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InaVainohullu

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Veröffentlicht am 18.08.2018

Ein gelungener zweiter Band, der seinen Vorgänger überholt !

The Ivy Years – Was wir verbergen
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Sharon will ihr altes Leben komplett hinter sich lassen und startet deshalb am Harkness College, weit weg von Zuhause, in ein neues Leben, mit neuem Namen. Als Scarlet Crowley begegnet sie in einem ihrer ...

Sharon will ihr altes Leben komplett hinter sich lassen und startet deshalb am Harkness College, weit weg von Zuhause, in ein neues Leben, mit neuem Namen. Als Scarlet Crowley begegnet sie in einem ihrer Kurse dem Studenten Bridger, der direkt eine magische Anziehungskraft auf sie ausübt.

Und auch Bridger ist recht angetan von seiner neuen Mitschülerin. Zu dumm, das er sich gerade überhaupt nicht auf eine Beziehung einlassen kann, nicht mal auf eine lockere, denn Bridger hat ein großes Geheimnis, das unter keinen Umständen auffliegen darf...

Meinung:
Trotz der Tatsache, das ich seit der True North Reihe ein wirklich großer Fan von Sarina Bowen bin, hat mich der erste Band der IVY YEARS Reihe ja nicht so wirklich überzeugt. Inhaltlich zwar sehr süß, doch leider auch recht oberflächlich. An diesen zweiten Band hatte ich, schon alleine deshalb, weil ich Bridger im ersten Teil bereits so gerne mochte, trotzdem gewissen Erwartungen und die hat die Autorin auch komplett erfüllt.

Die Handlung ist zwar nicht besonders tiefgründig, aber die Geschichte hat viele süße Facetten und hat mir tolle Lesestunden auf der Terrasse beschert. Sogar an Spannung mangelt es hier dieses Mal nicht, denn Sarina Bowen hat einen interessanten Handlungsstrang eingebaut, der der ganzen Geschichte ein kleines "Crime-Feeling" verpasst.

Bridger und Scarlet sind tolle Protagonisten, die sich manchmal ein wenig selbst im Weg stehen, besonders Bridger, der denkt, er müsse all seine Probleme unbedingt alleine lösen. Dabei hat er großartige Freunde, die ihn niemals hängen lassen würden, wenn er sich ihnen nur anvertrauen würde.

Die Seiten verfliegen dank des leichten und schönen Schreibstils unheimlich schnell und so kommt das unvermeidliche Happy End, in dem sich alles ganz wunderbar fügt, eigentlich viel zu früh.

Ein sehr gelungener, unterhaltsamer und einfach superschöner zweiter Teil, der wirklich Spaß macht.


Veröffentlicht am 10.08.2018

Mitreißend, spannend und so unfassbar gut ! Ein Highlight !

Elian und Lira – Das wilde Herz der See
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Lira ist eine Sirene, aber nicht irgendeine, sondern eine der ihr Ruf vorauseilt. Sie ist die Tochter der Meereskönigin und der Fluch der Prinzen, denn einmal im Jahr lockt sie mit ihrem Gesang einen Prinzen ...

Lira ist eine Sirene, aber nicht irgendeine, sondern eine der ihr Ruf vorauseilt. Sie ist die Tochter der Meereskönigin und der Fluch der Prinzen, denn einmal im Jahr lockt sie mit ihrem Gesang einen Prinzen von seinem Schiff, direkt in ihre Klauen, nur um ihm kaltblütig sein Herz zu entreißen.
Als sie den Zorn ihrer Mutter auf sich zieht, stellt diese ihr ein Ultimatum: Sie soll den Sirenentöter Prinz Elian töten und ihrer Mutter sein Herz zu Füßen legen oder sie bleibt für immer ein Mensch....

