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Veröffentlicht am 19.03.2026

Tolle Idee, auf eine besondere Weise umgesetzt, bei der mir allerdings etwas fehlte.

Moosland
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Zwei junge Frauen namens Elsa und Gerda kommen vor rund 80 Jahren in Island an. Dort wollen sie nach dem Krieg einen Neuanfang wagen und kommen bei Familien unter. Die Protagonistin Elsa spricht nicht ...

Zwei junge Frauen namens Elsa und Gerda kommen vor rund 80 Jahren in Island an. Dort wollen sie nach dem Krieg einen Neuanfang wagen und kommen bei Familien unter. Die Protagonistin Elsa spricht nicht und fügt sich auch so nicht richtig in die nachsichtige Familie mit ein. Im schlimmsten Falle muss sie zurück nach Deutschland. Oder geht sie mit einem der Söhne nach Amerika?

Ich wusste nichts von diesen mutigen Frauen in der Nachkriegszeit, gut es waren auch nur rund 500. Aber dennoch finde ich es so toll und wichtig, dass dieses Stück Geschichte nicht verloren geht. Die Autorin lässt ein Stück wahre Begebenheit einfließen in eine fiktive Geschichte.

Es ist eine ganz eigene Welt hier, denn die Autorin hat einen einzigartigen, bildhaften und melancholischen Schreibstil.

Ich würde auch direkt auf einen Dampfer steigen und ich wäre froh, die Schafe in der menschenfreien Natur heimzuholen.

Ich hätte mir weniger Düsternis am Ende gewünscht und dafür eine Elsa, die mehr ankommt. Die mehr aus sich herauskommt, weil sie ja mit der Zeit vieles aufarbeitet und die Vertrauen schaffen könnte mit der neuen Familie, die ja offensichtlich aus gutherzigen Menschen besteht. Die sich mit der Familie besser versteht, weil es alle wollen und nicht aus Nachsicht der Mutter o.ä.

Niemand spricht dort mal über das was sie jeweils erlebt haben. Man braucht keine fließenden Sprachkenntnisse dazu. Aber es hätte den Lesenden die Charaktere nähergebracht und mal etwas Wärme verströmt..

Tatsächlich hat mir diese seltsame Protagonistin etwas die Geschichte versaut.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Das Warten hat sich gelohnt!

Rätsel
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Ich bin sicher froh und erleichtert, dass es wirklich noch Thriller gibt, war kurz davor die Hoffnungen zu begraben..

Jeder hat Leichen im Keller, auch eine Esther von Dasser. Bis sie eines Tages wie ...

Ich bin sicher froh und erleichtert, dass es wirklich noch Thriller gibt, war kurz davor die Hoffnungen zu begraben..

Jeder hat Leichen im Keller, auch eine Esther von Dasser. Bis sie eines Tages wie vom Erdboden verschluckt wird und alle sie für tot halten. Doch sie taucht wieder auf und will gemeinsam mit ihrer Partnerin aus dem Teufelskreis entkommen..



Mick Saunter ist mittlerweile schon bekannt dafür, sich vorab einen Plot zu überlegen und das Buch mit einem konsequent geführten Roten Faden zu schreiben. Dafür liebe ich die Bücher. Die Spannung hält sich fast die gesamte Zeit und Leerläufe gibt es nicht. Stattdessen kann man versuchen mitzuraten und wenn man nicht aufpasst, hat man das ganze Buch verschluckt.

Schreibstil und Aufbau sind sehr professionell, an einigen Stellen wird es zum Glück auch mal brutal. Alles wie es sein soll.

Zugegeben ich war am Ende dann auch etwas verwirrt wer jetzt wann die Fäden gezogen und wer geschauspielert hat. Dies hat aber der Mühe und dem Unterhaltungsfaktor keinen Schaden verursacht.

Bitte mehr von den "echten" Thrillern!

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Extremes Ungleichgewicht zwischen Relevantem und Unrelevantem, dazu ein unsympathischer Protagonist und fehlende Tiefe.

