ist eine Baustelle, Geld und Zeit fehlten. Und das sind nicht die einzigen Veränderungen - ihre Mutter ist nach Deutschland gezogen und die neue Frau ihres Vaters erwartet ein Kind. Um Geld in die Kasse zu bekommen, vermieten sie das Gästezimmer an den Besitzer des Riesenrades, das auf dem Campingplatz aufgestellt wurde. Doch genau dieses Riesenrad versetzt Heidis Oma in Angst und Schrecken. Und was hat es mit dem Kinderschuh und der Rassel auf sich, die Heidi in ihrem Fußboden findet?

Direkt erst mal das was mich stört. Und das ist das angegebene Lesealter - vielleicht bin ich als Mama da zu überängstlich, aber für 11 Jahre finde ich das an manchen Stellen schon arg harten Tobak, das trieb mir als Erwachsenen die Gänsehaut über die Arme. Also für Kinder schon heftig - ich würde es mal ab 13 empfehlen, außer die Kids sind hart im Nehmen.

Das ist aber auch das einzige Manko, das ich gefunden habe. Ansonsten ist das Buch richtig spannend. Eine interessante Geschichte mit tollem Setting. Heidi und ihre Freunde finde ich sehr sympathisch und auch der Zusammenhalt unter ihnen. Es ist sehr realistisch geschrieben - nicht alle haben immer Zeit, jeder seine kleinen Probleme und doch funktioniert es am Ende alles. Auch die Erwachsenen sind nicht als blöd dargestellt, wie man es manchmal in solchen Büchern hat, sondern alles so, wie es bei den Nachbarn auch sein könnte. Sehr sympathisch und passend zum Buch. Die Spannung kommt wirklich nicht zu kurz, wobei die Lösung vielleicht ein wenig komisch war - ganz genau aufgeklärt wird nicht, aber es passt und da es noch einen zweiten Band gibt, liest man da vielleicht noch etwas darüber.

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