Die Engländerin Pearl lebt nach einem traumatischen Ereignis seit einigen Jahren völlig zurückgezogen mit ihrem Mann Denny in Frankreich und hat jegliche Kontakte in ihre Heimat eingeschränkt.Als sie von ...
Die Engländerin Pearl lebt nach einem traumatischen Ereignis seit einigen Jahren völlig zurückgezogen mit ihrem Mann Denny in Frankreich und hat jegliche Kontakte in ihre Heimat eingeschränkt.Als sie von ihrem Bruder die Nachricht erhalten, dass ihr Vater, den sie seit Jahrzehnten nicht gesehen hat, im Sterben liegt, fliegt sie nach England. Pearl wird etwas von ihm erben, was ausschließlich für sie bestimmt ist und zwar die Tagebücher des Vaters.
Nie hätte ich das erwartet, was durch die Tagebücher zum Vorschein kommt . Pearl erwacht nicht nur durch diese aus einer Schockstarre, sondern auch durch andere "fremde" Menschen, die unvermutet in ihr Leben treten. Die Verarbeitung der Vergangenheit beeinflusst die Gegenwart und die Zukunft. In dem Roman gab es viele Szenen, die mich sehr berührt haben. Außerdem werden viele Themen angeschnitten, denn es geht um Familie, Freundschaft, Liebe, Krankheit ,Trauer, Tod, Kontrollwahn, Eifersucht, Hoffnung, Vergebung, Neuanfänge.....Alles kann und möchte ich nicht erwähnen, denn sonst würde ich spoilern. Mich hat der Roman sehr berührt und innehalten lassen. Er stimmt nachdenklich, macht traurig und gleichzeitig macht er Mut sich seinem Leben zu stellen und die Richtung ggf. zu verändern.
Da mich der Roman "Der Morgen davor und das Leben danach" von Ann Napolitano so begeistert hat, war ich erpicht darauf auch ihren neuen Roman "Hallo, Du Schöne" zu lesen. Während der Klappentext auf eine ...
Da mich der Roman "Der Morgen davor und das Leben danach" von Ann Napolitano so begeistert hat, war ich erpicht darauf auch ihren neuen Roman "Hallo, Du Schöne" zu lesen. Während der Klappentext auf eine glückliche Familie Padavano - Eltern und vier Töchter - hindeutet, in die der Collegestudent William Zutritt erhält, als er sich mit Julia, einer der Tochter anfreundet. Er selbst hat eine unglückliche Kindheit hinter sich. Der Klappentext suggeriert, dass Williams tiefe Einsamkeit die Zukunft der gesamten Familie verändert, die Schwestern auseinandertreibt und ein Schicksalsschlag wieder zusammenbringt.
Ich habe eine völlig andere Geschichte erwartet, denn während William gleich zu Beginn schon als ziemlich "speziell" dargestellt wird, habe ich nur seine Unsicherheit und Traurigkeit gespürt und seinen Traum vom Basketballstar. Viel "schräger" habe die Familie empfunden, denn die Fürsorge und Liebe erdrückt sie und gleichzeitig empfinde ich sie oft gar nicht liebevoll.
Die Geschichte hat sich für mich über weite Strecken gezogen, denn die Autorin hat in meinen Augen zu viel erzählen wollen und sich dann verzettelt.
Großartig gelungen ist ihr auf jeden Fall, was Depressionen bei Betroffenen und ihrem Umfeld für Folgen haben können. Die Darstellung der Freundschaft zwischen William und seinem besten Freund Kent sowie innerhalb des Teams hat mich sehr bewegt ebenso wie die Liebesgeschichte, die auch eine ganz andere ist als vermutet. Am Ende war es mir zu viel an Einigkeit und Verzeihen, das ist natürlich wünschenswert, aber wirkte auf mich unrealistisch. Sprachlich hat der Roman mir sehr gut gefallen, doch die Sprunghaftigkeit und viele Nebensächlichkeiten, die Raum einnahmen, während anderes am Rande erwähnt wurde, hat meine Lesefreude geschmälert. Drei Sterne
Der Roman beginnt mit einem zufälligen Treffen zwischen Ella und Ben, die sich spontan zu einander hingezogen fühlen und eigentlich wollen sie in Kontakt bleiben, doch dazu kommt es nicht. Zwölf Jahre ...
Der Roman beginnt mit einem zufälligen Treffen zwischen Ella und Ben, die sich spontan zu einander hingezogen fühlen und eigentlich wollen sie in Kontakt bleiben, doch dazu kommt es nicht. Zwölf Jahre später treffen sie sich ebenso zufällig wieder und Ella ist mittlerweile mit ihrem besten Freund Leon zusammen. Ella bekommt den Auftrag die Biographie von Frederika zu schreiben, die ein Imperium geleitet hat und nun mittlerweile im Ruhestand ist. Durch die Gespräche mit Frederika beginnt Ella über ihr eigenes Leben, ihre Wünsche, Träume und Möglichkeiten nachzudenken.
Mir hat der Roman über lange Strecken sehr gut gefallen, obwohl anders als hinten auf dem Buch geschrieben, nicht Ella sondern Frederikas Geschichte für mich im Fokus stand. Während Frederikas Geschichte mich bis zum Schluss sehr berührt hat und ich viel über ihr Leben und ihre Liebe erfahren habe, so fand ich Ellas Geschichte ein wenig arg komprimiert und ich hätte sie am liebsten oft gerüttelt und gefragt, was sie da macht. Das Ende fand ich ein wenig zu überladen mit Ereignissen und meiner Meinung nach hätte die Autorin einiges weglassen können und stattdessen Ella mehr in den Mittelpunkt rücken könnnen.