Der Dunkelläufer
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Eric Solberg ist Radiomoderator, geschieden und lebt sehr gut an der dänischen Grenze an der Küste. Während einer Sendung erhält er einen seltsamen Anruf von einem Unbekannten. Zeitgleich geht in dem idyllischen ...

Eric Solberg ist Radiomoderator, geschieden und lebt sehr gut an der dänischen Grenze an der Küste. Während einer Sendung erhält er einen seltsamen Anruf von einem Unbekannten. Zeitgleich geht in dem idyllischen Küstenort wohl mehr als ein Mörder um. Einer wird "Der Schlitzer" genannt, wohl ein anderer nimmt ebenfalls Kontakt zu Solberg auf. Handelt es sich um die gleiche Person wie in der Sendung?

Diese Lektüre einen Psychothriller zu nennen empfinde ich als absolute Frechheit und als Beleidigung "echten" Psychothrillern gegenüber!

Der Schreibstil ist eine zähe Qual, Nebensächlichkeiten werden ausufernd beschrieben, Essentielles komplett ausgespart. Man wartet somit vergeblich auf Spannung. Auch seltsam finde ich Passagen, in denen Solbergs Ex-Frau zusammengesunken neben ihm sitzt und es wird nichts dazu gesagt. Ebenso wie Katharina sagt sie sei schwanger, woraufhin nur folgt, ob sie sicher sei. Da fehlt überall Tiefe, gehort aber auch nicht zu einem Psychothriller. Der Fokus ist ausschließlich auf Solberg gerichtet, somit nie auf den Opfern oder gar dem Täter.

Kann das Buch nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Kompakter Gartenhelfer

Gärtnern mit dem Hochbeet
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In "Gärtnern mit dem Hochbeet" wird komplett alles einmal angesprochen. Neben einer Einleitung mit Beispielen geht es bald an die Anleitungen zum DIY-Bau. Darauf folgt die Bepflanzung von der Erde bis ...

In "Gärtnern mit dem Hochbeet" wird komplett alles einmal angesprochen. Neben einer Einleitung mit Beispielen geht es bald an die Anleitungen zum DIY-Bau. Darauf folgt die Bepflanzung von der Erde bis hin zu den Gemüsesorten.

Besonders hilfreich sind hierbei die Beispielbilder und Tipps.

Ich fand es sehr kompakt und allübergreifend und für Einsteiger ein sehr guter Begleiter.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Packende Spannung bis zum Schluss

Giftiger Grund
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In diesem Krimi geht es um drei Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein können und dennoch etwas gemeinsam haben. Sie treffen sich nachts an einer verwilderten Tankstelle, an der Joran einen schweren ...

In diesem Krimi geht es um drei Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein können und dennoch etwas gemeinsam haben. Sie treffen sich nachts an einer verwilderten Tankstelle, an der Joran einen schweren Raub begangen hat und dafür gerade 7 Jahre abgesessen hat. An einer Tankstelle, die für ein kleines Mädchen nachts Zuflucht bietet, weil es ihr Zuhause nicht tut. Und für Charu, die an dieser Tankstelle doch nur ein Video für ihre Follower drehen wollte.



In diesem Buch kommt eines zum anderen. Die drei leben ihre Leben und trennen es auch gut, erst durch einige Gegebenheiten helfen sie sich am Ende widerwillig.

Der Schreibstil ist fesselnd und so bildhaft, dass man alles vor sich sieht. Außerdem ist es gelungen, den Protagonisten individuelle Charakterzüge zu verleihen, auch wenn mir Charu bis zuletzt nicht mehr sympathisch werden konnte.

Der Spannungsbogen spannt sich zum Ende hin noch einmal mächtig. Was mir gefällt sind die Emotionen, die mich durch das gesamte Buch begleitet haben. Man fiebert mit, fühlt mit, regt sich durchaus auch mal auf und fragt sich hier und da..

Am Ende wird alles noch erklärt, sodass keine Fragen offen bleiben.

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