Vergesst den Klappentext und meine kurze Zusammenfassung, denn die Geschichte, die Alexandra Christo hier geschaffen hat, ist tief wie der Ozean und so eine willkommene Wohltat. Optisch wie inhaltlich unfassbar großartig und vor allem, endlich mal wieder, ein durchweg überraschender und in sich abgeschlossener Einzelband.
Ich habe mich lange lange auf diesen Jugendfantasyroman gefreut und ich wurde nicht enttäuscht, obwohl meine Erwartungen so gar nicht erfüllt wurden. Wie das geht ? Nun ja, ich dachte, auch aufgrund der versprochenen Romanze im Klappentext, ich bekomme hier eine romantische, disneymäßige Meerwesengeschichte präsentiert, tatsächlich hat mir die Autorin aber eine durchgehend spannende, mitreißende, blutrünstige und düstere Geschichte beschert, die alle meine Erwartungen sogar übertroffen hat !!! Eben weil sie ganz anders war, als von mir angenommen.

Die angekündigte Romanze entwickelt sich ganz zart und kaum wahrnehmbar im Hintergrund, um sich im richtigen Moment tragisch und packend in den Vordergrund zu drängen. Im permanenten Fokus der Geschichte steht stattdessen eine Geschichte um Vertrauen und das Erreichen eines gemeinsamen Ziels, das sowohl Liras als auch Elians Welt verändern soll.

Beide sind starke, sehr gut ausgearbeitete Charaktere. Besonders Lira macht im Verlauf eine interessante Wandlung durch und hinterfragt all ihre Prinzipien und die Welt wie sie sie bisher gekannt hat, gewinnt mehr und mehr an Menschlichkeit und steht ein für alles was ihr wichtig erscheint. Elian ist mehr Pirat als Prinz. Auf dem Meer fühlt er sich zuhause, die Gepflogenheiten des heimatlichen Hofes sind ihm dagegen verhasst. Er will sich nicht zu solch einem Leben zwingen lassen und ist gemeinsam mit seiner chaotischen, aber liebenswerten Crew immer auf der Suche nach Abenteuern.

Der Weltentwurf, der Schreibstil, die Idee und die Protagonisten, sind allesamt total liebevoll, detailreich und großartig gestaltet. Alexandra Christo hat einen Roman geschaffen, der mich wirklich voll in seinen Bann ziehen konnte, der jede Menge Action aber auch feinen, trockenen Humor und viel Ironie mitbringt. Es tut mir fast schon ein wenig leid, das es sich hier wirklich um einen abgeschlossenen Band handelt, denn ich hätte locker noch zwei weitere Bücher dieser Art vertragen können.

Dieses Buch war und ist ein wirkliches Highlight !!!

Veröffentlicht am 04.08.2018

Solider Auftakt, der gut unterhält, aber viel Luft nach oben hat !

Wenn die Sterne Schleier tragen
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Cecilia ist gerade 18 als ihr ihr Vater eröffnet, das sie mit dem Kronprinzen von Europa verheiratet werden soll. Sie ist alles andere als begeistert, doch als sie den Prinzen zum ersten Mal trifft, da ...

Cecilia ist gerade 18 als ihr ihr Vater eröffnet, das sie mit dem Kronprinzen von Europa verheiratet werden soll. Sie ist alles andere als begeistert, doch als sie den Prinzen zum ersten Mal trifft, da zerstreuen sich all ihre Zweifel und Befürchtungen recht schnell, denn Prinz Noran ist nicht nur gutaussehend, sondern auch sehr charmant. Doch nicht nur von ihm ist Cecilia schnell angetan, auch Norans jüngerer Bruder Elias bringt ihr Herz zum Glühen.

Doch nicht nur mit Herzensdingen muss sich die junge Frau befassen, sondern auch mit einem ungeduldigen König und einer eifersüchtigen Schwester....

Meinung:
Als mir das Buch angeboten und empfohlen wurde, da war ich einerseits schnell angetan, andererseits aber auch direkt abgeschreckt, aufgrund der Tatsache, das man die Protagonistin hier in eine Zwangsehe drängt und wer mich, meinen Blog und meine Meinung kennt, der weiß, das mir bei solchen Szenarien gerne schnell mal die Hutschnur platzt. Aber die Autorin hat das hier einigermaßen zufriedenstellend gelöst, in dem sich Cecilia unter anderem recht schnell in Noran verguckt, weshalb ich in der Beziehung keine Kritik anbringen mag.

