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Veröffentlicht am 24.09.2025

Zwischen Kerker, Krone und Kalkül

Trial of the Sun Queen
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Lor verbringt zwölf Jahre mit ihren Geschwistern in einem grausamen Kerker, bis sie unerwartet an den Hof des Sonnenkönigs gebracht wird. Dort soll sie in den „Trials“ antreten – einem gnadenlosen Wettbewerb, ...


Lor verbringt zwölf Jahre mit ihren Geschwistern in einem grausamen Kerker, bis sie unerwartet an den Hof des Sonnenkönigs gebracht wird. Dort soll sie in den „Trials“ antreten – einem gnadenlosen Wettbewerb, in dem zehn junge Frauen um die Krone kämpfen. Wer verliert, riskiert Tod oder die Rückgabe an den Feind.

Aphelion, die Welt des Sonnenkönigs, glänzt in Gold und Etikette, doch hinter der höfischen Fassade lauern Intrigen. Lor muss lernen, Codes zu entschlüsseln, Bündnisse einzugehen und sich in Prüfungen zu behaupten. An ihrer Seite steht der Wächter Gabriel – Beschützer und Aufpasser zugleich. Auch der Sonnenkönig selbst bleibt undurchschaubar: Retter, Spieler oder beides?

Der Anfang überzeugt mit Härte und klarer Motivation: Lor will überleben und ihre Freiheit zurück. Die Trials bringen Spannung, greifen aber auch vertraute Muster auf, die man aus anderer Romantasy kennt. Das Worldbuilding hätte stellenweise mehr Tiefe vertragen, und wiederholte Formulierungen bremsen den Lesefluss. Das Ende setzt auf einen Cliffhanger, der Lust auf Band zwei macht, aber zugleich ein wenig kalkuliert wirkt.

Fazit:
Ein atmosphärischer Reihenauftakt mit starker Heldin und packender Grundidee. Abzüge gibt es für bekannte Muster und erzählerische Schwächen. Insgesamt solide 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Ein Tattoo, das Türen öffnet

Touch of Ink, Band 1: Die Sage der Wandler (Fesselnde Gestaltwandler-Romantasy)
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Quinn trägt seit ihrer Kindheit ein rätselhaftes Tattoo im Nacken und weiß weder, woher es kommt, noch was es bedeutet. Mit dem Studienstart an der Vancouver Island University hofft sie auf Antworten ...


Quinn trägt seit ihrer Kindheit ein rätselhaftes Tattoo im Nacken und weiß weder, woher es kommt, noch was es bedeutet. Mit dem Studienstart an der Vancouver Island University hofft sie auf Antworten – und trifft auf Nathan, der ihr zunächst den begehrten Campusjob wegschnappt und dann selbst zum Rätsel wird. Zwischen Anziehung, Misstrauen und ersten Hinweisen auf „Tribes“ und alte Zeichen beginnt Quinn, Stück für Stück ihre wahre Geschichte zu entschlüsseln.

Stark ist die Grundidee mit dem Hautzeichen als Schlüssel, kombiniert mit dem unaufgeregten College-Setting. Quinn wirkt nahbar und authentisch, weil sie Fehler macht und mit sich ringt. Nathan bleibt lange undurchsichtig, was die Spannung trägt. Die Symbolik der Wandler verleiht der Geschichte einen eigenen Reiz.

Im Mittelteil verliert die Handlung stellenweise etwas an Tempo, manche Szenen wirken gedehnt. Doch zum Ende zieht das Tempo spürbar an, und der Cliffhanger macht Lust auf den nächsten Band.

Fazit: Ein atmosphärischer Auftakt mit starker Prämisse und sympathischer Protagonistin. Kleine Längen kosten den letzten Stern, doch insgesamt überzeugt die Mischung aus College-Vibes, Geheimnissen und Wandler-Mythos – 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Schatten über der Liebe

Feels like Love
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Mila, Medizinstudentin, zieht nach Berlin, fühlt sich dort komplett überfordert und fremd. Alles scheint anders, hektisch, distanziert – bis sie Leo trifft, angehender Modedesigner mit Charme und Kreativität. ...

