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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2022

Sehr viele Verdächtige

(m)achtlos
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Ein leitender Mitarbeiter eines Labors ist elendig verbrüht worden und der Täter kann eigentlich nur unter den Mitarbeitern zu finden sein. Es ist kein einfacher Job, vor dem Kommissar Marcel Lohen, die ...

Ein leitender Mitarbeiter eines Labors ist elendig verbrüht worden und der Täter kann eigentlich nur unter den Mitarbeitern zu finden sein. Es ist kein einfacher Job, vor dem Kommissar Marcel Lohen, die Kommissarin Nicole Falke und ihre Kollegen gestellt werden, denn die Mitarbeiter zeigen sich nicht besonders hilfsbereit.
Dieser Krimi unterscheidet sich von vielen anderen Krimis, die ich gelesen habe und die mir auch sehr gefallen haben, dadurch, dass
ich als Leser sehr wenig über die Ermittler erfahren, aber sehr viel darüber wie sie arbeiten bzw. wie sie u. a. Verhöre durchführen. Aber auch, was fühlt das Opfer. Dies war zu Beginn für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber als ich mich den Schreibstil - sehr kurze knappe Kapitel - jedoch großes Detailwissen über das Labor - gewöhnt hatte, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Durch die vielen Personen, hätte ich manchmal gern ein Personenregister gehabt, um den Überblick zu behalten, aber es ging auch. Wer war der Täter, was waren die Motive? Ich ließ mich von der Autorin an der Nase herumführen, tappte im Dunkeln und gerade, wenn ich dachte "Jetzt, weiss ich es", entpuppte sich dies als Trugschluss.
Es gab zum Schluss einen in sich schlüssigen Showdown, soviel möchte ich verraten.
Vier Sterne von mir!

Veröffentlicht am 07.01.2022

Wundervoll geschriebene Liebesgeschichte inklusive Familie, Hunde und Nordseefeeling

Strandkörbchen und Wellenfunkeln
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In diesem Roman geht es um die 26 jährige Luisa, Tierärztin mit eigener Praxis, und während scheinbar alle um sie herum glücklich als Paar zusammenleben, ist sie Single. Nach acht Jahren steht auf einmal ...

In diesem Roman geht es um die 26 jährige Luisa, Tierärztin mit eigener Praxis, und während scheinbar alle um sie herum glücklich als Paar zusammenleben, ist sie Single. Nach acht Jahren steht auf einmal Lars vor ihr in der Praxis, ihre damalige große erste Liebe. Er hat einen Golden-Retriever-Welpen neben eine Raststätte gefunden und diese Hündin ist verletzt.

Damals hat Lars Luisa ihr Herz gebrochen und Luisa möchte nicht noch einmal so verletzt werden. Doch, was tun, wenn Gefühle wieder hochkommen?

Petra Schier erzählt die Geschichte von Luisa, Lars und Jolie, so nennt Lars die Hündin, in der Gegenwart und in Rückblenden, so erfahre ich als Leserin, was damals passiert ist und wie Lars als auch Luisa sich gefühlt haben. Zwischendurch gibt es auch immer kurze Passagen, in denen Jolie sich zu Wort meldet. Es ist eine wundervoll und sehr einfühlsam geschriebene Liebesgeschichte, die mich ein paar Stunden aus meinem Alltag „entführte“ und ich ganz nah bei Luisa und Lars war. Trotz aller Liebe und Romantik, die in der Luft liegt, gibt es zwischenmenschliche Probleme. Es ist nicht nur alles „rosarot“ und insbesondere die Situation einer Tierärztin – in dem Fall von Luisa – wird sehr realistisch geschildert. Ich habe neben den Hauptprotagonisten Luisa, Lars und Jolie auch die meisten anderen Menschen aus Luisas Umfeld, besonders ihre Familie, die ihre „Nase“ überall reinsteckte, in mein Herz geschlossen. Außerdem die Nordsee immer gedanklich vor Augen und den Duft in der Nase und die Geräusche im Ohr, was brauche ich mehr, um mich zu entspannen? Nichts!

Ich hoffe eine Fortsetzung der Geschichte, wobei es sich bei „Strandkörbchen und Wellenfunkeln“ um den dritten Teil handelt, was mir,aber bevor ich jetzt nach Beendigung des Buches nach weiteren Büchern von Petra Schier schaute, nicht klar war. Man kann den dritten Teil ohne Vorkenntnisse der Vorgängerbücher lesen, doch er macht definitiv Lust auf die anderen Bücher.

Fünf Sterne für dieses Lesevergnügen von mir!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2022

Leichter amüsanter Krimi mit urigen Personen von der Nordseeküste

Zum Teufel mit den fiesen Friesen
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In Neuharlingersiel wird ein Mann während der Fahrt mit einer Kugel von seinem Motorrad geholt und kurze Zeit später wird während des Kitesurfens eine Frau auf bzw. von ihrem Brett er-/geschossen.

Der ...

In Neuharlingersiel wird ein Mann während der Fahrt mit einer Kugel von seinem Motorrad geholt und kurze Zeit später wird während des Kitesurfens eine Frau auf bzw. von ihrem Brett er-/geschossen.