Das ich mich auf eine Dreiecksgeschichte einlasse, war mir ebenfalls bewusst. Sollte man sich im Vorfeld auch auf jeden Fall vergegenwärtigen, weil es nicht jedermanns Fall ist. Ich mag sowas ganz gerne mal, muss aber auch zugeben, das ich hin und wieder schon etwas genervt war, weil Cecilia nicht so recht entscheiden konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen, einen durchgängigen Spannungsbogen sucht man allerdings vergebens. Ich mochte den Erzählstil, war aber ein wenig genervt davon, das sich die Autorin mit vielen Nichtigkeiten und belanglosen Beschreibungen, wie beispielsweise die der Kleider, des Make Ups und der Tennisstunden, aufhält. Ich hätte mir gewünscht, das sie ihren Fokus vielleicht ein wenig mehr auf die Ausarbeitung der Charaktere legt, denn die bedienen reichlich Klischees, sind ansonsten aber recht blass gestrickt, was sehr schade war.

Gut gefallen hat mir dagegen das Setting, das irgendwo zwischen Vergangenem und Moderne angesiedelt ist.

Fazit:
Alles in allem war "Wenn die Sterne Schleier tragen" ein solider Auftakt, der mich gut unterhalten konnte, der aber noch viel Luft nach oben hat. Fans von Selection und Co. dürften trotz kleiner Schwächen aber voll auf ihre Kosten kommen !

Veröffentlicht am 02.08.2018

Dieses Buch ist harter, aber unfassbar wichtiger Stoff !!! Lest es unbedingt !

Du wolltest es doch
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Schon bei der ersten Vorstellung des Buches, da war mir ganz deutlich bewusst, das die Thematik dieses Buches für mich nicht leicht zu verdauen sein würde. Und genau so war es auch. Louise O' Neill hat ...

Schon bei der ersten Vorstellung des Buches, da war mir ganz deutlich bewusst, das die Thematik dieses Buches für mich nicht leicht zu verdauen sein würde. Und genau so war es auch. Louise O' Neill hat mich mit DU WOLLTEST ES DOCH an meine persönlichen Grenzen gebracht und ich muss gestehen, das ich einmal eine kurze Pause einlegen musste, um die Geschichte sacken zu lassen und mich von Emma, die mir innerhalb kürzester Zeit so nah war, ein Stück weit zu distanzieren, damit es für mich wieder erträglicher wird.

Dieses Buch kann also, und ich muss das immer und immer wieder so deutlich sagen, ein Trigger für all jene unter Euch sein, die schon einmal Opfer von sexueller Gewalt wurden, die unter Depressionen und Angstzuständen leiden oder die einfach und schlicht, anfällig und empfindlich auf harte Themen wie Victim Blaming ( Opfer-Täter-Umkehr ), Vergewaltigung, Mobbing und ähnliches reagieren.

Allen anderen, möchte ich dieses Buch aber dringend ans Herz legen, denn DU WOLLTEST ES DOCH ist ein so realistischer Roman, der sich mit einem riesigen Problem unserer Zeit beschäftigt.

Emma ist das schönste Mädchen in ganz Ballinatoom, Irland. Und das weiß sie auch. Sie provoziert mit aufreizenden Outfits und macht keinen Hehl daraus, das sie sich gerne mit Jungs umgibt. Sie genießt es, das ihr alle zu Füßen liegen.
Auf einer Party, da trinkt sie allerdings zu viel, sie wirft Pillen ein und schließlich verschwindet sie mit dem viel älteren Paul im Schlafzimmer.

...Filmriss....

Zwei Tage später ist die Welt plötzlich eine ganz andere ! Emma wird von ihren besten Freundinnen geächtet, sie wird in der Schule verspottet, beleidigt. In den Social Medias tauchen Bilder auf, die sie in eindeutiger Pose zeigen. Die Kommentare darunter: HURE, FLITTCHEN, SCHLAMPE ! "Die wollte es ja gar nicht anders". "Easy-Emma".

Was niemand sieht: Das Mädchen wirkt auf den Bildern teilnahmslos und weggetreten. Doch dem Mob genügt es, die Feinheiten zu übersehen und sich nur auf das Wesentliche zu konzentrieren...denn wer will bei sowas schon den Tatsachen ins Auge sehen, wenn das Mädchen es durch sein Verhalten ja sowieso förmlich provoziert hat ? Da wird sie schon Gefallen an der Sache gefunden haben....