Es ist der vierte, wie es bisher aussieht auch leider letzte, Teil der Sommerby-Reihe von Kirsten Boie, wobei es für mich persönlich der erste Teil war, den ich gelesen habe. Zwischendurch war ich jedoch ...
Es ist der vierte, wie es bisher aussieht auch leider letzte, Teil der Sommerby-Reihe von Kirsten Boie, wobei es für mich persönlich der erste Teil war, den ich gelesen habe. Zwischendurch war ich jedoch so neugierig auf die Vorgeschichte, dass ich mir den ersten Teil ,und mittlerweile auch Teil 2 und 3, als Hörbuch angehört habe, wobei die Hörbuchsprecherin durch ihre Darbietung den Geschichten nochmals einen zusätzlichen Kick verschafft hat. Sommerby, für die Nichtkenner der Story, ist ein ein kleines Städtchen, was auf einer Landzunge liegt, kurz vor der Mündung zur Ostsee. Hier, ganz abgeschieden nur über den Zugang zu einer Kuhweide oder vom Wasser aus zu erreichen, liegt das alte Reetdachhaus von Oma Inge und bei ihr haben die drei Kinder Martha (Teenager) sowie die jüngeren Brüder Mikkel (Grundschüler) und Mats (Kitakind) nun seit dem letzten Jahr schon dreimal die Ferien verbracht. Erst seit kurzem hat die Oma Telefon und Internet, denn sie lebt mit Hühnern, Gänsen, Kater und Hund sehr naturverbunden und besitzt so einiges nicht, was den Kindern von zu Hause aus selbstverständlich war - also auch unter anderem keine Spülmaschine. Die Kinder schaffen es in dieser Geschichte, dass die Eltern alleine in den Urlaub fahren und sie zur Oma dürfen, Die Oma traut den Kindern eine Menge zu und das stärkt das Selbstbewusstsein von ihnen. Gleichzeitig erlernen sie auf "spielerische" Art neue Fähigkeiten (Spülen, Abtrocknen, Putzen, Schnitzen, ....)Martha steuert ein kleines Boot alleine und organisiert auch ansonsten eine Menge bzw. übernimmt sehr viel Verantwortung. Außerdem ist sie verliebt. Der mittlere Bruder Mikkel ist ein Tiernarr und übernimmt die Verantwortung für die Tiere, wenn er da ist. Mats, der jüngere , will am liebsten alles was Mikkel macht und hat, doch dieses Mal hat er ein eigenes "Abenteuer", denn er versteckt eine Prinzessin. Klingt ein wenig verrückt oder magisch, aber das ist es nicht, denn Mats glaubt das, was man ihm einredet. Das ist der abenteuerliche Teil des Buches.
Kirsten Boie hat in meinen Augen eine Geschichte, die ab 10 Jahren empfohlen wird, für die gesamte Familie geschrieben, denn Kinder verschiedener Altersgruppen aber auch Erwachsene werden sich hier wieder finden. Sommerby hat etwas von Büllerbü in einer moderneren Form, einerseits Wohlfühlen und ein Stück Geborgenheit, andererseits aber auch Alltagsprobleme, was Familie und Umwelt betrifft. Es geht in der Geschichte ganz viel um Beziehungen, ob es um die der Geschwister untereinander oder zwischen den Eltern und der Oma, aber auch um die alte erste Liebe der Oma oder um die Liebe von Martha, hier findet alles seinen Platz. Es geht um Liebe, das Leben, ums Zuhören, ums Helfen und Kümmern, um Einsicht, um Verzeihen - ganz einfach gesagt um das Leben, zu dem auch der Tod gehört, den Kirsten Boie auf beeindruckende Weise in ihre Story einflicht. Mir sind die Tränen vor Rührung gekommen und nicht vor Trauer, denn Mikkel sagt in diesem Fall ganz richtig " So will ich später auch mal tot sein! "
Violet ist eine glückliche Singlefrau, wohnt gemeinsam mit ihren Freundinnen in einer WG und hat einen Job, den sie liebt. Ihr Leben wird auf links gedreht, als ihre Chefin stirbt und sie in dem neuen ...
Violet ist eine glückliche Singlefrau, wohnt gemeinsam mit ihren Freundinnen in einer WG und hat einen Job, den sie liebt. Ihr Leben wird auf links gedreht, als ihre Chefin stirbt und sie in dem neuen Vorgesetzten Alex den Mann erkennt, den sie kurz zuvor noch in einer Bar als Grinch beschimpft hat. Kurze Zeit später stellt sich heraus, dass beide einen Partner für die "Außenwelt" brauchen, denn Violets Familie stampft auf ihrem Singlesein herum und Alex braucht eine Frau, da er sonst das Erbe - sprich den Verlag- nicht bekommt. Beide beschließen einen Deal, in dem sie sich bei ihren Familien in der Weihnachtszeit als Paar ausgeben.
Die Autorin Martina Gercke erzählt auf leichte und höchst unterhaltsame Art, was passiert, wenn echte Gefühle ins Spiel kommen und die Hormone verrückt spielen. Zudem schildert sie die sehr unterschiedlichen Familien sehr prägnant und humorvoll. Ich habe mich wundervoll unterhalten gefühlt , obwohl ich natürlich schnell ahnte, wie der Roman enden würde.Wer Romane zum Abtauchen aus dem Alltag und Happyend-Garantie braucht, der ist hier genau richtig aufgehoben.