Der Dorfpolizist Rudi beginnt gemeinsam mit der Polizei aus Wittmund zu ermitteln. Doch auch Henner, der Postbote und Rosa, ihres Zeichens Lehrerin und Krimileserin, stecken ihre Nase in den Fall – zufällig und absichtlich.

Ich fand diesen Krimi herzerfrischend, locker und leicht mit Küstenfeeling, geschrieben. Die Suche nach dem Täter gestaltete sich schwieriger als erwartet. Drumherum fand dann noch das Privatleben statt, mit Familienzusammenführung und ein Hauch von Liebe lag über allem. Über die Motivation des Täters rätselte ich eine ganze Zeit lang und mir gefiel die Auflösung sehr gut.

Ein netter amüsanter Krimi für zwischendurch!

Veröffentlicht am 07.01.2022

Wie war es damals 1943 als Jugendlicher in Deutschland als Flakhelfer?

Paul und der Krieg
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Wie war es für einen 15jährigen Jugendlichen im zweiten Weltkrieg in Deutschland?

Anhand von Dokumenten und Briefen aus dem Nachlass ihres Vaters Paul Haentjes, Jahrgang 1927 , schildert die Autorin Dorothee ...

Wie war es für einen 15jährigen Jugendlichen im zweiten Weltkrieg in Deutschland?

Anhand von Dokumenten und Briefen aus dem Nachlass ihres Vaters Paul Haentjes, Jahrgang 1927 , schildert die Autorin Dorothee Haentjes-Holländer, das Leben ihres Vaters im Zeitraum vom 15. Februar 1943 – 1.Juli 1945. Sie erzählt eine Geschichte über Paul, der uns als Leser an seinem Leben teilhaben lässt. Die Autorin selber stellt dem Erzählten und den abfotografierten Dokumenten ,Fakten gegenüber und ich kann sehr tief in die Geschichte eintauchen. Als Erwachsene, deren Eltern schon zu Kriegsende geboren worden sind und deren Großeltern und Verwandte schon als ich klein war, verstarben, kenne ich selber keine Zeitzeugen persönlich bzw. haben sie etwas erzählt. So bekomme ich nun eine Ahnung davon, wie das Leben für einen Jugendlichen damals war. Die meisten Geschichten, die ich bisher zu hören und lesen bekam, kamen von Seiten der Verfolgten oder derer die Widerstand geleistet haben. Hier erfahre ich nun sehr viel darüber, wie die Jugendlichen indoktriniert wurden, was schon in der Schule losging, dann weiter über die HJ und wie sie während ihrer „Ausbildung geschliffen“ wurden und unter welchen Bedingungen sie gelebt haben. Sehr interessant fand ich auch, was den Eltern der Kinder zugesagt worden ist und was den Jugendlichen selber versprochen worden ist. Es war sehr ergreifend zu sehen, wie die Unbeschwertheit verloren ging, was insbesondere durch Briefe, die von Paul an seinen Bruder schrieb, unterstrichen wurde.


Empfehlen kann ich dieses ergreifende Stück Zeitgeschichte Erwachsenen und Jugendlichen gleichermaßen. Sicherlich würde es sich hervorragend als Schullektüre eignen.

Fünf Sterne von mir!

Veröffentlicht am 07.01.2022

Tiefgründiger Krimi, in dem unsere Ernährung im Mittelpunkt steht

Angst in der Fächerstadt
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Im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe, in dem gerade eine Ausstellung mit dem Titel "Digital Food" stattfindet, wird ein Toter gefunden, der dort mit einem Messerstich getötet worden ist. Mit den ...

Im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe, in dem gerade eine Ausstellung mit dem Titel "Digital Food" stattfindet, wird ein Toter gefunden, der dort mit einem Messerstich getötet worden ist. Mit den Ermittlungen betraut wird Georg König, der sich gerade halbwegs vom Burn-out erholt hat, aber immer noch sehr "labil" ist. Er verbeisst sich in diesen Fall während seine Frau Amadea,
Journalistin ihres Zeichens, selbstständig und Herausgeberin eines Journals, gerade "Eiweiß", näher unter die Lupe nimmt.
Der Krimi schildert die Ermittlungen, die mir sehr gut gefielen, weil da die Tücken der Arbeit und auch das Zusammenspiel der verantwortlichen Personen deutlich wird bzw. auch unter welchem Druck alle stehen. Gleichwertig bzw. fast intensiver werden Amadeas journalistische Recherche und Eindrücke bezüglich eines Proteinshakes beschrieben nebest ihrer Mutterrolle, Angestellte in einem Cafe und Ehefrau. Georg, der wegen Amadeas Einmischungen schon mal "Schaden" in seinem Job erlitten hat, will sie einerseits aus den Ermittlungen total heraushalten andererseits steckt Amadea schon mittendrin, weil sie auch in der Ausstellung war. Sie ist in meinen Augen manchmal ein wenig übermotiviert, was aber sicherlich Geschmacksache ist.
Ein sehr vielschichtiger Krimi, durch den ich noch tiefer in die Thematik der "Ernährung" eingetaucht bin, ich über den Täter lange im Unklaren blieb und der zum Ende hin sehr spannend wurde.
Mit Sicherheit sehe ich Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel jetzt noch viel kritischer. Denkanstöße in Krimiform! Vier Sterne!