Louise O'Neill widmet sich in ihrem Roman auf sehr schonungslose und authentische Art und Weise, die manch einen Leser sicher erschrecken dürfte, dem Thema Vergewaltigung und dem DANACH.

Emma ist ganz klar das Opfer in dieser Tragödie, doch ihr Umfeld suggeriert ihr, das sie die Situation selbst provoziert hätte, das sie, sollte sie die Jungs anzeigen, die ihr Schreckliches angetan haben, das Leben dieser zerstört. Und überhaupt ist die Situation ja vielleicht doch einfach nur aus dem Ruder gelaufen, schließlich kommen die Jungs ja alle aus gutem Hause.

Der Umgang mit Emma hat mich unglaublich wütend gemacht. Besonders die Tatsache wie ihre eigene Familie reagiert. Ihr Vater kann sie nicht mehr ansehen, verbringt mehr Zeit bei der Arbeit als Zuhause, ihre Mutter resigniert. Alle scheinen mit sich selbst beschäftigt und niemand hinterfragt, wie es Emma mit dieser Situation geht. Einzig ihr älterer Bruder scheint besorgt und versucht, Emma dazu zu bewegen wieder am Leben teilzunehmen. Allerdings gestaltet sich dies in einer Kleinstadt wie Ballinatoom, in der jeder jeden kennt, sehr schwer, denn egal wohin Emma auch geht, die Leute flüstern und tuscheln hinter ihrem Rücken, sie wird auf der Straße angerempelt oder verspottet. Kein Wunder, das sie in eine tiefe Depression verfällt und sich selbst verliert.

Emma ist ein Charakter, bei dem es mir gerade zu Beginn sehr schwer fiel eine Verbindung aufzubauen, denn sie ist, das muss man einfach so sagen, nicht gerade eine Sympathieträgerin. Sie wirkte auf mich sehr kalt und distanziert, war sich ihrer selbst immer sicher und bewusst, das sie sowieso das bekommt was sie haben will. Im Verlauf macht sie dann aber, aufgrund des Erlebten eine extreme Verwandlung durch. Sie wirkt beinahe apathisch und ihr Gedankenkarussell dreht sich unaufhörlich. Sie hinterfragt all die hässlichen Kommentare und Nachrichten, die sie auch ein Jahr später noch bekommt und redet sich selbst ein, das da vielleicht doch auch Wahrheit mit drin steckt. Sie sieht sich selbst als eine Art Täterin, die die Zukunft von jungen Männern verbaut, weil sie sich doch selbst an nichts aus dieser Nacht erinnern kann. Wie kann sie da also irgendetwas behaupten, selbst wenn die Bilder eine eindeutige Sprache sprechen ???

Leider ist genau das was Emma passiert, in der heutigen Zeit ein ganz großes und ernstes Thema, das wir immer wieder diskutieren und überhaupt zur Sprache bringen müssen. Vergewaltigungen in den Nachrichten gehören heute ja schon fast zur ( sehr traurigen ) Realität. Wie kann es sein, das solche Gräueltaten heutzutage so oft toleriert werden, wenn die Frau ( bzw. das Opfer ) es doch förmlich darauf angelegt hat, mit ihrem Outfit, mit ihrem Verhalten, etc.

Es gibt ein sehr interessantes Nachwort der Autorin, das eigentlich alles sagt, was ich auch dazu denke. Auch der Verlag hat ein eigenes Nachwort angehängt, das eine sehr wichtige Aussage enthält.

Ein bisschen schockiert war ich davon, wie die Autorin die Geschichte um Emma auflöst. Allerdings nur für einen kurzen Moment, denn leider kommt auch hier wieder die traurige Realität zum Tragen, die zeigt, welch einen Kampf es für ein Opfer bedeutet, zu seinem Recht zu kommen. Ich kann Emmas Entscheidungen, auch aus eigener Erfahrung heraus, unheimlich gut verstehen und trotzdem haben sie mich auch traurig und wütend gemacht.