Mila, Medizinstudentin, zieht nach Berlin, fühlt sich dort komplett überfordert und fremd. Alles scheint anders, hektisch, distanziert – bis sie Leo trifft, angehender Modedesigner mit Charme und Kreativität. Bei ihm angekommen zu sein, fühlt sich für sie wie Ankommen an – in dieser Stadt und in ihr selbst.

Die Geschichte verwebt die Welten Medizin und Mode auf zarte, aber glaubwürdige Weise. Mila wirkt nahbar, ehrgeizig und verletzlich; Leo ist warmherzig, clever und trägt eine düstere Vergangenheit mit sich. Die Beziehung entwickelt sich langsam, realistisch und emotional: romantisch ohne Kitsch, intensiv ohne Überladung. Berlin wird lebendig – von der Charité bis zu den Cafés – und schafft ein Zuhause Gefühl, in dem man sich selbst willkommen fühlt.

Dennoch: Der große emotionale Knall trifft erst in der zweiten Hälfte; für manche Leser könnte das Tempo anfänglich zu sacht sein. Und manche medizinischen Erklärungen geraten detailreich, fast technisch. Aber das macht die Figuren umso echter—sie leben, studieren, lieben und leiden, genau wie wir.

Fazit:
Ein berührender New-Adult-Roman, der Herz und Realität verbindet, mit flawed, aber liebenswerten Figuren und großer emotionaler Tiefe. 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Ein Weltentwurf zum Niederknien – und eine großartige Heldin

Prinzessin der Unterwelt
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Ich lese viel Romantasy, aber „Prinzessin der Unterwelt – Zwischen Herz, Hölle & Magie“ hat mich auf einem anderen Level abgeholt. Die Welt ist gewaltig, nicht nur visuell, sondern gut durchdacht. Die ...


Ich lese viel Romantasy, aber „Prinzessin der Unterwelt – Zwischen Herz, Hölle & Magie“ hat mich auf einem anderen Level abgeholt. Die Welt ist gewaltig, nicht nur visuell, sondern gut durchdacht. Die Luftstädte, Midgard, die Unterwelt.

Kitty hat mich überrascht. Sie ist weder naiv noch übermäßig tough, sondern eine junge Frau mit Zerrissenheit, Humor und einem messerscharfen Blick. Dieses Buch war für mich eine absolute Überraschung. Kitty wirkt anfangs wie das klassische Mädchen im goldenen Käfig und dann zerreißt sie die Fesseln.
Die Liebesgeschichte? Ein bitter-süßer Tanz zwischen Wahl und Pflicht, Herz und Ordnung. Ich habe Greyson anfangs gehasst und war Team Roon, bis ich Greyson liebte. Und ich habe mitgefiebert, als Kitty die Wahrheit erkannte. Ihre Entwicklung ist glaubhaft und nachvollziehbar. Midgard lebt, die Luftstädte schimmern, und ich will mehr!
Ein echtes Highlight, sprachlich stark, atmosphärisch dicht und mit einem gut aufgebauten Spannungsbogen. Ganz große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Untotenchaos und Herzmagnet

Hunting Souls (Bd. 1)
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Katrina ist 18, seit einem Jahr tot – und eigentlich zufrieden in ihrer übernatürlichen Familie aus Vampiren, Hexen und Werwölfen. Bis Tate auftaucht: ein Jäger, der ihr größter Feind sein müsste. Ein ...


Katrina ist 18, seit einem Jahr tot – und eigentlich zufrieden in ihrer übernatürlichen Familie aus Vampiren, Hexen und Werwölfen. Bis Tate auftaucht: ein Jäger, der ihr größter Feind sein müsste. Ein missglückter Fluch bindet die beiden unzertrennlich aneinander und sorgt für Chaos, Schlagabtausch und Gefühle, die Katrina längst für tot hielt.

Das Zusammenspiel von Humor, Tempo und Romantik macht den Auftakt packend und charmant. Der Einstieg ist noch etwas langsam, doch danach entfaltet die Geschichte volle Kraft.

Fazit:
Originell, witzig und romantisch – Hunting Souls ist ein starker Dilogie-Beginn mit Suchtpotenzial. 4,5 von 5 Sternen.

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