Fazit:
DU WOLLTEST ES DOCH ist ein Roman in dem ein sehr schweres Thema vorherrscht, das aber unbedingt immer wieder angesprochen und diskutiert werden muss. Heute mehr denn je.
Es ist ein brutaler, aber authentischer Roman, der jede Menge Stoff zum Nachdenken bietet und den ich unbedingt auch als Schullektüre empfehlen würde.

Veröffentlicht am 28.07.2018

Amy Harmon hat sich zum wiederholten Male selbst übertroffen ! Highlight 2018 !

Queen and Blood
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Mit jedem ihrer Romane geht mir Amy Harmon unter die Haut, jede ihrer Geschichten überwältigt mich, so sehr, das in mir drin ein wahrer Gefühlssturm tobt, der beginnt sobald ich das Buch aufschlage und ...

Mit jedem ihrer Romane geht mir Amy Harmon unter die Haut, jede ihrer Geschichten überwältigt mich, so sehr, das in mir drin ein wahrer Gefühlssturm tobt, der beginnt sobald ich das Buch aufschlage und der auch nach dem Lesen und mit Beenden des Buches nicht schwächer wird und immer mindestens noch zwei, drei Wochen ganz stark nachklingt.

Jedes ihrer Bücher ist ein kleines, emotionales und poetisch anmutendes Meisterwerk, das mir schlaflose Nächte beschert, weil ich nie mit dem Lesen aufhören kann. Und das mich, wie im Fall von Queen and Blood auf eine besondere Reise in eine ganz unglaubliche, fantastische Welt schickt.

Queen and Blood ist Amy Harmons zweiter Fantasy-Romance Roman, das bedeutet, das ich in Bezug auf die Erschaffung ihrer ( fantastischen ) Welt nur sehr wenig Vergleichsmöglichkeiten habe und mich dabei ausschließlich auf Bird and Sword berufen kann, das ich ja ebenfalls schon absolut gefeiert habe.

Dieses Mal hat sie allerdings noch einen draufgesetzt, sie hat den Weltenentwurf und auch die Gaben, die hier eine sehr wichtige und bedeutende Rolle spielen noch mehr ausgebaut und alles wirkte auf mich noch intensiver als beim letzten Mal. Manchmal hatte ich das Gefühl, das ich mich in einer Welt bewege, die mit guten Videospielen wie Zelda oder Skyrim, mithalten kann. Die Umgebung ist vielfältig und atemberaubend schön. Ganz besonders angetan hat es mir Dendar. Ich hatte die Kulisse förmlich vor Augen und war einfach hin und weg von diesem so ursprünglichen und irgendwie fast schon magischen Ort.

Nicht nur in die Gestaltung ihrer Kulisse legt Amy Harmon sehr viel Liebe, sondern auch in die Erschaffung ihrer Charaktere, die allesamt so großartig und vielschichtig sind, das man sie einfach lieben, manchmal auch hassen, muss. Hauptprotagonisten wie Nebenfiguren sind stark und liebenswert.

Es ist unglaublich, wie viel Komplexität man in 400 Buchseiten finden kann. Ich hatte das Gefühl, ich lese einen 1000 Seiten Wälzer ( weil einfach so viel passiert ist ), der aber niemals langweilig wird. Es gibt natürlich Strecken die weniger spannend sind als andere, aber gelangweilt habe ich mich nie. Immer gab es etwas zu entdecken, sei es in der Umgebung oder aber in den zwischenmenschlichen Beziehungen und Freundschaften oder in den Charakterzügen einzelner Figuren.

Die Liebesgeschichte die sich zwischen Kjell und Sasha entwickelt ist von besonderer Tragik und bricht dir ein ums andere Mal das Herz. Sie wird allerdings und dafür danke ich Amy Harmon wirklich sehr, zu keinem Zeitpunkt schnulzig oder zu verkitscht.

Queen & Blood hat mich auf ganzer Linie überzeugt, mehr als das ! Es hat sich so tief in mein Herz gegraben, hat mir wundervolle Lesemomente beschert, hat mich in eine unglaublich atemberaubende Kulisse entführt und deshalb kann ich mit felsenfester Überzeugung sagen, das es das beste Buch ist, das ich 2018 bisher gelesen habe. Alle anderen Romane, die da jetzt noch kommen, werden es ganz schön schwer haben, da emotional ran zu kommen !